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Motorradträger am Hilux    

Alles ab der 7. Generation des HiLux (ab 2005) bzw. 4. Generation des 4Runner (ab 2003)

Motorradträger am Hilux

Postby hakim » Mon 24. Oct 2011, 18:09

Hallo,
ich habe die letzten Tage meinen Motorradträger stark überarbeitet und will Euch die Bilder nicht vorenthalten. Die erste Version war darauf abgestimmt, am Ende der offenen Heckklappe aufzuliegen und so die Last auf die beiden Konsolen sowie die Heckklappe zu verteilen. Ich hatte ja noch ein Quad auf der Pritsche. Der Träger sah so aus (die U-Schiene stützte sich im Betrieb zusätzlich auf der offenen Heckklappe ab):
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Der Träger wurde mitsamt den Konsolen einfach auf den Unterfahrschutz eingefädelt und mittels Bolzen+Ringöse M8 gesichert.
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Ich habe jetzt die Konstruktion überarbeitet, weil ich kein Quad mehr habe. Ich konnte somit mit der U-Schiene sehr viel näher und tiefer ans Auto. Nachdem man mir rückgemeldet hatte, daß der von mir verwendete VA-Stahl weniger biegefest sei als normaler Stahl, habe ich die Konsolen so kurz wie möglich gehalten und eine dritte Abstützung vorgesehen. Hier mal die Fotos:

Die U-Schiene ist aus dickem Alu und 180cm breit. Sie steht - im Gegensatz zum Eindruck auf dem Foto, seitlich nicht über die Radläufe raus.
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Der komplette Träger wird mit den U-Eisen der Konsolen einfach von der Seite her eingefädelt. Unten kommen natürlich die beiden Bolzen mit den Ringösen rein. Ösen von Hand anziehen und mit einem durchgesteckten Schraubendreher noch ein paar Umdrehungen drauf geben. Hält bombenfest.
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Vorher muß natürlich noch der Mittelfuß eingesetzt werden. VA-Vierkantrohr 60x60mm, einfach über die AHK-Kugel gestülpt und oben wie unten mit einem 8mm-Bolzen und Federsplint gesichert. Das Rohr liegt fest an, oben/hinten an der Kugel und unten/vorne am Schwanenhals. Da wackelt nichts.
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Die Zuleitung zu den beiden Anhängerleuchten verläuft in einem Vierkant-Alurohr. Die gesamte Elektrik ist nur mit wiederverwendbaren Kabelbindern befestigt. Sie kann also mit wenigen Handgriffen entfernt werden. Da das Alurohr mittig geteilt ist, kann die Lichtschiene zusammengelegt werden und paßt genau in meine 60x40er Plastikkiste mit den Autoteilen für unterwegs.
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Hier gut zu sehen, daß die U-Schiene seitlich mit der Karosserie abschließt.
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Eine harte Nuß war, daß ich die Motorradfront aus Stabilitätsgründen unbedingt trapezförmig nach unten abspannen wollte. Gleichzeitig wollte ich - vor allem bei Fahrt ohne Ladung - keine nach hinten lang überstehenden Rohre haben. Die Lösung ist eine herausziehbare Verlängerung aus 25x25mm-Vierkant im Futterrohr 30x30mm (Wandstärke 2mm), hier noch eingeschoben:
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...und hier auf die gewünschte Länge ausgezogen. Zur Begrenzung des Auszugs ist ein Stahlseil montiert. Dadurch kann ich den Auszug auch nicht verlieren bei Leerfahrt. Eine weitere Arrettierung braucht es nicht, bei verzurrtem Vorderrad verkantet sich der Auszug leicht im Futterrohr und kann trotz des leicht schräg angesetzten Gurtzugs nicht zurückrutschen.
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So, Rampe rechts angelegt, gesichert und Motorrad drauf. Das quergestellte Vorderrad hält in Aussparungen der Seiten der U-Schiene. Runterspannen mit zwei Gurten, damit ist der Bock schon mal fest. Jetzt noch beide Räder mit je einem Ratschengurt an der U-Schiene verzurrt, und die Fuhre ist reisefertig.
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Allerdings habe ich aus VA-Restmaterial noch einen Abstandhalter gebaut, um jeglichen Kontakt des Motorrads mit dem Hardtop zu unterbinden und die immer etwas flexible Gurtabspannung der Gabel zu stabilisieren. Vierkantrohr 30x30mm, mit einem Sicherungsbolzen an eine Ringöse am Hardtop eingehängt. Für die Aufnahme des Gabelrohrs ein 2mm-VA-Blech 70x70mm angeschweißt, rund gebogen und mit Moosgummi beklebt. Durch Aussparungen der Aufnahme einen kleinen Gurt durchgefädelt und festgezogen. Hält alles sehr stabil, hat aber keine entscheidende, tragende Funktion.
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Das Beste kommt wie immer zum Schluß: ich war beim TÜV! Ergebnis: der Motorradträger ist am serienmäßigen Unterfahrschutz nur eingehängt. Die Bolzen der beiden Konsolen sowie des Mittelfußes sind von Hand bzw. mit einfachem Bordwerkzeug entfernbar. Deshalb gilt der Träger als Ladung und ist frei von TÜV-Abnahme und Eintrag in die Papiere. Daß sich der Mittelfuß auf die AHK abstützt, spielt dabei auch keine Rolle. Als AHK gilt übrigens nur die Halteplatte am Unterfahrschutz sowie der Schwanenhals mit Kugel, nicht aber der serienmäßige Unterfahrschutz selbst... deshalb ist auch die Stützlast in diesem Fall irrelevant! Zu beachten sind lediglich die Regeln für eine geeignete Ladungssicherung. Lichtschiene ist unumgänglich. Das Nummernschild am Heck ist auch im Winkel gut sichtbar und muß nicht gedoppelt werden. Der seitliche Überstand des Motorrads liegt dank eingeschlagenem Vorderrad bei 20cm, das ist gerade noch in der Toleranz. Nach hinten ragt das Motorrad weniger als 1m übers Heck hinaus, daher sind hier keine weiteren Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Nachdem alles abnahmefrei ist, gibt es auch keine amtliche Vorgabe, wie schwer das Motorrad sein darf. Meine KTM EXC-R 530 auf den Fotos wiegt knapp unter 120kg (bei 61PS :wink: ), mit vollem Tank etwa 135kg. Der TÜV-Inscheniör meinte dazu nur, daß weder die maximale Hinterachslast überschritten (da hab´ich noch locker 300kg Luft) noch die Vorderachse zu stark entlastet werden dürften. Alles im grünen Bereich.!
Hakim :)
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby Code-X » Mon 24. Oct 2011, 19:09

