Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Alles ab der 7. Generation des HiLux (ab 2005) bzw. 4. Generation des 4Runner (ab 2003)
mountain
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Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von mountain »

Hallo,
zunächst eine kurze Vorstellung. Ich bin Holger und komme aus Nordwestdeutschland. Seit Jahren sind wir privat mit einem 78er unterwegs. Für die Firma gibts nun eine Hilux 1 1/2 Kabiner, der, klar, multifunktionell eingesetzt werden soll (ein Hilux eben). Fahrzeug kommt Anfang Oktober. Ich fahre ihn mit Hardtop ohne Ladung, aber für die Messen auch mal mit Kabine und Anhänger. Ich hatte daher an ein OME mittel/mittel und zusätzlich eine Goldschmitt Luftfederung gedacht. Gesagt, getan und die Sachen angefragt. Nach Aussage von Goldschmitt geht aber die Luftsache nur mit Originalfahrwerk, da die Luftbälge sonst zu kurz sind. Ich meine aber, hier gelesen zu haben, das das auch schon mal jemand realisiert hat. Gehts doch? TüV wäre mir wichtig. Die Suchfunktion gibt zwar einige Hinweise, aber keine Realisierungsmöglichkeit.

Zunächst vielen Dank. Sobald das Fahrzeug da ist und auch die Umbauten klar sind, mache ich gerne auch Fotos.

Bis dahin eine gute Zeit

Euer Holger

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tempelwächter
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von tempelwächter »

Hallo Holger,

ich hab eine Goldschmitt drin, aber mit Serienfahrwerk. Bei mir ersetzt sie hinten das OME, mit den wechselnden Ladungszuständen kann ich das Fahrwerk so immer anpassen. Hotsch (auch ein Holger) hat wohl eine auf OME drin. Das Problem ist das Ausfedern, beim veränderten Fahrwerk wird der Ausfederweg grösser, dann könnten die Luftbälge abreissen. Er wollte sich davor mit Fangbändern schützen, die den Ausfederweg begrenzen würden.

Und ich glaube nicht, dass der TÜV-Ingenieur daran denkt, also lass die Fangbänder zur Abnahme ab.

Grüsse aus dem Rheinland

Ulli
Hilux VIII DoKa 2025 2GD-FTV, Comfort, 2,4l Automat 110 KW, langweilig weiss und mit vielzuviel elektronischem Gepiepse drin das keiner braucht

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Explorer II
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von Explorer II »

Hallo Holger, (WELCOME :P )

Ich habe nur OME leicht/mittel verbaut und bin damit sehr zufrieden.

M.E. geht OME und Luftfederung! Funk mal hier im Forum den Jürgen "Lüxla" an, oder den Andre "Osloss". Bei Jürgen bin ich mir 100%ig sicher, er hat die von Dir gewünschte Kombi verbaut. :bulb:

Gruß.
Jürgen
Erfahrung ist eine gute Sache, leider hat man sie erst nachdem man sie gebraucht hätte!

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hakim
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von hakim »

