Toyobruder hat geschrieben:Wir fassen zusammen:
Jan hält einen Abstand von: 22 m Reaktionsweg + 28 m Bremsweg bei 80 km/h = 50 Meter. Dazu "mehrere Autolängen" Flucht- oder Beschleunigungsabstand. Ich rechne mal mit 3 Autolängen = 18 Meter. Das macht fast 70 Meter Abstand zum Vordermann.
Bremst der Vordermann, kommt Jan in meinem Fall 18 Meter hinter dem Auto zum Stehen. Guckt dann "
gut & schnell in meine Spiegel .. , ob hinter mein Hintermann nicht nochmals etwas 'Leichtsinniges' anrasen kommt."
(leider hat es da schon im Bruchteil einer Sekunde gescheppert...,
Das sagte ich ja schon, Reserven bereits verbraucht, hinter mir.
Wenn mein Hintermann *genuegend* Abstand haelt, dann braucht *er* keine volle Notbremsung zu machen, sondern ein weit sanfteren....und riskiert dann nicht gleich hinter sich den naechste 'superkritischen' Ablauf, ad-infinitum.
aber was solls...weiter bei Jan:) und sprintet dann nach vorne (mit über 3 Tonnen haha!!)
Mann sollst erst gar nicht zum stehen/stillstand kommen, man soll soviel Distanz haben dass die letzte duetzende Meter noch, mit eingelegter Gang, aus zu rollen sind.
Und dass sprinten geht rechts eh am besten, mit freier Standspur.
in den Mazda oder weicht glücklicherweise dem Vordermann aus - direkt in den Gegenverkehr. Na bravo.
Hab bisher versucht das alles auf 'Autobahn' zu beschraenken....auf sonstige Strassen braucht man noch weit mehr Sicherheitsdistanz, und ausroll+sprint Reserve (erst mit solche Distanzen kann man auch Luecken links, im Gegenverkehr, ausmachen, und/oder rechts, am Strassenrand).
Fluchtwege freihalten und auskuendigen heisst das....
Oder er bremst Selbstmörderisch und sich selber opfernd den Laster alleine.
Meist ist das weit besser als zwischen Vordermann/maenner & Hintermann zerquetscht zu werden....
Oder beschleunigt bis zum Vordermann und bremst kurz vor ihm - um dann - wie ich - durch den Aufprall des nicht reagierenden Lasterfahrers - den Vordermann in das nächste Auto zu schieben.
Ich meine das alles natürlich im Sinne Jans nur "metafysisch und philosophisch", wobei seine Version "wiederum ueber alle Beteiligten verteilt/summiert" genauso oder noch blöder ausgegangen wäre. Ausser der Laster hätte... würde.. wäre..
Willem Jan Markerink hat geschrieben:"Wer nach eine Notbremsung, auf einen Autobahn, ohne akute 'seitliche' Stoerelemente (Kind/Quer hinein rasendes Fahrzeug (auf Autobahn theoretisch auch Gegenverkehr das ueber die Leitplanke geschossen kommt!)), gerade noch zum stehen kommt, hat vorher entweder nicht genuegend (*reichlich*) Abstand gehalten, oder seine Andacht nicht beim Verkehr gehabt."
Lieber Jan, auch akute hintere Störelemente in Form von auffahrenden Lastern müssen gezählt werden.
Erfordern die eine Notbremsung?
Aber ich sage, dass du im Allgemeinen recht hast und ich finde es gut, wenn du bei 80 km/h als Summe des Abstandes(70m) Platz für 14 normale Autos lässt.
Hat mich schon gewundert wo dieses Gegenargument blieb (nicht sosehr von dich, nur algemein)....

)
Fragst du dies auch LKW-Fahrer?
Oder meinst du dass dieses Argument auch fuer denen eine berechtigte Grundlage zum Draengeln ist?
(eigentlich erst recht, weil viel traeger)
Wie überholst du dann? Ausscheren 70 Meter vor dem Vordermann und dann - ist ja nur fair für den Überholten: Einscheren nach wiederum 70 Metern?
Jetzt tritt wieder meine 'Gesamt-Reserve' in Kraft....dass *einer* von duetzend Fahrzeuge sich in kritische Bereiche begibt heisst noch nicht dass das alle, insgesamt, die erforderliche Reserven aufgebraucht haben.
Vielleicht machst du eine neues Thema auf: "Fahrtipps auf geteerten Straßen"
Toyobruder
Es gibt noch ein weiteren Ansatz zur 'metafysischen' Betrachtungsweise.
Sagt jemand hier 'Vision Zero' etwas?
Dies, oder etwas derartiges, verdonnert uns der EU zu ABS, Airbags, EPS und jeglichen sonstigen Elektronik-Mist,
Endziel: Unfall-quote 0,0.
(das zwischen-Ziel von 50% Minderung wuerde in der ganze EU bereits verfehlt, also wird schon jetzt ueber straffere Massnahmen nachgedacht)
PS: dieser 'Vision Zero' Ansatz wuerde erwaehnt in ein Artikel aus Oldtimer Markt Oktober 10/2010.
'Warum Oldtimer moeglicherweise selektive Fahr-/Strassenverbote bekommen, vom Staat oder Versicherung.'
Thema: Elektronik-Lebensdauer.
(konkretisiert auf 'Warnsignal-Vernetzung, von Fahrzeug-zu-Fahrzeug')
PPS: bereits bei ABS wuerde in den Anfangsjahren bewiesen dass man die extra Sicherheitsreserven rasch wieder 'abbaute', und in den gleichen kritischen Bereich zurueck fiel wie es vorher war.
Kuerz: wer meint er koenne nicht solche grosse Sicherheitsdistanzen hinnehmen, wegen Ueberholen, der soll sich nicht wundern wenn das Ueberholen dort demnaechst ganz untersagt wird, entweder per Schild, oder gar per Elektronik.
PPPS: interessant ist und bleibt dass der EU wiederum, ein Jahrzehnt nach Einfuehrung der Tachograf-Terror und Geschwindigkeitsbegrenzer, immer noch nix vorsieht bezueglich Distanz-Warnanlagen (und dann bitte genau so unumgehbar wie Tachografen!).