Markenöl oder Baumarktöl?

Kraftstoffe, Öle, Spritsparen, Additive, Alternative Kraftstoffe usw.

Welches Motorenöl kaufst du?

NUR Markenöl zB direkt vom Fahrzeughersteller, Castrol oder so.
33
53%
Wenn das Öl die richtigen Spezifikationen (SAE, ACEA, Freigaben) laut Aufkleber auf der Rückseite hat, dann kaufe ich auch im Baumarkt, bei Lidl, Aldi, also egal welche Marke und ob diese als (billig) no-name eingestuft wird. Hauptsache ich vertraue den Aufkleber.
29
47%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 62

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HJ61-Freak
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von HJ61-Freak »

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Broesel hat geschrieben: 26. Dezember 2025 18:25
Oh, das ZDDP Thema war schon damals immer spannend und reichte von "Nach der Einlaufphase schädlich" über "Nur in der Einlaufphase wichtig" bis hin zu "immer essentiell wichtig" :-)
Und nicht zu vergessen, dass es auch die Meinung gibt, man solle in der Einlaufphase eher ein Öl mit niedrigen ZDDP-Anteil oder sogar gänzlich ohne Zusatz von ZDDP verwenden, um ein schnelleres Einlaufen zu gewährleisten. Dieser Ansatz wird aber nach meinen Recherchen nur in den USA vertreten, wo man die Einlaufphase auf einen 30-minütigen Betrieb im Leerlauf reduziert und dazu ein reines break-in-Öl verwendet, was dann anschließend sofort gewechselt wird.
Broesel hat geschrieben: 26. Dezember 2025 18:25
Da kann man auch vorzüglich über die Menge ZDDP (Was es auch in diversen Zusatzformen gab und gibt) Seitenweise füllen :-)
Klar. Aber nachdem ich bei meinem 12H-T und vielen Kilometern mit 15W-40 und 10W-40, beide mit eher geringen ZDDP-Anteil, einen deutlich ausufernden Verschleiß an den Nocken und Stößeln hatte, schenke ich diesem Thema eine gewisse Aufmerksamkeit.

Gruß

Florian
'86er-HJ61, 450tkm, OME schwer, 35x12,5R15 auf 8,5x15 ET -35, pneumatische gesteuerte HA-Sperre, 80mm Bodylift, optimiertes Verdichterrad, Recaros m. Schwingkonsolen, Aufstelldach u. Innenausbau, div. Zusatzinstrumente, 3"-Abgasanlage inkl. Eigenbau-turbine-outlet, Sidepipe

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Bat22
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Bat22 »

Hier gibt es ein gutes Video zu dem Thema von Tribologe Lake Speed


Gesamtergebnis gibt es ab min 19:28

Der YouTube Kanal "The Motor Oil Geek" ist ziemlich Interessant wenn einen das Thema Öl interessiert
Wenn du nicht schwimmen kannst, liegt es nicht an der Badehose

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Moosi
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Moosi »

Hmm,
solten wir die wertvollen Ausführungen von @Broesel nicht vielleicht in einem eigenen Thema hier verewigen, denn über den Titel dieses Threads findet man es thematisch nicht so einfach.

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Broesel
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Broesel »

Hi,

Ich kann das auch noch mit etwas mehr Details und Grafiken unterlegen - und dazu mal nen Thread bauen.
Aber schaff ich erst nächste Woche.

Broesel

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bikemaniac
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von bikemaniac »

Broesel hat geschrieben: 26. Dezember 2025 10:06
- Nicht verschiedene Öle mischen
Hallo Broesel,

Danke für deine ausführlichen Antworten. Aber bei dem Thema Mischen bin ich ein schlimmer Bub.

Mein Toyota Hiace mit dem Diesel L Motor, Baujahr 1984 braucht etwa 6 Liter Motoröl beim Wechsel. Kanister bekomme ich oft als 4 oder 5 Liter. Ich kaufe oft im Baumarkt ein 10W40 oder was so im Angebot ist. Der ist genügsam und akzeptiert alles und wie ein anderer sagte: Heutige Öle sind um welten besser als in 1984.

Also stehen bei mir schnell Reste in verschiedenen Kanistern rum. Und genau da mische ich vllt 1 Liter Rest rein oder sogar auch ein 5W40 obwohl der Hauptanteil 10W40 ist. Ich finde es doof und nicht klimafreundlich wenn ich sauberes Öl zum Recyclinghof bringen muss. Der Hiace meckert nicht.