Hallo Holger,
auch meinerseits willkommen hier!
Das Goldschmittproblem liegt technisch nicht in den Blattfedern, sondern - wenn überhaupt - in den Dämpfern begründet. Alle OME-Blattfederpakete für den Hilux entsprechen in ihrer Einbaulänge den Serienfedern. Auch die gerne verwendeten, abschmierbaren Schäkel von OME sind gleich lang wie Serie. Eine OME-Feder federt also nicht weiter aus als eine Serienfeder. Das Fahrzeug steht nur deshalb höher, weil die OME-Feder härter ist als Serie. Allerdings gehört zum OME-Komplettfahrwerk ja auch der Nitrocharger-Dämpfersatz. Dazu muß man wissen, daß beim Hilux der Ausfederweg an der Hinterachse lediglich durch die Dämpfer begrenzt wird. Jetzt kommt´s: die OME-Dämpfer (egal ob Normal- oder Sportausführung) sind ausgefahren 2,5cm länger als die Seriendämpfer. Da sie zudem etwas schräg an der Achse angelenkt sind, federt die Hinterachse mit OME gute 3cm weiter aus als bisher, die Feder hat soviel Spielraum (hab´s getestet).
Goldschmitt hat verständlicherweise seine Luftfederung nur in Verbindung mit dem Serienfahrwerk begutachten lassen. Deshalb wird man von dieser Seite aus Haftungs- und Garantiegründen keine anderen Komponenten freigeben. Ob jetzt in der Praxis die Goldschmittanlage die 3cm mehr beim kompletten Ausfedern noch verkraftet, oder ob die Bälge auf Dauer doch zu sehr gedehnt und strapaziert werden, hängt nicht zuletzt von Deinem Fahrzeugeinsatz ab. Onroad würde ich ohnehin nicht mit Problemen rechnen, offroad halt vor allem bei maximalem Ausfedern eines oder gar beider Hinterräder.
TÜV für die Kombi Goldschmitt/OME wäre denkbar über Einzelabnahme nach &21.
Ansonsten denke ich, daß Luftbälge nur Sinn machen bei sehr weit differierenden Ladelasten. Es sind auch nur Zusatzfedern, das Problem, stark unterschiedliche Lasten dämpferseitig in den Griff zu bekommen, bleibt davon unberührt. Sag´uns doch einfach mal Genaueres, also:
1.Zuladung im Normalbetrieb, also Personen + Werkzeug + Material + Hardtop,...?
2.Zuladung im Messebetrieb, also mit Kabine, Stützlast des Anhängers usw.
Hast Du sonst noch schweres Zubehör vorgesehen - Winde, große Räder,...?
Vielleicht kommst Du ja doch mit einem gut abgestimmten OME hin, soweit mein Hintergedanke.
Hakim
HILUX 3,0 DoKa EZ´08, 285/75R16 auf BORBET CW-Alus 8x16(ET+15), VA:OME mittel/KONI heavytrack Raid, HA:OME heavy-duty/ToughDog FoamCell, Snorkel, RECARO Cross-Speed auf Konsolen N4, Alumotorschutz N4. Wohnkiste ORTEC-Minicamp mit Eberspächer D2.

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mountain
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von mountain »

Hallo Kollegen,

vielen Dank für die schnellen Antworten. Die genauen Gewichte kann ich noch nicht sagen, da bisher nur Theorie. Aber soviel zur Planung:
- Fahrzeug im Alltagseinsatz: Mit Reifen 265/75-16 BFG AT oder Cooper ST maxx auf Alufelge, mit Hardtop, keine Winde und leichtem Bergematerial (ca. 100kg alles zusammen) auf Straße und im Wald (bin Jäger)
- Fahrzeug im Messeeinsatz: Wir stellen auf ca. 5-7 Industriemessen im Jahr aus. Leider steigen zu diesen Zeiten die Preise für Hotels massiv an. Da schon im Urlaub Camper, also auch zur Messe Camper (nicht nur Preis, auch Wohlfühlentscheidung). Aufgesattelt wird eine Geocamper-Kabine, die ich selber ausbaue (ca. 400Kg geschätzt). Unser Anhänger 4m lang nimmt den Messestand oder auch kleine Maschinen auf. (Beladung mit Eigengewicht ca. 2000Kg).
Gründe für meine Überlegungen:
Durch umfangreiche Recherche im Forum (Vielen Dank für die vielen guten Beiträge) bin ich zu meinem Lösungsvorschlag gekommen. Durch das OME erreiche ich die Luft und Fahrbarkeit für den Alltag. Kommt dann das Messe-Gewicht dazu (Einsatz nur auf Straße) kann ich mit der "Luftpumpe" ausgleichen. Alternativ hatte ich auch an OME mittel/mittel mit Koni Dämpfer gedacht. Finde ich auch nicht schlecht.
Insgesamt finde ich die Lösung bezahlbar und bekomme eine sehr breite Einsatzvielfalt.

Noch einen schönen Samstag abend
Holger

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hakim
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von hakim »

