Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

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GRJ78
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von GRJ78 »

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Hohlraumversiegelung Karosserie und Unterbodenschutz sowie den Rahmem von innen versiegeln.
Da Toyota ab Werk äußerst sparsam mit Fett ist, würde ich sofort alle zu schmierenden Teile (Lenkung, Kardanwellen/-schiebestücke, Kreuzgelenke. Fahrwerk abfetten. Alle Nähte an der Karosserie bei Bedarf nachkleben/abdichten. Speziell Rückleuchten, Dachreling! Innen bei Bedarf unter den Spriegeln lackieren, Schnorchel entfernen und alle Schnittkanten nachlackieren und die einzelnen Elemente mit Sika oä verkleben. Falls Verbreiterungen ab Werk montiert sind ebenfalls alle demontieren und entsprechend nachlackieren und versiegeln. Scheibengummi haben manche mit FluidFilm unterspritzt, hier ist Gammel durch die Konstruktion ebenfalls vorprogrammiert. Hecktürscharniere mit Schmiernippeln versehen und abschmieren. Alle Lötstellen an den Türen im Übergang zum Scheibenrahmen nachlackieren und zusätzlich versiegeln. Türen am besten zerlegen und von innen die neuralgischen Punkt an den zB Klammern für die Schlösser, die Regenabweisergummis, Gummidreiecke nachlackieren und versiegeln.

Man kann jetzt noch weiter in jedes Detail gehen oder eben aktzeptieren, das einem die Karre bei ganzjähriger Nutzung eben einfach anfängt, unterm Arsch loszugammeln…
Am Ende ist es Charakter, der die Neuroplastizität geschehen lassen kann. Mit Hoffnungsfähigkeit und Erwartung eines sinnhaften guten Ergebnisses. Und diese wird gestaltet von Erfahrungen. Machen Menschen wenige gute Erfahrungen, werden sie das auch für die Zukunft nicht tun.

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onkel
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von onkel »

Außer eine anfängliche gute Rostvorsorge musst du gar nichts machen , einfach Fahren mit normalen Inspektionsintervallen .
Alle 2 Jahre Rost Kontrolle und ggf. nachbehandeln , das kannst auch du wenn du eine Spraydose bedienen kannst .
Der Toyota ist einer der robustesten Fahrzeuge die es gibt .
Wenn Du natürlich ein anderes Fahrwerk , Sitze, Räder , Sound System , Tempomat und rote Ampel Warner brauchst ist das was anderes ..
Gruß Onkel

https://youtu.be/6kP-xraRWOk?si=KNt9yUve_ZrCcgao

HZJ 78 Crocodile Face
Auf 2 Rädern bevorzuge ich auch Stahl statt Plastik :
http://www.bmw-r35.de

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Laertes
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von Laertes »

GRJ78 hat geschrieben: 7. März 2026 12:45
Hohlraumversiegelung Karosserie und Unterbodenschutz sowie den Rahmem von innen versiegeln.
Da Toyota ab Werk äußerst sparsam mit Fett ist, würde ich sofort alle zu schmierenden Teile (Lenkung, Kardanwellen/-schiebestücke, Kreuzgelenke. Fahrwerk abfetten. Alle Nähte an der Karosserie bei Bedarf nachkleben/abdichten. Speziell Rückleuchten, Dachreling! Innen bei Bedarf unter den Spriegeln lackieren, Schnorchel entfernen und alle Schnittkanten nachlackieren und die einzelnen Elemente mit Sika oä verkleben. Falls Verbreiterungen ab Werk montiert sind ebenfalls alle demontieren und entsprechend nachlackieren und versiegeln. Scheibengummi haben manche mit FluidFilm unterspritzt, hier ist Gammel durch die Konstruktion ebenfalls vorprogrammiert. Hecktürscharniere mit Schmiernippeln versehen und abschmieren. Alle Lötstellen an den Türen im Übergang zum Scheibenrahmen nachlackieren und zusätzlich versiegeln. Türen am besten zerlegen und von innen die neuralgischen Punkt an den zB Klammern für die Schlösser, die Regenabweisergummis, Gummidreiecke nachlackieren und versiegeln.

