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Das typische Dieselnageln ist nichts anderes als eine unsaubere und nicht ganz kontrollierte Verbrennung (Falscher Zeitpunkt der Zündung durch unpassendes Gemisch, "langsames" durchzünden etc.).Die Regelgröße beim Diesel ist die Menge "Luft zu Diesel" in Abhängigkeit der Drehzahl und Lastanforderung.
Je "sauberer" und "genauer" das wird um so leiser läuft der Diesel.
Hinzu kommt das üblicher rappeln der Steuerkette bis Öldruck da ist.
Der Kaltstart ist bezüglich einer sauberen Verbrennung von allen Regelparametern her Mist:
- Sauerstoffgehalt und Temperatur der Ansaugluft sind zunächst nicht korrekt und schwanken stark
- Die Kalten Zylinderwände fördern das kondensieren und absetzen von Sprit und Öldampf
- Alles ist Schwergängiger
- Es sind noch keine Messwerte der Abgassensoren da, die eine Gemischanpassung ermöglichen
- Das einspritzen der korrekten Dieselmenge ist demnach nicht wirklich direkt machbar sondern orientiert sich an "Basisparametern" mit denen es schon klappen wird das er erstmal läuft.
- Öl muss erstmal überall hin
Bei den Messwerten orientiert er sich an den Werten beim letzten Abstellen - und das ist der springende Punkt!
Der Einfluss beim Abstellen ist eben: Ohne Last (!) im Leerlauf (!) hat man ein gutes Parameterset für den Leerlauf beim nächsten Start.
Dein "Rangieren" ist erstens nicht ohne Last und Zweitens nicht in leerlaufdrehzahl wenn ein Gang der Automatik eingelegt ist, bringt also nix.
Hinzu kommt eben der Effekt das mit dem "je heisser man ihn abstellt" die Negativfaktoren steigen: Mehr Rückstände im Brennraum (Diesel und kondensiertes Öl), Verkokungen von Öl an heißen Teilen, mehr Kondenswasser im Ansaugtrakt, heisseres Öl verflüchtigt sich schneller von den Schmierstellen etc.
Das alles ist stärker ausgeprägt, um so weiter man von der idealen Betriebstemperatur weg ist.
Daher wirds bei kaltem Wetter stärker.