Aber sowas würde ich (natürlich) nicht bei einem modernen PKW mit DPF, Kat, SCR, Addblue, nasse Zahnriemen usw tun.

Lucas

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Odessa
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Odessa »

bikemaniac hat geschrieben: 28. Dezember 2025 11:35
Aber sowas würde ich (natürlich) nicht bei einem modernen PKW mit DPF, Kat, SCR, Addblue, nasse Zahnriemen usw tun.
Ich mag meinen 1GR-FE :D

(Meiner bekommt LM 3864 5W-40)
Gruß Florian

---------
2019er GRJ76 auf 255/85 R16 mit hydraulischer Seilwinde, ARB Bullbar + Side Rails, two tone, Parabelfahrwerk und Toughdog adjustable - auch unter DO2FL unterwegs.

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AchwasAchwo
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von AchwasAchwo »

Broesel hat geschrieben: 26. Dezember 2025 15:22
Moin,

sodale, dann holen wir mal noch ein bisschen aus:

Zuvor muss man allerdings noch eines Erklären:
Öl besteht im Prinzip aus unterschiedlich langen Molekülketten von Kohlenstoffatomen.
Diese werden als Cx bezeichnet wobei x für die "Länge" dieser Ketten steht.
Eine C2 Kette ist also super kurz mit nur 2 Kohlenstoff (Periodensystemzeichen C), eine C15 Kette besteht dann aus 15 Kohlenstoff Atomen und so weiter... "Aussen rum" um diese Kohlenstoffatome sind Wassertsoffatome (H als Symbol).
Es gibt dann verschiedene Unterarten, das muss man aber hier erstmal nicht wissen, uns reicht das Grundprinzip.

Fangen wir erstmal mit der Basis an - Es gibt 3 generelle Grund-Ölarten:


Mineralisches (Grund-) Öl:

Dieses wird direkt aus Rohöl gewonnen durch Destilierung, Filterung sowie Raffinierung.
Da das Öl durch diesen Prozess aber "unsaubere" Molekülketten enthält - also C Atome an denen H Atome fehlen, wird danach ein sogenanntes "Finishing" oder "Hydrofinishing" durchgeführt: Es wird Wasserstoff zugeführt um die "kaputten" bzw. unvollständigen Ketten zu ergänzen.
Das macht das Öl Alterungsstabiler und auch weniger aggresiv.
Dieses Herstellungsverfahren ist schon recht alt und auch "einfach".
Nachteil: Die Kettenlänge der Atomketten ist "ungenau" festlegbar und es gibt immer Abweichungen.

Vollsynthetisches (Grund-) Öl über "normales" Cracking:
Wesentlich aufwendiger hingegen ist das Vollsynthetisch Hergestellte Öl - es kann dafür aber sehr exakt hergestellt und die Kettenlänge bestimmt werden, zudem ist es sehr Alterungsstabil und thermisch höher belastbar.
Als Basis dient hier reines Benzin - also ohne jegliche Zusätze - auch Naphta genannt. Dies hat eine Kettenlänge zwischen C2 und C5.
Durch einen "Cracking" Prozess werden diese Ketten zunächst aufgebrochen, sodass nur noch C2 Ketten - also die kürzest mögliche - Form übrig ist.
Dabei geht das ganze dann vom flüssigen Aggregatzustand des Naphta in einen Gasförmigen Zustand über.
Nun folgt der Prozess des "synthetisieren" der entsprechend diese kurzen C2 Ketten zu den gewünschten Kettenlängen von C20-c35 zusammensetzt.
Dabei wird ebenfalls Wasserstoff zugeführt - damit die Ketten "geschlossen" und stabil sind.
Nachteil ist hier, das das Verfahren teuer und Aufwendig ist - und durch gewisse Nebenprodukte früher die Materialverträglichkeit dadurch geringer war. Bei aktuellen Verfahren ist das eher nicht mehr der Fall.

Hydrocrack (Grund-) Öl:
Hier wird als Basis nicht ein sehr dünnflüssiges und kurzkettiges Naphta verwendet, sondern das beim klassischen raffinieren von Mineralöl abgeschiedene und ausgefilterte, langkettige Paraffin.
Dieses Paraffin hat eine Kettenlänge von über C35 und wird unter hohem Druck und Hitze mit einem Katalysator aufgebrochen um eine Länge von C20-C35 zu erhalten.
Anschließend wird dies bei einer Vakuumdestillation nochmal gereinigt und "abgeschlossen" - und man erhält so ein sehr reines Grundöl höchster Qualität.


