Schrauben ausborhen

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Galaxyq
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Schrauben ausborhen

Beitrag von Galaxyq »

Hallo,

erst neulich bein Hängerkupplung montieren ist es mir wieder passiert. Und beim Stabigummis tauschen wird es auch wieder passieren. Schrauben die 8 Jahre nicht offen waren lassen sich meisst nur abreissen.

Immer wieder lese ich ausbohren der reste. Nur ich hab das noch nie hinbekommen ohne das Gewinde zu zerstören.

Wie macht ihr das? z.B nen M8 ausbohren. erstmal 2,5mm mittig reinbohren (hm mittig is schon mal besch... ) und dann auf Kernnurchmesser aufbohren oder wie?
MFG Andi
Hilux 2011 3.0 City Doka, automatik.

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Broesel
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Beitrag von Broesel »

Hi,

es gibt dazu im Baumarkt sogenannte "Linksausdreher"Du borhst bei M8 am besten mit 3mm rein, und dann den Linksausdreher linksrum reindrehen und weiterdrehen, dnan dreht es die Schraube raus...

http://de.wikipedia.org/wiki/Linksausdreher

Daniel

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landcruiser
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Beitrag von landcruiser »

Und wenn Dir der Ausdreher auch wegknackt hast Du ein Problem. Dann ist mit Ausbohren nämlich nix mehr.

Vorsichtig Ausbohren und dann Gewinde nachschneiden.

Ich setze alle Schrauben mit Kupferpaste ein. (Abweichende Reibwerte bei Drehmomenten beachten!) Dann gibts solche Probleme künftig nicht mehr.

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04frank022
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Beitrag von 04frank022 »

High Galaxyq,

das wichtigste ist die Vorbereitung der Bohrung. eine plane rechtwinklige Fläche zur Bohrung herstellen ( wenn möglich ) und ganz wichtig ist das Körnen ( Körner)

Nimm neue möglichst kurze Bohrer mit ausgeschliffener Spitze, am Besten HSS CO Qualität oder besser, denn die Schrauben haben oft 10.9.

Bei M8 2,5 bis 3 zum Vorbohren und 6,5 zum Aufbohren

Wenn Du anbohrst und siehst, daß der Bohrer verläuft, dann Gegenhalten. Bohrmaschine mit Elektronik ist obligatorisch.

Viel Glück

Frank
Techniker machen alles ganz... oder ganz kaputt

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Broesel
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Beitrag von Broesel »

landcruiser hat geschrieben:Und wenn Dir der Ausdreher auch wegknackt hast Du ein Problem. Dann ist mit Ausbohren nämlich nix mehr.



Hi,

ich hatte nur das Problem das die Schraube durch den Ausdreher gesprengt wird, daher Bohr ich leiber etwas dünner in die Schraube. Nen Linksausdreher abreißen hab ich noch nicht geschafft.
Vernünftigen Linksausdreher vorrausgesetzt, kein 2,50 € WÜhltischmasochistenwerkzeug.

Daniel

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Wolle
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Beitrag von Wolle »

Hi !

Es gibt zum Ausbohren noch eine echte Alternative. Wenn eine festgerostete Schraube abgerissen ist, kann man mit einem Schutzgasschweißgerät auf den Schraubenrest nach und nach (Punkt für Punkt) einen Knubbel draufbrutzeln. Wenn dieser dann groß genug ist packt man das ganze mit einer guten Grippzange.
Die Schraube ist dann meist erstaunlich gängig, weil sich die Schraube durch die Erwärmung beim Schweißen so weit ausdehnt, dass im Gewinde wieder genug Spiel ist. Ordentlich Rostlöser vorher und nachher steigert den Erfolg. Man kann das auch machen bevor die Schraube abgerissen ist.
Der Aufwand ist geringer als beim Ausbohren und das Gewinde wird nicht beschädigt.


Grüße
Wolfgang

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bandeirante
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Beitrag von bandeirante »

Wenns passiert ist, entspricht Franks Tip auch meiner Erfahrung. Etwas dünner als die Kernbohrung kann man schon bohren, wenns vom Durchmesser her geht. Den Rest kann man meist leicht rausdrehen oder rauspopeln.
Mit ein bischen Erfahrung "sieht man den Schrauben aber schon an" dass sie abreissen. Also Tage vorher ordentlich mit Rostlöser (Caramba, WD40,... "einweichen [mehmals]). Nur keine Hektik! Und mal ordentlich eins mit dem Hammer auf den Kopf geben (den von der Schraube!).
Warmmachen mit Brenner soll auch helfen.
Abgerissene Linksdreher und Bohrer sind ne üble Sache; darum ist Gefühl angesagt.

Grüsse Axel O.
Der Weg ist das Ziel

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bär
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Beitrag von bär »

Broesel hat geschrieben:
landcruiser hat geschrieben:Und wenn Dir der Ausdreher auch wegknackt hast Du ein Problem. Dann ist mit Ausbohren nämlich nix mehr.



