Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

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Odessa
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von Odessa »

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Ich hab zuletzt statt 5W-40 ein 5W-30 genommen. 5W-30 gibt Toyota auch an. Trotz dass der Wagen hätte in den Jemen oder Oman gehen sollen.
Was ich mich frage: Wie weit kann man diese Spreitung treiben und zu Lasten welcher anderer Eigenschaften? Gibt es da Zusammenhänge?
Also beispielsweise: höhere Spreitung -> mehr Additive -> schneller verschlissen (also das Öl).
Das Beispiel dient nur als wilder Gedankengang. Aber vielleicht gibt es ja schon derartige Zusammenhänge :ka:.

Edit:
Vielleicht sollte ich deshalb sogar besser auf ein 10W-30 gehen. Wie oft wird es noch kälter als -18°?
download/file.php?id=100011&mode=view
Gruß Florian

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robert2345
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert2345 »

robert23 hat geschrieben: 17. Februar 2026 16:24
Dagegen begünstigt Rußeintrag den Verschleiß der Bauteile viel stärker weil es abrasiv wirkt, also wie Schleifpaste. Das ist viel viel schlimmer als 30er zu fahren weil es angeblich nicht so gut schmiert wie 40er.

Übrigens ist der Verschleiß eines Motors am höchsten beim Kaltstart und der Warmlaufphase.

Was machen wir jetzt eigentlich wenn wir 30er Öle haben die am oberen maximum der viskogrenze sind und dann ein Öl benutzen was an der unteren 40er Grenze ist?
..
Also müssen wir jetzt ganz viele Ölanalysen durchführen um das 40er Öl zu finden was vermeintlich besser schützt. Einfach nur mit der Vermutung das die höhere Viskosität eines Öls auch den verschleisschutz verbessert. :rofl:
Ich versuche ja nicht das Problem mit dem Rußeintrag zu umgehen, aber jedes Vollsynthetische B/C-Klasse (für Diesel) ÖL egal welcher Viskosität hat spezielle Additive (Dispergiermittel) die den Ruß im Öl in der Schwebe halten und so die abrasive Wirkung minimieren. Erst bei einem Rußeintrag von über 2%-3% im Öl stellt dies ein Problem dar. Wenn man das auf die Füllmenge unserer Diesel-Toyotamotoren berechnet müssten mehr als 150g Ruß im Öl sein, daher habe ich oben geschrieben, dass bei einem gesunden Motor samt Injektoren und AGR diese Menge nicht erreicht wird, andernfalls hättest Du bereits früher Probleme mit dem DPF (da ja nur ein Teil des Ruß aus des Verbrennung ins Motoröl gelangt) und dein altes Motoröl würde dickflüssiger aus der Ölwanne laufen.

Ja klar ist der Verschleiß im kalten Motor am Größten, dagegen kann aber wie Jedem bekannt gerne ein 0W-xx Öl nehmen, dass am schnellsten umgepunpt wird, die Viscosität dahinter tut dem nix.

Gerade weil wir nicht von allen Ölen vom Hersteller die Info erhalten in welchem Bereich sein Öl in der Viscosität liegt, muss man von einem Mittelwert ausgehen und da ist nunmal ein 40er Öl höher als ein 30er, wie Du selbst schreibst. Denn im Umkehrschluß zu deiner Aussage kannst Du auch das Pech haben, dass Du ein 30 Öl erwischt, welches an der untersten Grenze mit 9,3 liegt und ein 40er Öl an der Obergrenze mit 16,3, der Unterschied ist dann 75% zwischen den Ölen, was nicht gerade wenig ist.