Wat bedeutet das nun?
Man kann durchaus aber sagen das ein Mineralischer Motoröl weniger "Gut" ist als ein "Synthetisches" (egal ob über klassisches Cracking oder Hydrocking).
Teilsynthetisch wäre dann einfach nur eine Mischung von mineralischem und Synthetischem Öl - verschwindet heute aber nahezu komplett vom Markt, ebenso wie mineralisches Öl (Zumindest als Motoröl).

Früher wurden Motoren nahezu direkt mit dem Mineralöl geschmiert - das reicht heute nicht mehr.
Insbesondere höhere Temperaturen, länge Wechselintervalle, Materialmischungen der Bauteile etc. machen hochwertigere Öle erforderlich.
Auch die beiden Synthesearten helfen hier nicht alleine, um die Anforderungen zu erfüllen - stellen aber eine besser kontrollierbare, stabilere Ausgangslage dar.

Aus dem Grund spricht man inzwischen dabei auch von "Grundölen", die zwar die Basis stellen, aber dann eben verfeinert werden.


Nun kommen also die Additive hinzu:
Ein gutes Motoröl muss mehr können als "nur" schmieren:
Es muss Alterungsstabil sein, es muss von der Viskosität stabil sein, es muss zum Korrosionsschutz beitragen, Schmutz lösen können, es muss unter hohem Druck "halten", es darf nicht schäumen etc.

Dazu sind inzwischen rund 20-30% der Ölmenge rein die zugesetzten Additive! Nur die restlichen 70-80% sind das Grundöl.

Was ist da so grob drin?
- Tenside: Als "waschaktive" Substanzen, die Rückstände lösen und Ablagerungen vermeiden
- Druckfeste Bestandteile wie Schwefel- und Phosphorverbindungen die sich beim hohen Temperaturen ablösen und eine Sulfidschicht (Schwefel) bzw. Phosphatschicht (Phosphor) auf den Metalloberflächen bilden um Verschleis zu vermeiden.
- Additive die den Stockpunkt (also den Punkt an dem das Öl zu Fett wird) tiefer setzen, damit das Öl flüssig beliebt auch wenn es sehr kalt ist.
- Viskositätsanpassungen: Durch spezielle Polymere wird die Viskosität bei unterschiedlichen Temperaturen beeinflusst, da diese sich "ausdehnen" und Zusammenziehen und damit die Viskosität im gewünschten Bereich halten. Nur dadurch sind Öle wie 5w-30 etc. überhaupt möglich!
- Korrosionsschutzadditive, die z.B. Säuren binden und auch andere Stoffe "neutralisieren".
- Additive die das Geräuschverhalten beeinflussen (Dadurch laufen einige Öle "ruhiger" - ob das besser ist sei mal dahingestellt)
- Dispersanten: Stoffe, die Verunreinigungen in Schwebe halten durch umhüllen (Peptisieren von festen Verunreinigungen, Solubilisierung von flüssigen Verunreinigungen)
- Reibwertmodifizierungen: Es wird eine "Anhaftung" auf Oberflächen erzeugt, die gewisse Eigenschaften mit sich bringt.

Wenn man bedenkt das das bis zu 30% der Ölmenge sind, sieht man das das "nicht ohne" ist und die Additive einen entscheidenden Teil beitragen.

Warum verschließt Öl?

Wie ihr oben gelernt habt, handelt es sich beim Grundöl um lange Kohlenstoffketten.
Diese können "zerreißen" druch zu hohe Belastung, hohe Temperaturen etc. - und dadurch verändern sich die Eigenschaften.
Teils verlieren sie ihre Schmierwirkung, teils bilden sich damit aggressivere Stoffe etc.

Auch die Polymere zur Viskositätsstabilisierung gehen "kaputt" und verbrauchen sich.

Zusätzlich landet auch Kraftstoff, Ruß und Wasser im Öl - neben dem Abrief der entsteht.
Das verbraucht zum Beispiel die Korrisionsschutzbestandteile und die Dispersanten.

Bei sogenannten "LongLife" Ölen wird durch stärkere Additivierung, bessere Grundölgüte etc. versucht den Verschleiss zu verzögern bzw. länger in einem "akzeptablen" Bereich zu halten - ob das klappt sei mal dahingestellt.


Was heisst das nun für die Frage im Thread:
Kurz:
Billiges Öl = Häufiger wechseln
Neuerer Motor = Synthetiköl
Alter Motor = Synthetiköl schadet nicht, wenn auch nicht zwingend notwendig.
Öle nicht mischen! Da sich gewisse Additive nicht vertragen!

