Namibia: Verbrechen häufen sich

Alles rund um die Reise
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fordfahrer
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Beitrag von fordfahrer »

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Was ich nie verstehen werde, ist die Kopiererei von AZ Artikeln in die Foren -was ist dafür der Antrieb ? 8)
Es gibt überhaupt grad 'ne Diskussion zu Taschendieben in Windhoek im Namibia-Forum - wenn's interessiert.
Für "Neulinge" ist sowas aber nichts - das verzerrt total die Perspektive. :shock:
Gruss
Christian
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Jochen
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Beitrag von Jochen »

Hallo,

Was sollen solche negativen Aussagen über ein Land bewirken???
Wenn ich auf Reisen bin, egal ob in Deutschland oder eben in Namibia achte ich auf das Drumherum.
In keinem afrikanischen Land hatten wir Angst, haben allerdings immer abseits der Straßen übernachtet.
in Namibia fühlten wir uns besonders gut aufgehoben! Natürlich sind auch dort Kriminelle, aber es wird auch jeder Vorfall in diesem Land bei den paar Einwohnern schnell bekannt.

Ich wünsche allen Afrika- und hier insbesondere den Namibiafahrern eine interessante Reise, Jochen

PS. Wir wollen ja bald die Westküste runterfahren, spüren also die (meist negativen) Mauretanienberichte etwas tiefer und müssen da sehr sondieren. Es hat nichts mit Blauäugikeit zu tun, wenn wir trotz dieser Berichte losfahren.

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lehencountry
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Beitrag von lehencountry »

Hallo Jochen
ist doch gut, wenn du auch Mauretanienberichte lesen konntest.
Jeder und auch erfahrene Afrika-Reisende wie du, sind doch froh, mit solchen Berichten eine Fahrt besser einschätzen zu können. Oft bezieht sich das auch nur auf bestimmte Routen oder Gegenden.
Wie schon erwähnt, ich will doch keine Panik verbreiten, sondern nur mit kopierten Auszügen der AZ eine schnellen Eindruck ermöglichen.
Die Statistik dort zeigt klar, wie es mit der Häufigkeit von Kriminalität aussieht. Beurteilen kann es jeder für sich wie er will.
Man sollte aber nicht, wie es manche gerne tun, selbst nach einigen unbescholtenen Reisen anderen Namibia-Neulingen glaubhaft machen, in Namibia passiert so gut wie nie was. Polizei und auch die Einwohner des Landes sehen die steigende Kriminalität weitaus ernster als manche Touristen. Wer weiss es wohl besser !
Ich wünsch dir jedenfalls eine gute und sichere Reise durch Westafrika.
Servus

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Jochen
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Beitrag von Jochen »

Hallo Werner,
danke für die guten Wünsche!
Gruß, Jochen

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Clematis
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Registriert: 26. Februar 2014 20:45

Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von Clematis »

