Es gibt besondere, einmalige Momente, an die man sich ein Leben lang erinnern wird, die einen prägen oder vielleicht sogar einen ganz neuen Weg einschlagen lässt. Und am schönsten ist es oft, wenn man diese Momente teilen kann. Hier ist einer von meinen:
Sie ist endlich auf der Bühne, es ist ruhig geworden, der Zustrom von Patienten hat schlagartig aufgehört. Wobei ruhig ist nicht das passende Wort – ich stehe vor einem Boxenturm einer (geschätzt) 100.000-Watt-Anlage, von denen ein richtiger Wind bläst – die damals schon fast zur Legende gewordene Tina Turner gibt ihr Bestes im Open-Air-Konzert in München Riem 1987.
Um meine Trommelfelle zu schonen, muss ich mich ein Stück von den Boxen entfernen.
Bis vor Kurzem waren wir noch im vollen Einsatz, Roadies haben einige Dutzend Fans, die in der Hitze ohnmächtig geworden sind, aus den vorderen Reihen vor der Bühne herausgezogen und uns vom Sanitätsdienst der JUH übergeben; wir haben sie dann im Laufschritt in die Sanitätszelte getragen, wo die Kolleg:innen sie dann wieder aufgepäppelt haben. Nachdem Tina mit einer Stunde Verspätung endlich angefangen hat, sind die allermeisten wieder nach und nach fit geworden.
Nachdem keine Patienten mehr nachkommen, bleibe ich noch ein paar Minuten neben der Bühne, genieße den freien Blick auf die Fans und natürlich auf Tina, bevor ich mich wieder zu den anderen begebe. Aber an die paar Minuten vor den Boxen werden ich mich mein Leben lang erinnern.
Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
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Wo kluge Fahrer richtig schalten, kann keine Düne den Landy aufhalten
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- toyotamartin
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
Ca 2006,ich besuche ein grössere öst.Kulturveranstaltung und treffe dort einen Schulkollegen der mittlerweile zu den weltweit bekanntesten öst. Künstlern zählt,kurz darauf sieht er einen Musiker aus NewYork so elektropop...
Nach einigen Gläsern kommt die restliche Band zu uns an den Tisch ,es wird ordentlich gebechert,dann erscheint ein Bühnentechniker und erklärt der Band der Auftritt ist in Kürze .
Ja, sagt der Bandleader kommt mit das wird ein Spaß....
So geschah es dass ich als 2.Schlagzeuger und mein Schulfreund als 2.Sänger auf der Bühne vor ca 2000 Leuten standen.
Live mitgeschnitten vom ORF und im Radio übertragen.
Da es nur einfache Rhythmen waren konnte ich halbwegs mit bum-tschak-bum bum-tschak und ein paar Mittelschulbreaks mithalten die Fehler gingen eh im Lärm unter.
Nach der Vorstellung kam ein weisser Cadillac uns abzuholen und in Disco zu fahren wo dann eine schöne Party abging mit Autogrammstunde usw
Keinem fiel auf dass wir eigentlich gar nicht dazugehörten.
Nein kein Traum-- wirklich geschehen.
Fischerspooner hiesen die..
Nach einigen Gläsern kommt die restliche Band zu uns an den Tisch ,es wird ordentlich gebechert,dann erscheint ein Bühnentechniker und erklärt der Band der Auftritt ist in Kürze .
Ja, sagt der Bandleader kommt mit das wird ein Spaß....
So geschah es dass ich als 2.Schlagzeuger und mein Schulfreund als 2.Sänger auf der Bühne vor ca 2000 Leuten standen.
Live mitgeschnitten vom ORF und im Radio übertragen.
Da es nur einfache Rhythmen waren konnte ich halbwegs mit bum-tschak-bum bum-tschak und ein paar Mittelschulbreaks mithalten die Fehler gingen eh im Lärm unter.
Nach der Vorstellung kam ein weisser Cadillac uns abzuholen und in Disco zu fahren wo dann eine schöne Party abging mit Autogrammstunde usw
Keinem fiel auf dass wir eigentlich gar nicht dazugehörten.
