Teile:
Zahnriemen (Belt, Timing) 13568-19195
Spannrolle (Idler Sub-Assy) 13505-17020
Hydraulikspanner (Tensioner Assy) 13540-17011
Deckeldichtung (Gasket, Timing Gear Cover) 11328-17030
Werkzeuge:
3/8 Zoll Ratsche, 10er und 12er Nuss, 8er Inbus Nuss, Verlängerung (Hazet 8821-1)
3/8 Zoll Drehmoment-Ratsche
[1/2 Zoll Quergriff (Hazet 915), xxer Nuss - nur zum Drehen der Kurbelwelle auf UT]
10er Ringschlüssel gekröpft
Schraubensicherung 'mittelfest'
Filzstift, permanent
Es wurde schon einige Male drüber berichtet, unter anderem auch von Wolframs "outdoor" Vorgehensweise anlässlich eines Bodensee-Stammtischs (http://www.buschtaxi.org/345.0.html), aber ein paar Unsicherheiten bleiben doch, wenn man das erste Mal selber dran geht!
Die Lektüre der entsprechenden Seiten des Werkstatthandbuchs liegt noch vor mir, das Wetter ist aber momentan geradezu ideal für Aktivitäten im Freien, sodass ich einfach anfange.
Wundert euch nicht, wenn sich dieser Bericht unter Umständen über mehrere Wochen hinziehen sollte, ich will diese Arbeiten schließlich hinreichend genießen!!!
(ich weiß, andere machen sowas in 'ner Stunde!!!
)Der erste Fluch ging mir bereits über die Lippen, als ich die Abdeckung entfernen wollte: die oberen zwei Schrauben waren mit der 10er 3/8-Zoll-Nuss ja schnell gelöst, jetzt hole ich erstmal andere Schlüssel um an die versteckter liegenden ranzukommen! grrrhhhh ...
... laut WHB sind's der Schrauben 6! Es empfiehlt sich zumindest eine der oberen solange drin zu lassen, bis die unteren alle entfernt sind. Wo man mit der 3/8-Zoll-Ratsche nicht hinkommt, hilft ein gekröpfter Ringschlüssel. Gottseidank muss man die Schrauben nur leicht losbrechen und kann den Rest per Fingerkuppe rausdrehen!
Nebenbeigesagt, ich habe noch den Vorratsbehälter des Servoöls abgeschraubt. Evtl. liegt das aber an der nachträglich eingebauten Filterpatrone für diesen Hydraulikkreislauf.
Nachdem der Deckel entfernt war habe ich den Motor mit Hilfe des Anlassers grob auf UT gestellt. Bei der Dreherei mit der Ratsche an der Kurbelwelle geht es ausgesprochen eng zu, vermutlich klappt es nur mit einem Quergriff.
Übrigens hat die Dichtung ein paar Macken - evtl. beim Rausnehmen des Deckels passiert - da muss eine neue nachbestellt werden. Die Originaldichtung ist übrigens so ein aus der Kartusche geschäumtes Zeuchs - bei näherer Betrachtung ist da ein Stückchen am Motorgehäuse kleben geblieben. Ich bin gespannt wie die Ersatzdichtung dann aussieht!
Btw, die erste Stunde ist 'rum!
Nach kurzer telefonischer Besprechung mit einem "Maître du Forum" (Danke!) kommt als nächstes der hydraulische Spanner raus, dann der Zahnriemen und die Spannrolle. Nach inzwischen 11 Jahren und 150.000 km habe ich entschieden alles zu erneuern.
"Voilà" - ich halte den alten Zahnriemen in der Hand! Der Spanner nebst einer Schraube hat sich zunächst unters Auto verkrochen, wurde aber inzwischen geborgen!
Die zweite Stunde ist vorbei!
- Jetzt gibt's zur Belohnung erstmal'n Kaffee!So, die Spannrolle war nun wirklich leicht auszubauen. Die Befestigungsschraube (8er Inbus) wird im WHB als "vorbeschichtet" beschrieben. In der Tat sieht man am Gewinde graue gummiartige Fragmente, deswegen entschließe ich mich bei der Montage Schraubensicherung 'mittelfest' zu verwenden. Das Anzugsdrehmoment wird mit 34,5 Nm angegeben. Jetzt hatte ich gar nicht erwähnt, dass zwischendurch auch der neue Zahnriemen aufgelegt wurde ... schön straff auf der Oberseite, ohne die Nockenwellenräder zu verdrehen.
Als nächstes kommt der neue hydraulische Spanner an seinen Einbauort. Anzugsdrehmoment lt. WHB 13 Nm.
Dann kann - nach dem nächsten Kaffee - die Entspannung der Hydraulik erfolgen. Vorher noch einen Blick auf die Markierungen an den Nockenwellenrädern ... passt!
Nächste Woche werde ich dann die Dichtung ordern und "demnächst" weiterberichten!
Mittlerweile ist die Kaffekanne leer und die vierte Stunde rum
P.S.: Ich greife jetzt vor und erwähne schon mal das Anzugsdrehmoment für die Deckelschrauben: 6,4 Nm - dann kann ich jetzt nämlich das WHB weglegen!