der Zunahme von Überfällen kann ich nur zustimmen. Wir kommen gerade aus Windhoek zurück, wo wir am hellichten Tag auf der gegenüberliegenden Straßenseite unseres Hotels (ruhige und gepflegte Wohnlage, 15 Min. vom Zentrum entfernt) von drei jungen Männern überfallen und niedergeschlagen wurden. Wir waren weder mit teurer Kamera, Kleidung oder Tasche unterwegs, sondern kamen ganz "normal" von einem kurzen Spaziergang zurück. Ich wurde brutal zu Boden geworfen, mein Mann wurde mit einem Messer schwer verletzt. Als auf mein Schreien der housekeeper das automatische Einfahrstor öffnete, flüchteten die Angreifer - in einem Auto ohne Nummernschild. Die ganze "Beute" war eine alter kleiner Kamerakoffer.
Wir waren also keineswegs zur falschen Zeit am falschen Ort, sondern sind Opfer eines Überfalls geworden, den hätten wir nicht verhindern können. Als uns die Ambulanz zur Klinik bringen sollte, sagte man uns, wenn wir Anzeige erstatten wollen, müssten sie uns ins Staatliche Krankenhaus in Katutura bringen, ansonsten würden sie uns in die einzige Privatklinik bringen. Zum Glück intervenierte der Hotelbesitzer und wir wurden doch in die Privatklinik zur Behandlung gebracht. Der Officer, der am nächsten Tag kam, um das Protokoll aufzunehmen, war mehr als demotiviert. Erst nach mehrmaliger Nachfrage bekam er vom Revier überhaupt eine Fallnummer zugeteilt und er meinte, wir seien schließlich noch am Leben und die Täter längst über alle Berge.
Wenn ich sehe, wieviele Reiseveranstalter in Deutschland inzwischen verschiedenste Angebote für Gruppen- oder Selbstfahrerreise anbieten, verstehe ich schon, dass solche Vorfälle die Statistik verschlechtern. Wir haben (außer jetzt in verschiedenen Foren unter dem Suchbegriff Überfall) nirgends einen Hinweis darauf bekommen, dass Namibia gefährlich sein könnte. Wir gingen schon davon aus, dass bei Beachtung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen, wie wir sie unterwegs im Ausland immer beachten, nichts passiert. Und die Argumentation, es kann überall etwas passieren, greift hier einfach zu kurz. Es ist ein strukturelles Problem, das sich in den kommenden Jahren mit wachsenden Touristenzahlen sicher noch verschärfen wird.

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lehencountry
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von lehencountry »

Danke Clematis für die Info.
Erschreckend wenn diese Jungs gleich zustechen und es nicht bei einer Bedrohung belassen.
Gute Besserung an deinen Mann.
Servus

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Matze
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von Matze »

Clematis hat geschrieben:...
Wir haben (außer jetzt in verschiedenen Foren unter dem Suchbegriff Überfall) nirgends einen Hinweis darauf bekommen, dass Namibia gefährlich sein könnte.
Wir gingen schon davon aus, dass bei Beachtung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen, wie wir sie unterwegs im Ausland immer beachten, nichts passiert. Und die Argumentation, es kann überall etwas passieren, greift hier einfach zu kurz. Es ist ein strukturelles Problem, das sich in den kommenden Jahren mit wachsenden Touristenzahlen sicher noch verschärfen wird.


Davon würde ich auch immer wieder ausgehen. Und die Argummentation das überall etwas passieren kann ist die einzig richtige.
Sogar hier in D werden Leute täglich überfallen. Und die Überfälle werden hier wie dort leider mehr werden. Die Gründe dafür sind manigfalltig.
Gruss Matze


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buschfieber
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von buschfieber »

So leid wie es mir tut, aber nach vielen NAM Reisen und viel Kontakt dorthin muss ich leider sagen: Das Land ist am A.... oder auf dem besten Wege dorthin.
Und das betrifft nicht die steigende Kriminalität. Was da inzwischen abgeht ist unglaublich. Und da meine ich nicht nur die Täter, sondern, die, welche sie eigentlich bekämpfen sollen. Das reicht von Polizeibeamten, denen man ein Taxi schicken muss, damit sie zum Tatort kommen (weil deren Chef gerade das einzige Fahrzeug der Wache privat braucht ), und dann muss man ihnen auch noch Papier und Bleistift leihen für das Protokoll....(alles selbst erlebt) sondern auch um eine völlig unfähige Justiz, die auch gefährliche Schwerverbrecher gegen Kaution rauslässt, Akten verschlampt und im übrigen viele Verfahren so lange rauszieht, bis die Beschuldigten in aller Ruhe türmen... èber das Thema Wilderei will ich jetzt gar nicht reden.
Aber das ist nur ein Teil...als Folge der Affirmative Action sind wesentliche lebensnotwendige Einrichtungen (Strom, Wasser, Verkehr, Air Namibia) mit unfähigen Parteigängern besetzt und systematisch herunter gewirtschaftet worden, teilweise bis zur Funktionsunfähigkeit! Nein, das ist jetzt kein Rassismus, sondern bittere Wahrheit!
Und dazu natürlich das zunehmend diktorische Verhalten der regierenden Partei, welche in Artikulation und Tat immer mehr Mugabische Züge annimmt...