Hi,

ich hatte nur das Problem das die Schraube durch den Ausdreher gesprengt wird, daher Bohr ich leiber etwas dünner in die Schraube. Nen Linksausdreher abreißen hab ich noch nicht geschafft.
Vernünftigen Linksausdreher vorrausgesetzt, kein 2,50 € WÜhltischmasochistenwerkzeug.

Daniel


Mir ist das auch schon mit vernünftigen von H..z..t "geglückt"

Ein beherzter Schlag auf den Schraubenkopf und/oder viel Wärme, wie oben schon beschrieben, kann ich nur empfehlen.
Rostlöser?? - Da fehlt mir manchmal die Geduld. :evil:
Gruß
Wilfried

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Schmotzhand
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Beitrag von Schmotzhand »

Wolle hat geschrieben:Hi !

Es gibt zum Ausbohren noch eine echte Alternative. Wenn eine festgerostete Schraube abgerissen ist, kann man mit einem Schutzgasschweißgerät auf den Schraubenrest nach und nach (Punkt für Punkt) einen Knubbel draufbrutzeln. Wenn dieser dann groß genug ist packt man das ganze mit einer guten Grippzange.
Die Schraube ist dann meist erstaunlich gängig, weil sich die Schraube durch die Erwärmung beim Schweißen so weit ausdehnt, dass im Gewinde wieder genug Spiel ist. Ordentlich Rostlöser vorher und nachher steigert den Erfolg. Man kann das auch machen bevor die Schraube abgerissen ist.
Der Aufwand ist geringer als beim Ausbohren und das Gewinde wird nicht beschädigt.


Grüße
Wolfgang


Wolle hat Ahnung...so funktionierts...am besten bei ALU aber auch beis Stahl, repektive Grauguß
Das mürrische Gemotze eines Schwaben ist grundsätzlich als freundlich gemeinte, konstruktive Kritik zu verstehen.

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tabarca
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Beitrag von tabarca »

Wolle hat geschrieben:Hi !

Es gibt zum Ausbohren noch eine echte Alternative. Wenn eine festgerostete Schraube abgerissen ist, kann man mit einem Schutzgasschweißgerät auf den Schraubenrest nach und nach (Punkt für Punkt) einen Knubbel draufbrutzeln. Wenn dieser dann groß genug ist packt man das ganze mit einer guten Grippzange.
Die Schraube ist dann meist erstaunlich gängig, weil sich die Schraube durch die Erwärmung beim Schweißen so weit ausdehnt, dass im Gewinde wieder genug Spiel ist. Ordentlich Rostlöser vorher und nachher steigert den Erfolg. Man kann das auch machen bevor die Schraube abgerissen ist.
Der Aufwand ist geringer als beim Ausbohren und das Gewinde wird nicht beschädigt.


Grüße
Wolfgang



Als Variation dieser Lösung kann man auch, sofern genügend Platz vorhanden, eine Mutter auf den abgerissenen Bolzen setzen und dann durchs Gewindeloch der Mutter selbige an den Bolzen anschweissen. Dazu sollte man am besten eine "schwarze", also nicht verzinkte Mutter nehmen, sonst spratzelt es heftig beim Schweissen.

Wie von Wolfgang schon erwähnt, löst die sich beim Schweissen entwickelnde Hitze den festsitzenden Bolzen meist schon fast von selbst.

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Rost-BJ
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Beitrag von Rost-BJ »

Man kann auch eine Bohrung in den Schraubenrest setzen, einen stabilen Torxeinsatz einschlagen und dann versuchen die Schraube zu lösen. Hat den Vorteil, das die Schraube nicht gesprengt wird. Mit Rostlöser einsprühen und erwärmen sollte man aber schon vorher.
Neustart oder nicht?

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j8 RR
Beiträge: 4706
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Wohnort: Hannover

Beitrag von j8 RR »

Dann gebe ich eben auch noch mal meinen Senf dazu :roll:

Als ich mir Anfang der 80er Jahre mein Autogenschweißgerät gekauft habe, wußte ich wirklich nicht, was man damit alles machen kann.
U.a, z.B. festgerostete Schrauben lösen, problemlos!

Natürlich muß man dabei ein bißchen auf die Umgebung der Schraube achten, direkt am Vergaser würde ich soetwas nicht machen :wink:

(Ein Bekannter hat mal an seinem VW Scirocco am Vergaser einen Inbusschlüssel an einer vermackelten Vergaserschraube festgeschweißt, mit Elektrode, elektrisch also, wir sind alle hochachtungsvoll in Deckung gegangen....)

Aber wenn die Gegend ungefährlich ist, z.B. am Rahmen (Stichwort AHK), kurz und knackig mit ´ner scharfer Flamme drauf, ev, nach Abkühlung noch ein bißchen Caramba, WD 40 o.ä., und jede festgerostete Schraube gibt auf.
(Selbst die am Ausfuff vom Golf 1)

Übrigens ist es bei solchen Aktionen kein Zeichen von "Unmännlichkeit" oder persönlicher Schwäche, wenn zumindest ein angeschlossener und unter Wasserdruck stehender Gartenschlauch griffbereit in der Nähe liegt....
...oder ein Feuerlöscher griffbereit ist...

