hakim hat geschrieben: 24. Dezember 2025 14:47
Hallo,
wie fsk18 eben schrieb, liegt der Hauptnutzen eines solchen Trennrelais darin, z.B. beim Übernachten nur die Zweitbatterie zu belasten und der Starterbatterie ihre volle Leistung für den Motorstart am nächsten oder übernächsten Morgen zu belassen. Earl will vornehmlich eine Kompressorkühlbox betreiben mit wohl 3-4 Ampere Verbrauch pro Stunde, vielleicht über Nacht, parallel dazu 2 oder mehr Ampere ab USB-Dosen für irgendwelche Akkus .. da kann man sich das schonmal überlegen. Hat man mehrere Zusatzverbraucher installiert, welche aber nur während der Fahrt in Betrieb sind, macht so ein Trennrelais natürlich weniger Sinn. Ja, bei meinem Hilux gibt es ein "fusible link" als Haupt-Schmelzsicherung zwischen Pluspol der Starterbatterie und dem serienmäßigen Bordnetz. Das ist beim Hilux im Hauptsicherungskasten im Motorraum integriert und besteht hier aus mehreren Schmelzsicherungen, die in Reihe angeordnet sind. Dein J7 hat mit Sicherheit hierfür auch einen "fusible link", entweder im Sicherungskasten oder aber wie bei älteren Modellen nahe beim Pluspol im Kabelstrang liegend. Für die Verbindungsleitung der beiden Pluspole bei Installation meiner Zweitbatterie habe ich wie im Schaltplan von VICTRON vorgesehen eine Kfz-Schmelzsicherung "MEGA 225A" mit geschlossenem Haltergehäuse montiert. Da man am Besten möglichst nah an der Stromquelle absichert, hatte ich kurz überlegt, sowohl bei der Starter- als auch bei der Zweitbatterie eine solche Sicherung zu setzen. Letztendlich fand ich nahe beim Pluspol der Starterbatterie meines Hilux zu wenig Platz und habe eine einzige Sicherung mitten auf die Verbindungsleitung bei der Spritzwand gesetzt. Warum das ungeeignet sein könnte und welche Lösung geeigneter wäre, würde ich ggfls gerne erfahren und beherzigen!
Hakim
Foto: fusible link beim Hilux/Vigo
Foto: fusible link beim Landcruiser J7 bis 2007
Foto: 225A-Kfz-Schmelzsicherung für Pluspolverbindung
Ich denke wir haben aneinander vorbei geredet.
Der allgemeine Nutzen des Relais ist klar, aber ob es für
@LandCruiserEarl Earl's Fall das richtige ist, fragte ich. Ich denke es ist unnötig.
Die fusible links und der Starter Kreis sind hier nicht in meinem Fokus (hat der J7 auch), mir ging es nur um die Verbindungsleitung Plus zu Plus im dualen Setup ohne Trennrelais o.Ä.
Also gemäß Schaltplan.
Dort ist seitens Toyota keine Sicherung (oder Trennrelais) vorgesehen. Wenn Toyota sowas macht heißt das für mich erstmal: Nachdenken. Warum haben Sie es bis heute nicht gemacht?
Ein Blei Akku besteht aus 6x 2V-Zellen in Serie: "6S1P".
Beim parallelen Verbinden der Pole zweier Akkumulatoren schaltet man diese dadurch zu einem größeren Akku zusammen.
Also "6S2P"
Ob die Akkus direkt nebeneinander liegen oder quer über den Motorraum verteilt sind macht effektiv im Betrieb keinen bemerkbaren Unterschied.
Ich betrachte es als Einheit.
Ich Frage jetzt mal provokativ:
In Blei Akkus sind die Zellen generell nicht "untereinander gesichert", warum sollte ich also eine Sicherung zwischen den parallelen 6s1P Zellenpacks des 6S2P Packs einsetzen? Ich betrachte das Doppelpack wie gesagt als eine Einheit, denn alles andere wäre falsch.
Und wovor will ich mich schützen? Primär vor Kurzschluss auf Masse und damit vor Brand. Dafür gibt es Isolierung und Wellrohr nach Spezifikation. Wenn das versagt war es wohl mechanische Gewalt und dann gibt es mehrere größere Probleme (z.B. Unfall).
Wenn ich die Sicherung auf halbem Weg in die Verbindungsleitung hänge, dann kann es trotzdem einen Kurzen auf der anderen Seite der Leitung geben. Ich halbiere dadurch nur die Entladung, da sie dann nur von einem Akku käme.
Das ist also erstmal keine echte Sicherung.
Stichwort "ungeeignet".
Wenn ich direkt an den beiden Enden an den Polen sichere habe ich die ganze Leitung gesichert.
Und wenn ich gar keine Sicherung in die Leitung einsetze?
Hier bin ich mir nicht sicher:
Bei den Stromstärken, die aus dem Akku bei einem Kurzen entstehen dürfte die Leitung einfach weg schmelzen an der Kontaktstelle. Die Leitung selbst ist dann quasi die Sicherung...ungewollt...
Und die Akkus innerhalb kurzer Zeit platt.
Hier habe ich aber keine realen Erfahrungswerte, was wohl ein gutes Zeichen ist, da ich generell nicht mit solchen Experimenten im Motorraum spiele

Vielleicht hat das schon mal jemand hier erlebt, eine solche Plusleitung vom Plus Pol direkt auf Masse? Was passiert und wie lange entlädt sich z.B. ein 200Ah Akkupack?
Hierzu hätte ich gerne andere Meinungen gehört.
Den Verbauch in Earl's Fall schätze ich maximal ein mit 2x 18W USB und 1x 28W für eine klassische Engel 40.
Beide Verbaucher verbrauchen nur einen Bruchteil der Zeit, je nach Außentemperatur. Die Handy Akkus sind nach 2 std voll und halten wieder 2 Tage - und die Kühlbox verbraucht nur wenn die Temperatur unter das Soll gefallen ist.
Für dieses bisschen Geplänkel eine Ladeelektronik verbauen halte ich für overkill.
Es würde reichen einen low Volt cutoff am Zigi einzusetzen, weil nur die Kühlbox ein Dauerverbraucher ist. Die Abschalt-Spannung würde ich dann analog zu Michaels
@wüstenfreund hervorragendem Beitrag einstellen. Z.B. das Spannungsäquivalent zu maximal 25% DoD, das kann man dann abwägen DoD gegen Lebenszyklen.
Wenn die Verbraucher an diesem Zigi mit low voltage cutoff hängen ist das Schutz genug für die beiden Starter Akkus.
Ich nutze im diesem Setup keinen low Volt cutoff.
Bei mir hängen die Verbraucher ausnahmslos an der Power Station im Fahrgastraum. Diese wird mit knapp 200W bei 24V geladen während der Fahrt.
Diese power Station nutze ich übrigens auch für den DEFA Vorwärmer, kein Witz

Einen Starter Booster (Noco & Co) würde ich aber dennoch immer mitführen in so einem Aufbau, falls doch mal beide leer gehen.
Mit Trennrelais dient ja die zweite Batterie als Starthilfe, da kann man sich eventuell einen Booster sparen.