Außerdem wäre deiner Aussage nach, dass ein Unterschied zwischen 30 zu 40 Öl in der Messtolleranz verschwindet, gleichbedeutend, dass alle Fachleute die eben diese Normen ACEA usw. definieren, nicht wissen wovon sie reden und es eh egal ist welche Plörre man in den Motor kippt, hauptsache man achtet auf den Rußeintrag.
So frage ich mich dann auch wieso Porsche und BMW erst kürzlich für einige Motoren ein 0W-40 vorschreiben.
Odessa hat geschrieben: 17. Februar 2026 17:00
Trotz dass der Wagen hätte in den Jemen oder Oman gehen sollen.
Wenn Du im Toyota Handbuch schaust, gibt Toyota die W-30 Öle bis ca. 30Grad Aussentemperatur frei in Ländern darüber hinaus schreibt Toyota W-40 ja für die arabische Welt sogar W-50 Öle vor. Ich wäre bei dem alten 5W-40 geblieben zumal wie Du schreibst es immer wärmer wird und nicht kühler.
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La2
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von La2 »

Ich würde gern nochmal was aufgreifen Viskosität bei 100°C soll uns uns einen Wert " X " definieren dieser steht in Abhängigkeit unseres verwendeten Grundöl das macht am Ende unsere chemische Ausgangsbasis.
Der Wert "X" lässt schlussfolgern wie viele Polymere im Öl sind, zu viele Polymere haben irgendwann das Problem schneller abzubauen unter Belastung genauso beeinträchtig irgendwann das die Fließgeschwindigkeit aber das ist wiederum auch in Abhängigkeit meiner chemischen Ausgangsbasis.

Vereinfacht gesagt viel Feuchtigkeitscreme macht die Haut leichter verletzlicher :)

Deswegen meinte ich ja auf ein gutes Öl noch ein Additiv draufgeben hat selten Vorteile ;)

Der HTHS Wert ist für den Laien schneller zu verstehen denn dieser Wert "X" bezeichnet vereinfacht gesagt ob ich noch einen Handschuh Trage und dort meine Creme auftrage. Aber auch dort ist nicht gleich mehr ist besser denn mehr kann bedeuten mehr Arbeit zum Creme auftragen bedeutet mir wird dabei Warm.

Aber nehmen wir einfach mal ein gutes C3 Öl da liegen wir je nach Hersteller zwischen 3,0-3,5mPas was sehr gut ist.
Dann betrachten wir dazu wenn wir uns für einen Wert von 3,3mPas entschieden haben welchen Viskositätsindex wir haben.
Der sollte Relativ hoch sein schon so gut über 150 oder höher, ich mach nochmal den Creme vergleich wir Tragen nun Handschuh die Creme ist so flüssig das ich sie schnell auftragen kann, gleichzeitig scheint die Sonne und weil ich lange Nägel hab Kratz ich immer wieder die Creme aber der Film bleibt stabil der Handschuh bekommt kein Schaden davon.

Ich hoffe das ist verständlich auch wenn es etwas komisch ist, wichtig hierbei wie bereits genannt wenn dort der Wert wiederum zu Hoch ist haben wir wieder das Problem Additive bauen schneller ab.

Es gibt also nicht das Non Plus Ultra es gibt leider immer nur einen Kompromiss irgendwas an unserer Chemischen Basis hinkt hinterher.
Wir müssen in dem Fall das Passende finden und das nannte ich ja bereits, da kommt man am Labor nicht vorbei nur dann hat man wirklich Daten mit denen man was anfangen kann.

Falls ich hier evtl. dinge wiederholt habe die bereits genannt worden sind Entschuldigt das bitte oder aber etwas vergessen hab zu benennen oder zu beschreiben ich schwächle momentan etwas.

Lasst mich es wissen falls ihr etwas beizufügen habt oder zu korrigieren.

LG Dani

Edit: Ich muss noch etwas hinzufügen tut mir leid ich brauch für sowas ewig momentan mein Kopf ist noch nicht wieder auf der Höhe.
Man kann dementsprechend nicht Pauschalisieren das ein W30 Öl schlechter ist als ein W40 Öl oder das eine besser und das andere schlechter nur weil eine Größere Zahl da steht! Dafür haben wir zu viele Faktoren die in Betrachtet gezogen werden müssen und auch dann Analysiert werden müssen auf der Verpackung sehen die Werte im ersten Moment erstmal schön aus.
Aber was am Ende aus der Ablassschraube rauskommt das ist entscheidend das müssen wir Bewerten dann gibt es Gewissheit was richtig oder falsch war.