Hallo Holger,
wenn ich mal ein paar Zahlenspielchen mache, dann lande ich etwa bei folgenden Anforderungen:
- Alltag mit Hardtop: Dauerlast 100kg + Fahrer = 180 kg. Für Jagdbetrieb mehr Bodenfreiheit und Erhalt guter Verschränkung/Traktion.
- Messereisen mit Kabine: Geocar in Minimalausstattung 400kg + Fahrer/Beifahrer 150kg + Anhängerstützlast 80 kg = 630kg. Gute Straßen bei maximal 100 km/h.
Vorweg: der Hilux schafft diese Lasten auch serienmäßig. Allerdings willst Du ja mehr Schlechtwegetauglichkeit bis hin zu allfälligen Rückegassen. Dazu kommt, daß die Vorderachse des Hilus sehr weich abgestimmt ist, sie straffer zu machen ist sinnvoll für die Geocar (hoher Schwerpunkt) und den schweren Anhänger (Pendelneigung).
Meine Wahl wären OME-Federn in der von Jürgen (Explorer II) montierten Konfiguration leicht/mittel. Man muß dabei berücksichtigen, daß OME für die Vorderachse die neue X-Linie eingeführt hat, mit etwas abweichenden Abmaßen/Federraten als bisher. Mit 883X/CS044R steht der leere Xtra-Cab vorne wie hinten etwa 4,5cm höher, bedingt durch die härteren Federraten. Sicher könntest Du vorne auch die mittlere Feder 884X nehmen - gleiche Federhärte wie die leichte OME, aber 1cm länger. Allerdings wird es dann ohne Last an der Front für den Anstellwinkel der Antriebswellen grenzwertig. Und so entscheidend werden weitere 2,5cm Bodenfreiheit unter einer soliden Motorschutzplatte für Deinen Einsatz im Wald nicht sein, zumal bei der Einzelradaufhängung die Bodenfreiheit eh´variabel ist... Hinten kommst Du mit der mittleren Feder gut hin. Durch die Last - schätzungsweise 100 kg unter zGg - sinkt das Heck natürlich stärker ein als die Front. Wenn ich das richtig einschätze, behältst Du so aber ausreichend Positivfederweg an der Hinterachse, und die Kugel der AHK steht wieder in einer günstigeren Höhe über Grund. Zusätzliche Federung durch Luftbalge ist m.E. vom Federweg her gesehen nicht unbedingt nötig. Und für´s Ziehen z.B. eines Tandemachsers mit starrer Deichsel ist es vermutlich kontraproduktiv, durch Aufblasen der Bälge die Kugel wieder höher über Grund zu bringen.
Jetzt will das alles ja auch gedämpft werden. Mit den Koni Heavy Track Raid wirst Du m.E. nicht glücklich werden. Sie sind ausgelegt für Dauerbetrieb auf rauem Untergrund im Bereich des zGg oder etwas darüber, also zumindest für Deinen Alltagsbetrieb schlicht zu hart ausgelegt, in der Druck- wie in der Zugstufe. Neben dem Komfortaspekt kommt zum Tragen, daß Du etwas Ausfederweg an der Hinterachse verlierst, also weniger Verschränkung hast. Die Koni HTR sind nämlich ausgefahren 1,5cm kürzer als die Seriendämpfer, während z.B. die OME-Nitrocharger 2,5cm länger als letztere sind! Meine Empfehlung für Dich wären die Nitrocharger SPORT vorne+hinten. Die packen auch die Geocar + Hänger im Straßenbetrieb, ohne unsicher werdendes Fahrverhalten.
OK, soweit meine Empfehlung an Dich, im Rahmen Deiner Vorgaben. Auf jeden Fall OME leicht/mittel (alternativ mittel/mittel) mit Sport-Dämpfern. Zur Not kannst Du ja Luftfedern immer noch nachrüsten.
Hakim
HILUX 3,0 DoKa EZ´08, 285/75R16 auf BORBET CW-Alus 8x16(ET+15), VA:OME mittel/KONI heavytrack Raid, HA:OME heavy-duty/ToughDog FoamCell, Snorkel, RECARO Cross-Speed auf Konsolen N4, Alumotorschutz N4. Wohnkiste ORTEC-Minicamp mit Eberspächer D2.

