Motor 3B startet nicht mehr

...und natürlich auch BJ, J2 und J3...also 1951 - 1986
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landcruiser
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Motor 3B startet nicht mehr

Beitrag von landcruiser »

Moin Moin,

es geht um meinen BJ 42:

Betrieb mit 100% Raps-Raffinat im Ein-Tank.
Nur SWEP-Kühlwasser-WT.
Keine weiteren Änderungen, keine Anpassungen.
Kein Rücklauf in den Tank, Leckölleitung geht serienmäßig wieder in die ESP.
Lief ca. 2 Jahre völlig problemlos. (Fahrzeugdetails auf der hompepage)

Vor ca. 14 Tagen fing er an nur noch widerwillig zu starten.

Nun startet er nur noch mit Starthilfespray (Startpilot).

Auch längeres Orgeln bringt keinen Erfolg.

Hat man ihn mit Startpilot (oder fein vernebelten Petroleum, über der Drosselklappe eingesprüht), zum Laufen gebracht, läuft er sofort rund und einwandfrei.

Abstellen und nach 5 Minuten wieder Anlassen ist kein Problem.

Stellt man ihn für 2 oder 3 Stunden ab, startet er wieder nur mit Starthilfespray.

Vorglühanlage ist überprüft und in Ordnung. Glühkerzen sind getauscht.

Meine Vermutung:

Er zieht irgendwo Luft (Tank liegt tiefer) und der Kraftstoff fließt zurück Richtung Tank.

Mögliche Ursachen aus meiner Sicht

1. Leckölleitung am 4. Zylinder zur ESP, oberes Schlauchteil
2. Leckölleitung, Metallleitung zur Einspritzpumpe
3. „Druckhalte“ventile in den Ausgängen der ESP zu den ESD (4 Stück, je eins pro Leitung
4. Druckhalteventil am Ausgang der Förderpumpe
5. Druckhalteventil am Eingang der Förderpumpe

Kraftstofffilter tauschen war die erste Maßnahme.

Den SWEP-WT als Hauptverdächtigen wg. der Anschlüsse hab ich schon ausgebaut. Brachte keine Änderung.

Vorpumpen mit der Handpumpe bringt nix. Schon beim ersten Pumpenhub kommt Kraftstoff aus dem Kraftstofffilter.

O-Ringe an den Ausgängen der ESP (wie bei Daimler) gibt es nicht. Das sind so eine Art Schneidverschraubungen.

Hab mir am Wochenende mal meine Reservepumpe angesehen.

Die Ventile an den Ausgängen der ESP halte ich als Fehlerquelle eher für unwahrscheinlich, da starke Federn und Metall auf Metall.

Die beiden Ventile an der Förderpumpe kämen schon eher infrage: Filigrane Feder und Kunststoffteilchen als Ventil.

Heute Abend wollte ich zunächst mal den Falldiesel-Test machen:

Kanister mit Diesel an die Saugleitung über Motorhöhe. Zum Laufen bringen. Abstellen, 2 Stunden warten und dann Startversuch. Läuft er, müsste es eine Undichtigkeit mit Luftziehen irgendwo zwischen Eingang Förderpumpe und ESD sein.

Läuft er nicht ???

Wie ist eure Meinung?

Richtige Vorgehensweise?

Andere Vorschläge?

Was hab ich vergessen?

Grüsse


Uwe


Angedachte Auseichlösungen (eigentlich nicht so mein Ding)

1. Rückschlagventil in die Vorlaufleitung
2. Absperrhahn in die Vorlaufleitung
3. elektrische Vorförderpumpe zum Starten (kann man die im „Saug“betrieb einfach drinlassen?)


PPS: Ich setze nochmal einen Crosslink ins Kraftstoffforum.

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spottbiber
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Beitrag von spottbiber »

Kompression o.k.?


PS: Netzi, warum geht mein sportbiber-account schon wieder nicht mehr?

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netzmeister
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Motor 3B startet nicht mehr

Beitrag von netzmeister »

Quote: from spottbiber on 14:07 am 15. Aug. 2005
PS: Netzi, warum geht mein sportbiber-account schon wieder nicht mehr?

Oh Himmel, woher soll ich denn das wissen... ;)

Im Ernst: Dein Account läuft einwandfrei. Laß uns die Problemsuche per Mail betreiben - melde Dich bitte mal mit der Fehlermeldung.
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wolli
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Beitrag von wolli »

Quote: from landcruiser on 13:56 am 15. Aug. 2005
Was hab ich vergessen?