Aber, was mich immer wieder fasziniert, dass es zu diesem Chaos offenbar noch eine Parallelwelt gibt: Die Welt der, meist weissen, (Geschäfts)elite, der es trotzdem offenbar immer noch gut geht, die investiert, baut, ihren jährlichen Karneval feiert, ihre Reiturniere abhält, ihre Schulbasare..... Machmal kommt es mit vor, wie der (letzte) Tanz auf dem Vulkan.... Bitte mich nicht falsch verstehen, ich habe da viele Freunde (nicht nur bei den "Bleichgesichtern", aber das muss ja nicht heissen, dass ich mir keine Sorgen machen oder keine Fragen stelle.

Schade um ein schönes Land mit einer an sich liebenswerten und interessanten Bevölkerung, welches eigentlich alle Chancen hatte.....

Aber wahrscheinlich sind an allem wieder die deutschen Kolonialisten schuld.....
buschfieber

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ochim1103
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Re: AW: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von ochim1103 »

Ja, die weißen Farmer haben auch eine ungewisse Zukunft vor sich. Viele wandern aus, lassen sich, in Trecks fahrend, so wie sie vor Hundert Jahren gekommen sind, in den Kongo. Du hast schon Recht, bald herrschen da Zustände wie bei Mugabe...

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Joachim Fritz
>Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.<
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Matze
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von Matze »

Stichwort Mugabe.

Als er an die Macht kam, hat er ganz klar vorrausgesagt, dass er die Weissen aus dem Land jagen würde. Hat keiner geglaubt es wurde fleissig weiterinvestiert.

Jetzt (resp. damals) sind viele Farmer nach Mozambique abgehauen.
Mit Sack, Pack und rausgerissenen Wasserleitungen. Da wurden sie mit Kusshand genommen.
Gruss Matze


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lehencountry
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von lehencountry »

Ochim, ich sah die Doku auch. Die weissen Farmer waren aber alle aus dem nördlichen Südafrika. Dann gabs nochmal eine 2. Welle mit auswandernden Farmern, die waren dann schon besser organisiert.
Hab kürzlich gelesen, nur ein kleiner Teil ist noch im Kongo, die anderen sind wieder zurück. Zu wenig Startkapital und schlechte Ernten waren wohl die Ursache. Die hatten ja sehr primitiv anfangen müssen in purer Wildnis. Das war nicht einfach und im Prinzip ähnlich den früheren Buren-Trecks.

Zurück zu den Farmern in Namibia. Weiss jemand ob es da auch einen Exodus gibt ? Besitzer die nicht in Namibia leben, denen wird die Farm von der Regierung streitig gemacht, mein inzwischen alter Wissensstand.
Servus

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Matze
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von Matze »

Moin

Meines Wissens gab es nur wenige (waren es 4 oder 5 ?) Enteignungen in Nam.
Die Ankündigung war wohl etwas zu grussspurig und mehr Wahlkampfkettengerassel.
Bei einigen Farmverkäufen hat der Staat wohl von seinem Vorkaufsrecht gebrauch gemacht. Aber die Verteilung des Landes an Kleinbauern mit richtigem Parteibuch resp Kriegsveteranen funktioniert nicht wirklich.
Wenn man eine Farm mit 3 Wasserlöchern in 10 Farmen aufteilt klappt das was nicht im weiteren Betrieb. Eigentlich ganz einfach.
Gruss Matze


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buschfieber
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von buschfieber »

Matze hat geschrieben:Wenn man eine Farm mit 3 Wasserlöchern in 10 Farmen aufteilt klappt das was nicht im weiteren Betrieb. Eigentlich ganz einfach.


