Wahl der richtigen Batterie
Wahl der richtigen Batterie
Hallo zusammen,
in meinem HZJ75 sind drei Optima Yellowtop-Batterien verbaut (je 55 Ah). Diese Konfiguration stammt noch vom Vorbesitzer.
Eine dient als Starterbatterie, die anderen beiden sind zusammengeschaltet und versorgen die "Kabine". Außerdem sind ein IBS DBS sowie ein Votronic SR 220 Solarregler verbaut.
Ich überlege die Yellowtop als Startbatterie zu lassen und die beiden anderen durch eine moderne Batterie zu ersetzen. Im Auge habe ich eine Bulltron-Batterie, z.B. die 185 Ah Polar. Die restliche Konfiguration (SR 220 und IBS DBS) soll unverändert bleiben.
Ist das technisch sinnvoll/machbar? Könnt ihr andere Batterien empfehlen ? Bin auf dem Gebiet leider kein Experte.
Ich freue mich auf eure Antworten.
in meinem HZJ75 sind drei Optima Yellowtop-Batterien verbaut (je 55 Ah). Diese Konfiguration stammt noch vom Vorbesitzer.
Eine dient als Starterbatterie, die anderen beiden sind zusammengeschaltet und versorgen die "Kabine". Außerdem sind ein IBS DBS sowie ein Votronic SR 220 Solarregler verbaut.
Ich überlege die Yellowtop als Startbatterie zu lassen und die beiden anderen durch eine moderne Batterie zu ersetzen. Im Auge habe ich eine Bulltron-Batterie, z.B. die 185 Ah Polar. Die restliche Konfiguration (SR 220 und IBS DBS) soll unverändert bleiben.
Ist das technisch sinnvoll/machbar? Könnt ihr andere Batterien empfehlen ? Bin auf dem Gebiet leider kein Experte.
Ich freue mich auf eure Antworten.
HZJ 75, BJ. 1999
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- wüstenfreund
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Hi Mike,
das ist ein super Setup!
Warum willst du YTs als Versorgungsbatterien ersetzen?
Reicht der Strom nicht über den Tag?
Eigentlich ist das nur nötig wenn du starke Verbraucher, z.B. Wechselrichter mit elektrischem 2-Platten Kochfeld einsetzten willst.
Um eine LiFePo4 mit der Lima zu laden brauchst du einen Batterie zu Batterie Lader. Warum? Die Bulltron hat einen maximalen Ladestrom von 200 A und praktisch keinen Innenwiderstand. Die bringt deine LiMa und das Fusible Link zum Schmelzen. Ich hatte Anfangs in meinem HZJ 75 eine Sterling B2B mit 80A, beim ersten Probelauf fing das Fusible Link das Schmorren an.
Der Lader sollte auch eine Ladeschlußspannung höher als 14,2 Volt haben, Lithium brauchen zwar kein IU Ladekurve, aber der Ausgleich zwischen den Zellen findet erst ab der Ladeschlußspannung statt,
Ich würde einen B2B Lader mit maximal 40A und Einstellung für LiFePo4 empfehlen, die Standard Lima am HZJ 75 hat 80A Nennleistung. Mit 0,5 Nennleistung bist du auf der sicheren Seite. Um 40A dauerhaft aus dem Motorraum zur Versorgungsbatterie zu transportieren brauchst du auch einen ordentlichen Kabelquerschnitt.
das ist ein super Setup!
Warum willst du YTs als Versorgungsbatterien ersetzen?
Reicht der Strom nicht über den Tag?
Eigentlich ist das nur nötig wenn du starke Verbraucher, z.B. Wechselrichter mit elektrischem 2-Platten Kochfeld einsetzten willst.
Um eine LiFePo4 mit der Lima zu laden brauchst du einen Batterie zu Batterie Lader. Warum? Die Bulltron hat einen maximalen Ladestrom von 200 A und praktisch keinen Innenwiderstand. Die bringt deine LiMa und das Fusible Link zum Schmelzen. Ich hatte Anfangs in meinem HZJ 75 eine Sterling B2B mit 80A, beim ersten Probelauf fing das Fusible Link das Schmorren an.
