Moin,
ich dachte erst ich halte mich da 'raus, aber dann...
Du frugst nach technikdirekt. Ich habe 1999 bei denen ein Objektiv geordert via Schnellieferservice damit es noch vor der Abreise zur Beobachtung der Sonnenfinsternis ankam. Alles hat prima geklappt (Lieferung nach Deutschland, nicht hierher nach Finnland). Ware einwandfrei, Verpackung gut, Preis günstig, Lieferung schnell. Kein Problem. Habe keine weiteren Erfahrungen; es hat sich halt so ergeben, daß ich den Großteil meiner Ausrüstung anderweitig (gebraucht) erwerben konnte.
Letztes Jahr habe ich eine gebrauchte Kamera (Body) bei
New York Camera gekauft. Sehr freundlicher Service am Telefon sowie per E-Mail. Kein Problem. Die Firma, die übrigens trotz des Namens ihren Sitz in Deutschland hat, führt natürlich auch Neuware zu durchaus konkurrenzfähigen Preisen.
Für Gebrauchte kann ich noch auf eine Firma in München verweisen, die mir von einem Profi empfohlen wurde, bei der ich aber noch nicht gekauft habe:
http://www.secondhandcamera.de/. Von der Webseite kann man eine sehr umfangreiche PDF-Liste gebrauchter Kameras und Objektive runterladen.
Welche Kamera? Das ist natürlich vergleichbar zu "Welche Kaffeesorte?" Jeder schwört auf etwas anderes. Wenn Du einen bestimmten Anwendungszweck hast, dann ist die Entscheidung unter Umständen viel einfacher. Zum Beispiel braucht ein Architekturphotograph keinen superschnellen Autofokus, welcher aber für einen Naturphotographen entscheidend sein kann, wenn er/sie zum Beispiel Vögel im (nahen) Vorbeiflug photographieren will. Ein gute Allroundkamera zu einem günstigen Preis ist in jedem Falle ein Kompromiß.
Aber auch ganz andere Dinge können den Ausschlag geben: Als ich mir meine erste SLR Kamera kaufte, empfahl mir ein Freund, der selber auf Nikon schwört, eine Canon EOS zu kaufen, "weil Du die auch mit Handschuhen bedienen kannst." Recht hatte er, obwohl ich seine Nikon nie in der Hand hatte und damit nicht wirklich beurteilen kann, wieviel schlechter die mit Handschuhen zu bedienen ist.
Andrew hat es schon erwähnt, bei der EOS hängt die Geschwindigkeit des Autofokus vom Objektiv ab, nicht von der Kamera. Die Objektive, die Canon mit USM (Ultrasoundmotor) bezeichnet, sind *super* schnell, man merkt fast keine Verzögerung beim Fokussieren. Dagegen erscheint mir mein Allround-Objektiv (Tamron 28-200 mm) wie eine sehr lahme Ente, aber der Vergleich ist ein bißchen unfair, da es sich um unterschiedliche Technologien handelt.
Letztes Jahr kam eine gebrauchte EOS 600 dazu, die viel älter als meine EOS 500 ist. Die 600, die noch ein Metallrahmen hat, war die einzige EOS Kamera, die nur Strom benötigt zum Öffnen und zum Schließen des Verschlußes, nicht aber um ihn offen zu halten. Das hat meine Kosten erheblich gesenkt, da ich in einer Nordlicht-Nacht einen Satz Batterien mit der 500er benötigte, aber mit der 600er reicht eine Batterie einen halben Winter (Belichtungszeiten von 10 Sek im Mittel).
Sehr empfehlen kann ich Dir zum Schluß noch diesen Link, der viel Hintergrundwissen vermittelt und damit auch Entscheidungshilfe ist:
Fotolehrgang im InternetAch ja, und das Manual von der EOS 300V (und anderen EOS) kannst Du beim
EOS Documentation Project 'runterladen. Das Handbuch vermittelt wohl am ehesten, was die Kamera kann (theoretisch zumindest).
Grüße aus dem Norden,
Laplander