toyofranz hat geschrieben:Um noch einmal auf meine vorausgegangenen Postings zurück zu kommen...hier meine Erfahrungen im Bezug auf die Kosten (Defender - HZJ 78)
Auch wenn es unglaubhaft klingt...der HZJ 78 ist auf lange Sicht das deutlich billigere Reisefahrzeug!
Trotz Mehrverbrauch und größerer Ölmenge beim Ölwechsel!
Meine beiden Landrover 110 (TD200 und Tdi300 als Neuwagen gekauft) hatte ich ziemlich genau 5 Jahre pro Fahrzeug.
Den HZJ seit 2001...also mittlerweile auch rund 10 Jahre.
Wenn ich jetzt allein die Reparaturkosten der beiden Briten hernehme brauche ich überhaupt nicht mehr weiter rechnen, da spielen ca. 2 Liter Minderverbrauch eine eher kleine Rolle.
Allein die Suchereien zur Behebung der Elektrikprobleme, die Reparaturen beider Getriebe, beim Tdi auch eine Achsreparatur, die dauernden Ölverluste und damit verbunden das Abdichten der Leckagen...und irgendwann habe ich es dann aufgegeben die Stellen zu dichten bei der Wasser in den Innenraum eingedrungen ist.
Das alles gibt es bei meinem HZJ 78 nicht, die Werkstattkosten beschränken sich auf normale Wartungsarbeiten!
Wenn man das alles bewertet ist mein 78-er das billigere Auto...mit enormer Zuverlässigkeit!
Natürlich ist es in Mitteleuropa kein Problem den ADAC/ÖAMTC zu rufen, Vertragswerkstätten gibt es auch flächendeckend, da spielt die Zuverlässigkeit keine so große Rolle, bei der Brieftasche beginnen sich die Geister aber schon zu scheiden...wenn die Garantie aus ist muss immer sofort Geld in die Hand genommen werden wenn das Auto nicht zuverlässig funktioniert!
Und genau das ist bei meinem 78-er eben nicht der Fall, es gab bisher diese Zusatz-Werkstattkosten nicht die meine beiden Briten permanent hatten.
Und DAS macht auf Jahre hin einen erheblichen Unterschied!
Vom stressfreien Fahren einmal abgesehen...nicht immer zittern müssen dass wieder irgendetwas "zu spinnen" beginnt. Und wenn man (wie ich) kein begabter "Zangler" ist punktet der HZJ 78 voll!
Und im Ausland ist es auch ein enormer Vorteil wenn man sich auf die Tour konzentrieren kann ohne immer im Hinterkopf checken zu müssen wo der nächste geeignete Mechaniker sein könnte...!
Liebe Grüße aus der Steiermark!
Toyofranz
...und genau das ist der Grund, warum die meisten Firmen, die "in the middle of nowhere" auf ihren Wagen angewiesen sind, vom Land Rover auf den LandCruiser wechseln. (Hierzulande übrigens auch...siehe Rhein-Braun-Tagebau) Obwohl der Toyota in der Anschaffung teurer ist...
Das hat so gar nichts damit zu tun, ob die den Einen oder den Anderen "cool", schöner, bequemer oder sonstwas
finden.
Hier zählen alleine wirtschaftliche Interessen.
(Man kann das natürlich nicht zu 100% auf mitteleuropäisches Terrain umlegen, aber für mich reicht das als Rechtfertigung.)
Aber die Erfahrung, die Toyofranz gemacht hat, bez. Unterhaltskosten, kann ich, (wenn auch in geringerem Umfang... wir hatten den Landy und haben den Toyo nur halb so lange), bestätigen!
Den Landy, 130er TDi300 Bj.97, haben wir 100.000km gefahren, und den Toyota fahren wir seit 90.000km.
In den Landy habe ich wesentlich mehr Ersatzteile verbaut, als in den Toyota! Klar, die Ersatzteile für den Landy sind günstiger und er braucht weniger Sprit...aber irgendwann nervt´s, ständig darunter zu liegen (und wir hatten schon ein Landy-Exemplar, welches ganz OK, sprich Robust war.)
Was man aber nicht vergessen darf, ist der "Liebhaber-Faktor". Wenn man einen Land-Rover liebt, wird man sich mit all seinen Schwächen arrangieren können... gleiches gilt für den LandCruiser.
Sodenn, soll jeder das fahren, was er möchte und alle sind glücklich.
Was wird eigentlich bei Blacklandy so über LandCruiser geschrieben??? Es gibt doch bestimmt auch Toyota-Fahrer die bei der Landy-Fraktion nach Gründen zum Wechsel zu Land-Rover fragen...???!
Gruß
Daniel
No worries, mate ...