...daß wir heute diesbezüglich noch miteinander telefonierten. ;)



Zur Erinnerung: Bring erst mal die Federn Deiner Druckhalteventile auf die Reihe.
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MarkusZ
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Beitrag von MarkusZ »

Hi Uwe,

als ich (ganz schlaugeizig wie ich nun mal bin) mal zwei gebrauchte 45AH - Batterien eingebaut hatte ging mein roter mit Diesel im Tank zwar einwandfrei an - für die Altplörre war die Anlassdrehzahl allerdings (kaum merklich) zu niedrig - der Gute muss bei Altpöl wirklich volle Kanne durchziehen !!!

Mag also auch am Batteriezustand (Alterung & Innenwiderstand, Batterie hochstromfähig ?), evtl. auch am Zustand (Übergangswiderstand) der Anlasserkontakte, korrodiertem Massekabel etc. liegen dass die Anlassdrehzahl die entscheidenden hundert Touren zu niedrig liegt.

Wie sieht's denn mit Fremdstart aus ?

Wenn's nervt - ein paar Liter Diesel (Benzin ?) in den Tank dürfte vorläufig beim Start auch helfen die zum Anspringen nötige Drehzahl zu Reduzieren.

Umgekehrt gilt natürlich auch: Je optimaler der Zustand der betreffenden Komponenten (genannte + Einspritzdüsen, Vorglühung, Kompression etc.) sind, umso weniger muss sich der Anlasser mühen um den guten 3B zum Laufen zu bringen.

Don't panic - 's kann wirklich nix Bewegendes sein.

viele Grüsse

Markus



(Edited by MarkusZ at 14:50 am 15. Aug. 2005)

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landcruiser
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Beitrag von landcruiser »

Eben kam bei fmso der Hinweis noachmal die Glühanlage zu prüfen.

Habs zwar schon dreimal gemacht, aber nie auf Spannzungsabfall geachtet.

Die Bordspannung liegt bei 25 Volt (voll geladen). Beim Vorglühen liegen an den Glühkerzen auch 25 Volt an. Das Seltsame: Ich würde erwarten, das die Spannung beim Vorglühen aufgrund des hohen Stroms einknickt, so auf 20-22 Volt runter. Tut sie aber nicht. Bleibt konstant bei 25 Volt.

Das wäre auch nochmal ein lohnender Prüfansatz.

Also gleich mal ein Zangenamperemeter besorgen.

Oder meinste nich, wolli :sheep:

(Edited by landcruiser at 14:48 am 15. Aug. 2005)

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wolli
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Beitrag von wolli »

Also ich meine eher nich. :sheep:

Bei den moderaten Temperaturen und der langen Orgelei bekommste selbst Netzi's Benz ohne Vorglühen zum laufen...
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MarkusZ
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Beitrag von MarkusZ »

25V ohne Last dran ist wenig - ich hätte an die 27 erwartet

Addendum:

Grad' mal an einer guten - gestern geladenen Batterie nachgemessen: 13,3V

Einen merklichen Spannungsabfall beim Vorglühen und zwei Batterien würd' ich nicht erwarten - allenfalls beim Anlassvorgang.



(Edited by MarkusZ at 15:05 am 15. Aug. 2005)

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Harald KJ70
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Beitrag von Harald KJ70 »

Die 25V im Leerlauf sind wirklich wenig, wenn die Spannung beim Vorglühen allerdings nicht abfällt, wird wohl auch nicht vorgeglüht ......  Dann könnte der Hinweis von Markus auf das etwas "dickere" PÖL und die nicht ausreichende Drehzalh des Anlassers wiederum zuschlagen.

Ansonsten eher rätselhaft !
Gruß   Harald    

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J4 Thomy
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Beitrag von J4 Thomy »

bei mir wars die Tankentlüftung, da gabs Unterdruck und dann hat's die Brühe zurück gesaugt. Der tgank ging dann auf der Bahn heim :freak3:  .
Ich denke EDIC hattest Du mal abgezogen und getestet?
Sonst würde ich auch Markus mit dem Anlasser beipflichten. Häng doch mal ein Ladegerät dran und laß Ihn dabei an.
Sonst kannst Du nch langer Standzeit die Überwurfmuttern an den ESD lösen und schaun ob da gleich Brühe kommt - wenn nicht :bulb:

Halt uns aber auf dem LAUFENDEN!
J4Thomy"ÄT"web.de
A member of the Japanese low technology battle group.