Man kann jetzt noch weiter in jedes Detail gehen oder eben aktzeptieren, das einem die Karre bei ganzjähriger Nutzung eben einfach anfängt, unterm Arsch loszugammeln…
:rofl:

Mit anderen Worten: komplett demontieren, alles in einen Zustand versetzen, den naive Käufer eigentlich voraussetzen würden und danach neu aufbauen.
Dies aber nicht etwa als Garantie für entspannte Nutzung missverstehen, sondern als regelmäßig zu erneuernde Intensivpflege betrachten. Mit dem erfreulichen Nebeneffekt, nach einigen Jahren über fundiertes Insiderwissen zu verfügen, mit dem man dann in Foren brillieren kann! :D

Ich glaube, damit hast Du nun den potentiellen Käufer mit den zwei linken Händen (für den - wie er schrieb - schon die Beziehung von Hammer zu Nagel eine Aufgabe darstellt) vom Traumland in dunkle Depressionen gestürzt! :lol:

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S/T/G
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von S/T/G »

Genau :-D
Depression jetzt vielleicht nicht gerade ;-)
Aber das ist - für meine Maßstäbe - verrückt.
Wenn das einfach das erforderliche Maß ist, dann ist das realistisch einfach so, aber dann passt das Auto nicht zu mir.

Gibt halt leider nicht wirklich Alternativen.
Hilux, nur mit Hardtop, und auch dann vom Nutzwert viel eingeschränkter (unterm HT campen ist schon sehr komfortbefreit, ausserdem fehlt der Durchstieg nach vorne und Laderaumlänge).
250er bimmelt mir zu viel.
T6.1 würde vermutlich gut passen, aber da bleibste halt wegen Elektronik liegen, anstatt dass dir die Kiste unterm Bobbes wegrostet.

Doof.

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Bondgirl
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von Bondgirl »

Die Wahrheit ist sicher in der Mitte. Vermutlich musst du weder ne Neuwagen Resto machen noch fährt ein Toyota für immer. Teilweise sind die nicht gut lackiert. Der Hilux rostet auch. Kümmern muss man sich da auch.
Lass dich nicht irre machen. Gute Rostvorsorge am Besten von einem externen Betrieb mit gutem Ruf und du bist vorne dabei.
Gruß,

die Anna 🦈

2015 Defender130DC mit OrtecShelter/ Eigenbau Hubdach
1996 Defender90 Softtop
1996 Defender130 💤
2007 Toyota Yaris

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Gerhard2
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von Gerhard2 »

Hi,

der Aufwand ist nicht viel anders als bei jedem anderen Auto aus dem Nutzfahrzeugregal. Um zu entscheiden, ob der 78er zu dir passt würde ich einfach mal damit fahren oder ausgiebig mitfahren. Er ist schon etwas robuster als ein "normales" Auto. Man fährt halt mehr oder weniger einen neuen Oldtimer. Eine Alternative dazu gibt es als Neuwagen nicht.

Gruß
Gerhard
FZJ80 Bj.95 (1FZ-FE), HDJ80 Bj.96 (1HD-FT), FJ 40 Bj.79 (2F), GRJ 78 Bj.2022 (1GR-FE)

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lightandy
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von lightandy »

Ich glaube, dass kein Mensch außerhalb Deutschlands so einen bohei um so ein Auto macht! Wenn du den einmal neu ab kauf versiegeln lässt, reicht das erst mal. Alle 1-2 Jahre mal nachgucken und behandeln, dann reicht das auch!
Andy aus Teltow-Fläming
-----------------
zu Tode gefürchtet ist auch gestorben

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Bernd67
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von Bernd67 »

Neben all den Vorsorgemaßnahmen, die oben beschrieben wurden, gibt es eine sehr effektive Schutzmaßnahme für das Auto, die ich immer empfehlen würde: eine Garage oder. mindestens einen Carport. Aus meiner Sicht gibt es keinen besseren Rostschutz. Hohlraumkonservierung mache ich natürlich trotzdem…

Was die Wartung angeht: ich hatte fast zwei Jahre lang einen VDJ78 (als Neuwagen gekauft), hab ihn ca. 45000km durch alle nur denkbaren Offroad-Situationen in Australien gefahren, habe ihn monatelang im Regen in Sydney stehen lassen und danach ohne Rost fast zum Neupreis wieder verkauft. Dazwischen habe ich nur die normalen Wartungen bei Toyota machen lassen und das wars dann auch schon.