Nein kein Traum-- wirklich geschehen.
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
Der Moment, an den ich mich am häufigsten erinnere, ist einer, an den ich mich - zum Glück - gar nicht erinnere!
Ich hatte in mehrfacher Hinsicht unverschämtes Glück:
- ich bin VOR der A-Säule über das Auto geflogen
- ausser Prellungen, einem Schnitt an der Leiste und einem am Daumen hatte ich KEINE Verletzungen. An Kopf und Becken war NICHTS.
- ich habe keine Erinnerung an den Tag des Unfalls bis zwei Tage danach
Mein Mopped wurde repariert, die im Artikel genannte Schadenssumme entsprach in etwa den Reparaturkosten - nur für mein Moped. Obwohl ich quasi direkt zwei Wochen danach Enfield in Nepal fuhr, habe ich doch einen mentalen Defekt behalten: Lust auf Motorradfahren ist sozusagen mehr oder weniger dauerhaft weg.
Am schlimmsten war's für meine Frau, die hinter mir fuhr, alles kommen sah, miterleben musste und nichts davon vergessen hat.
Ich hatte in mehrfacher Hinsicht unverschämtes Glück:
- ich bin VOR der A-Säule über das Auto geflogen
- ausser Prellungen, einem Schnitt an der Leiste und einem am Daumen hatte ich KEINE Verletzungen. An Kopf und Becken war NICHTS.
- ich habe keine Erinnerung an den Tag des Unfalls bis zwei Tage danach
Mein Mopped wurde repariert, die im Artikel genannte Schadenssumme entsprach in etwa den Reparaturkosten - nur für mein Moped. Obwohl ich quasi direkt zwei Wochen danach Enfield in Nepal fuhr, habe ich doch einen mentalen Defekt behalten: Lust auf Motorradfahren ist sozusagen mehr oder weniger dauerhaft weg.
Am schlimmsten war's für meine Frau, die hinter mir fuhr, alles kommen sah, miterleben musste und nichts davon vergessen hat.
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
Toller Fred ich glaube der könnte es weit nach vorne bringen!
Einer der mir sehr im Kopf geblieben ist ist Folgender!
Wir schreiben das Jahr 1995 als ihr teilweise schon volltrunken vor Bühnen standet oder am Rand beobachtet wer nun wieder umkippt oder pubertierend den Aufstand geübt hat und bis heute nicht davon ab gekommen ist habe ich stolz mein erstes Jahr Führerschein genossen.
Auch pubertierend und eher Aufständisch….
Nicht böse sein, das viel mir nur so spontan ein!
Mein erstes Fahrzeug war Muttis Toyota Tercel Kombi Goldfarben und irgendwie cool bis auf die Farbe. Ich glaube das war der Beginn zur Allrad liebe!
Als ich am Vortag die Bremsen gemacht hatte, denn es war ja alles schon irgendwie alt und musste gemacht werden Beläge verschlissen Sattel fest usw.… Nahm das Übel seinen Lauf. Ob ich an dem Tag noch eine Testfahrt gemacht hatte, weiß ich leider gar nicht mehr!
Am nächsten Morgen kam aber die Fahrt zur Ausbildungsstätte nach Erding, und verlief ohne Probleme. Auf der Heimfahrt dann das böse Erwachen! Der Junge HGK fährt in Neufahrn über die Kurt-Kittel-Ring Brücke die letzten Meter, um an der ersten Kreuzung direkt nach der Brücke ins Zielgebiet abzubiegen. Tritt in die Bremse und tritt und tritt usw…
. Geistesgegenwärtig greift er zur Handbremse und bremst das Goldene Geschoss sanft zum Stillstand. Die Letzten Meter gut dosierend mit der Handbremse auch noch nach Hause. Die Blöße stehen zu bleiben, um ertappt zu werden, was man für einen murks getrieben hat, will man sich natürlich nicht geben. Zu Hause dann schnell unter das Auto gekrochen und festgestellt das der Sattel „leicht“ Öl feucht war. Also den Kumpel rausgeklingelt das er helfen muss das ganze wieder gerade zu biegen. Neu füllen entlüften usw.… Ihr kennt das ja. Und danach ausgiebig getestet !
