Dies ist mein erster und möglicherweise auch letzter Betrag im J6 Forum.
Danke Jungs für die jahrelange Unterstützung von eurer Seite. Ich fand im Forum beim Stöbern auf jede Frage eine professionelle Antwort. Leider konnte ich als Toyota Newbie nichts beitragen.
Nun hab ich einen HDJ80 gefunden und muss mich wohl nach fünf Jahren von meinem 60 iger trennen. (Beide sind einfach zu viel).
Wie ich vom Suzuki Fahrer zum HJ60 kam...?
Angefangen hat alles mit einem Leserbrief in einer alten Ausgabe des "Geländewagen Maganzins". Dieser Erfahrungsbericht von einem Unterwasserfotograf zählt für mich zu den besten überhaupt.
Ich las ihn...und dieses Auto ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Ich musste es einfach haben !!!
Zum Abschluss möchte ich Euch diesen "Leckerbissen" nicht vorenthalten.
LG
Harald
Anbei der Leserbrief:
"Die Zeit der Autolegenden ist vorbei"
Meinen alten HJ 60 habe ich im April verkauft. Die Steuern für dieses Auto konnte ja wirklich kein Mensch mehr bezahlen. Eine Entscheidung, die ich allerdings schon bereut habe. Was ich an dem HJ 60 so sehr schätzte, war seine nahezu legendäre Unzerstörbarkeit. 325.000 km ohne einen einzigen schuldhaft verursachten Ausfall sprechen eine deutliche Sprache. Lediglich ein von einem Marder zerstörter Kühlwasserschlauch zwang zu einem Werkstattaufenthalt zwischen den Inspektionen. Dazu muß noch erwähnt werden, dass ich den Schaden, bei dem das Kühlwasser komplett ausgelaufen war, erst nach 110 Kilometern durch Zufall bemerkt habe. Das Kühlwasserthermometer ging während der Fahrt nicht in den roten Bereich. Nach einer solchen Tortur ist ein Motor normalerweise Schrott. Nicht so die Maschine meines ?Dicken?. Es wurde lediglich der Kühlwasserschlauch gewechselt und 26 Liter Kühlflüssigkeit nachgefüllt. Der Wagen hatte zu dieser Zeit einen Kilometerstand von 100.000. Offenbar hat ihm diese Aktion wirklich nichts ausgemacht. Versuche sie das mal mit einem modernen Geländewagen. Die Zeit der Autolegenden ist eben vorbei.
Als ich den LandCruiser kaufte, hatte er schon eine bewegte Vergangenheit. Jugendliche Autoknacker hatten ihn gestohlen und damit eine Amokfahrt rund um Kassel unternommen. Mehrere Autos gingen dabei zu Schrott und ein Gartengrundstück wurde komplett verwüstet. Normalerweise kauft man so ein Auto nicht mehr, aber ich suchte ein Auto fürs Grobe. Und ein Geländewagen, der so etwas aushält, musste einfach richtig für mich und meine Unternehmungen sein. Als Unterwasserfotograf habe ich das Auto wahrlich nicht geschont. Überladungen bis an die Schmerzgrenze waren die Regel. Das Gepäck musste mit, und wenn es über eine Tonne wog. Ein später nachgerüstetes OME Fahrwerk sorgte dafür, dass der HJ 60 dabei noch einen Federweg hatte. Das Auto hatte häufig Salzwasserkontakt und musste laufend tonnenschwere Bootsanhänger über Sandstrände ziehen. Einmal standen im Hafengelände von Wismar zwei mit Containern beladene Eisenbahnwaggons im Weg. Wir konnten deshalb unseren Schiffkram nicht verladen. Der Zeitplan der gesamten Expedition geriet in Gefahr. Der ?Dicke? konnte sogar diese Situation für uns klären. Beide Waggons wurden an den Hacken genommen und mit langsam durchdrehenden Rädern weggezogen. Das waren mindestens 60 Tonnen, eher mehr. Trotzdem musste die Kupplung erst nach 260.000 km gewechselt werden. Sie war nicht wirklich