Also: keine Panik, man kann so ein Auto durchaus kaufen und viel Spaß damit haben. Und zu dem Kostenvergleich mit einem Porsche: da muss ich klar widersprechen. Zumindest ein 911er ist signifikant teurer im Unterhalt als ein J78.
Zuletzt geändert von Bernd67 am 7. März 2026 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
Aktuelle Projekte: LC GRJ78 von 2025 ausbauen und vorbereiten für eine Südamerika-Reise
Vergangene Highlights: Europa-Orient-Rallye mit Audi A6, Australien-Reisen mit einem LC VDJ78, Ausbau eines Hilux Invincible Doka 2021

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Odessa
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von Odessa »

Ich fahre meinen nun seit gut sechs Jahren. Ich hab auch keinen Zweit- oder Drittwagen, d.h. der Wagen läuft nahezu jeden Tag.
Ich bin bei @onkel und Andy @lightandy: gleich zu Beginn eine ordentliche Hohlraum- und Unterbodenkonservierung machen. Bei mir hat das Extrem übernommen und ordentlich Mike Sanders eingeblasen. Ich finds gut, kann mit dem ein oder anderen Fettfleck im Sommer leben und es kriecht immer wieder aufs neue.
Lass dich nicht verrückt machen.

Hast du deine erwähnte Liste bei deinem GRJ78 durchgezogen, Flo @GRJ78?

Nachtrag: Entweder lege ich mal wieder selbst Hand an mit Mike Sanders, oder er geht zu einem Fachbetrieb - wie Anna @Bondgirl es empfiehlt :thumbsup:.
Gruß Florian

---------
2019er GRJ76 auf 255/85 R16 mit hydraulischer Seilwinde, ARB Bullbar + Side Rails, Gobi-X Premium Bar hinten, two tone, Parabelfahrwerk mit Toughdog adjustable und Torsendifferentialen

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GRJ78
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von GRJ78 »

@Odessa
Nein, leider gab es die damals in der Form zumindest hier im Forum noch nicht. Natürlich hat die Fa.Extrem den als Neuwagen hohlraumkonserviert und den Rahmen behandelt. Allerdings durfte ich ja mit o.g. Punkten im Lauf der 265 tkm dann so meine Erfahrungen machen. Die Bilder vom Scheibenrahmen, die oberen Blechüberlappungen beim Klappdacheinbau etc. hab ich hier im Forum zuvor nirgends gesehen…

Letztlich muss es jeder selbst wissen, bei mir ist der LandCruiser ein Gebrauchsgegenstand, welcher im Lauf der Jahre eben aufgebraucht und bei Notwendigkeit refuebished wird.

Ob man dann den Rost behandelt oder irgendwann eine neue Karosserie draufsetzt, geht sich finanziell vermutlich gleich aus.

Leider kann man Toyota da nicht mit einem zB gut korrosionsgeschütztem Audi B4 vergleichen. Das sind halt Gebrauchsgüter für die eher warmen und trockenen Teile des Erdballs.
Am Ende ist es Charakter, der die Neuroplastizität geschehen lassen kann. Mit Hoffnungsfähigkeit und Erwartung eines sinnhaften guten Ergebnisses. Und diese wird gestaltet von Erfahrungen. Machen Menschen wenige gute Erfahrungen, werden sie das auch für die Zukunft nicht tun.

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siebi
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von siebi »

Phoenix hat geschrieben: 6. März 2026 22:47
Bei unserem neuen GRJ 76 kostete der Unterbodenschutz 1.400 EUR beim Händler. Nach 1 Jahr wurde aufgefrischt. Diesen Winter fahren wir nicht im Salz. Da brauchts dann auch keine Auffrischung. Die Kosten der ersten Inspektion gingen in der Rechnung für die zeitgleich eingebaute AHK unter. Versicherung rd. 1.000 EUR, Steuer peinlich wenig, da LKW. Verbrauch 15 Liter. Wir fahren vielleicht 6.000 km im Jahr zzgl. Urlaube. Da juckt das Tanken nun auch nicht so.
Viel wichtiger ist eine ordentliche HRK.
Und die niemals beim Händler machen lassen, sondern vom Spezialisten.
GRJ76 Bj.2021, UAZ 469, Royal Enfield Bullet

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der 7er
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von der 7er »

S/T/G hat geschrieben: 6. März 2026 20:50
Problem: Ich bin kein Schrauber, ich kann das weder in Eigenleistung noch habe ich die Kenntnisse, um das konkret zu beauftragen und dann zu kontrollieren.