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robert23
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert23 »

Was ich mich frage: Wie weit kann man diese Spreitung treiben und zu Lasten welcher anderer Eigenschaften? Gibt es da Zusammenhänge?
Also beispielsweise: höhere Spreitung -> mehr Additive -> schneller verschlissen (also das Öl).
Je höher die spreizung, desto schneller verschleißt und altert das Öl. Um die Spreizung zu erzielen, muss man je weiter auseinander umso mehr Polymere/VI-Verbesserer hinzufügen.

Ich hatte in der Celica t23 immer 5W50 drin. Das bin ich immer 10tkm bzw. 1 Jahr gefahren. Laut Analyse war es dann auch "aufgebraucht"

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Gr
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von Gr »

Odessa hat geschrieben: 17. Februar 2026 17:00
Was ich mich frage: Wie weit kann man diese Spreitung treiben und zu Lasten welcher anderer Eigenschaften? Gibt es da Zusammenhänge?
Also beispielsweise: höhere Spreitung -> mehr Additive -> schneller verschlissen (also das Öl).
Das Beispiel dient nur als wilder Gedankengang. Aber vielleicht gibt es ja schon derartige Zusammenhänge :ka:.

Edit:
Vielleicht sollte ich deshalb sogar besser auf ein 10W-30 gehen. Wie oft wird es noch kälter als -18°?
Ja, das ist grundsätzlich genau so wie du vermutest. Um ein 5W-30 Öl zu erhalten, nimmt man ein Grundöl das 5W hat und gibt so viele VI Verbesserer hinzu bis es zu einem 5W-30 wird. Für ein 5W-40 braucht es entsprechend mehr VI Verbesserer.
Die VI Verbesserer sind langkettige Moleküle die im Laufe des Betriebes teilweise "zerkleinert" werden und an Wirksamkeit verlieren, was zu einer Reduzierung der heiß Viskosität führt. Bedeutet i.A. aber nicht dass nach 10.000km das 5W-40 unter den Wert eines gleich lang gelaufenen 5W-30 fällt, das wird dann immer noch höher liegen.

Und dann kommt es natürlich auch auf die Qualität des Grundöles an. Ein hochwertiges synthetisches Grundöl mit von Haus aus hohem Viskositätsindex braucht viel weniger VI Verbesserer um die gewünscht Heißviskosität zu erreichen als ein einfaches Mineralisches Grundöl.

Die derzeit höchsten Spreizungen haben 0W-40, 5W-50 und 10W-60. Die des 5W-30 ist da eher sehr moderat.

10W-30 ist vermutlich keine gute Idee. Ich glaube in der Klasse gibt es kaum/keine hochwertigen synthetischen Öle.

Gruß Bodo
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Odessa
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von Odessa »

Danke für die Erklärung Bodo.
Gr hat geschrieben: 17. Februar 2026 20:00
10W-30 ist vermutlich keine gute Idee. Ich glaube in der Klasse gibt es kaum/keine hochwertigen synthetischen Öle.
Ja das hab ich gesehen. Da taucht Traktoröl, Maritime Anwendungen, Gartengeräteöl und lauter so Zeug auf :biggrin:.
Wie schauts mit 10W-40 aus? Vielleicht geh ich dort auf die Suche.
Gruß Florian