Der Lader sollte auch eine Ladeschlußspannung höher als 14,2 Volt haben, Lithium brauchen zwar kein IU Ladekurve, aber der Ausgleich zwischen den Zellen findet erst ab der Ladeschlußspannung statt,
Ich würde einen B2B Lader mit maximal 40A und Einstellung für LiFePo4 empfehlen, die Standard Lima am HZJ 75 hat 80A Nennleistung. Mit 0,5 Nennleistung bist du auf der sicheren Seite. Um 40A dauerhaft aus dem Motorraum zur Versorgungsbatterie zu transportieren brauchst du auch einen ordentlichen Kabelquerschnitt.
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Danke für die Infos!wüstenfreund hat geschrieben: 23. Januar 2026 11:06Hi Mike,
das ist ein super Setup!
Warum willst du YTs als Versorgungsbatterien ersetzen?
Reicht der Strom nicht über den Tag?
Eigentlich ist das nur nötig wenn du starke Verbraucher, z.B. Wechselrichter mit elektrischem 2-Platten Kochfeld einsetzten willst.
Um eine LiFePo4 mit der Lima zu laden brauchst du einen Batterie zu Batterie Lader. Warum? Die Bulltron hat einen maximalen Ladestrom von 200 A und praktisch keinen Innenwiderstand. Die bringt deine LiMa und das Fusible Link zum Schmelzen. Ich hatte Anfangs in meinem HZJ 75 eine Sterling B2B mit 80A, beim ersten Probelauf fing das Fusible Link das Schmorren an.
Der Lader sollte auch eine Ladeschlußspannung höher als 14,2 Volt haben, Lithium brauchen zwar kein IU Ladekurve, aber der Ausgleich zwischen den Zellen findet erst ab der Ladeschlußspannung statt,
Ich würde einen B2B Lader mit maximal 40A und Einstellung für LiFePo4 empfehlen, die Standard Lima am HZJ 75 hat 80A Nennleistung. Mit 0,5 Nennleistung bist du auf der sicheren Seite. Um 40A dauerhaft aus dem Motorraum zur Versorgungsbatterie zu transportieren brauchst du auch einen ordentlichen Kabelquerschnitt.
Der Grund, warum ich wechseln will ist zum einen, dass mir schon mehrfach gesagt wurde, eine "große" Batterie wäre sinnvoller/effizienter als zwei kleine.
Zum anderen ist es ein eher irrationaler Grund: Meine Webasto-Standheizung springt häufig wegen Unterspannung nicht an. Vor allem dann, wenn es richtig kalt ist
Ansonsten hängen an der Batterie eigentlich nur noch die Kühlbox, Licht und die Wasserpumpe. Gelegentlich nutzen wir allerdings auch mal einen Wechselrichter um das Notebook zu laden o.ä.
HZJ 75, BJ. 1999
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Bleibatterien sollte man nur zu 50% der Nennkapazität nutzen, LiFePo kann man zu 80% bis 90% nutzen. Dir würde also eine 70Ah-LiFePo ausreichen, wenn du mit den YellowTop nur die 50% genutzt hast.
Für einen kleinen Wechselrichter bis 500W reicht eine solche LiFePo ebenfalls locker aus. Die grosse ist also schlicht herausgeworfenes Geld. Und Gewicht spart dir das dann auch ordentlich.
Wie Wüstenfreund geschrieben hat, ein B2B/Booster-Ladegerät ist ein Muss bei einer LiFePo, sonst killt es die LiMa. Der Solarlader sollte auch ein LiFePo-Programm haben, sonst besteht die Gefahr, dass die Batterie auch unter 0 Grad C geladen wird. Entladen geht auch bis -10 Grad C oder tiefer, je nach Modell. Gibt auch welche mit integrierter Heizung, das macht m.M.n. aber nur Sinn wenn sie draussen montiert wird.
Die einbrechende Spannung bei Kälte könnte auf die Alterung hindeuten, ist aber auch normal bei Bleibatterien. Die Spannung der LiFePo ist wesentlich konstanter, da lässt sich die Kapazität nicht mehr an der Spannung abschätzen. Da bräuchtest du einen Shunt oder eine Batterie mit Bluetooth-BMS.
Für einen kleinen Wechselrichter bis 500W reicht eine solche LiFePo ebenfalls locker aus. Die grosse ist also schlicht herausgeworfenes Geld. Und Gewicht spart dir das dann auch ordentlich.