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juliusb
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von juliusb »

mountain hat geschrieben:Hallo Kollegen,

vielen Dank für die schnellen Antworten. Die genauen Gewichte kann ich noch nicht sagen, da bisher nur Theorie. Aber soviel zur Planung:
- Fahrzeug im Alltagseinsatz: Mit Reifen 265/75-16 BFG AT oder Cooper ST maxx auf Alufelge, mit Hardtop, keine Winde und leichtem Bergematerial (ca. 100kg alles zusammen) auf Straße und im Wald (bin Jäger)
- Fahrzeug im Messeeinsatz: Wir stellen auf ca. 5-7 Industriemessen im Jahr aus. Leider steigen zu diesen Zeiten die Preise für Hotels massiv an. Da schon im Urlaub Camper, also auch zur Messe Camper (nicht nur Preis, auch Wohlfühlentscheidung). Aufgesattelt wird eine Geocamper-Kabine, die ich selber ausbaue (ca. 400Kg geschätzt). Unser Anhänger 4m lang nimmt den Messestand oder auch kleine Maschinen auf. (Beladung mit Eigengewicht ca. 2000Kg).
Gründe für meine Überlegungen:
Durch umfangreiche Recherche im Forum (Vielen Dank für die vielen guten Beiträge) bin ich zu meinem Lösungsvorschlag gekommen. Durch das OME erreiche ich die Luft und Fahrbarkeit für den Alltag. Kommt dann das Messe-Gewicht dazu (Einsatz nur auf Straße) kann ich mit der "Luftpumpe" ausgleichen. Alternativ hatte ich auch an OME mittel/mittel mit Koni Dämpfer gedacht. Finde ich auch nicht schlecht.
Insgesamt finde ich die Lösung bezahlbar und bekomme eine sehr breite Einsatzvielfalt.

Noch einen schönen Samstag abend
Holger


Servus Holger,

ca. 2 Jahre nach Deinem letzten Beitrag würde es mich interessieren, welche Lösung Du konkret realisiert hast, und welche Praxiserfahrungen Du sammeln konntest.

Ciao Julius
Hilux 3.0 DC AT Exe, MJ13, div. Nestle-Umbauten (Perm.allrad, Advanced Fahrwerk, Schwerlastfelgen + 265/70 R17, Unterfahrschutz etc.), 140l LongRanger, ARB-Hardtop, ARB Diffsperre hi., ScanGauge II usw.

Daily Driver seit Apr.17: Hyundai Ioniq EV - die Zukunft ist schon heute :D

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quadman
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von quadman »

...auf dem BTT z.B. war nur ein Globecamper vertreten. Holger war es nicht :P

Ich bin gespannt auf die neuesten Neuerungen.



Gruß Stefan
Hilux 2.5 xtracab, 235/85R16, Snorkel, OME schwer, Webasto ThermoTop, Tempomat, Zusatztank, Alu UFS, ARB-bar, Dachkonsole und ein gullwing mobile workshop canopy.
Hilux 2.4 xtracab duty, 235/80R17, Snorkel, Ironman HD, Tempomat, Zusatztank, Dachkonsole, Alu UFS und eine graugrüne Wohnkabine.

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thodde
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von thodde »

Genau! GLOBE Camper, nicht GEO Camper!
(Mit OME hinten Schwer + Koni HTR keine Luftbälge, weil Kabine dauerhaft auf dem Flatbed bleibt. Das Fahrwerk, wurde zwei Monate vor Verheiratung mit der Kabine eingebaut. Neben dem ORTEC-Alutop auf Originalpritsche waren 350kg Sandkisten-Sand an Bord - das war mir zu hart. Habe auf 500kg erhöht , dann war es ok.
Ohne ordentliches Gewicht ist das Fahrzeug mit dem Fahrwerk nicht fahrbar - auf dem Foto kann man glaube ich ganz gut sehen wie das Heck ausgefedert ist.
Wechselnde Lasten: Ob das mit diesen Bälgen sein muss?
Auf dem Foto (mein Auto wird für Flatbed-Bau und Kabinenmontage abgeholt) sieht man, dass das Zugfahrzeug mit Globe Camper Kabine unterwegs ist (der Isuzu hatte bloß ein Ironman-Fahrwerk, mehr weiß ich nicht mehr). Das ganze dann für die nächsten 1300km... Und er ist öfter mit Hänger unterwegs ...
Ich ziehe strafferes Fahrwerk einem weicheren mit Luftbalg-Unterstützung vor. Wieder ein Teil weniger, das nicht kaputt gehen kann.
Dateianhänge
GlobeCamper_Solar31. Mai 2014.jpg
Gruß
Thorsten

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mountain
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von mountain »