Sers hakim,

sauber, alles was du anfasst hat Hand und Fuß.
Freut mich besonders das es legal ist...super. :bulb:

Eine Mopedhalterung habe ich auch noch auf der Liste.
Ich will meine R1 RN12 nächsten Frühjahr verkaufen und mir eine Kawasaki KX450F (mit Einspritzer) zulegen.
Die ich zu und von der Cross-Strecke transportieren muss, daher ist für mich dein Beitrag besonders interessant.
Freundliche Grüße aus Stuttgart :)
Roman

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Re: Motorradträger am Hilux

Postby Michi070166 » Mon 24. Oct 2011, 19:10

Supersache
danke für die schöne Beschreibung.
Habe mir auch schon gedanken gemacht um meine XR400 mit HZJ 78 zu transportieren.
Werden Fahreigenschaften des Hilux beeinträchtigt? Wahrscheinlich merkst du gar nichts während der Fahrt..
LG michi
Grüße vom Fuzzymobil, Michi.
Die beste Erfindung nach dem Differentialgetriebe ist die Differentialsperre.
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby highlux85 » Mon 24. Oct 2011, 20:07

@Hakim
schöne exc allerdings hätt ich mir nicht getraut ne saubere Ktm zu posten,das gehört sich nicht :D :D

@Codex
also wenn du ne Kfx mit Einspritzung nimmst sei dir sicher was du machst,hatte bis letztes Jahr noch eine mit Vergaser die kann mann auf ner Enduro-Tour nochmal reparieren, hatten wir erst Schlammloch vom Feinsten alles dicht gewesen, haben dann bis abends um 22.00 im Wald die Kiste wieder flott bekomm,möchte nicht wissen wie das mit ner Einspritzung aussieht!

Hab jetzt erst mal nen neues Spielzeug :D
http://www.youtube.com/watch?v=ov1i1RMRr2w

,brauch aber auch wieder ne Enduro!

ps schöne Transportmöglichkeit Hakim
"Wenn du dich mit dem teufel einläßt, verändert sich nicht der teufel, der teufel verändert dich"
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby Tordi » Tue 25. Oct 2011, 00:27

Gefällt mir ehrlich gesagt nicht so gut, speziell die hebelige Befestigung auf dem Kupplungsträger. Da wirken schon arge Kräfte und wirklich fixiert ist das auch nicht. Die Zurrpunkte sind auch nicht so, wie ich die gerne hätte.