Wie Wüstenfreund geschrieben hat, ein B2B/Booster-Ladegerät ist ein Muss bei einer LiFePo, sonst killt es die LiMa. Der Solarlader sollte auch ein LiFePo-Programm haben, sonst besteht die Gefahr, dass die Batterie auch unter 0 Grad C geladen wird. Entladen geht auch bis -10 Grad C oder tiefer, je nach Modell. Gibt auch welche mit integrierter Heizung, das macht m.M.n. aber nur Sinn wenn sie draussen montiert wird.
Die einbrechende Spannung bei Kälte könnte auf die Alterung hindeuten, ist aber auch normal bei Bleibatterien. Die Spannung der LiFePo ist wesentlich konstanter, da lässt sich die Kapazität nicht mehr an der Spannung abschätzen. Da bräuchtest du einen Shunt oder eine Batterie mit Bluetooth-BMS.
Gruess Leon
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- wüstenfreund
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Hallo Leon,
Ja richtig, reine offene bleisäure Starterbatterien bis 85% SOC entladen ca. 280 Zyklen maximal.
Wer Starterbatterien als Versorgungsbatterien nutzt kommt auch auf unter 100 Zyklen.
AGM bis ca 50% SOC 300- 500 Zyklen.
Die Optima Yellow auch bis zu 500 Zyklen.
Ich sehe in seinen Anwendungen keine stromhungrige Anwendung.
Mit den YT 55 ah hat er 110 Ah bei 13 Volt ca. 1,4 KWh Brutto und 0,7 KWh bei 50% zur Verfügung.
Die Unterspannungsmeldung an der Standheizung kommt meist von zu langer und dünner Verkabelung.
Hier hilft nur an der Batterie und direkt an der Standheizung messen wenn die Warnung kommt.
Der Charme dies Setups sind die drei identischen Batterien, es gibt immer eine Batterie die schnell als Starterbatterie genutzt werden kann.
Mit LiFePo4 brauchts auf jeden Fall den Batterie zu Batterie Lader.
Ich bin ein totaler LiFePo4 Fan, für meine Stromhungrige Anwendung Kochen und Expressomaschine top, aber für den TE eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Die YT braucht 14,4 – 14,7 V als Ladeschlußspannung das schafft die Cruiser Lima meistens nicht.
Lösung wäre ein Solarregler mit AGM Ladekurve oder alle paar Wochen mit einem vernünftigen Ladegerät von 230 Volt.
Ach ja das mit den 2 kleinen Batterien schreibt Banner auf der Homepage, aber es gibt viele Anwendungen mit 2 kleinen Batterien. Wenn das gut gemacht ist (Symmetrischer Aufbau) funktioniert das wunderbar
Ja richtig, reine offene bleisäure Starterbatterien bis 85% SOC entladen ca. 280 Zyklen maximal.
Wer Starterbatterien als Versorgungsbatterien nutzt kommt auch auf unter 100 Zyklen.
AGM bis ca 50% SOC 300- 500 Zyklen.
Die Optima Yellow auch bis zu 500 Zyklen.
Ich sehe in seinen Anwendungen keine stromhungrige Anwendung.
Mit den YT 55 ah hat er 110 Ah bei 13 Volt ca. 1,4 KWh Brutto und 0,7 KWh bei 50% zur Verfügung.
Die Unterspannungsmeldung an der Standheizung kommt meist von zu langer und dünner Verkabelung.
Hier hilft nur an der Batterie und direkt an der Standheizung messen wenn die Warnung kommt.
Der Charme dies Setups sind die drei identischen Batterien, es gibt immer eine Batterie die schnell als Starterbatterie genutzt werden kann.
Mit LiFePo4 brauchts auf jeden Fall den Batterie zu Batterie Lader.
Ich bin ein totaler LiFePo4 Fan, für meine Stromhungrige Anwendung Kochen und Expressomaschine top, aber für den TE eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Die YT braucht 14,4 – 14,7 V als Ladeschlußspannung das schafft die Cruiser Lima meistens nicht.
Lösung wäre ein Solarregler mit AGM Ladekurve oder alle paar Wochen mit einem vernünftigen Ladegerät von 230 Volt.
Ach ja das mit den 2 kleinen Batterien schreibt Banner auf der Homepage, aber es gibt viele Anwendungen mit 2 kleinen Batterien. Wenn das gut gemacht ist (Symmetrischer Aufbau) funktioniert das wunderbar
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Danke für eure Antworten, sie waren sehr hilfreich.
Ich hatte mir das mit der LiFePO-Batterie einfacher vorgestellt.