Guten Abend,

vielen Dank der Nachfrage. Nur zur Info: Ich bin der Holger mit der Geocamper, nicht mit der Globecamper. Gerne stelle ich meine Umbauten vor. Ich hatte parallel zum Forum Kontakt zur Firma T...wg. Fahrwerk und zur Firma G...wg. Luftfederung. Beide waren der Meinung, das eine Kombi nicht geht und es keinen TÜV gibt. Mit dem höheren Fahrwerk werden wohl die Faltenbälge zu kurz. Ich habe mich dann an die Firma Nestle gewandt. Super und intensive gute Beratung. Hier ist dann auch der Umbau mit Nestle Fahrwerk, 265/70/17 BFGAT auf schwarzen Alus sowie Spurverbr. und Motortuning erfolgt. Mittlerweile habe ich 60 000Km auf der Uhr. Urlaube mit Kabine im Süden (lange Autobahn und etwas Offraod), Messeeinsätze mit Kabine und Anhänger, Kaminholzaktionen, bisher alles ohne Probleme und Sorgen.
Bei weiteren Fragen gerne melden.
Bis denne, Holger

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niwre77
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von niwre77 »

An der Ladungssicherung könnte evtl. noch optimiert werden :biggrin:
Jaja, ich weiss - beim MSX3000 nicht immer einfach. :oops:
Habe (fast) den Gleichen. :wink:
______________________________________________________________________________
Wir schaffen das :rofl:

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juliusb
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von juliusb »

Danke Holger alias mountain für die Infos! Ich finde es immer interessant, wenn man die ganze Geschichte kennt, vom Anfang bis Ende, zwecks Erkenntnisbildung.

Darf ich annehmen, dass Du das Nestle Advanced Fahrwerk verbaut bekommen hast, mit dem Federbein (coil-over) an der Hinterachse mit in der Vorspannung verstellbaren Schraubenfeder? Falls es so ist, wie oft änderst Du die Feder-Vorspannung bei unterschiedlichen HA-Lasten? Wie empfindest Du das Dämpfungsverhalten leer bzw. voll beladen?

Ich habe genau dieses Fahrwerk in meinem Lux drinnen, und mir gefällt es besonders dann sehr, wenn der Lux voll beladen ist (voll heisst bei mir am HZGG, aber ohne Kabine, sprich niedriger Schwerpunkt). Super-sicheres Fahrgefühl, aber immer noch auf der straffen Seite. Mit nur wenig Gewicht auf der HA finde ich es aber insgesamt ein wenig überdämpft, wobei das eher die Druckstufe betrifft. Dh. beim Einfedern etwas zu bockig. Die Zugstufe, also die Ausfederei, passt ziemlich genau, leer und voll. Wie empfindest Du das? Ich hatte ja die Hoffnung, dass die Dämpfungswirkung (aufgrund Verschleiss oder Einfahren) mit der Zeit nachlässt, aber nach einem Jahr und rd. 25.000km fährt das Fahrwerk noch wie neu. Ist ja auch ein gutes Zeichen, dass es langlebig zu sein scheint. Aber eben auch sehr straff - daher nicht ganz ideal für die Komfortorientierten, sehr gut jedoch für die flotten Fahrer, die onroad und offroad schneller fahren als ich.

Und gleich noch eine zweite Frage: hast Du nach der Erkenntnis, dass OME-Federn + Goldschmitt Luftbälge gemeinsam verwendet aus technischer Sicht nicht zu empfehlen sind, und/oder keinen TÜV bekommen, die Sache ruhen lassen, oder noch weiter recherchiert? Denn ich mag nicht so recht glauben, dass es keine in der BRD und A legal abnehmbare Lösung für stärkere = höhere Blattfedern als Serie + Luftbalg gibt.