Bei den billigeren Ölen ist häufig die Grundölqualität "variabler" und das Additivpaket oft weniger abgestimmt und teils auch nicht immer gleich, da zum Beispiel Überproduktionen aufgekauft und abgefüllt werden.-
"Schlecht" ist es dadurch nicht.

Bei teuren Ölen wird eben ein höherwertigeres Grundöl genommen, und ein immer gleiches Additivpaket bei der gleichen Ölsorte.
Dadurch ergeben sich eben auch die teils x-verschiedenen Öle eines Herstellers mit gleicher Ölviskosität - sie sind eben anders additiviert.

Nun heisst "mehr Additiv" aber nicht zwingend "besser" Denn mehr Additiv heisst auch: Weniger Grundöl!

Da sind wir auch bei den Herstellerfreigaben:
Einige Hersteller (Ford, VW, Mercedes etc.) schreiben nun eben mit den x unterschiedlichen Freigaben gewissen Additivmengen und Grenzwerte vor.
Obs hilft sieht man in der Werkstatt - ironischerweise haben grade die Hersteller, die für jeden Motor eigene Freigaben und Freigabeverfahren für Öl haben die meisten Motor- und Turboschäden zu beklagen...
Da darf sich nun jeder seinen Teil denken!

Toyota hält sich an die groben Vorgaben der Normen ILSAC, API und ACEA - und ist dort auch oft mit den Anforderungen sehr genügsam.
So fordern selbst die aktuellsten Toyota Motoren nicht die neuesten Nomen - zumindest wenn man das Weltweit betrachtet.
In USA und EU wird leider inzwischen oft sehr "hoch" gefordert, um die letzten paar Milliliter Verbrauch zu optimieren und weil die Prüfzyklen für Verbrauch die engen Rahmenparameter vorgeben.
So kommt es dann eben auch zu Vorgaben von 0W-20 für die aktuellen HiLux und Land Cruiser.
Da macht ein 5W-30 sicherlich mehr Sinn und ist weltweit auch zugelassen von Toyota (wenn es nicht zu kalt ist geht sogar ein 102-40 teils noch).


Ich hoffe das bringt ein bisschen EInblick wie so ein Öl funktioniert - allerdings ist Motoröl auch das "schwierigste" Öl im KFZ: Denn alle anderen Öle (Getriebe, Diff und CO) werden deutlich weniger von Aussen verunreinigt als das Motoröl...


Später kommt noch was zu "Ölzusätzen" - kurz vorab: Alles Mist

Viele Grüße
Broesel
Danke für die ausführliche Beschreibung. Es freut einen zu sehen, dass es auch noch sachliche Informationen dazu gibt. Ich habe es aufgegeben mit Leuten darüber zu diskutieren, da solche Fakten einfach ignoriert werden. Dabei interessieren sich Fakten nicht für Meinungen.

Bei meinem Ex-Arbeitgeber, der Ineos, haben wie zwei dieser (Gas-) Kracker, wo Naphta aufgespalten wird, um daraus neue Kohlenstofffraktionen zu machen. Da es aber der Ineos nicht so gut geht, wird einer der beiden zugemacht. Dafür entsteht in Antwerpen gerade ein riesiger neuer Kracker (gegenüber dem Atomkraftwerk Doel, das sogenannte Project 1), der vielleicht irgendwann mal ans Netz geht. Die wohl langfristig die letzte wenn auch heftige Investition von Ineos in Europa.

Gruß
AWo

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RobertL
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von RobertL »

Hat schon jemand "Trabold" gesagt? Bild Bild Jehova!! :rofl:
lg Robert

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Laubfrosch
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Laubfrosch »

RobertL hat geschrieben: 30. Dezember 2025 01:05
Hat schon jemand "Trabold" gesagt? Bild Bild Jehova!! :rofl:
Ok...

Ich hab meinen, im G eingebauten, Trabold verkauft.
Eigentlich hat der nix gebracht, außer das die Kurvenscheibe der Vakuumpumpe eingelaufen ist. 😅

Der Hilux bekommt sowas nicht.

Nochmal vielen Dank an @Broesel für die ordentliche Erklärung. 👍🏻
Gruß
Marc

Hilux ExCab Duty 2.4 MT 2020, Mercedes G, KTM LC4
...und jetzt mit Capra Camper.