Jetzt überlege ich, ob ich nicht doch bei den Yellowtops bleibe und diese einfach erneuere
Ich hatte mir das mit der LiFePO-Batterie einfacher vorgestellt.
Jetzt überlege ich, ob ich nicht doch bei den Yellowtops bleibe und diese einfach erneuere
HZJ 75, BJ. 1999
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Alternativ könnte ich ja auch die Optima durch zwei AGM-Batterien mit größerer Kapazität ersetzen, oder?
Gibt es zwar nicht von Optima, zumindest nicht in den richtigen Abmessungen, aber andere Anbieter haben da durchaus Interessantes zu bieten...
Gibt es zwar nicht von Optima, zumindest nicht in den richtigen Abmessungen, aber andere Anbieter haben da durchaus Interessantes zu bieten...
HZJ 75, BJ. 1999
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Für solche Fragen und Entscheidungen finde ich es ganz ok, sich mal die kumulierten Informationen von einer KI zu holen:
https://www.google.com/search?q=wie+ist ... 3c&csuir=1
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4x4 History: Patrol K160-->Toyota LJ70-->Toyota KJ73-->LR Defender 90
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Nunja, auch bei Bleibatterien, inkl. AGM, ist das richtige Laden essenziell für eine lange Lebensdauer. Dazu gehört insbesondere auch das erreichen der Ladeschlussspannung. Diese erreicht man nur mit einem b2b/Booster zuverlässig oder genügend Solarstrom. Der Shunt ist bei Blei und LiFePo optional, die LiFePo hat aber ein BMS das bei Unterspannung abstellt, die Blei nicht.
Heute würde ich nur noch eine LiFePo als Aufbaubatterie einsetzen. Sind nicht mehr exorbitant teuer, haben eine wesentlich längere Lebensdauer, mehr nutzbare Kapazität, Leichter, stabilere Spannung und es gibt BMS mit Bluetooth und App (erspart den Shunt).
Einziger Nachteil, sie kann meist nicht mehr als Starterbatterie verwendet werden. Wobei das auch mit AGM und Gel der Fall sein kann.
Heute würde ich nur noch eine LiFePo als Aufbaubatterie einsetzen. Sind nicht mehr exorbitant teuer, haben eine wesentlich längere Lebensdauer, mehr nutzbare Kapazität, Leichter, stabilere Spannung und es gibt BMS mit Bluetooth und App (erspart den Shunt).
Einziger Nachteil, sie kann meist nicht mehr als Starterbatterie verwendet werden. Wobei das auch mit AGM und Gel der Fall sein kann.
Gruess Leon
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Also aus deiner Sicht wäre die Kombi einer AGM als Starter- und einer LiFePo-Batterie als Aufbaubatterie ideal.Lender hat geschrieben: 24. Januar 2026 10:10Nunja, auch bei Bleibatterien, inkl. AGM, ist das richtige Laden essenziell für eine lange Lebensdauer. Dazu gehört insbesondere auch das erreichen der Ladeschlussspannung. Diese erreicht man nur mit einem b2b/Booster zuverlässig oder genügend Solarstrom. Der Shunt ist bei Blei und LiFePo optional, die LiFePo hat aber ein BMS das bei Unterspannung abstellt, die Blei nicht.
Heute würde ich nur noch eine LiFePo als Aufbaubatterie einsetzen. Sind nicht mehr exorbitant teuer, haben eine wesentlich längere Lebensdauer, mehr nutzbare Kapazität, Leichter, stabilere Spannung und es gibt BMS mit Bluetooth und App (erspart den Shunt).
Einziger Nachteil, sie kann meist nicht mehr als Starterbatterie verwendet werden. Wobei das auch mit AGM und Gel der Fall sein kann.
Dann müsste ich mein IBS DBS durch einen Ladebooster mit Trennrelais ersetzen und mir einen Solarladeregler mit Kennline für LiFePO-Batterien besorgen.
Hast du Empfehlungen für eine LiFePo-Batterie, abgesehen von den Bulltrons? Welche hast du verbaut?
HZJ 75, BJ. 1999
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Nordland-Virus
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Re: Wahl der richtigen Batterie
hab von "Supervolt" gutes gehört
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- wüstenfreund
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Hallo Mike,
wo kommst du her?
Ich zeige dir das gerne wie ich das in meinem HZJ 75 aufgebaut habe.
Bei der Lösung mit Batterie zu Batterie Ladegerat (B2B) brauchst du nicht zwingend ein Trennrelais.