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robert23
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert23 »

jedes Vollsynthetische B/C-Klasse (für Diesel)
Wieder so ne pauschale Aussage. Welche Öle sind denn vollsynthetisch? wie erkennt man das? Was bedeutet Vollsynthetisch?
Ja klar ist der Verschleiß im kalten Motor am Größten, dagegen kann aber wie Jedem bekannt gerne ein 0W-xx Öl nehmen, dass am schnellsten umgepunpt wird, die Viscosität dahinter tut dem nix.
Größere Viskospreizung ist im gesamten auch wieder Nachteilig für den 40er Index weil er schneller verschleisst.
dass alle Fachleute die eben diese Normen ACEA usw. definieren, nicht wissen wovon sie reden.
Kleiner Exkurs, die ACEA definiert nichts, der Motorenhersteller gibt an was das Öl für Eigenschaften haben muss. Die ACEA packt das in die definierte Norm oder eine spezielle Freigabe, der Ölhersteller bezahlt dann Geld dafür die Freigaben auf die Flasche zu drucken. Da steht dann....erfüllt. Will der Ölhersteller sparen schreibt er rauf....entspricht. Das muss dann aber nicht exakt der Norm/Freigabe entsprechen.
So frage ich mich dann auch wieso Porsche und BMW erst kürzlich für einige Motoren ein 0W-40 vorschreiben.
Kürzlich???
Porsche schreibt seit über 20 Jahren 0W40 Motoröl vor.
Und nun? Haben die Motorenbauer so entschieden.
Hat nen Hilux jetzt den Porschemotor?

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Gr
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von Gr »

Odessa hat geschrieben: 17. Februar 2026 20:13
Wie schauts mit 10W-40 aus? Vielleicht geh ich dort auf die Suche.
Bei den 10W-40 Ölen gibt es noch eine ganz gute Auswahl, nach meinem Dafürhalten aber nur sehr wenige hochwertige (voll) synthetische, und ganz überwiegend einfache mineralische oder teilsynthetische Öle.
Ich würde bei 5W-40 bleiben. Wenn du mit LiquiMoly zufrieden warst, kannst Du dir mal das Meguin Megol Super Leichtlauf anschauen. Ist noch ein echtes vollsynthetisches und wahrscheinlich günstiger als das Equivalente von LM. Meguin ist 100%ige LM Tochter.
Gruß Bodo
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robert2345
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert2345 »

La2 hat geschrieben: 17. Februar 2026 19:40
Der HTHS Wert ist für den Laien schneller zu verstehen denn dieser Wert "X" bezeichnet vereinfacht gesagt ob ich noch einen Handschuh Trage und dort meine Creme auftrage. ..
Aber nehmen wir einfach mal ein gutes C3 Öl da liegen wir je nach Hersteller zwischen 3,0-3,5mPas was sehr gut ist.
Dann betrachten wir dazu wenn wir uns für einen Wert von 3,3mPas entschieden haben welchen Viskositätsindex wir haben.
Der sollte Relativ hoch sein schon so gut über 150 oder höher, ...
..
Aber was am Ende aus der Ablassschraube rauskommt das ist entscheidend das müssen wir Bewerten dann gibt es Gewissheit was richtig oder falsch war.
Nun das beste Öl werden wir eh nicht finden, da wie Du schreibst man 1) ein kontinuierliches Labor bräuchte, 2) sich die Fahrbedingungen bei jedem Fahrer unterscheiden (Bleifuß zum Cruiser oder Leergewicht zum Reisemobil mit Hänger oder Wintertemperaturen zu Sommerausflüge im Süden) und 3) jeder Motor auch anders verschlissen ist, was die Basis ebenfalls ändert.

Darüber hinaus, gibt es kaum unabhängige Tests, seien es Autoclubs oder Stiftung Warentest etc. die dies überprüfen. Das einzige was uns als interessierte Konsumenten bleibt sind anhand vorliegender veröffentlicher technischer Daten Vergleiche vorzunehmen um anhand dieser zumindest aus der riesigen Flut an Ölen diese zu finden, die wenigstens anhand dieser Daten aus der Menge herausstechen.
Und Ja ein 0W-40 hat eine höhere Spreizung und somit mehr Viskositätsverbesserer wie VIV als ein 0W-30, nichts desto trotz denke ich, dass deren Abbau bei Wechselintervallen unter 15tkm (keine Longlife Intervalle) geringer ausfällt, als ein möglicher entstehender Nachteil daraus und der Nutzen bei erschwerten Bedingungen überwiegt. Darüber hinaus wäre theoretisch die Spreizung vom 0W-30 vergleichbar mit 5W-40 oder nicht?