Da hab ich das erste Mal bewusst gelernt das Aufmerksamkeit bei der Arbeit durchaus wichtig sein kann und was es für Folgen haben könnte zu schlampern!
Und so was Schwerwiegendes ist mir zum Glück nie wieder passiert! Ich hab da einige Lehren daraus gezogen!
Aber der Tercel fehlt mir schon auch wenn die Farbe echt übel war!!
Gruß
HGK
Einer der mir sehr im Kopf geblieben ist ist Folgender!
Wir schreiben das Jahr 1995 als ihr teilweise schon volltrunken vor Bühnen standet oder am Rand beobachtet wer nun wieder umkippt oder pubertierend den Aufstand geübt hat und bis heute nicht davon ab gekommen ist habe ich stolz mein erstes Jahr Führerschein genossen.
Auch pubertierend und eher Aufständisch….
Nicht böse sein, das viel mir nur so spontan ein!
Mein erstes Fahrzeug war Muttis Toyota Tercel Kombi Goldfarben und irgendwie cool bis auf die Farbe. Ich glaube das war der Beginn zur Allrad liebe!
Als ich am Vortag die Bremsen gemacht hatte, denn es war ja alles schon irgendwie alt und musste gemacht werden Beläge verschlissen Sattel fest usw.… Nahm das Übel seinen Lauf. Ob ich an dem Tag noch eine Testfahrt gemacht hatte, weiß ich leider gar nicht mehr!
Am nächsten Morgen kam aber die Fahrt zur Ausbildungsstätte nach Erding, und verlief ohne Probleme. Auf der Heimfahrt dann das böse Erwachen! Der Junge HGK fährt in Neufahrn über die Kurt-Kittel-Ring Brücke die letzten Meter, um an der ersten Kreuzung direkt nach der Brücke ins Zielgebiet abzubiegen. Tritt in die Bremse und tritt und tritt usw…
Da hab ich das erste Mal bewusst gelernt das Aufmerksamkeit bei der Arbeit durchaus wichtig sein kann und was es für Folgen haben könnte zu schlampern!
Und so was Schwerwiegendes ist mir zum Glück nie wieder passiert! Ich hab da einige Lehren daraus gezogen!
Aber der Tercel fehlt mir schon auch wenn die Farbe echt übel war!!
Gruß
HGK
Es gibt immer einen der einen noch größeren Frosch gesehen hat!
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
Frühsommer 1984
Der naive Westfale JWD steht im "Mexican Travel" in Athen, nachdem er vorher ziemlich mittellos, blauäugig und hohlbirnig von Lüdenscheid aus dorthin getrampt ist. In vier Tagen. Mit den festen Ziel, Israel zu erreichen.
Die Frage nach den Kosten der Fährverbindung nach Zypern/Haifa erregt die Aufmerksamkeit einer neben mir stehenden kleinen Dame. Linda.
Sie habe Flugtickets nach Tel Aviv, die sie nicht mehr benötige, erklärt sie mir. Die könne ich haben. Geschenkt.
Bei einem Kaffee am Syntagma Square, gemeinsam mit ihrem Gatten John, erzählen sie mir ihre Geschichte. Ein australisches Paar, auf dessen Europarundreise das Womo in GR die Grätsche gemacht hat. Auf Grund unbestimmter Reparaturzeiten, erweiterten sie kurzer Hand den Reiseradius, flogen nach Kairo und dann nach Israel. Return Olympic war preiswerter als Oneway EL-AL. Deshalb nun der "freie" Flug Athen-Tel Aviv. Mit einem aufmunternden Schulterklopfen, dem Hinweis, die Kontrollen am Flugplatz wären vollkommen lasch-, eine australische Adresse auf ner Serviette, vollkommenem Unwissen über Abläufe am Flughafen (ich war noch nie geflogen) dackelt der Westfale mit seinem Kumpel zum Flughafen.