Auch ist die Teilfläche einfach zu klein, um zu überleben. Besonders in Dürrezeiten. Nicht umsonst hat die pöse deutsche Kolonialverwaltung seinerzeit die Einheitsgrösse für Farmen in der Landesmitte auf 6000 ha festgelgt, im Sandveld waren es glaub ich sogar 12000 ha. Ausserdem lagen dazwischen immer sogenannte Regierungsfarmen, welche normalerweise brach lagen und in Dürrezeiten von den umliegenden Farmern genutzt werden durften.
Ganz davon abgesehen, dass zum farmen ja auch ein gewisses Wissen gehört, was die "Neufarmer" oft nicht mitbringen. Zur Ehrenrettung der "weissen" Kollegen sei gesagt, dass diese die neuen Nachbarn örtlich durch ihre Farmervereine teilweise aktiv zu Seite stehen!
Btw: bevor jetzt ein deutscher Bauer Tränen in die Augen kriegt: 6000 ha bedeutet in guten Regenjahren max. 500 bis 600 Beester....und bekanntlich kann man nur vom Zuwachs leben....

Ach, es gäbe noch so viel über diese herrliche Land zu schreiben, gutes und schlechtes, aber das würde den Rahmen hier endgültig sprengen...vielleicht nur soviel: LCs fühlen sich dort sauwohl!!!!

Hier noch etwas zur Kriminalität aus der heutigen AZ, was sich wohl recht gut mit meinen früheren, vielleicht etwas harschen Äusserungen deckt:

"Die Polizei nahm sieben Männer fest, von denen sie fünf erkannte, weil sich diese der Polizei zufolge wegen Viehdiebstahls und/oder Wilderei auf Kaution auf freien Fuß befinden“, sagte Farmer Liedtke. Im Kofferraum der Pkws entdeckten die Gesetzesvertreter Fleisch von einem Kudubullen. „Als die Polizisten die Jagdwaffe, eine 30.06, fanden, erkannten sie die Waffe sofort, da diese bereits dreimal als Tatwaffe bei Wildereifällen als Beweisstück vor Gericht gedient hat. Allem Anschein nach hat der Magistratsrichter die Waffe jedesmal wieder freigegeben“, sagte Liedtke." :hier:
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buschfieber
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von buschfieber »

lehencountry hat geschrieben:Zurück zu den Farmern in Namibia. Weiss jemand ob es da auch einen Exodus gibt ? Besitzer die nicht in Namibia leben, denen wird die Farm von der Regierung streitig gemacht, mein inzwischen alter Wissensstand.


Hallo Werner
nein, dieser Exodus ist eigentlich bisher ausgeblieben (wer konnte, ist eh schon vor der Unabhängigkeit gegangen). Wo sollten die Leute (damit meine ich die Farmer, die wie ihre Farmen ja auch, inzwischen schon in die Jahre gekommen sind, denn auch schon hin....das Kapital, das man dazu brauchen würde hat es schon lange nicht mehr...
Viel schlimmer ist ein anderer Exodus: die jungen Leute, welche in der "Republik" oder in Europa studiert haben, kommen oft nicht mehr zurück, da sie unter dem System der "affirmative äcktschen" keine Zukunft mehr für sich sehen. Damit geht dem Land natürlich viel KnowHow verloren, das es eigentlich dringend benötigen würde. Dazu kommt noch eine rigorose, nahezu paranoid-rassistische Einwanderungspolitik, welche kaum noch die Anwerbung ausländischer "weisser" Fachkräfte erlaubt. (sonst wäre ich schon lange dort....)

