Der 1HZ über Südamerikas Andenpässe plagen

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platon007
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Der 1HZ über Südamerikas Andenpässe plagen

Beitrag von platon007 »

Hallo Buschtaxi Freunde

Nächstes Jahr geht's bei uns ja bekanntlich los mit der grossen Reise. Als erster Kontinent werden wir Südafrika bereisen. Nun die Frage an euch. Läuft der 1HZ Motor noch auf über 4- bis 5-tausend Meter über Meer. Wäre sehr an euren Erfahrungen interessiert. Ich frage, weil unser HZJ75 schon bereits ab 2'000 m/ü/Mh bei höheren Drehzahlen stottert, weil ihm die Luft ausgeht.

Danke für eure Infos.

Euer Chläusu

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Onkelchen
Landfrau
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Re: Der 1HZ über Südamerikas Andenpässe plagen

Beitrag von Onkelchen »

Hast Du den Höhenkompensator noch drin ?


Also, bei 4000 bis 5000 m Höhe wird es jedenfalls schwer, dem 1HZ noch adäquate Leistung abzuringen. Mit Höhenkompenastor noch schlimmer als ohne.

Für solche Höhen wäre ein Turbo sinnvoll. Es reicht, wenn er moderaten Ladedruck bringt. In großen Höhe schaufelt er dann jedenfalls einiges an Luft nach, sodaß der Wagen noch ordentlich läuft.

Viele Grüße
Onkelchen
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.
(Alexander von Humboldt)

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mana
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Beitrag von mana »

Das Stimmt , wobei auch der Turbo unter einem Leistungsverkust leidet, der allerdings nicht so gravierend wie beim Sauger ausfällt.

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domsawyer
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Beitrag von domsawyer »

warum läuft er mit höhenkompensator schlechter?
kann sich da vielleicht nur was verstellen? weil eigentlich ist der ja für die berge.
danke und gruß,
dom

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Olaf
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Beitrag von Olaf »

Moin,

der 1-HZ läuft mit Höhenkompensator schon ab 2.500 Meter viel zu mager, d.h. unrunder Lauf und weißer Auspuffqualm. Der Höhenkompensator regelt die Spritzufuhr derart stark ab, dass der Motor in Höhenlagen ab 3.000 Metern fast gar nicht mehr läuft. Die Höhenkompensation ist eine (gute!) Einrichtung für den Harz und die Alpen, für mehr taugt er aber nicht.

Die Höhenkompensation muss aber nicht ausgebaut werden! Überbrücken reicht auch (sicherstellen, dass die Membran dauerhaft auf "Meeresniveau" bleibt), dann läuft der Motor besser. Er ist dann zwar viel zu fett eingestellt für die Höhen, d.h. schwarze Wolken wie bei einer Dampflok, aber er läuft auch in Höhen von knapp über 5.000 Meter noch halbwegs vernünftig. Leistung hat er in diesen Höhen keine mehr, sowohl mit als auch ohne Kompensator. Das ist aber kein Problem des Motors, sondern durch den fehlenden Turbolader prinzipbedingt. Grundsätzlich sollte man in solchen Situation auch Vorsicht walten lassen und nicht den Motor zusätzlich unnötig stark belasten.

Nachrüsten würde ich den Turbolader deshalb nicht, es geht auch ganz gut ohne. Man muss sich nur dran gewöhnen und es nicht eilig haben.

Also: Einfach losfahren, nichts am Motor verändern. Und wenn es in größere Höhenlagen geht, Membran der Höhenkompensation auf Meeresniveau drücken (z.B. mit einem weichen Gegenstand) und die Sache ist erledigt. Wenn die Pässe befahren wurden und man sich wieder auf Meeresniveau befindet, kann dann die Höhenkompensation wieder leicht in Betrieb genommen werden.

Schönen Gruß

Olaf

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Alpha-CAB
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Registriert: 22. August 2007 07:42
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Höhen über 4000m

Beitrag von Alpha-CAB »

Hallo,

haben gerade ein nettes Telefonat mit einem unserer Kunden gehabt,
die gerade von einer 5 monatigen Südamerikareise zurück sind.

Der 79´er mit 3,6t :!: hatte keine Probleme ! Zwar etwas langsamer und durstiger aber sonst alles ok !
(Afrika Modell ohne Höhenkompensation und ohne Turbo)

Gruss Marco
Gut unterwegs - Neues erfahren !

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domsawyer
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Registriert: 10. Februar 2006 16:40

Beitrag von domsawyer »

hi olaf,
habe mal das 1hz motor zusatzwerkstatthandbuch aufgeschlagen, da sind drei einspritzpumpendeckel aufgeführt, der einfache ohne hac, einer für AUSSER europa mit hac und einer für europa mit hac und drosselklappensensor. beide hac´s sind auch unterschiedlich aufgebaut, europa hat ne membran und gen.spec. hat ne druckkammer. ansonsten recht ähnlich. welche hac hast du gemeint? da sind bei beiden auch beilegscheiben verbaut, deren anzahl man sich bei demontage notieren soll. also müssen die ja zum einstellen da sein, ne art endanschlag für die membran/druckkammer. wer probierts aus?
gruß dom.

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Olaf
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Registriert: 19. Mai 2001 23:41

Beitrag von Olaf »

Hallo Dom,

also wir haben eine Membran. Demontiert habe ich die Membran nicht, einfach nur den Deckel abgeschraubt. Das Werkstatthandbuch habe ich gerade nicht zur Hand. Hier gab's auch mal einige Beiträge zur dieser Membran und dem Aufbau der hier in Deutschland üblichen Höhenkompensation, einfach mal suchen.