Ich passierte die, damals eigentlich schon sehr strengen, Sicherheitskontrollen für Tel-Aviv problemlos und flog als Mrs. Linda Dunbar von Athen nach Tel Aviv.
Der Beginn meiner Reisegeschichte, meines latenten Fernwehs und der Auftakt zu vielen, aus heutiger Sicht, unfassbaren Begebenheiten auf meinen Touren.
Linda und John habe ich acht Mal in ihrer Heimat besucht. Sie sind beide im Januar 82 Jahre alt geworden, erfreuen sich guter Gesundheit und touren viel als grey nomades mit ihrem J15 und geländegängigem Wohnwagen durch ihr Land.
Der naive Westfale JWD steht im "Mexican Travel" in Athen, nachdem er vorher ziemlich mittellos, blauäugig und hohlbirnig von Lüdenscheid aus dorthin getrampt ist. In vier Tagen. Mit den festen Ziel, Israel zu erreichen.
Die Frage nach den Kosten der Fährverbindung nach Zypern/Haifa erregt die Aufmerksamkeit einer neben mir stehenden kleinen Dame. Linda.
Sie habe Flugtickets nach Tel Aviv, die sie nicht mehr benötige, erklärt sie mir. Die könne ich haben. Geschenkt.
Bei einem Kaffee am Syntagma Square, gemeinsam mit ihrem Gatten John, erzählen sie mir ihre Geschichte. Ein australisches Paar, auf dessen Europarundreise das Womo in GR die Grätsche gemacht hat. Auf Grund unbestimmter Reparaturzeiten, erweiterten sie kurzer Hand den Reiseradius, flogen nach Kairo und dann nach Israel. Return Olympic war preiswerter als Oneway EL-AL. Deshalb nun der "freie" Flug Athen-Tel Aviv. Mit einem aufmunternden Schulterklopfen, dem Hinweis, die Kontrollen am Flugplatz wären vollkommen lasch-, eine australische Adresse auf ner Serviette, vollkommenem Unwissen über Abläufe am Flughafen (ich war noch nie geflogen) dackelt der Westfale mit seinem Kumpel zum Flughafen.
Ich passierte die, damals eigentlich schon sehr strengen, Sicherheitskontrollen für Tel-Aviv problemlos und flog als Mrs. Linda Dunbar von Athen nach Tel Aviv.
Der Beginn meiner Reisegeschichte, meines latenten Fernwehs und der Auftakt zu vielen, aus heutiger Sicht, unfassbaren Begebenheiten auf meinen Touren.
Linda und John habe ich acht Mal in ihrer Heimat besucht. Sie sind beide im Januar 82 Jahre alt geworden, erfreuen sich guter Gesundheit und touren viel als grey nomades mit ihrem J15 und geländegängigem Wohnwagen durch ihr Land.
Chut chon
Maik
aka Phil Connors
Neben einem Hund ist ein Buch Dein bester Freund.
In einem Hund ist es zu dunkel zum Lesen.
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- netzmeister
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
TulliusDestructivus hat geschrieben: 27. April 2026 09:13Mein Erlebnis war, meine Tochter am Tag nach der Geburt das erste Mal auf den Arm zu nehmen. Unbezahlbar
Ich habe den Thread auf die "Momente" reduziert. Peter hatte das hier zusammen mit einem Kommentar zum Eriks Gender-Kritik gepostet (die hiermit auch erwähnt und zur Kenntnis genommen ist), und da ich sein Posting nicht ändern wollte, habe ich es hier nochmal zitiert.
Weiter geht's...
Nächstes Buschtaxi-Treffen: 11.-13. September 2026
LEGENDE LAND CRUISER - Das Buch...Anfang 2026 in der neuen Auflage, Vorbestellungen bei mir!
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linktr.ee/netzmeister
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
@toyotamartin: selber auf der Bühne stehen (bzw. sitzen) ist natürlich noch eine ganz andere Hausnummer, Gratulation
@pan51: da kannst du 2x Geburtstag feiern, Glück gehabt! Sowas ist mir in 45 Jahren Motorradfahren gottseidank bisher erspart geblieben
@TulliusDestruktivus: Ja, das Gefühl kenne ich auch. Bei meiner zweiten Tochter durfte ich die Nabelschnur durchschneiden - ich war total überrascht, wie zäh die war und wie schwer das ging!