Die vielfach befürchtetet Enteignung von Farmen in "weissem" Besitz ist, von einen wenigen Ausnahmen, bisher ausgeblieben (und da hat es teilweise auch ganz spezielle Gründe gehabt). Die Regierung setzt stattdessen auf "willige" Verkäufer und behält sich für den Fall, dass eine Farm zum Verkauf steht, lediglich das Vorkaufsrecht vor. Warum das so ist? Nun, vor allem fehlt es natürlich am Geld, man braucht es ja für wichtigere Dinge, wie zum Beispiel die "Kaffeemaschine". Zum anderen will man es sich mit den Weissen, die mit ihren "Clans" (das ist jetzt nicht böse gemeint!) historisch bedingt nach wie vor einen wesentlichen Teil der Wirtschaft kontrollieren und sie am Laufen halten, nicht völlig verderben, sind doch in deren Unternehmen genug Parteigänger als sogenannte "Fettnackenmanager" gutversorgt untergekommen, quasi im Rahmen einer Qotenregelung...... Sie tun zwar nicht viel für ihr Geld, machen aber auch nichts kaputt....)

Noch etwas: mir ist schon klar, dass die Verwendung von Begriffen wie "Schwarze" oder "Farbige" oder "Weisse" in diesem Kontext politisch nicht ganz korrekt ist, aber mir fällt nicht besseres ein. "Namibier"?: das sind alle! "Afrikaner"?: eigentlich auch, zumindest in 3. oder 4. Generation. "Einheimische"?: das hört sich für mich eher wie "Eingeborene" an....also lass ich es dabei. Wen es stört der solls überlesen.
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buschfieber
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Re:

Beitrag von buschfieber »

lehencountry hat geschrieben:Vom 7.12.2009
Tourist von Krokodil getötet
Ein deutscher Tourist wurde am vergangenen Mittwochmorgen bei Ruacana in den Hippo-Pools von einem Krokodil angegriffen und getötet. Allem Anschein nach war der Mann, der mit seiner Frau bei den Hippo-Pools unterhalb der Ruacana-Fälle kampiert hatte, kurz vor der Weiterfahrt noch einmal schwimmen gegangen, als ein ca. drei Meter langes Krokodil den Touristen im Wasser packte. Die Ehefrau musste die Attacke mitansehen.


Schade, dass habe ich jetzt erst gelesen...und herzlich gelacht! nein, nicht über das Unglück, sondern weil die Nachricht hier mit rein gerutscht ist! Denn: erstmal müsste geklärt werden, ob es sich um ein namibisches oder um ein angolanisches Krokodil gehandelt hat. Hatte die Attacke einen politisch/rassistischen Hintergrund, oder war es einfach nur Mundraub?
Und schliesslich: hatte das Krokodil vielleicht eine schwere Kindheit, weil z.B seine Eltern zu Handtaschen verarbeitet worden sind für die Touris?
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ochim1103
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Re: Namibia: Verbrechen häufen sich

Beitrag von ochim1103 »

lehencountry hat geschrieben:Ochim, ich sah die Doku auch. Die weissen Farmer waren aber alle aus dem nördlichen Südafrika. Dann gabs nochmal eine 2. Welle mit auswandernden Farmern, die waren dann schon besser organisiert.
Hab kürzlich gelesen, nur ein kleiner Teil ist noch im Kongo, die anderen sind wieder zurück. Zu wenig Startkapital und schlechte Ernten waren wohl die Ursache. Die hatten ja sehr primitiv anfangen müssen in purer Wildnis. Das war nicht einfach und im Prinzip ähnlich den früheren Buren-Trecks.

Zurück zu den Farmern in Namibia. Weiss jemand ob es da auch einen Exodus gibt ? Besitzer die nicht in Namibia leben, denen wird die Farm von der Regierung streitig gemacht, mein inzwischen alter Wissensstand.


Ja, Werner, entschuldigt alle: Es waren Buren und deren Nachkömmlinge in/aus Südafrika!
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>Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.<
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