verschlissen, nur verölt, die Dichtung hatte aufgegeben. Und liegengeblieben war der HJ 60 deswegen auch nicht. Eine seiner schlimmsten Touren machte er im Sommer 1995. Aufnahmen von Wracks im äußersten Süden von Spanien. Das bedeutete schweres Tauch- und Kameraequipment, die Crew und das Motorschlauchboot an Stellen zu schaffe, an der laut Seekarte Wracks in der Nähe liegen sollten. Ob Strassen zu diesen Stellen führten, war dabei völlig nebensächlich. Bei der Abfahrt machte ich mir schon Sorgen um mein betagtes (270.000 km) und wieder einmal völlig überladenes Auto. Einmal musste das arme Teil doch zusammenbrechen! Als wir nach 36 Stunden bei bis zu 47 Grad Außentemperatur an unserem Ziel ankamen, hatte der LandCruiser das Boot samt dem darunter zusammen gebrochenen Hänger auf dem Dach und das Begleitfahrzeug, einen relativ neuen Ford, im Schlepp. Er blieb dann auch während er gesamten weiteren Tour der einzige Ausrüstungsgegenstand, um dessen Funktionieren wir uns zu keinem Zeitpunkt Sorgen zu machen brauchten. Sie Liste der Heldentaten ließe sich noch um viele Seiten verlängern. 9 Jahre sind eine lange Zeit. Jetzt fährt er vermutlich irgendwo durch Afrika und macht seinem neuen Besitzer sicher mehr Freude als mir mein neuer J9. Verdammt, ich wüsste wirklich zu gerne, wo der treue "Dicke" gelandet ist.
Die Zeit der Autolegenden ist vorbei
Hallo Harald,
die Geschichte treibt einem ja die Tränen in die Augen...
Ich hoffe, dass mein HJ60 auch noch munter unterwegs ist.
Cruiser
die Geschichte treibt einem ja die Tränen in die Augen...
Ich hoffe, dass mein HJ60 auch noch munter unterwegs ist.
Cruiser
[color=blue][i]Es gibt keine Instanz ueber der Vernunft. Dummerweise viele Instanzen neben ihr.
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"Nach dem linken Faschismus der Sowjets, nach dem rechten Faschismus der Nazis, ist der Islamismus der Faschismus des 21. Jahrhunderts."
Leon de Winter[/color][/i]
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Leon de Winter[/color][/i]
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coole geschichte! ...gut nachvollziebare gedanken!
cruise´on!
cruise´on!
LJ 73 (sold) - HJD 80 (ready to go!)
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Also aus meiner Sicht ist auch der J8 bereits Legende. Da solltest du nicht so gekickt sein
Ähhm - stimmt das mit den 26 Litern Kühlflüssigkeit beim HJ60? Ich frag nur deswegen weil ich die demnächst tauschen will und mich noch nicht wirklich schlau gemacht habe. Die Betriebsanleitung sprich von "nur" 13,0 Litern.
Ähhm - stimmt das mit den 26 Litern Kühlflüssigkeit beim HJ60? Ich frag nur deswegen weil ich die demnächst tauschen will und mich noch nicht wirklich schlau gemacht habe. Die Betriebsanleitung sprich von "nur" 13,0 Litern.
lg Robert
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RobertL hat geschrieben:
Ähhm - stimmt das mit den 26 Litern Kühlflüssigkeit beim HJ60? Ich frag nur deswegen weil ich die demnächst tauschen will und mich noch nicht wirklich schlau gemacht habe. Die Betriebsanleitung sprich von "nur" 13,0 Litern.
26 = zweimal 13
Normalerweise passen da ca. 11-12Liter.
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Jaaaa, an den Leserbrief kann ich mich auch noch erinnern. Das gute alte Geländewagenmagazin.
Martin
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