Sag ich nicht aus dem Blauen heraus, hab meine Kattis lang genug auf Heckschienen spazieren gefahren und mir letztendlich genau deswegen den Lux gekauft, damit ich die Moppeds endlich sicher (auf der Ladefläche) befördern kann.
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby osloss » Tue 25. Oct 2011, 06:06

Moin Hakim,
ich bin nicht zu sehr bewandert bei Motorädern. :(
Aber eines fällt mir auf. Du hast die Endkappen des Unterfahrschutzes mit Schrauben gesichert. Und du hast die rostige Schraube vom ersten Bild unter einer Kappe "verborgen". :)

Wie schätzt Du die Einwirkung von Kräften ein die nach oben auf den Träger wirken?
Bleibt der Anhängebock nun ständig montiert? Oder je nach "Einsatzgebiet"?
Ich entnehme Deiner Konstruktion, dass der Anhängebock kein wirkliches Problem für das Reisen nach Island darstellt?

Gruss, Andre
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby quadman » Tue 25. Oct 2011, 06:54

Moin.

Ich finde die Aussage des TÜV-Menschen interessant.
Da fertigt man sich Konstruktionen mit gerade nicht kurzen Hebelarmen und befördert Lasten darauf, die nicht gerade klein sind und der TÜVler sagt: schraub ran.

Selbst bei einem kleinen Wildträger (od. auch Fahrradträger), der für den Kugelkopf ausgelegt ist, darf der D-Wert nicht überschritten werden.

Gruß Stefan
Hilux 2.5 xtra-Cab, 235/85R16 auf Dotz Dakar und Serienfelgen, TJM Snorkel, OME schwer/sehr schwer, Webasto Standheizung(en), Tempomat, Zusatztank, ASFIR Unterfahrschutze, ARB-commercial-bar, Dachkonsole mit Stabo XM5003 und eine metallic-grüne Wohnkabine
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby osloss » Tue 25. Oct 2011, 07:17

hakim wrote:...Daß sich der Mittelfuß auf die AHK abstützt, spielt dabei auch keine Rolle. Als AHK gilt übrigens nur die Halteplatte am Unterfahrschutz sowie der Schwanenhals mit Kugel, nicht aber der serienmäßige Unterfahrschutz selbst... deshalb ist auch die Stützlast in diesem Fall irrelevant!...


Moin Stefan,
manchmal hat man einen Ingenieur der seinen Entscheidungsfreiraum auch nutzt. :D
Gruss, Andre
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby hakim » Tue 25. Oct 2011, 07:28