Die B2B gibt es mit Bewegungssensor, Nachteil im Leerlauf Laden geht nicht oder über D+ gesteuert kannst du dir im HZJ 75 an der Powerbox abgreifen.
Plan den Lader nicht im Motorraum (außer Redarc) Leistungselectronik mag keine Hitze.
Bevor du neue Batterien in Angriff nimmst solltest du schauen ob die YTs überhaupt kaputt sind.
Kapazitätstest
Prinzip:
Wie viel Ah bekommst du noch aus der Batterie im Vergleich zum Nennwert?
Vorgehen (vereinfacht):
Batterie voll laden (AGM-Ladespannung beachten, meist 14,4–14,7 V)
Ruhen lassen (2–4 h)
Mit konstanter Last entladen (z. B. C/20 → 5 A bei 100 Ah) z.B über eine H4 Glühbirne.
Entnommene Ah messen, geht nur über Meßshunt und Batteriemonitor.
Der C-Wert gibt die Entladezeit für die maximal mögliche Kapazität an C20 bedeutet 20 Stunden 5A entnehmen bei einer 100 Ah Batterie
Wenn mit einem größeren Strom entladen wird schlägt bei Bleibatterien der Herr Peukert zu.
Der Peukert-Koeffizient beschreibt, wie stark die nutzbare Kapazität einer Batterie vom Entladestrom abhängt. Je höher der Strom, desto weniger Ah bekommst du raus – besonders relevant bei Blei-/AGM-Batterien.
Was sagt der Peukert-Koeffizient aus?
n ≈ 1,00 → ideal (theoretisch, praktisch nur bei Lithium)
n = 1,05–1,10 → sehr gute AGM
n = 1,10–1,15 → typische AGM
n = 1,20+ → gealtert / hohe Verluste also aus der 100 Ah AGM nur theorethische 80 Ah
Abschalten bei 10,5–10,8 V
Die ungenauere Methode ist die Leerlaufspannung Voll der YTs messen.
Batterie vorher mit externem Lader vollladen und dann nach 12h
Klemmenspannung mit einem Multimeter messen.
Typische Werte bei 25 °C:
12,85 V- 12,65 V Batterie ist relativ neuwertig
12,65 V- 12,50 V Batterie ist gut
12,25 V -12,10 V Noch Ok
Unter 12 Volt quasi am Lebensende
Leider sind die meisten Batterieprüfgeräte ein reines Marketingtool um neue Batterien zu verkaufen.
Hier wird mit einem großen Lastwiderstand geprüft wie die Spannung sich unter Last verhält.
Eine günstige Batterielösung wäre eine Exide EK950B AGM Autobatterie 95Ah ca. 1,5€ pro Ah oder 3€ pro nutzbare Ah
Bei Supervolt CS Batteries und Ective Lithium Batterien gibt es eine ECE R10, UN38.2, CE Zertifizierung.
Lithiumbatterien brauchen die ECE R10 um im Fahrzeug als Versorgungsbatterie zulässig zu sein.
Ich persönlich hab die besten Erfahrungen mit der niederländischen Firma Super-B gemacht.
Ja die sind teurer aber ein neuer LC kosten mehr als SAIC und wir wissen warum.
Man erkennt das an der internen Verkabelung, BMS und zulässigen Dauerstrom
Die günstigen Ali/Amazon/ Ebay liFePo4 erfüllen die Normen nicht und oder sind nicht über eine Produkthaftpflicht abgesichert.
Die aktuellen LiFePo4 gibt es mit Heizplatte unter den Modulen. LiFePo4 mögen keine Temperaturen unter 5C° und können dann weder viel Strom aufnehmen oder abgeben.
wo kommst du her?
Ich zeige dir das gerne wie ich das in meinem HZJ 75 aufgebaut habe.
Bei der Lösung mit Batterie zu Batterie Ladegerat (B2B) brauchst du nicht zwingend ein Trennrelais.
Die B2B gibt es mit Bewegungssensor, Nachteil im Leerlauf Laden geht nicht oder über D+ gesteuert kannst du dir im HZJ 75 an der Powerbox abgreifen.
Plan den Lader nicht im Motorraum (außer Redarc) Leistungselectronik mag keine Hitze.
Bevor du neue Batterien in Angriff nimmst solltest du schauen ob die YTs überhaupt kaputt sind.