Dennis
Hallo Dennis,

das sind ehrliche Worte - auch gegenüber Dir selbst -, aber damit kannst Du den in meinen Augen entscheidenden Vorteil eines J7 im Vergleich zu allen anderen heutigen großen Geländewagen leider nicht nutzen: seine simple Konstruktion! Dass man einen J7 mit gängigem Werkzeug und ohne Diagnosegrät auch im Nirgendwo in den allermeisten Fällen wieder zum Laufen bekommt, war für mich der entscheidende Grund, einen 79er knapp 20 Jahre als Reisefahrzeug zu nutzen. Eine Werkstatt hat der nie gesehen und ist trotzdem immer perfekt gelaufen!
Das zweite Kaufargument für den J7 ist, dass er ab Werk quasi als "Rohbau" geliefert wird - an diesem Fahrzeug ist eigentlich nichts dran und man kann ihn nach Belieben und Geldbeutel individualisieren (Fahrwerk /Reifen / Innenausbau / usw.). Auch in dieser Disziplin ist es mehr als hilfreich, wenn man das eigenhändig durchführen kann, damit´s ordentlich wird :wink: . So, wie Du Dich beschreibst, wirst Du aber auch diese Karte leider nicht spielen können. Bei der Wartung müßtest Du auf einschlägige Werkstätten zurückgreifen - ich würde aber nicht darauf vertrauen, dass jede Toyota-Vertragswerkstatt in Europa mit diesen Autos klarkommt. Ich würde mir daher ernsthaft überlegen, ob der "Kultfaktor" allein ausreicht, mir solch ein Fahrzeug anzuschaffen! Es hat auch seine Schattenseiten...

Viele Grüße, Mario

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sendtime
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Registriert: 16. März 2021 15:08

Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von sendtime »

Moin Dennis,
ich hatte in einer vergleichbare Situation auch mal mit nem GRJ78 geliebäugelt und mich dann dagegen entschieden, obwohl ich die Kiste total geil finde. Ich habe jetzt einen Mercedes Sprinter 906 Kombi, L1H1, also die kleinste Version. Gebraucht gekauft, mit Wandlerautomatik, Tempomat, Klimaautomatik aber sonst weitestgehend ohne Schnickschnack. Da bimmelt auch nichts.

Selbst wenn ich den zu Iglhaut bringen würde und deren kompletten Allradumbau mit Untersetzung, 10cm Höherlegung, Sperren etc. montieren lassen würde (was wirklich teuer ist), läge ich inkl. Anschaffung des (gebrauchten) Fahrzeugs nur unwesentlich über dem Kaufpreis eines neuen GRJ78 mit Automatik. Mit dem Unterschied, dass der Sprinter nur an einer winzigen Stelle Rost hat (lasse ich grad beheben), im Innenraum ist im Vergleich zu den Außenmaßen Platz ohne Ende, top Wendekreis, 10l Verbrauch, leiser, komfortabler, schneller und einfach wesentlich Europa-tauglicher als der GRJ78. Zuladung ca. 1,2t, Anhängelast 2,5t, Dachlast dynamisch 300kg. Der ist als alltagstauglicher Camper teilmodular ausgebaut und enorm komfortabel für die Größe. Alles ist drei Nummern massiver als beim T6, Wandlerautomatik statt DSG, Heckantrieb, es gibt super viel Zubehör usw.
Den Iglhaut Umbau hab ich bisher nicht gemacht, weil ich mit der vorhandenen Bodenfreiheit und dem Heckantrieb bisher super klar gekommen bin.
Der ist komplett Mike Sanders versiegelt und hat mit dem Wetter hier null Probleme.

Was will ich damit sagen: je nachdem was du vor hast, gibt es auch noch andere Fahrzeuge, die du ggfs. in Betracht ziehen kannst. Sinn macht ein 78er bei Langzeitfernreisen auf jeden Fall, wenn der hier aber zum herum cruisen, Hänger ziehen, transportieren und "normal" Urlaub machen genutzt wird - kann man das zwar machen und macht bestimmt auch Spaß, aber es gibt dann halt Fahrzeuge die das besser können und dabei weniger aufwändig und günstiger sind. Das sind aber keine J7 ;)

Den Sprinter will ich Richtung Sommer verkaufen, da er einige Jahre mein einziges Fahrzeug war und entsprechend gut ausgerüstet wurde mit Alltagskomfort, inzwischen aber mein Zweitfahrzeug ist und dafür ist er unnötig luxuriös und auch unnötig kompakt. Wenn dich das Auto oder auch nur Erfahrungen damit interessieren, schreib mir gern ne PN.