Hallo,
danke für Euer Feedback. Daß es Für und Wider geben würde, war mir bewußt. Mir ist klar, daß jede Heckträgerkonstruktion bestenfalls einen guten Kompromiß darstellen kann.
Der Transport auf der Pritsche ist natürlich die einfachste und sicherste Lösung. Die EXC krieg´ich bei ausgebautem Vorderrad auch ins Minicamp, bei geschlossenen Heckklappen. Allerdings muß ich dann einen Teil der "Möbelkisten" zuhause lassen. Ein Anhänger kommt für mich nicht in Frage, vor allem wegen der Fährtarife. Insofern ist für meinen Zweck - eine leichte Sportenduro mit nach Tunesien und Island zu nehmen - solch ein Heckträger eine gute Möglichkeit. Ich habe viel recherchiert und nirgends genau das gefunden, was mir vorschwebte. Entweder waren es windige US-Konstruktionen, meist aus Alu und nur gehalten durch die dort übliche AHK-Aufnahme 50x50mm und "in God we trust". Oder es waren sehr wuchtige, für mich überdimensionierte und zu schwere Plattformen, die zudem aufgrund ihrer Befestigung TÜV-pflichtig sind.
Meine Kriterien waren: Die Konstruktion sollte leicht und einfach sein, ausreichend stabil nur für eine leichte Enduro und nur für den Transit auf der Straße. Außerdem werkzeugfrei abnehmbar wegen TÜV. Längere, einteilige Konsolen direkt am Rahmen zu verschrauben, hätte diesen Kriterien nicht genügt. Die Hauptlast auf die AHK zu setzen hätte einen entsprechend aufwändigen, verschraubten Halteschuh erfordert, damit wären erlaubte Stützlast und TÜV-Abnahme wieder ins Spiel gekommen. Durch den Mittelfuß hab´ich nicht nur die Last auf drei Punkte verteilt (grob gerechnet je 50kg statische Last), sondern auch mehr Sicherheit, weil bereits zwei der drei Befestigungen den Träger mitsamt Motorrad ausreichend halten. Dadurch, daß der Mittelfuß per Bolzen sowohl an der AHK wie auch an der U-Schiene fixiert wird, fängt er in Fahrt auch eventuelles Wippen nach oben ab und entlastet die seitlichen Konsolen. Die Befestigung des Motorrads durch Niederspannen der Gabel mit zwei Gurten - bei fixierten Rädern - hat bei mir noch immer gut funktioniert. Sicher hätte ich die Abspannbasis noch breiter anlegen können. Dann wäre aber die U-Schiene weiter nach hinten gewandert, die Hebelkräfte an den Konsolen entsprechend größer und auch der Auszug hätte weiter hinten raus ragen müssen. Die Abspannbasis ist so gewählt, daß eine deutlich trapezförmige Abspannung gewährleistet ist. Das Mopped steht damit sicher, allerdings wären bei unten breiterer Abspannung die lateralen Bewegungen des Motorrads - also z.B. in Fahrtrichtung beim Bremsen - noch geringer. Nur dafür habe ich die formstabile, zusätzliche Abstützung nach vorne zum Hardtop vorgesehen.
Kurz zu den anderen Fragen:
- Man merkt überraschend wenig vom Gewicht hinter der Hinterachse. Allerdings habe ich hinten OME heavy-duty drin und straffe Dämpfer...und ich fahren verhaltener durch die Kurven.
- In Island werde ich im nächsten Urlaub den Hilux nur als Unterkunft benutzen. Also an einen schönen Platz fahren und von dort aus zwei oder drei Tagesausflüge mit dem Motorrad machen, dann ein Stück weiter ziehen. Deshalb wird mich die "Pflugschar" hinten kaum stören. Kommt meine Frau per Flug nach, wird das Motorrad samt Träger und AHK untergestellt.
- Beim TÜV ging es nicht um das Nutzen von Entscheidungsspielräumen. Ein fest verschraubter Träger muß geprüft und abgenommen werden. Ein "werkzeugfrei" zu lösender gilt als Ladung. Vor Jahren hatte ich eine Warnwinch an meinen Daihatsu montiert. Der TÜV stellte fest, daß die eingetragene Vorderachslast überschritten sei und empfahl mir, die Windenkonsole samt Winde so zu ändern, daß man sie nur an zwei Bügeln hinter die Stoßstange hängen konnte. Unten zwei Bolzen durch, Federsplinte rein, und Elektrik steckbar gemacht. O-Ton des TÜV: "Machen sie das so, dann interessiert das niemanden mehr!"
Hakim
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby osloss » Tue 25. Oct 2011, 08:14

Hallo Hakim,
das eingeschobene 25er Vierkantrohr. Wie weit steckt es in der "Verzurrposition" in dem 30 Vierkantrohr? Mich interessiert die Einschubtiefe, die Hebellänge und wie viel Zug Du diesem zutraust.
Ich würde halt gerne Deine "Schmerzgrenze" der Belastung, von ineinandersteckenden Vierkantrohren, erfahren.
Gruss, Andre

EDIT: nicht weil ich Deine Konstruktion in Frage stelle, sondern weil ich auch einiges damit gebaut habe und einfach Deine Meinung haben möchte !!!
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby hakim » Tue 25. Oct 2011, 15:28

Hallo Andre,
ich bin für jede Anregung und fundierte Kritik zu meinem Träger offen. Ich kann ja irgendwann die Version 1.3 auflegen und es besser machen... Zu Deinen Fragen:
- Aus der Länge der seitlichen VA-Konsolen ergibt sich ein wirksamer Hebel von etwa 26cm, gerechnet ab Hinterkante der Aufnahme am Unterfahrschutz bis zum Aufstandspunkt in der Mitte der U-Schiene.
- Das Auszugsrohr verbleibt bei Gebrauch noch 18cm im Futterrohr. Ab hier bis zur Öse sind es auch 18cm.
- Die Zugbelastung an dieser Öse beträgt 36,8kg. Errechnet aus einer Federrate von 4,6N/mm und etwa 8cm Federweg.
- Relevant ist vielleicht noch, daß das Futterrohr die Kräfte in einem Bereich aufnimmt, der zweifach verstärkt ist. Ich habe nämlich zum einen nicht die Rohre der Konsolen durchbohrt für die Verschraubung der U-Schiene. Vielmehr wurde dafür jeweils eine kräftige VA-Platte seitlich angeschweißt (auf dem 1.Foto gut zu sehen). Zum anderen trägt ja auch die verschraubte U-Schiene zur Versteifung bei.
Hakim
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby Tordi » Tue 25. Oct 2011, 15:54

