Ernst1101 hat geschrieben: 21. September 2025 02:36
Vergänglichkeit hat man in der Tat unmissverständlich vor den Augen. Da kommt kein Zweifel mehr auf 55. Den Gleichmut versuchten wir mit „morning chanting“ (tamwat chao) abgespielt auf dem Autoradio zu fördern … hat aber überhaupt nicht geklappt!....
"Morning chanting": Das ist doch schon mal ein guter Ansatz!
Man könnte auch erwägen, sich nicht nur von außen beruhigen zu lassen, sondern sich direkt vertrauensvoll der universellen Harmonie anzuvertrauen, etwa durch Mantrasingen (pranava mantra). Du weisst schon: Aum…Ommmmm (432 Hz). Das bringt die Lippen zum Zittern und entspricht optisch also dem, was Zähneklappern ja auch auslösen würde! Eine gewisse Harmonie von Transzendenz und Physik ist also hergestellt.
Wer dergleichen Fahrt schon mal erlebt hat, denkt vielleicht auch schlagartig an Hemingway (“Wem die Stunde schlägt").
So wie ich, als ich in Marokko in den Bergen auf einer Lehmpiste, die unmerklich immer schmaler geworden war, unterwegs war (HZJ 80, Michelin 9.00R16 XS). Schwerer Himmel und eigentlich harmloser Nieselregen, der dann aber heftiger wurde. Weit drunten (sehr drunten) lag im Tal eine fruchtbare Oase mit leuchtendem Grün in braunroter Landschaft.
Allmählich wurde die Piste schräg - in Richtung Abgrund! Ich fuhr inzwischen langsamer als Schritt und bemerkte, wie der Wagen beim Fahren gemächlich nach links in die Schräge glitt; Gegenlenken wäre fatal gewesen, es war wie auf Schmierseife.
Nun ja, es ist einige Zeit her, aber Eure Pistenfahrt brachte die (mitfühlende) Erinnerung!
