Machu Picchu ...
...ist so eine Sache...6000 Leute pro Tag, 10 "Schichten", eine pro Stunde. 20 Busse pro Stunde. Hoch und wieder runter. 2008 waren es noch "nur" 2500 Leute pro Tag. Dann gab's eine neue Studie, man hat die "Circuits" eingeführt, also vordefinierte Routen innerhalb des Geländes, der Rückweg geht teilweise ausserhalb über einen neu angelegten Weg...und schon hat man die Kapazität mehr als verdoppelt.
Man denkt über eine Seilbahn statt der Busse nach, die UNESCO (Weltkulturerbe) wehrt sich ... noch. Ok, man kann auch die 400hm auf 1500m Strecke per Fuß gehen. Die, die das gemacht haben, sahen aber extrem ALLE aus.
Man kann auch einen 4-Tages-Trek über den Inkatrail machen. Wenn man dann die Stätte in der Sonne durch das Inti Punku (Sonnentor) liegen sieht, alles topp. Krönung. Wenn wie bei uns beim Eintritt auf's Gelände alles voller Nebel ist, man gar nichts sieht, ist man schon extrem enttäuscht. Dann verteilen sich die Besucher von zwei Schichten oder drei auf mehrere Terrassen um maximal lang zu warten, um das eine, klassische Foto zu machen. Ich fand das mit dem wabernden Nebel ja ganz schick, mystisch, Sonne hatten wir nur einmal sehr kurz.
Trotz aller Nachteile: muss man live gesehen haben! Die Blöcke sind teilweise riesig. Man weiß nicht so viel, Bearbeitung mit Hammersteinen, bis sie passen oder einschleifen (das glaube ich nicht, bei den ganz großen Dingern), ziehen über Baumstämme oder nur bei Nässe, wenn's gut rutscht. Positionieren mit Keilen, Heben über die an (manchen) Steinen angebrachten Nasen (die haben nicht alle, sondern meist nur die an Fenstern oder Türen. Unser Guide sagte dann, die seien zum Anbringen von Schmuck/Deko)...je genauer die Einpassung der Steine, desto wichtiger der Bau. Also Tempel, Bude vom König usw. alle sehr präzise, je weiter davon weg, desto ungenauer.
Man kann das als Eintagestour von Cusco aus machen, das würde ich aber nicht, das ist ein Höllentrip. Wir sind an einem Tag von Cusco los, ein paar Sachen angesehen, Ollantaytambo bspw. , auch sehr schick, von dort am nächsten Tag mit dem Zug - schöne Strecke am Fluß Urubamba lang - nach Aguas Calientes. Am nächsten Morgen die 7:00 Uhr-Schicht gehabt, dann zurück mit Zug nach Ollantaytambo und Cusco per Auto.
Aguas Calientes ist eine Katastrophe, reiner Touristenort, alle Lokale mit Bildchen vom Essen, alle Lokale nahezu das gleiche Essen. Alle haben Meerschweinchen, die Guides sagen aber, kein Einheimischer isst das da, das ist nicht frisch, sondern kommt eingefroren sonstwoher und dann schmeckt es nicht. Also hat die Gattin 'ne Hühnersuppe gegessen und zwei Stunden später im Zug wieder ausgekotzt. Und noch bis zwei Tage danach Übelkeit. Wie kann man eine Hühnersuppe so verhunzen ?
Mehr Bilder gibt's dann im Laufe der Bearbeitung. Kann aber dauern, bin ja eigentlich noch ein paar Urlaube hintendran...