Aus diesem Grund sollten wir uns eben auf den HTHS Wert, den Viscositätsindex und eben weitere Abhängigkeiten konzentrieren um zumindest am Papier so viele Öle wie möglich gegenüberzustellen und daraus eine sinnvolle Anzahl an Ölen herauszusuchen. Ich denke, dass es helfen kann, wenn man sich später nur noch aus zB 5 Ölen entscheiden muss als aus 50.

Also fangen wir zB mit dem Viscositätsindex an, wie Du schreibst über 150 wäre sinnvoll:
Der Viskositätsindex (VI) beschreibt das Verhalten des Schmierstoffes in Abhängigkeit der Temperatur. Es bezieht sich auf die kinematische Viskosität eines Öls gemessen bei 40 °C und 100 °C. Gewissermaßen ist der Viskositätsindex auch ein Indiz für die Wertigkeit eines Öles und dient der Vergleichbarkeit verschiedener Öltypen. Öl mit hohem Viskositätsindex sind weniger stark temperaturabhängig. Das Öl bewahrt seine Schmiereigenschaften in einem breiteren Temperaturspektrum. Die Öle mit niedrigem Viskositätsindex lassen sich stärker von der Temperatur beeinflussen. Ihre Schmiereigenschaften werden bei hohen oder tiefen Temperaturen instabil. Dies sollte uns doch helfen ein durchschnittliches Grundöl vom guten zu trennen?

Bei dem HTHS Wert schreibt zB Addinol
Die Einheit zur Messung von HTHS ist mPas (Millipascalsekunde). Liegt der HTHS-Wert über 3,5 mPas ist die HTHS Viskosität als normal einzustufen. Bei einem HTHS-Wert von unter 3,5 mPas spricht man von einer abgesenkten HTHS Viskosität.
Motoröle mit abgesenkter HTHS-Viskosität wurden für die speziellen Motoren entwickelt. Daher sollten Sie es nur einfüllen, wenn Ihr KFZ dafür vom Hersteller zugelassen wurde. Bei der ACEA-Klassifikation spielt die HTHS-Viskosität von Motorölen eine wichtige Rolle.

Die Klassen A1, A5 sowie B1, B5 verlangen einen HTHS-Wert von 2,9 bis max. 3,5 mPas (abgesenkte HTHS Viskosität).
Die Klassen A2, A3, B2, B3 sowie E2, E3, E4 und E5 benötigen einen HTHS-Wert von über 3,5 mPas (normale HTHS Viskosität).
Bei den Klassen C1 und C2 sind HTHS-Werte ≥ 2,9 vonnöten.
Die Klasse C5 umfasst HTHS-Werte von ≥ 2,6 bis ≤ 2,9 mPas und ist nur für die SAE-Klassen 0w20 und 5w20 umsetzbar.

Mit anderen Worten hat Toyota mit der Mindestanforderung C2 ≥ 2,9 die Freigabe für eine abgesenkter HTHS-Viskosität gegeben. Wobei dies den Mindestwert angibt und ein höherer Wert wäre zu bevorzugen (so wie es die E-Öle für Nutzfahrzeuge verlangen), Richtig?

