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Jetzt bin ich von meiner Alpentour zurück,die alljährlich aber stattfindet, um mich wieder ans Autofahren und meine altbekannte und neue Ausrüstung zu gewöhnen. Jetzt auch an den Neuen, ich nenne ihn "Piepi". Waren ca. 2500 Km, allerdings nur Straße und etwas Waldwege, sinnigerweise bei Langenaltenheim auf dem Rückweg.Natürlich sind die Fahreigenschaften auf den guten Michelin und mit stärkerem Motor schon excellent, mir persönlich hat die Motorstärke der Vorgänger aber gut gereicht, selbst der Pajero mit 99 PS seinerzeit war eigentlich nicht untermotorisiert.Ob er nun besser fährt, als der J 95 vermag ich nicht zu sagen, hatte fast 8 Monate Abstinenz - aber auf jeden Fall: Neue Besen kehren gut. Die Schlachtschiffschwankungen sind offensichtlich nur im unteren Geschwindigkeitsbereich.
Auch sonst gibt es nicht viel auszusetzen, ich hatte oben ja nur geschrieben, war mir nicht schmeckt und warum.
Die Verarbeitung u.v.a. macht nach wie vor einen guten, soliden Eindruck, der Schalthebel(Autom.) sagt mir sehr zu, ebenso das wirklich gute Radio, jetzt für mich mit gut lesbarem, blendfreien Display. Ich habe zwar nicht gemessen, aber auch innen scheint er breiter zu sein, meine Engel 35 geht jetzt quer hinter den Fahrersitz(hinter dem Beifahrersitz ist ja der Bettkasten) und schafft mir insgesamt mehr Stauplatz dahinter,daß ich dafür zum Öffnen den Fahrersitz nach vorne schieben muß,nehme ich halt in Kauf.
Mein Vorzeltproblem mit den 2 Querträgern ist wirklich nicht der Renner, funktioniert aber gut. Die Fahrgeräusche sind aber schon ab 90 fürchterlich, werde mir wohl doch die Dachreling besorgen. Das Öffnungsproblem der Hecktür habe ich erst einmal verschoben, Nestle z. B. ist sehr weit entfernt. Z. Zt. mache ich eine Rolle rückwärts und steige durch die linke hintere Tür aus und ein, kann dann deshalb aber nicht das rechte Trittbrett abschrauben. Evtl. schließe ich auch nicht das Heckfenster total, kann dann die Tür so von außen öffnen. Das Atmungsproblem während der Nacht scheint auch ohne Schiebedach lösbar zu sein, falls es im Sommer nicht zu heiß ist, kann man auch im verrammelten Wagen gut ruhen, hatte es schon früher ausprobiert, zumal das geöffnete Dach bei zunehmender Wetterinstabilität nicht immer unproblematisch ist. Mal sehen.
Was den Verbrauch angeht, die Werte sind natürlich geschönt, man kann es den Herstellern in Zeiten des Wahnsinns natütlich nicht verdenken. Aber der Verbrauch ist insgesamt gesunken, ich verbrauchte bei meiner Ökofahrt- also 60 (Baustelle) bis 110 - ca. 7,9 l/100 Km(Dachträger abgebaut). Die erreichbaren 6,6 l sind mir schleierhaft, will es aber doch einmal, falls sich eine entsprechende Gelegenheit, ohne Nachfolgende zu behindern, einmal ergeben sollte. Einfach Neugier, hatte ich doch bei den Vorgängern leicht die Verbrauchsangaben unterschritten.
Ein neuer Nachteil, zum ewigen Gepiepe(bei meinem Händler sagte man mir, die Hersteller bekämen sog. Sicherheitspunkte dafür, bei neuen Modellen dann würde es noch schlimmer) - gute Aussichten. Hatte ich mich schon damit abgefunden, daß ich zum Radiohören im Stand eben nicht die Fahrertür öffne, mußte ich feststellen, daß nach ca. 1 Stunde die ACC - Stellung auf null geht,also alle Stromverbraucher auch. Gute Aussichten für diejenigen, die z.B. eine Kühlbox über Nacht betreiben möchten. Für mich nicht so relevant, wenn auch lästig. Vielleicht läßt sich dieser Unfung durch Versierte leicht umgehen. Man sagte mir, daß damit das versehentliche Entladen der Batterie( auch hier weiß man nicht,daß es 2 gibt) vermieden wird. Man kann sehen, was von Herstellerseite von den Benutzern gehalten wird. Man kann nur den Kopf schütteln.
Ebenfalls werde ich die Lichterpracht an Türen und Trittbrettern abstellen, völlig unnötig so etwas, falls nicht programmierbar, muß ich halt die Birnen rausnehmen.
Leider sind im Multifunktionsdisplay der Temperaturverauf und der Höhenmesser entfallen.
Zum Schluß noch etwas zur Farbe. Wer dahingehend ein Freak ist - z.B. Farbe passend zu Muttis Hutfarbe - sollte sich einen entsprechenden Wagen in Natura ansehen. Die Differenzen zum Prospekt sind erheblich. Ich habe ja Titatniummetallic, sieht aber meistens eher schwarz aus. Kein Problem, weiß aber, wie wichtig dies für das andere Geschlecht sein kann.
Aus meiner Sicht - weiß auch nicht mehr, was mich zum "Life" getrieben hatte, ist man am besten mit dem Basismodell plus Komfortpaket aufgehoben, da stimmt in etwa noch das Preisleistungsverhältnis.
Noch etwas @ Cid. Ich bin seit 1994 mindestens alle 2 Jahre in Spanien- gesamtes Land - Ausnahme mehr der Westteil. Natürlich schaut man immer, was andere fahren. Mir fielen die J 9 u. J 12 zahlenmäßig nicht auf, war allerdings nicht am Meer unterwegs und hatte als Großstädte nur Madrid, da muß man halt oft durch, León und Burgos gesehen. Mir fielen mehr der Defender, diverse Nissan( kein Wunder) und Santana auf. Aber: Spanien ist für mich Freiheit auf Rädern.
So, für alle, die sich für diesen Typ entscheiden, viel Freude am Fahren, egal ob Oper oder Schlamm, damit dies eben noch lange so bleiben kann.
In diesem Sinne dann
Henning