Kapazitätstest
Prinzip:
Wie viel Ah bekommst du noch aus der Batterie im Vergleich zum Nennwert?
Vorgehen (vereinfacht):
Batterie voll laden (AGM-Ladespannung beachten, meist 14,4–14,7 V)
Ruhen lassen (2–4 h)
Mit konstanter Last entladen (z. B. C/20 → 5 A bei 100 Ah) z.B über eine H4 Glühbirne.
Entnommene Ah messen, geht nur über Meßshunt und Batteriemonitor.
Der C-Wert gibt die Entladezeit für die maximal mögliche Kapazität an C20 bedeutet 20 Stunden 5A entnehmen bei einer 100 Ah Batterie
Wenn mit einem größeren Strom entladen wird schlägt bei Bleibatterien der Herr Peukert zu.
Der Peukert-Koeffizient beschreibt, wie stark die nutzbare Kapazität einer Batterie vom Entladestrom abhängt. Je höher der Strom, desto weniger Ah bekommst du raus – besonders relevant bei Blei-/AGM-Batterien.
Was sagt der Peukert-Koeffizient aus?
n ≈ 1,00 → ideal (theoretisch, praktisch nur bei Lithium)
n = 1,05–1,10 → sehr gute AGM
n = 1,10–1,15 → typische AGM
n = 1,20+ → gealtert / hohe Verluste also aus der 100 Ah AGM nur theorethische 80 Ah
Abschalten bei 10,5–10,8 V
Die ungenauere Methode ist die Leerlaufspannung Voll der YTs messen.
Batterie vorher mit externem Lader vollladen und dann nach 12h
Klemmenspannung mit einem Multimeter messen.
Typische Werte bei 25 °C:
12,85 V- 12,65 V Batterie ist relativ neuwertig
12,65 V- 12,50 V Batterie ist gut
12,25 V -12,10 V Noch Ok
Unter 12 Volt quasi am Lebensende
Leider sind die meisten Batterieprüfgeräte ein reines Marketingtool um neue Batterien zu verkaufen.
Hier wird mit einem großen Lastwiderstand geprüft wie die Spannung sich unter Last verhält.
Eine günstige Batterielösung wäre eine Exide EK950B AGM Autobatterie 95Ah ca. 1,5€ pro Ah oder 3€ pro nutzbare Ah
Bei Supervolt CS Batteries und Ective Lithium Batterien gibt es eine ECE R10, UN38.2, CE Zertifizierung.
Lithiumbatterien brauchen die ECE R10 um im Fahrzeug als Versorgungsbatterie zulässig zu sein.
Ich persönlich hab die besten Erfahrungen mit der niederländischen Firma Super-B gemacht.
Ja die sind teurer aber ein neuer LC kosten mehr als SAIC und wir wissen warum.
Man erkennt das an der internen Verkabelung, BMS und zulässigen Dauerstrom
Die günstigen Ali/Amazon/ Ebay liFePo4 erfüllen die Normen nicht und oder sind nicht über eine Produkthaftpflicht abgesichert.
Die aktuellen LiFePo4 gibt es mit Heizplatte unter den Modulen. LiFePo4 mögen keine Temperaturen unter 5C° und können dann weder viel Strom aufnehmen oder abgeben.
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Re: Wahl der richtigen Batterie
@MikeS
Als Starterbatterie würde ich die YellowTop drin lassen wenn der Anlasser noch gut dreht. Es gibt AGMs als Starterbatterie, aber auch Als Solar- oder Versorgungsbatterie. Achte darauf das es eine Starterbatterie ist, egal ob Nass, Gel oder AGM. Eine Starterbatterie ist auf hohe Ströme und geringe Entladung ausgelegt. Eine Versorgerbatterie auf das Gegenteil.
Mit einem b2b/Booster darf kein intelligentes Trennrelais verbaut werden. Was man machen könnte wäre ein Notstartrelais, das parallel zum Booster läuft. Bedingt dann aber massiv grössere Kabel.
Bei uns werkelt ein Vontronic VBCS seit Jahren tadellos, das Kombinier Booster, MPPT-Solarlader und Netzladegerät in einem Gerät. Manche würden mich nun wohl mangles Redundanz lynchen, aber da gibt es wichtigeres was ebenfalls nicht redundant ist.
Die Batterie ist eine 120Ah Adventure Kings, ein "Souvenir" aus Australien, die bekommt man hier nicht. Seit 2.5 Jahren macht sie ihren Job, war als Eigenmarke und bei Aktion fast günstiger wie eine vergleichbare AGM vom Markenhersteller.