@Netzi: danke fürs aufräumen.
@pan51: da kannst du 2x Geburtstag feiern, Glück gehabt! Sowas ist mir in 45 Jahren Motorradfahren gottseidank bisher erspart geblieben
@TulliusDestruktivus: Ja, das Gefühl kenne ich auch. Bei meiner zweiten Tochter durfte ich die Nabelschnur durchschneiden - ich war total überrascht, wie zäh die war und wie schwer das ging!
@Netzi: danke fürs aufräumen.
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Re: Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert
Eine andere Begebenheit:
Alleine schon der Zugang nach Petra ist ein besonderer Moment, wenn man zum ersten Mal einen Blick auf das Schatzhaus werfen kann, das sich nach und nach aus dem Siq schält. Bekannt aus dem Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ hatte ich das für eine Filmkulisse gehalten, bis ich irgendwann mal von Petra gelesen hatte: „Mensch, das gibt’s ja wirklich! Da muss ich mal hin!“
Im Frühjahr 1998 war es endlich soweit, auf unserem Motorradurlaub nach Syrien, Jordanien und dem Libanon nehmen wir uns zwei Tage Zeit, die Ruinen zu besichtigen. Am zweiten Tag dringen wir tief in die Ruinenstätte vor, lassen schließlich Ad Deir hinter uns und gehen an einem Souvenirverkäufer vorbei bis an den Rand eines Felsabbruchs, an den wir uns erschöpft vom Laufen und der Hitze setzen, rasten, ein paar Schlucke Wasser trinken.
Die anderen Touristen haben sich aus dieser Ecke verzogen, der Souvenirverkäufer hat keine Kundschaft mehr. Er holt seine Flöte heraus und spielt melancholische Hirtenmusik. Durch die Felswand in seinem Rücken ist die Akustik wie in einem Amphitheater, ein voller, durchdringender Klang, der ein paar friedliche und wunderschöne Minuten die traumhafte Kulisse füllt, bis ein neuer Kunde den Verkäufer sein Spiel beenden lässt. Ergriffen bleiben wir noch eine ganze Zeitlang sitzen, hoffen auf eine Zugabe, aber leider bleibt die Flöte stumm.
Alleine schon der Zugang nach Petra ist ein besonderer Moment, wenn man zum ersten Mal einen Blick auf das Schatzhaus werfen kann, das sich nach und nach aus dem Siq schält. Bekannt aus dem Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ hatte ich das für eine Filmkulisse gehalten, bis ich irgendwann mal von Petra gelesen hatte: „Mensch, das gibt’s ja wirklich! Da muss ich mal hin!“
Im Frühjahr 1998 war es endlich soweit, auf unserem Motorradurlaub nach Syrien, Jordanien und dem Libanon nehmen wir uns zwei Tage Zeit, die Ruinen zu besichtigen. Am zweiten Tag dringen wir tief in die Ruinenstätte vor, lassen schließlich Ad Deir hinter uns und gehen an einem Souvenirverkäufer vorbei bis an den Rand eines Felsabbruchs, an den wir uns erschöpft vom Laufen und der Hitze setzen, rasten, ein paar Schlucke Wasser trinken.
Die anderen Touristen haben sich aus dieser Ecke verzogen, der Souvenirverkäufer hat keine Kundschaft mehr. Er holt seine Flöte heraus und spielt melancholische Hirtenmusik. Durch die Felswand in seinem Rücken ist die Akustik wie in einem Amphitheater, ein voller, durchdringender Klang, der ein paar friedliche und wunderschöne Minuten die traumhafte Kulisse füllt, bis ein neuer Kunde den Verkäufer sein Spiel beenden lässt. Ergriffen bleiben wir noch eine ganze Zeitlang sitzen, hoffen auf eine Zugabe, aber leider bleibt die Flöte stumm.
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