Mein Rat: wenn es ein GRJ sein soll, weil der toll ist (und der ist toll!), dann nimm die im Thread genannten Themen sehenden Auges und bewusst in Kauf und mach dich ehrlich: hab ich die Zeit, das Geld, die Nerven, die Motivation und die Infrastruktur (!), all diese Dinge regelmäßig anzugehen? Oder muss ich den Wagen zu ner 100km entfernten Selbstschrauberwerkstatt bringen, die ich teuer anmieten muss und mich dann unter Zeitdruck in die Themen einfuchsen, weil ich keine vernünftige Möglichkeit habe, an dem Auto zu schrauben und den ich sag mal "temporär nicht fahrbereit" irgendwo stehen zu lassen? Und dann fehlt mir doch noch ein Teil und ich muss (mit einem zweiten Auto, weil der GRJ grad auf der Bühne ist) nochmal losfahren und Teile besorgen? Son Ding muss ins Leben passen. Bei mir mit Laternenparkplatz (gerne auch mal nen halben km entfernt, weil's so voll ist) und Mietwohnung im 3. OG war der Fall klar. U.a. deswegen hab ich keinen GRJ. Nur so als Anregungen :)

Viel Erfolg beim Entscheiden und viele Grüße
Roman

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onkel
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von onkel »

Nicht das ich das falsch verstanden habe :

Wir reden von einem neuen GRJ78 …. :ka:
Gruß Onkel

https://youtu.be/6kP-xraRWOk?si=KNt9yUve_ZrCcgao

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Harald KJ70
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von Harald KJ70 »

Man kann’s auch übertreiben …. Mein 76er ist jetzt 12 Jahre alt, läuft ganzjährig und ist weder zu Staub zerfallen, noch steht er fahruntüchtig tage- oder wochenlang rum.
Er hat als Neuwagen eine Dinol-Behandlung bekommen und wird alle 2-3 Jahre in den Radkästen nachgearbeitet. Das macht ein Karosseriebauer für ca. 80 - 100€. Radkästen deshalb, weil sich der Auftrag im Laufe der Zeit „rauswäscht“.
Ansonsten alle 10.000 Km Ölwechsel + Filter, alle ca. 45.000 Km alle anderen Öle (Schalt- und Verteilergetriebe, Diffs). Die ersten Zündkerzen habe ich bei ca. 90.000 Km gewechselt, sahen aus wie neu.
Der einzige Schaden war eine undichte Achse vorne rechts bei knapp 80.000Km, da habe ich auf Freilaufnaben umgerüstet.
Natürlich sind die Unterhaltskosten höher als bei einem Polo, aber bitte auch keine Horrorszenarien hier kundtun.
Gruß   Harald    

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wüstenfreund
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Re: Anschaffung GRJ78 - mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

Beitrag von wüstenfreund »

Hallo Dennis,

ein J7 ist niemals eine rationale Entscheidung, höchstens du hast eine Farm in Namibia oder wohnst in Südalgerien.
Wer einmal dem Charme dieser Automobilen Dinos erlegen ist, dem ist das egal.
Wenn du vielleicht einen Landmaschinen Betrieb Vorort hast der den regelmäßigen Ölwechsel macht und die Schmierpunkte abschmiert, dann ist der einzig wirklich teure Punkt der Verbrauch.
Ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte, mit einer Dinitrolbehandlung ist das Fahrzeug für viele Jahre gut geschützt.

Wenn du einem neuen Cruiser etwas Gutes tun möchtest baust du die Spriegel vom Dach und die Dachhimmel Segmente aus und lackierst alles mit 2K Sprühdose nach. Hinten die Innenverkleidungen abbauen und auch hier nachlackieren.
Bei den Neuen kann man ganz gut vorne in die Innenkotflügel reinschauen ob Farbe vorhanden ist.
Achsen und Fahrwerk mußt du wahrscheinlich auch ein bisschen mit Hammerit ausbessern

Dann einmal Dinitrol in die Hohlräume, Rahmen und das Fahrwerk.
Rahmen und Unterboden mit dem härteren Dinitrol Metalic von außen schützen.

Der Cruiser ist dann für viele Jahre schick, wenn du im Winter bei Salz auf der Strasse nur deinen Daily Driver verwendest wird das immens helfen den Rost in Schach zu halten.

Ach ja aktuell bekommst ein komplettes neues Haus ab ca. 20 T€ das ist auch eine Option für den Refit nach 25 Jahren.

Lass dir das Auto von niemanden ausreden, der J7 zaubert dir ein entspanntes Grinsen beim Fahren aufs Gesicht! :D
Zuletzt geändert von wüstenfreund am 8. März 2026 10:35, insgesamt 1-mal geändert.

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