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robert23
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von robert23 »

Ich kaufe nur Markenöle. Wobei das auch schwieriger wird. Bin im Öl-Club, da bekommt man schon viel mit.
Beispiel LiquiMoly, Spitzenöle zum Spitzenpreis (teuer). Es gibt aber auch Mequin, kennt fast keiner. Selbe Fabrik wie LM und die selben Datenblätter aber 30-40% billiger.

Viel wichtiger in der aktuellen Zeit mit vielen verschiedenen Beschaffungswegen, versucht auf Fälschungen zu achten!
Shell, Mobil1 etc. werden immer häufiger gefälscht. Auch in Deutschland schon öfter aufgetaucht.
Gucken, riechen und kritisch sein!

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pan51
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von pan51 »

Hab mal recherchiert:

Die Meguin GmbH & Co. KG ist seit dem Jahr 2006 eine 100-prozentige Tochterfirma der LIQUI MOLY GmbH.

Und:

Die Meguin GmbH & Co. KG wird zum 01.01.2026 in LIQUI MOLY Produktions GmbH & Co. KG umfirmiert.

Megol 5W40 mit der gleichen Spezifikation ist ca. 30% günstiger als das LM-Pendant, danke für den Tip!

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Moosi
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Moosi »

Bin Meguin einige Zeit im mittelalten Autos gefahren. Vollsynth war damals bei 5 Liter noch unter 20 €. Heute ungefähr x 2. Konnte nix negatives feststellen. Ob die Aditivierung 100% ident ist kann nur ein fähiger Chemiker teuer analysieren.

Konkret auf die Ausgangsfrage: Kein Baumarkt sondern Marke direkt beim FTH.

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superXcruiser
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von superXcruiser »

Was macht eigentlich ein Markenöl zum Markenöl?

Ich kann mich erinnern, das LiquiMoly ausschließlich im Baumarkt zu haben war und mein Vater sagte, dass er sowas nicht in seinen Motor schütten würde.

Und heute ist es ein Spitzenöl aus Deutschland, dass wohl früher verkannt wurde.

Ich denke, dass Werbung oft ein ÖL zum Markenöl macht, mehr nicht.

Im asiatischen Bereich wird Mannol sehr stark beworben und auch sehr oft vertrieben. Ist Mannol jetzt ein Markenöl?
Fahrt los, sonst kommt ihr nicht an.

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ROVIE
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von ROVIE »

superXcruiser hat geschrieben: 31. Dezember 2025 23:24
Was macht eigentlich ein Markenöl zum Markenöl?

Ich kann mich erinnern, das LiquiMoly ausschließlich im Baumarkt zu haben war und mein Vater sagte, dass er sowas nicht in seinen Motor schütten würde.

Und heute ist es ein Spitzenöl aus Deutschland, dass wohl früher verkannt wurde.

Ich denke, dass Werbung oft ein ÖL zum Markenöl macht, mehr nicht.

Im asiatischen Bereich wird Mannol sehr stark beworben und auch sehr oft vertrieben. Ist Mannol jetzt ein Markenöl?
Mein Vater sagte das Gleiche. Und ich denke, sie lagen da nicht verkehrt.
In meine Motoren lasse ich nach wie vor nur Castrol und Penrite, so wie auf meine Haut nur Wasser und CD. :D

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Moosi
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Moosi »

superXcruiser hat geschrieben: 31. Dezember 2025 23:24
Ich kann mich erinnern, das LiquiMoly ausschließlich im Baumarkt zu haben war und mein Vater sagte, dass er sowas nicht in seinen Motor schütten würde.
Damals in den 80igern wäre mir nicht im Traum eingefallen ein Baumarkt LM Produkt in meinen Hochleistungsmotor zu schütten.

Das ist halt mittlerweile bei den jüngeren in Vergessenheit geraten. Damals war Castrol und Mobil1 Top. Haben beide auch stark nachgelassen. Das Mobil1 fahre ich schon 10 Jahre nicht mehr.

LM hat halt schon noch ein paar vollsynth Produkte die OK sind. Mehr aber nicht. Motul ist m.E. genausosgut oder besser und meist günstiger. LM ist zu teuer geworden um noch konkurrenzfähig zu sein. Marketing und soziale Medien sind heute der Schlüssel zum Erfolg. Nicht mehr das Produkt selbst.

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Odessa
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Re: Markenöl oder Baumarktöl?

Beitrag von Odessa »

Zum Glück hab ich keinen Hochleistungsmotor, sondern nur ~58 PS/l (Hubraum).
:wink:
Gruß Florian

---------
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