Servus Hakim,

ich hatte mich seinerzeit nach langem Vergleichen für einen Heckträger von Raithel entschieden, weil mir deren Aufbau am besten gefiel. So wie es dort gelöst ist/war, finde ich es sinnvoller, eine rahmenfeste Vierkant-Einschubkonstruktion, in die der Träger eingesteckt und fixiert wird.

Mit gekröpftem Tragarm war der auch relativ hoch.

http://caravan.raithel-systeme.de

Vielleicht würde sich ja auch direkt der Fahrzeugrahmen anbieten, um dort eine Einschub-Lösung zu konstruieren. Der ist ja nach hinten offen und hat auch schon genügend werkseitige Bohrungen, um etwas einschrauben zu können. Du hast ja keinen Stoßfänger dran, da dürfte der Zugang durch zwei kleine Ausschnitte im Heckblech ziemlich einfach sein.

BTW: Kennst Du das hier? Wollte ich schon ewig mal ausprobieren, gefällt mir richtig gut:

http://www.motocinch.de.tl/Moto-Cinch-.htm
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby Code-X » Tue 25. Oct 2011, 16:50

Off Topic...
highlux85 wrote:...
@Codex
also wenn du ne Kfx mit Einspritzung nimmst sei dir sicher was du machst,hatte bis letztes Jahr noch eine mit Vergaser die kann mann auf ner Enduro-Tour nochmal reparieren, hatten wir erst Schlammloch vom Feinsten alles dicht gewesen, haben dann bis abends um 22.00 im Wald die Kiste wieder flott bekomm,möchte nicht wissen wie das mit ner Einspritzung aussieht!
...


Sers, ich bin Fan von Einspritzer...ich will keinen Sprithahn drehen müssen, Jocke ziehen, Synchronisieren von mehreren Vergasern und bedüsen....einfach Start und fertig.
Sicher am Einspritzer kann man nicht mehr viel machen...aber allein weil Kawa mit als erstes Einspritzer hatte werde ich mir eine gebrauchte holen...Eine Yamaha wäre mir lieber, aber die hat für das Geld und Bj. noch Vergaser.


Sers Hakim,

grundsetzlich finde ich es immer super wenn jemand was macht...ich lese immer wieder beim "Beast" vorbei, und auch sonst finde ich gut wenn jemand seine Hände benutzt wie in der Hornbach-Werbung
http://www.youtube.com/watch?v=TmVvkGUwa08 :biggrin: :bulb:

...ich hätte nur Offroad bedenken das sich das Moped lösen könnte...offroad würde ich persönlich langsamer machen.

Ich hätte mal eine Idee, ist nicht völlig durchdacht, ist auch eher als Richtungsdeutung gedacht...

Wie sieht es aus das du für die 4 Befestigungsschrauben der AHK eine Platte vorsiehst an dem ein stabiles
Rohr rechtwinklig angeschweißt ist (D=100mm s=5-10)
Dies könnte man als Drehpunkt nehmen und ein größeres Rohr drüber stechen was dann zum Moped-Halter gehört und mit einem Splint sichern.

Am großen Rohr ist dann eine verschiebbare Schiene montiert mit einer Rolle.
Man löst die Arretierung und dann neigt sich die Moped-Halterung bis es Bodenkontakt hat...dann zieht man die Schiene auseinander mit der Rolle am Boden, bis der Neigungswinkel flach genug ist um das Moped abzuladen.

Für die Arretierung könnte man an der Stossstange 2 Vielkantrohre (links und rechts) an den überstehenden Enden der Hecktraverse ausarbeiten und einschweißen.
In die man dann was einstecken und mit einem Splint sicher könnte.

Als Rolle könntest du so Inlineskater-Dinger nehmen...
Ausziehbare Schienen sollte es auch so zu kaufen geben...
Viele der Teile wären "vorhanden"...