Unter der Membran steckt wohl eine Taumelscheibe, die durch Verdrehung die Membran unterschiedlich vorspannt. Damit kann aber wie gesagt nur in Europa rumgespielt werden, für die Anden taugt keine der erreichbaren Einstellungen.

Schönen Gruß

Olaf

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Timo
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Beitrag von Timo »

ABSOLUT. LC HJ60 - when in doubt, floor it !
&
LC 78 - der RAMBLER - when you're ready to get serious !

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mana
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Beitrag von mana »

Der 79´er mit 3,6t hatte keine Probleme

Respekt!

Der wichtigste Faktor ist natürlich immer noch das Gewicht. Je Leichter desto mehr Spaß!

Marcus.

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domsawyer
Beiträge: 133
Registriert: 10. Februar 2006 16:40

Beitrag von domsawyer »

mana hat vollkommen recht. man nimmt eh immer zu viel mit.
aber nen bischen fachsimpeln ist auch geil.
den link vom timo kenne ich, da ist die euroversion mit membran abgebildet. bei der gen.spec. version gibts auch ne membran, nennt sich nur druckkammer und sieht etwas anders aus. funktionsprinzip ist aber das gleiche. vielleicht funzt die aber besser. aber das ist auch wieder so´n thema was man totdiskutieren kann. habe auch gehört, das die euromodelle wegen der abgaswerte recht mager eingestellt sind, wenn dann noch die hac den diesel runterregelt ist es halt zu wenig. vielleicht. war so´n gedankengang.
gruß dom

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MARCO
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Registriert: 13. Juni 2001 21:48

Beitrag von MARCO »

"wenn dann noch die hac den diesel runterregelt ist es halt zu wenig. vielleicht. war so´n gedankengang"

...Nicht nur vielleicht, genau das habe ich ja geschrieben !
Desshalb ja auch die entsprechende Empfehlung die Volllasteinspritzmenge zu erhöhen.

Dies ist übrigens auch die praktikable Lösung wenn am Berg nichts mehr geht, wenn man sich merkt, wieviel an der Einstellung geändert wurde lässt sich die Einspritzmenge plus-minus im Tal wieder zurückkorriegieren, damit nicht riesen Russwolken ausgeblasen werden und sich der Verbrauch normalisiert.

Das Einstellen der Volllasteinspritzmenge ist eh (lässt man die gesetzlichen Vorgaben ausser Acht) ein Kompromis zwischen "lahmer Ente" fast ohne Russausstoss mit bescheidener Leistung und "wilder Bulle" mit entsprechenden Emissionen unter Volllast mit viel besserer Leistung.

Wer schon mal beispielsweise an einem Tractorpulling war, versteht dies sicher :-)
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Timo
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Beitrag von Timo »

Hallo Marco,

schön, daß Du wieder hier bist!

Das Thema interessiert mich auch sehr, da unser HZJ78 wohl auch einen Tick zu mager eingestellt ist. Es ist schon viel zu dem Thema geschrieben worden (Stichwort "Einspritzmenge"), dennoch zwei Fragen:

Grundsätzlich erst die Volllasteinspritzmenge erhöhen und erst dann bzw. bei sehr großen Höhen (>3000m) die HAC stilllegen bzw. anpassen?

Lässt sich die Volllasteinstellschraube einfach von außen einstellen oder muß etwas abmontiert werden? Maximal eine 1/4 Umdrehung reindrehen zur Erhöhung der Einspritzmenge, richtig?

Gruß,
Timo
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MARCO
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Registriert: 13. Juni 2001 21:48

Beitrag von MARCO »

Hoi Timo !

Ich würde jedenfalls, auch für hiesige Topographie, die Volllasteinspritzmenge optimieren; in der Schweiz ist ein Trübungskoifizient von max 0.8 zugelassen, alles darunter "kastriert" den 1HZ regelrecht, richtig gut und doch noch einigermassen sparsam und sauber, läuft er aber so mit 1.5 - 2.0
Diese Werte lassen sich mit einem Abgastester genau feststellen oder man hat es "im Gefühl" :wink:

Die Volllasteinstellschraube ist recht gut zugänglich; einfach die Kontermutter anlösen und die Schraube zur Erhöhung im Uhrzeigersinn reindrehen, wie Du sagtest, nicht allzuviel auf's mal !
Beim anziehen der Kontermutter, die Einstellschraube unbedingt (mit dem passenden Schlüssel, 7er ?) festhalten, da sich sonst alles wieder verstellt.
Wird die Einspritzmenge erhöht, steigt auch die Leerlaufdrehzahl, welche entsprechend reduziert werden sollte. Die Leerlaufschraube befindet sich gut zugänglich ebenfalls an der EP.

An der HAC würde ich erst bei Bedarf 'rumschrauben und erst mal mit der "schreg geschnittenen Scheibe", also dem Anschlag für den Hubkolben experimentieren. Kleiner Tipp noch: NIEMALS den Bolzen mit der Membrane herausziehen (höchstens drehen, wenn man weis was man macht !) da die Feder den Regelbolzen (Mass X) in die Führung des Hubkolben drückt und dieser somit nicht mehr eingeschoben werden kann, ohne dass eine kleine Zerlegung fällig wird !

Gruss !
MARCO

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domsawyer
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Beitrag von domsawyer »

hey marco,
danke für die super infos. werde mal die nächste au abwarten und gucken was die abgaswerte sagen.
vielen dank und gruß
dom

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