Ich war immer der Ansicht, dass hier in unserem kleinen Forum selbstverständlich auch über Politik diskutiert werden kann. Darf. Soll! Schließlich wollen wir hier jene Themen behandeln, die uns alle beschäftigen, und das natürlich gerne auch über das Thema "Autos" hinaus. Wir sind eine Gemeinschaft, also wollen und müssen wir uns austauschen und bezüglich unserer Meinungen und Ansichten auch einmal miteinander ringen. Das ist natürlich, das gehört dazu, das ist gesund. Wie in jeder Familie.
In letzter Zeit jedoch bekommt man manchmal das Gefühl, dass sich hier ein kleines Paralleluniversum gebildet hat: Die politischen Diskussionen nehmen zwar nicht wirklich zu, sie werden jedoch zunehmen heißer geführt, und das zu einem ganz großen Teil nur von einigen wenigen Teilnehmern, die die immer gleichen Ansichten vertreten und sich mit Vorliebe darüber die Köpfe heißreden.
Der überwiegende Teil hält sich raus. Vordergründig. Im Hintergrund höre ich jedoch mehr und mehr genervte Stimmen.
Das ist für mich eine ganz existenzielle Frage: Sollte sich ein Forum wirklich auferlegen, bestimmte Themen einzudämmen? Auf der einen Seite ist die politische Diskussion die einzig sinnvolle Art der Meinungsbildung: Man kann nur nachhaltig an der eigenen Position arbeiten, wenn man möglichst viele verschiedene Ansichten erfährt. Andererseits kann ich verstehen und nachvollziehen, dass man es hin und wieder leid ist: Tagtäglich werden wir mit Politik zugeschüttet, manchmal ist man des ganzen einfach überdrüssig.
Bislang habe ich immer die Meinung vertreten, dass wir das aushalten können und müssen. So langsam ist allerdings auch bei mir ein Punkt erreicht, an dem ich mir "Mehr Toyota, weniger Politik" wünsche. Vor allem, da ich zunehmen den Eindruck gewinne, dass vielfach nicht mehr "diskutiert" wird. Ein Bemühen um Konsens, eine Toleranz gegenüber anderen Ansichten, vielleicht gar einen fruchtbaren gegenseitigen Austausch erkenne ich zunehmend weniger.
Sicher: Eine Meinung ist eine Meinung. Die Meinung meines Gegenübers kann mir gegen den Strich gehen, und ganz sicher auch die Art wie er sie vertritt. Berechtigt zur Ordnung rufen kann man jemanden jedoch nur dann, wenn er die Grenzen der Diskussionskultur überschreitet (wenn wir von definitiv nicht vertretbaren Meinungen mal absehen). Und das ist in 99% der Fälle eben eine sehr schwammige Grenze. "Netzi tu was, der Dingsbums geht mir auf den Sack" ist für mich noch kein Anlass zur Handlung. Nicht einmal, wenn der Dingsbums auch mir auf den Sack geht.
Dennoch: In den letzten Wochen hat sich eine gehörige Schieflage in unserem Forum herausgebildet. Das müssen wir korrigieren.
Deshalb möchte ich jetzt gerne von Euch wissen: Wie seht Ihr das, ganz allgemein?
Ich würde Euch bitten, mir über diese Abstimmung ein kurzes Feedback zu geben. Denn was auch immer ICH persönlich dazu für eine Ansicht vertrete: Es geht um uns alle.
Bitte vor dem Abstimmen alle möglichen Antworten lesen!
Danke!
Euer Netzmeister
P.S.: Vielleicht habt Ihr es bemerkt: Ich habe die 4 aktuellsten rein politischen Threads aus der Liste "Aktuelle Themen" auf der Forums-Startseite genommen. Die Threads sind nach wie vor dort, wo sie immer waren, sie werden nur nicht mehr in dieser Liste angezeigt. Über den direkt-Link "Neue Beiträge" sieht man natürlich weiterhin alles: search.php?search_id=newposts




) Ansicht überzeugen. Das fände ich schön.
, ähnlich den rot/grün Balken im Heiseforum?
Na, fragt mich jetzt nicht nach Details!!!! Nur so als Idee