Du hast mir auch oft weiter geholfen...da hoffe ich, dass ich auch dir mal weiterhelfen konnte...

EDIT:
Ist mir grad einefallen...durch die Rolle(n) an der einen Seite könnte man bei der De- und Montage den Mopedhalter rollen anstatt zu schleppen....
Freundliche Grüße aus Stuttgart :)
Roman

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Re: Motorradträger am Hilux

Postby hakim » Wed 26. Oct 2011, 07:16

Hallo,
@tordi: danke für die Links. Diese Einschublösung ist sicher gut und stabil. Für mich war der Nachteil dabei, daß dieser Träger abnahmepflichtig ist. Die speziellen Aufnahmen sind Bestandteil der Trägerkonstruktion. Da sie fest am Rahmen verschraubt werden, gilt die gesamte Konstruktion als abnahmepflichtig... Einschieben direkt in den Rahmen wäre dagegen wieder abnahmefrei, sofern man dort die Fixierung werkzeugfrei lösbar vorsieht.
Diese Moto-cinch Halter sind wirklich interessant, kannte ich in dieser ausgeklügelten Form noch nicht. Ich hatte mir für meinen Heckträger auch überlegt, das Motorrad über die Fußrasten zu fixieren. Aber ich hätte diese Rastenhalter an der U-Schiene anbringen müssen, das wäre zu instabil geworden. Ich denke, das geht wie bei Moto-cinch nur über eine leicht trapezförmige, kräftige Abspannung auf eine stabile Grundplattform. Aber ich würde dennoch zusätzlich mindestens ein Rad gut fixieren, weil das Motorrad ja über sein Fahrwerk beweglich bleibt.
@Code-X: danke für Deine Anregungen, Roman. Falls sich der Mittelfuß in der jetztigen Form nicht bewähren sollte, werde ich Deine Idee aufgreifen, die AHK wieder abbauen und an dieser Stelle eine solide Grundplatte mit angeschweißter Stütze bis zur Mitte der U-Schiene anbauen. Aber diese Grundplatte müßte wiederum werkzeugfrei lösbar sein, sonst "tritt §1 in Kraft": abnahmepflichtig, weil ein integrativer Bestandteil des Trägers fest am Fahrzeug verschraubt wurde. Es ist echt nicht einfach, konstruktiv sauber abnahmefrei zu bleiben...
Den Träger absenkbar zu gestalten, wäre natürlich eine große Hilfe beim Aufladen. Allerdings muß man ja dann die U-Schiene samt Motorrad wieder in die Höhe wuchten, am Besten hydraulisch. Es gibt da einen sehr interessanten Träger in den USA, der mir allerdings aus mehreren Gründen zu labil war. Aber diese Hebelmechanik mit dem integrierten Wagenheber ist schon clever:
http://ultimatemxhauler.com/
Hakim
Edit @Code-X: ich hab´mir Deine Vorschläge nochmal ganz genau durchgelesen und erst jetzt gemerkt, daß Deine Idee nicht eine absenkbare Schiene, sondern eine Art Wippe ist. Auch nicht übel. Mein Problem hierbei ist das hohe Heck des Hilux. Ich brauche etwa 220cm Auffahrschiene für einen gescheiten Winkel. Dazu käme, daß ich die Maschine über Deine Wippe ja über den Drehpunkt hinausschieben müßte, bis es von alleine in die Waagerechte geht. Dabei würde der Lenker in unerreichbare Höhen kommen. Ich meine, ich hätte so ein System mal bei einem Wohnmobilausrüster gesehen. Aber da ist hat alles nur 20cm vom Boden weg...
Last edited by hakim on Wed 26. Oct 2011, 14:24, edited 1 time in total.
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Re: Motorradträger am Hilux

Postby osloss » Wed 26. Oct 2011, 12:33

hakim wrote:Hallo Andre,
ich bin für jede Anregung und fundierte Kritik zu meinem Träger offen. Ich kann ja irgendwann die Version 1.3 auflegen und es besser machen...


Hallo Hakim,
von mir keine Kritk. Auch keine fundierte :)
Mich haben Deine "Konstruktionsgedanken" interessiert. "Erfahrene" Konstruktionen sind halt immer interessant.
Zur Haltbarkeit gehören ja meist noch vielfältige andere Überlegungen, die eine Konstruktion beeinflussen.

Danke jedenfalls, für die Erklärung.
Gruaa, Andre
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