Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Für alles, was sonst nirgends reinpaßt...
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bikemaniac
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Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von bikemaniac »

Hallo,

Ein Paar Gedanken:

Wenn man als Privatperson für ein Fahrzeug einen Austauschmotor incl Getriebe kaufen möchte, was gibt es dann für Möglichkeiten?

Bei Kleinanzeigen sehe ich nur (fast) nackte Motoren und nie ein Getriebe dazu, sie sind immer getrennt. Dann steht oft auch: Ohne Klimakompressor und Lichtmaschine - weil die nochmals getrennt verkauft werden? Warum kann man nicht das ganze "Paket" auf einmal kaufen?

Kann man ein beschädigtes Fahrzeug mit allem kaufen, eine Transplantation 1:1 machen, aber wo kauft man sowas (bei mobile.de gibt es fast keine Unfallautos)? Dann gibt es auch die Möglichkeit für weitere Ersatzteile bevor der Rest auf den Schrott geht.

Kaufen Verwerter Unfaller und bauen zügig alle Teile wie Motor und Getriebe aus weshalb man als Privatmensch fast unmöglich zu einem Schlachtauto kommt? Ist dies so weil Versicherungen nur an Verwerter verkaufen?

Als ich vor 20 Jahren bei mir in DK ein Ersatzteil brauchte, ging man zum Verwerter und da stand das komplette Fahrzeug incl Motor und allem auf der Wiese. Dann schraubte man ab was man brauchte, ging ins Büro und zahlte. Ist sowas Geschichte in Deutschland 2026?

Lucas

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karrizek
Spender
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von karrizek »

Den klassischen Verwerter gibts nur selten noch.
Bei uns ums Eck war das der Fred Bauhaus in Duisburg, da bin ich für VW Golf Teile hingefahren...
Meistens werden gut verkäufliche Teile aber direkt vom Verwerter demontiert und eingelagert. Die haben natürlich nur Interesse an gut verkäuflichen sogenannten "Schnelldreher"-Teilen. Zum Beispiel Unfallblechteile, Lima, Anlasser, Motoren und Getriebe usw halwegs aktueller Gebrauchtfahrzeuge. Die Kunden mit zu neuen Fahrzeugen, zu alten Fahrzeugen oder Exoten werden dort nichts finden. Die Autohalden wo selber demontiert werden kann, geht meistens aus Umweltschutzgründen nicht. In Düsseldorf gabs früher z. B. "Auto-Nord-Schrottplatz". Alles Geschichte...

Es gibt immer nur für ein bestimmtes Teil einen Nachfrage-Markt von ca 8-10 Jahren, dann ebbt die Nachfrage ab und die Teile blieben zum Verschrotten.

so long
karrizek
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UH1D
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von UH1D »

Uwe Ludolf soll noch aktiv sein. Er und sein Sohn Thomas betreiben einen florierenden Teilehandel für Old- und Youngtimer in Linden (Westerwald) auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände und verkaufen weltweit Ersatzteile. (Zitat aus dem Netz :bulb: )

Scherz beiseite, sonst kenne ich auch keine mehr. Die Zeiten wo ich ´nen alten 1300er Passatmotor oder Gelenkwellen gesucht hab sind aber auch vorbei. Bei meine Toyos geht seit über 20 Jahren (fast) nix kaputt wo Toyo drauf steht.

Gruß und viel Glück
Peter
Manchmal höre ich Stimmen.
Ja ich weiß... :roll:
Aber sie haben so lustige Ideen.
:biggrin:

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onkel
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von onkel »

Es gibt sie noch ( zumindest bei mir in der Umgebung ) die klassischen Schrottplätze .
Aber das Fahrzeugangebot und somit die möglichen Teile hat sich schwer verändert .
Was heute auf dem Schrottplatz steht sind für mich alles Neufahrzeuge .
15-30 Jahre alte Fahrzeuge findet man dort keine mehr , es sind fast alles junge gebrauchte mit Unfallschäden .
Geländewagen , Toyotas oder Jeeps gibt es sowieso nicht .
Was noch hinzukommt ist dass „ keiner „ mehr Schrauben will .
Die Zeiten dass man einen Motor ein Getriebe auf dem Schrottplatz ausbaut und mit nimmt sind vorbei .
Gruß Onkel

https://youtu.be/6kP-xraRWOk?si=KNt9yUve_ZrCcgao

HZJ 78 Crocodile Face
Auf 2 Rädern bevorzuge ich auch Stahl statt Plastik :
http://www.bmw-r35.de

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Olli16
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von Olli16 »

Dazu kommt noch, dass die alten Fzg. , die noch einigermaßen fahrbereit sind, nach Afrika oder Osteuropa exportiert werden.

Die beiden "guten" Schrottplätze, die es hier in der Nähe früher noch gab, existieren auch schon lange nicht mehr. Angeblich wegen den strenger werden Umweltauflagen.

Gruß
Olli

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Broddhus
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von Broddhus »

onkel hat geschrieben: 6. März 2026 15:21
.
.
Was noch hinzukommt ist dass „ keiner „ mehr Schrauben will .
Die Zeiten dass man einen Motor ein Getriebe auf dem Schrottplatz ausbaut und mit nimmt sind vorbei .
In den Städten geht es kaum mehr ums "Wollen", es gibt schlichtweg außer Tiefgaragen fast keine Einzelgaragen mehr. Und alles heißbegehrt. Selbst Tiefgaragenplätze kosten ab 100€ aufwärts, von Einzelgaragen ganz zu schweigen. Und dann fang mal an, in einer Tiefgarage neben Nachbars Nobelbenz zu schrauben. Weiter, wo bringst du hernach deine Ersatzteile und das Werkzeug unter, in der Wohnung oder im 3qm Keller?
Selbst außerhalb der Städte werden private Schrauberbuden schlicht unmöglich, alte Industriebrachen, wo man früher noch Unterschlupf fand, werden heute abgerissen und Wohnbebaut...
Grüße Martin

Hilux LN46, 2L-II Diesel, Tray
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toyotamartin
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von toyotamartin »

Am Schrottplatz muss man schnell sein wenn das begehrte Objekt dort steht,tw innerhalb von einigen Stunden ist der in der Presse bzw als handliches Paket im Container auf dem Weg zur Shredderanlage.
Und ja es stimmt --nur unbrauchbare Karren .

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bikemaniac
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Re: Wie funktioniert der Autoverwertermarkt in Deutschland?

Beitrag von bikemaniac »

Danke an alle. :-)

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