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MarkusZ
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Beitrag von MarkusZ »

Zu Vergeich:

mein Kleiner zieht 57A Vorglühstrom - eben gemessen an der Batterie (alle anderen Verbraucher waren ja aus), fällt dann nach einigen Sekunden auf 17A ab.

Die ollen Batterien (mit denen er vor zwo Jahren schon nicht mehr mit PÖL anging) bringen auch nur 24,1V - was fürs sofortige Anspringen mit Diesel immer noch locker reicht.


(Edited by MarkusZ at 15:44 am 15. Aug. 2005)

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landcruiser
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Beitrag von landcruiser »

50 - 60 A sollten sich in der Bordspannung schon bemerkbar machen. Mindestens sollte die Innenbeleuchtung kurz dunkler bzw. heller werden.

Eben mal eine extra Masseverbindung vom Motor zur Bakterie "geschaltet" - keine Änderung. (hätte ja sein können, dass es an der Masse Motor liegt)

Dann den Glühkerzen direkt 24 Volt via Starthilfekabel gegeben. - Auch nix.

Weiterhin 25 Volt und keine Veränderung bei der Innenbeleuchtung (kann man in der Tiefgarage gut beobachten :-) ).

Jetzt gehts los zum Zangenamperemeter. Denke aber, dass kann ich mir fast sparen und die Kerzen gleich ausbauen und einzeln testen. Nur die 12er Nuss schlummert zuhause in der Garage ..

Will mir jetzt erstmal bei der Elektrik sicher sein. Das liegt mir mehr als kopfüber im Motorraum die Ventile aus der ESP in den Dreck fallen lassen ...

Hat ja nicht jeder die geniale Schraubmöglichkeit in der großen sauberen Halle.

Wenn die Fehlerquelle definitiv ausgeschlossen ist, gehts mit der Kraftstoffzufuhr weiter.

Danke schonmal für die Tips und Hinweise!

Was nicht heißen soll, dass ihr nicht weiter was dazu schreiben sollt.

Grüsse

uwe, der jetzt den 3B wieder mit Startpilot quälen geht (es tut einem ja in der Seele wh)


(Edited by landcruiser at 15:49 am 15. Aug. 2005)

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MarkusZ
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Beitrag von MarkusZ »

...bin schon auf dem Weg zum 45er und messe mal den Spannungsabfall  - aaaaber den Funken beim Anschliessen des Batterie - '+' an der Vorglühleitung siehst du  - ob nu Tageslicht oder Tiefgarage - wenn nicht dann...

--------------------------------

HUCH:

gemessen:

Leerlaufspannung 24,1V
Vorglühen: 20,2V

Mea Culpa - ihr hattet Recht....



p.S.: Baujahrbedingte Differenzen mal aussen vor - meiner ist BJ81 - genau da (ab Modelljahr '82 ) wurde doch eine geänderte Vorglühanlage verbaut....

Baujahr '84 bräuchte demnach 14V -Glühkerzen - nicht die alte Ausführung mit 20V.  

Wahrscheinlich völlig überflüssigerweise noch folgender Hinweis: 24V für die 'direkte'  Vorglühung kann man nur am '+'  der in Fahrtrichtung linken Batterie abgreifen - zumindest ist das bei meinem so...



(Edited by MarkusZ at 16:35 am 15. Aug. 2005)

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landcruiser
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Beitrag von landcruiser »

Hier der Zwischenbericht:

a)Messung mit dem Zangenamperemeter

Zündung aus = 0 A
Vorglühen = 0 A
Hauptlicht an = 7 A

Ergo: Null Ohm gegen Erde :biggrin:

b) 2 Glühkerzen ausgebaut

Widerstand = unendlich (normal wären 0 - 1,5 Ohm)

24 Volt direkt auf die Kerze = nix glüht

Ergebnis: 2 (vermutlich alle 4) der neuen Kerzen sind hinüber.

Morgen kommen die alten Kerzen erstmal wieder rein und dann schaun wir weiter.

Danke für die Hinweise!

Grüsse

uwe
Werd jetzt erstmal recherchieren obs die richtigen Kerzen sind (lt. Verpackung ja).

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Rheingauner
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Beitrag von Rheingauner »

Hallo landcruiser

Da ich ein Voltmeter im Blickbereich beim Vorglühen habe mal einige Werte von mir (Schnellglühanlage).

Leerlaufspannung : 25,4V
Vorglühen: 23,2V
Nachglühen:24V

Gruß
Rheingauner

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