Welche ich empfehlen würde? Aktuell würde ich wohl in eine Liontron investieren. Nich gerade günstig aber 10 Jahre Garantie, kann geöffnet und Zellen ersetzt werden (vermutlich die einzige auf Markt), hat ein BMS mit Bluetooth und ist als Arctic für tiefe Temperaturen erhältlich, auch zum nachrüsten.
https://liontron.com/
Als Starterbatterie würde ich die YellowTop drin lassen wenn der Anlasser noch gut dreht. Es gibt AGMs als Starterbatterie, aber auch Als Solar- oder Versorgungsbatterie. Achte darauf das es eine Starterbatterie ist, egal ob Nass, Gel oder AGM. Eine Starterbatterie ist auf hohe Ströme und geringe Entladung ausgelegt. Eine Versorgerbatterie auf das Gegenteil.
Mit einem b2b/Booster darf kein intelligentes Trennrelais verbaut werden. Was man machen könnte wäre ein Notstartrelais, das parallel zum Booster läuft. Bedingt dann aber massiv grössere Kabel.
Bei uns werkelt ein Vontronic VBCS seit Jahren tadellos, das Kombinier Booster, MPPT-Solarlader und Netzladegerät in einem Gerät. Manche würden mich nun wohl mangles Redundanz lynchen, aber da gibt es wichtigeres was ebenfalls nicht redundant ist.
Die Batterie ist eine 120Ah Adventure Kings, ein "Souvenir" aus Australien, die bekommt man hier nicht. Seit 2.5 Jahren macht sie ihren Job, war als Eigenmarke und bei Aktion fast günstiger wie eine vergleichbare AGM vom Markenhersteller.
Welche ich empfehlen würde? Aktuell würde ich wohl in eine Liontron investieren. Nich gerade günstig aber 10 Jahre Garantie, kann geöffnet und Zellen ersetzt werden (vermutlich die einzige auf Markt), hat ein BMS mit Bluetooth und ist als Arctic für tiefe Temperaturen erhältlich, auch zum nachrüsten.
https://liontron.com/
Zuletzt geändert von Lender am 24. Januar 2026 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
Gruess Leon
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- wüstenfreund
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Hallo Leon,
warum darf da kein Trennrelais verbaut werden?
Habe seit 4 Jahren ein kräftiges Relais von Bosch verbaut, weil ich Starter und Versorgungsbatterie im Stillstand getrennt haben möchte.
Ich sehe das als kein Muss, möchte aber durch einen defekten B2B keine leere Starterbatterie haben.
warum darf da kein Trennrelais verbaut werden?
Habe seit 4 Jahren ein kräftiges Relais von Bosch verbaut, weil ich Starter und Versorgungsbatterie im Stillstand getrennt haben möchte.
Ich sehe das als kein Muss, möchte aber durch einen defekten B2B keine leere Starterbatterie haben.
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Re: Wahl der richtigen Batterie
Wenn es ein primitives Trennrelais ist das du von Hand oder über D+/Zündung schaltest, ist es kein Problem abgesehen vom minimalen Spannungsverlust.
Wenn es aber ein "intelligentes" Trennrelais ist, kann das Wechselwirkungen mit dem Booster geben. Das Trennrelais sieht Spannung gut und schaltet ein. Der Booster fährt mit dem Ladestrom hoch, das Trennrelais merkt die Spannung sinkt zu stark und stellt ab. Dann merkt das Trennrelais wieder Spannung gut, schaltet ein und das Spiel beginnt von vorne.
Hängt natürlich vom Trennrelais, Booster, LiMa, Fahrprofil, Verkabelung etc. ab und kann, muss aber nicht zu solchen Problemen führen.
Wenn es aber ein "intelligentes" Trennrelais ist, kann das Wechselwirkungen mit dem Booster geben. Das Trennrelais sieht Spannung gut und schaltet ein. Der Booster fährt mit dem Ladestrom hoch, das Trennrelais merkt die Spannung sinkt zu stark und stellt ab. Dann merkt das Trennrelais wieder Spannung gut, schaltet ein und das Spiel beginnt von vorne.
Hängt natürlich vom Trennrelais, Booster, LiMa, Fahrprofil, Verkabelung etc. ab und kann, muss aber nicht zu solchen Problemen führen.
Gruess Leon
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