Servus,
ich kanns Euch nicht ersparen, aber das sind meine Gedanken dazu. Ich weiß, dass ich mich hier damit auf dünnes Eis begebe und wahrscheinlich ist alles was nun folgt voll daneben.
Interessant an der grundsätzlich seltsamen Fragestellung finde ich zu lesen, dass sich wohl der Großteil der Diskutanten auf der richtigen, weil "globetrotternden" Seite wähnt.
Dass es bei Globetrottern (
Person, die (als Tourist[in]) durch die Welt reist, weite Reisen macht) nicht auf das Fortbewegungsmittel ankommt ist schwer vermittelbar.
Wer jedes Jahr 2 Wochen nach Norwegen fährt und dort die "Weißware" als den erklärten Feind des "echten Globetrotters" ausgemacht hat fällt hart und unerbittlich sein Urteil.
Und all die anderen, die sich meist in Gruppen, wenn irgendmöglich noch organisiert und für teueres Geld erkauft in die Wüsten Marokkos und Tunesiens lotsen lassen halten sich auch für Globetrotter und beim 2. Mal zudem für ausgewiesene Afrikakenner.
Wenn man dann gar so gefährliche Ziele wie Alabanien oder wie das heißt knapp überlebt hat ist man endgültig in die höheren Sphären der "Globetrotterhimmels" aufgestiegen.
Die Dünenkönige sollten natürlich nicht vergessen werden. Tagelang erklimmen sie ohne sich und das Material zu schonen die allerhöchsten Sandberge und lassen sich nach "gesunder Heimkehr von abenteuerlicher Fahrt" feiern. Das mag Spass machen, das Ego stärken oder einfach schön sein - mit Reisen hat es nichts zu tun.
Echte Globetrotter sind rar, da man dazu zwei Dinge benötigt die die wenigsten im Überfluss haben: Zeit und Geld.
Ein Grund warum ich mich selbst nie zu diesen zählen würde.
Der normale Familienvater mit Kindern hat zwar Träume, aber die Realität ist wie sie ist und das mit dem "sich die Welt anschauen" wird erst einmal mit dem Finger auf der Landkarte oder eben in kleinem Rahmen vollzogen. Wenn dann gar noch eine Immobilie - die bekanntlich immobil macht - ins Spiel kommt wirds ganz schwierig.
Und nicht vergessen sollte man die vielen, vielen Menschen die das alles nicht interessiert. Sie sind zufrieden mit dem was sie haben und Dinge wie Fernweh oder Reiselust sind ihnen völlig fremd. Trotzdem basteln sie jede freie Minute an ihren Allradmonstern herum und pimpen diese auf als ob es morgen in die entlegendsten Ecken der Welt ginge. Sie haben einfach Spaß daran - ans wegfahren denken sie nie wirklich, gibt es doch den ganzen Sommer über genügend Treffen in überschaubarem Umkreis auf denen man sich gebührend bewundern lassen kann.
Was ich sagen will - laßt die Kirche im Dorf, seid gnädig mit den Wohnmobilisten und mit all den anderen die alles falsch machen und sich permanent daneben benehmen. Auch mit mir.
Schaut manchmal in den Spiegel. Freut Euch des Lebens, denn das ist kürzer als viele denken.
Die zu erwartenden Kommentare aus der hinreichend bekannten und inkompetenten Ecke werde ich geduldig ertragen.