....und selbstverständlich auch mindestens eine zweite Person dabei ist!

Mit den Linksausdrehern habe ich keinerlei Erfahrung, aber ich teile die Bedenken von Uwe "landcruiser"!

Wenn ich soetwas benutzen würden wollte, würde ich persönlich ausschließlich auf Markenqualität zurückgreifen! Nix Baumarkt, nix Lidl, nix ALDI!

Einmal so ein Dingens abgerissen hast Du nämlich ein echtes Problem, weil:

Ausbohren geht dann wirklich nicht mehr.

Die Schrauben, die ich ausbohren mußte, bin ich immer mit großer Sorgfalt angegangen.
Leider tun einem die Schrauben nämlich nie den Gefallen, günstig abzureissen :cry:

Eigentlich ist die Situation immer Schei....
Entweder schief oder in einer Vertiefung, man kommt nicht ran, oder eben nur mit "Chirurgenfingern".

Und planschleifen mit der Flex kann man sie in der Regel leider auch nicht.

Ich habe dabei immer versucht, so sorgfältig wie möglich mittig anzukörnen, notfalls, nach Verrutschen, nochmal "schief" nachgeschlagen, solange, bis der Körnerschlag in der Mitte saß.

Ja, und dann?
Gaaaanz vorsichtig klein angefangen:
Man sieht ja schon beim ersten 3 mm Loch (wir gehen mal vom abgerissenen Bolzen M8 aus) ob man in der Mitte sitzt!

Ist man außermittig, so war´s bei mir eigentlich immer, muß man sich eben vorsichtig mmweise "weiterbohren", solange bis man auf der einen Seite fast die Gewindegänge erwischt.

Ab da ist "Prokeln" angesagt, das wird in der Regel aber klappen, und wenn man einigermaßen Platz hat und mit entsprechend Gefühl arbeitet, ist das Gewinde problemlos zu retten. So war´s bei mir bis jetzt immer.

Anschließend, nach "ausprokeln" natürlich mit einem passenden Gewindebohrer und viel Schneidöl nachschneiden/säubern.

Kommt man nicht ran zum Ausbohren/Gewindenachschneiden bleibt einem meistens nicht anderes übrig, als das entsprechende Teil auszubauen (...wenn überhaupt möglich, mit den leider zu erwartenden Schwierigkeiten...)

und im Schraubstock weiterzumachen.

Ja, mehr fällt mir eigentlich nicht mehr ein zum Thema "abgerissene Schrauben" außer wie schon geschrieben, vorher viiiieeel WD 40 drauftun, immer wieder und hoffen.
Und beim ersten Ausdrehversuch mit "Gefühl"arbeiten!

Keine 3/4 Zoll oder gar 1 Zoll Knarre ansetzen um einen kleinen 8 mm Bolzen rauszudrehen!
1/2 oder 3/8 reichen auch, ohne aufgesteckte Verlängerung!

Alle anderen Methoden zum Erwärmen (Dachdeckerlötlampe, Heißluftpistole, usw...)
kann man für den o.g. Einsatzzweck getrost komplett vergessen!
Zu großflächig!


Wie pflegt sich Wolli auszudrücken:

Der "Griesheim -Schlüssel"!

Manchmal hilft er eben wirklich.

Grüße

Reinhold

Eins noch zum Schluß:
Beim Toyo habe ich noch nichts ausbohren müssen.


..noch was:

Galaxyq hat geschrieben:..... Schrauben die 8 Jahre nicht offen waren lassen sich meisst nur abreissen.
...



Stimmt nicht ganz, nach 13 Jahren ließen sich die Schrauben der Auspuffaufhängung problemlos lösen. Sie waren vorher nie gelöst worden!
WD 40 sei Dank??

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mqp
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Beitrag von mqp »

Kann mich meinen Vorgängern nur anschließen.Wenn man das Gewinde nicht ordentlich rausgebohrt kriegt, einfach eine Nummer größer reinschneiden.
Martin

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mana
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Beitrag von mana »

Ich habe mit dem Aufschweißen ebenfalls gute Erfahrung gemacht. Ist vor allem dann empfehlenswert, wenn das Gewinde nicht dem Standart entspricht und davon gibt es an unseren LCs leider genug.

Nachtrag:
Wenn es sich um eine normale Schrauben- Mutter-Verschraubung bzw. Stehbolzen- Mutter-Verschraubung handelt, die schon recht übel korrodiert ist, ist die sicherste und oft auch die schnellste Lösung direkt die Mutter zu sprengen.

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Galaxyq
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Beitrag von Galaxyq »

Hoho, mercy für die vielen Antworten, bei meiner nächsten abgerissenen Schraube werd ich also erstmal mit Lötlampe und co zu leibe rücken. Werd dann mal berichte obs funktioniert. Weil mittig in eine Schraube reinbohren is mir bis jetzt noch nie gelungen :lol:
MFG Andi
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