Welche Daten würden uns noch helfen sie Spreu vom Weizen zu trennen?
Zuletzt geändert von robert2345 am 18. Februar 2026 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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robert2345
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert2345 »

robert23 hat geschrieben: 17. Februar 2026 20:15
Wieder so ne pauschale Aussage. Welche Öle sind denn vollsynthetisch? wie erkennt man das? Was bedeutet Vollsynthetisch?
Na lesen der Verpackung hilft schonmal
robert23 hat geschrieben: 17. Februar 2026 20:15
Kleiner Exkurs, die ACEA definiert nichts, der Motorenhersteller gibt an was das Öl für Eigenschaften haben muss. Die ACEA packt das in die definierte Norm oder eine spezielle Freigabe, der Ölhersteller bezahlt dann Geld dafür die Freigaben auf die Flasche zu drucken. Da steht dann....erfüllt. Will der Ölhersteller sparen schreibt er rauf....entspricht. Das muss dann aber nicht exakt der Norm/Freigabe entsprechen.
zunächst habe ich geschrieben "Fachleute" erstellen die Norm (auch hier lesen hilft schonmal)
Desweiteren definiert die ACEA sehr wohl:
In der ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles) sind 16 europäische oder in Europa produzierende Auto-, Lkw- und Bushersteller organisiert – darunter die BMW-Gruppe, Ford, Honda, Hyundai, Jaguar/Land Rover, Mercedes, Nissan, die Renault-Gruppe, Stellantis, Toyota, der Volkswagen-Konzern und Volvo. Die ACEA erarbeitet die nach ihr benannte Motoröl-Spezifikation für europäische Fahrzeuge.

Irgendwie vermisse ich noch "Rußeintrag" :wink:

P.S. wenn Du nichts hilfreiches zu Thema lieferst, werde ich nicht mehr reagieren, Danke
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STEYRER
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von STEYRER »

Servus
Ist ja eine sehr interessante Diskussion!!
Für weniger technisch Versierte wahrscheinlich aber mehr verwirrend als helfend
Warum nicht einfach das Öl fahren was im Handbuch vorgeschrieben steht.Die freigegebene Öle müssen doch sowieso der vorgegebene Norm entsprechen.In meinem Handbuch steht auch drinnen was bei kalter oder warmer Umgebung verwendet werden soll.

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robert2345
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert2345 »

Vollkommen richtig, wer möchte und sich so sicherer fühlt, soll auch bitte weiterhin das vorgegebene Öl laut Handbuch fahren.

Hier geht es eher um den Aspekt, dass die Motorenbauer ihre Motoren am PC konfigurieren und aktuell mehr Augenmerk auf weniger Verbrauch und Emissionnen legen, da die andernfalls von Strafzahlungen betroffen sind. Gleichzeitig immer mehr dazu übergehen ein Fahrzeug mit 150tkm End of Life zu sehen, so kommen dann auch Getriebebefüllungen zustande mit der Bezeichnung Lifetime usw.

Einige von uns, die weder alle 3Jahre ein neues Auto kaufen/leasen oder eher mit der Ansicht leben "bis der Schrottplatz uns trennt", möchten, dass unser geliebter Toyota am besten 1mio km fährt. Dieser Wunsch jedoch nicht wirklich mit der Herstellervorgabe des Öls im Einklang steht.
Dies zeigen Unmengen an Rückmeldungen der Werkstätten, die dann tatsächlich sich mit den Nachteilen beschäftigen müssen.
Einige Hersteller haben dies auch Hausintern erkannt, so zB beim Toyota Prius, der je nach Baujahr mit einer Werksbefüllung eines 0W-8 bzw. 0W-16 daherkam, aber über die Jahre den Werkstätten dann mitgeteilt wurde, sie sollen die Kundenfahrzeuge auf 0W-20 bzw. 0W-30 switchen. Aktuell beim Yaris deto von 0W-8 auf 0W-20 oder beim Peugeot 2008 vom 0W-20 auf 0W-30.

