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...kaum zu glauben, schon wieder sind 2 Jahre vergangen.Nun hat es also auch den J95 erwischt, und nach 23 Jahren mit >270.000km wurde ein neues Lenkgetriebe notwendig.
Die Lenkung selbst war tadelos in Ordnung, jedoch waren die Gummibuchsen im Gehäuse ausgeleiert.
Also flugs die Möglichkeiten erörtert und bei Autodoc ein bei Elstock generalüberholtes Lenkgetriebe bestellt.
Kaufpreis: 278€
Da es im Carport bei den momentanen Temperaturen etwas kalt ist, wurde schnell ein Schlachtplan ausgeheckt.
1) Bühne aufladen 2) Bühne in der warmen Werkstatt abladen 3) Spanplattenboden / Fundament checken 4) J95 aufbocken
Der Stabi muß nicht abgebaut werden.
Lediglich die beiden Unterfahrschutzbleche müssen raus.
Was aber zwingend notwendig ist, ein 17mm Krähenfuß
Ohne den geht nix - da man an die beiden Hydraulikleitungen am Lenkgetriebe extrem schlecht hin kommt.
Mit einem Gabelschlüssel bekommt man die 17mm Überwurfmuttern nicht geöffnet - die würde man rund drehen!. 5) An die vordere der beiden Leitungen kommt man nach entfernen von Rad und Abdeckung gut mit dem Krähenfuss, Knebel und zölligem Meter langen Rohr als Meinungsverstärker hin. An die hinten liegende Leitung etwas schlechter - aber es geht auch hier mit 3/4 Zoll Knebel und aufgestecktem Rohr, mittellanger Verlängerung und dem Krähenfuß hervorragend. Einfach zwischen vorderem Querlenkeranschraubpunkt und Antriebswelle den Knebel einführen und mit der Verlängerung
vor zum Krähenfuß der bestenfalls schon auf die Überwurfmutter aufgesteckt ist.
6) Vor dem abnehmen der Lenkung selbst, noch das Verbindungselement zur Lenksäule lockern.
Da kommt man sehr gut hin. Eine oben, eine unten und schon kann man das Verbindungselement nach oben verschieben und vom Lenkgetriebe lösen.
Achtung:
Unbedingt das Lenkrad vorher in geradeaus Stellung gegen verdrehen fixieren, damit die
> Lenkspirale innen nicht aus versehen abgerissen wird
> die Lenkung gerade steht für das neue Lenkgetriebe
Hab leider kein Foto von der oberen Verschraubung - ist aber das gleiche Prinzip wie die unten sichtbare. 7) Die eigentlichen Halteschrauben am Gehäuse sind auch einfach zu öffnen, und schon hat man das Lenkgetriebe in der Hand. Zusammenfassend:
a) Neue Spurstangenköpfe sind von Vorteil, wenn mann eh schon dran ist, da braucht man einen stabilen Abzieher!!
b) Mit einem Liter ATF DextronIII kommt man gut hin - spülen und neu befüllen.
c) Wenn man vor dem öffnen der beiden 17mm Ölleitungen die beiden kleinen Leitungen am Lenkgetriebegehäuse öffnet, das Öl ablaufen lässt und dabei die Lenkung 10-20 von links nach rechts dreht, hat man später keine Ölsauerei beim Lenkungsausbau.
d) Beim Festschrauben der hinteren 17mm Überwurfmutter die Leitung Richtung Motor fixieren oder halten, die verdreht sich sonst und dann bekommt man die vordere Leitung nicht am Lenkgetriebe angeschraubt und fängt nochmal an mit der Krähenfußnummer
Schee wars und auf die nächsten Jahre.
Vielleicht hilft der Beitrag und die Erfahrung hier ja mal einem.
HannesBJ