Ich hatte ursprünglich bei meinem Lux ja auch genau diese Kombi OME+Luftbälge vor, und bin dann auch bei Nestle gelandet - das passt für mich auch so, ich bereue die Entscheidung nicht. Nach einem Jahr mit meinem Lux denke ich jedoch einfach darüber nach, wenn meine Nestle-Stoßdämpfer mal "aufgearbeitet" sind, als Ersatz eine von Ozy angeregte Lösung mit Luftbälgen + Pingtank nachzurüsten. Meine Annahme: der Wunsch nach höchstmöglichem Federungskomfort bei einer breiten Zuladungs-Spreizung könnte so bequem per Cockpit-Bedienung (=Luftdruck-Anpassung der Bälge) erfolgen. Denn die hinteren Nestle-Federbeine zu verstellen ist ja jedesmal ein gewisser Aufwand, den ich gar nicht alleine schaffen kann, also auf die Werkstatt angewiesen bin. Wenn eine etwas stärkere Blattfeder drin wäre als Serie, könnte der Lux sogar bei defekten Zusatzluftfedern normal weiter gefahren werden, nur halt mit einem etwas zu stark eingetauchten Heck. Die Luftbälge sollten nur ca. 20% der Federlast tragen, sprich mit niedrigem Luftdruck betrieben werden. Beim vollen Einfedern sollten gefährliche (Rahmen-knickende) Lastspitzen mit ausreichend groß dimensionierten Ping-Tanks vermieden werden. Ideal wäre der Einsatz von in Zug- und Druckstufe verstellbaren Dämpfern, wie z.B. die für 2015 geplanten neuen OME BP-51, oder Tough Dog (letzere sind nicht eintragungsfähig in A). Nach dem Aufladen einer Kabine dreht man die Zugstufe etwas zu, zur Reduktion der Wankungsneigung. Und erhöht den Luftdruck der Federbälge soweit, dass der Lux wieder schön gerade da steht und noch komfortabel federt. Nach dem Abladen der Kabine wieder umgekehrt. Soweit der theoretische Ansatz, fragt sich nur, wer kann sowas legal typisierbar liefern. Bei mir sind in den Papieren wie bei vielen anderen die Federn und Dämpfer eingetragen, in Salzburg muss das glaub ich so sein. Ein "wilder" Ansatz ohne TÜV ist also nix für mich.

Falls Du also trotz der Abkehr von OME+Luft noch weiterführende Infos zu typisierbaren Lösungen gefunden hast, bitte um einen Hinweis auf die konkreten Lieferanten. Alle anderen sind auch dazu eingeladen :-) Wobei ich "konkret" deswegen geschrieben habe, weil hier im Forum schon viel wertvolles zur Theorie geschrieben wurde, die zur von mir weiter oben geschriebenen Zusammenfassung geführt hat. Wenn jedoch Taubenreuther und Goldschmitt ausscheiden, dann wüsste ich einfach gerne, wo kriegt man sowas, mit welchem Produkt, und wie typisierbar. Sicher für andere auch interessant, die eine so breite Zuladungsspreizung (ca. 500kg) mit maximalem Federungs-Komfort realisieren wollen.

Weiterhin alles Gute mit Deinem Lux wünscht

Julius
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mountain
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von mountain »

Hey Julius,

ja, genau das Fahrwerk habe ich verbaut. Meistens ist die Kabine drauf und sorgt für entsprechenden Federkomfort. Wenn ich ohne Kabine fahre, setze ich das Top-Cover von Ortec auf, also nicht mal ein Hard-Top. Auch nach meiner KM-Leistung ist das Fahrwerk dann sehr straff, aber durchaus fahrbar. Das ist natürlich Geschmacksache. Eine Einstellung der Federn nehme ich nicht vor. Die Gründe hast Du selber genannt.

Die Idee einer Kombi aus einfachem Fahrwerk (OME o.ä.) und der Luftfederung halte ich immer noch für sehr gut. Das Argument eines Schadens in Timbuktu zieht bei mir nicht, da ich mit dem Hilux nur Europa fahre. Goldschmitt bietet auf meine Fragen keine passenden Faltenbälge an. Die wollten auf das Thema gar nicht drauf. Ich meine aber, das es einige realisiert haben. Eventuell melden die sich. Andere Hersteller für Luftfederungen sind mir für den PKW/Leicht-LKW nicht bekannt. Ich habe dann auch nicht mehr recherchiert.

Bin mal gespannt, was aus Deiner Idee wird.
Grüsse, Holger

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juliusb
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von juliusb »

Danke Holger! Allzeit gute Fahrt - ciao Julius
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mountain
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Re: Luftfederung und Fahrwerk, geht das?

Beitrag von mountain »

Hey Julius,
danke, Dir auch gute Fahrt. Nochmal ne andere Frage. Hab gesehen, das Du den Permanentallrad-Umbau hast. Darüber hatte ich auch nachgedacht. Der Preis hat mich aber dann davon abgehalten. Wie siehst Du das? Lohnt sich der Umbau?
Grüsse, Holger

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