Und da eben beim Hilux im Handbuch steht bei erschwerten Bedingungen auf ein Öl mit höherer Viskosität (also 40 anstatt 30, da 30 Serie) wechseln, versuchen wir zumindest am Papier gute Kandidaten zu finden, damit weniger technisch Versierte zumindest eine Entscheidungshilfe haben.
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von onkel »

Dann macht doch mal eine Kaufempfehlung für die gängigen FZJ, GRJ , HZJ , HDJ und GDJ
Zuletzt geändert von onkel am 18. Februar 2026 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Onkel

https://youtu.be/6kP-xraRWOk?si=KNt9yUve_ZrCcgao

HZJ 78 Crocodile Face
Auf 2 Rädern bevorzuge ich auch Stahl statt Plastik :
http://www.bmw-r35.de

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robert23
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert23 »

robert2345 hat geschrieben: 18. Februar 2026 14:05
robert23 hat geschrieben: 17. Februar 2026 20:15
Wieder so ne pauschale Aussage. Welche Öle sind denn vollsynthetisch? wie erkennt man das? Was bedeutet Vollsynthetisch?
Na lesen der Verpackung hilft schonmal

Oder auch nicht.
Bei den C2 und C3 Ölen ist definitiv kein vollsynthetisches Öl dabei.
Vollsynthetisch ist einzig in Deutschland ein geschützter Begriff.
Deswegen hat MOTUL vor einigen Jahren auch einen großen Rechtsstreit verloren und musste seine angeblichen vollsynthetischen Flaschen umlabeln.

Hätte jetzt ein Erläuterung von die zu PAO und Ester erwartet oder
API-Grundölklassifizierung der Gruppe IV..........aber naja......philosophieren kann man über so viele sachen.....
Hier geht es eher um den Aspekt, dass die Motorenbauer ihre Motoren am PC konfigurieren und aktuell mehr Augenmerk auf weniger Verbrauch und Emissionnen legen
ne steile These

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Olli16
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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von Olli16 »

robert2345 hat geschrieben: 18. Februar 2026 15:34
....
Hier geht es eher um den Aspekt, dass die Motorenbauer ihre Motoren am PC konfigurieren und aktuell mehr Augenmerk auf weniger Verbrauch und Emissionnen legen, da die andernfalls von Strafzahlungen betroffen sind. Gleichzeitig immer mehr dazu übergehen ein Fahrzeug mit 150tkm End of Life zu sehen, so kommen dann auch Getriebebefüllungen zustande mit der Bezeichnung Lifetime usw.
....
Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt.

Wie kann es angehen, dass bei einen heckgetriebenen PKW sowohl das Öl im Schaltgetriebe als auch im Differenzial (HA) gewechselt werden soll und bei einem PKW mit Frontantrieb eine Lifetime-Ölfüllung drin ist und nicht gewechselt werden muß? Ford (z.B.) hat teilweise nicht mal mehr eine Einfüllschraube am Getriebe.

Nach meiner Meinung müsste das Öl eigentlich doppelt so oft gewechselt werden da sich Schaltgetriebe und Differenzial ein Getriebegehäuse und eine Ölfüllung teilen und das Öl dadurch doppelt so hoch belastet wird.

Wenn man mal nach über 100.000 Km so ein Öl ablässt kommt da ´ne ziemlich unangenehme Brühe raus (um es mal höflich auszudrücken :baeh: )

Oder begehe ich da eine Denkfehler :ka:

Ich bin auch der Meinung, dass man sich schon Gedanken über sein Öl machen sollte und sich nicht zu sehr auf die Werbetexte verlassen sollte :hmmm: .

Gruß
Olli

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Re: Wechsel von einem W30 auf ein W40 Motoröl

Beitrag von robert2345 »

robert23 hat geschrieben: 18. Februar 2026 17:04
Bei den C2 und C3 Ölen ist definitiv kein vollsynthetisches Öl dabei.
Woher Du nur diese ganzen pauschalen Aussagen nimmst, hier mal auf die Schnelle drei mit C3 die es wiederlegen
RAVENOL VMP
https://www.ravenol-shop.de/motoroel/5w ... w30-vw-bmw
RAVENOL REP
https://www.ravenol-shop.de/motoroel/5w ... w30-racing
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