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Ich nehme an, dass dies ein Link zum Video sein sollte?
Vg
Andy
Hallo, Wenn das Fenster mit der Anmeldeaufforderung kommt, klickst du ober rechts auf das Kreuz und du kannst das Video unangemeldet gucken. Vorher Cookies ablehnen oder nur notwendige akzeptieren.
Bin auch nicht im Fratzenbuch.
VG
Ah so, danke für den Hinweis.
Bei mir am Tablet ist die Auflösung so bescheuert, dass über dem Kreuz der Button Anmelden liegt. Somit kann ich das dahinterliegende Kreuz nicht anklicken , egal wie ich zoome.
Die tücken der Technik.
Dann halt nicht.
Anna , ich denke es ist nicht die Amplitude die den Rahmen zerstört sondern die Frequenz .
Ein oder auch mehrere harte Aufschläge sind bei weitem nicht so schlimm .
Wenn ich es richtig im Kopf habe schließt dein Aufbau hinten bündig ab , oder ?
Der Landrover ist bestimmt nicht typisch für den Schaden , aber man sieht ja dass es dennoch vorkommt .
Genau - der Rahmen bricht üblicherweise nicht durch harte, kurze und unterschiedliche Einschläge, sondern durch die ständige Schwingung und leichte Biegung an genau einer Stelle bzw. in einem engen Bereich.
Die Amplitude spielt nur dadurch eine Rolle, über welche Rahmenlänge sie ausgeglichen werden muss.
Dafür ursächlich sind meist die folgenden Auslöser:
- Viel Hecküberhang und damit Lastwechsel in der Mitte des Autos zwischen "nur Druck nach unten" und "Zug nach oben"
- Stabile Kabinenböden der Absetzkabinen, vorne und hinten zum Rahmen abgespannt/geschraubt. Damit ändert sich der Bereich in dem der Rahmen "arbeitet". Es passiert bei Verwindung nicht mehr über die ganze Länge sondern nur noch genau vor der Pritsche. Hier erhöht sich dann das Verhältnis zwischen Amplitude zu Rahmenlänge in der sie ausgeglichen werden muss enorm ungünstig.
Wenn vorher 5cm Verwindung auf der Rahmenlänge zwischen Fahrerhaus und Ende des Autos (also mehr als 1m) ausgeglichen wurden, werden sie nun auf 10cm Rahmenlänge ausgeglichen.
- Ungünstiges Schwingungsverhalten, das durch die Kabinenform, Gewicht, Schwerpunkt dazu führt das der Rahmen auf den 10cm hinter dem Fahrerhaus immer in gleichförmiger Bewegung ist. Hier bildet sich eine Art "Resonanzschwingung" im Rahmen
Voila - fertig ist der absehbare Schwingungsbruch am Rahmen.
Das ist auch keine Frage ob es passiert - sondern eigentlich nur wann. Schäden treten durch sowas recht schnell auf, auch wenn man sie noch nicht sieht: Der Rahmen wird weicher.
Dadurch verstärkt sich das Schwingen, und so beginnt der Teufelskreis, bis die Fuhre irgendwann nen Kipparsch hat.
Wie reduziert man solche Effekte?
- Kabine so leicht wie möglich und Schwerpunkt vor der Hinterachse halten.
- so kurzer Alkoven wie möglich
- Gewicht in der Kabine ganz nach unten und alles schwere kurz vor die Hinterachse
- Kabine NICHT direkt hart gegen den Rahmen abspannen, sondern gegen die Pritsche, die dazu aber oft verstärkt werden muss. Oder eben vernünftiger Zwischenrahmen z.B. mit 3 Punkt Lagerung.
- Fahrwerk nicht zu hart oder zu weich, sondern abgestimmt auf das Gesamtkonstrukt, um Fahrwerksinduzierte Schwingungen zu vermeiden.
- Beim fahren schauen wo der ungünstige Schwingungsbereich ist. Das ist meist nicht Offroad sondern auf Landstraßen/Autobahnen wo die ganze Fuhre in der Mitte "atmet", das sieht man zwischen Fahrerhaus und Kabine durch rythmische Abstandsveränderung an der Oberkante z.B. wenn der Beifahrer da mal hingreift oder aus dem Fenster schaut. Notieren bei welchen Geschwindigkeiten es auftritt und diese Geschwindigkeitsbereiche meiden, also entweder schneller oder langsamer fahren. Wenn Beladung, Reifen oder sonstwas sich ändert, neu ermitteln.
Abstützen am Fahrerhaus hilft übrigens nicht wirklich dauerhaft, sondern verlagert die Schäden nur an eine andere Stelle.
Und warum passiert sowas in Afrika und Co. wo die Kisten massiv überladen werden nicht wirklich oft?
Weil die Ladung sich immer ändert, selten so fest ist das sie den Rahmen aussteift, und oft so langsam gefahren wird das es nicht zum Aufschwingen kommt bzw. durch die Straßénverhältnisse eher wenig gleichförmige Schwingung auftritt.
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Vg
Andy
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VG
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Die tücken der Technik.
Dann halt nicht.
Moin,
Bei allem Unglück hat er noch Glück, dass ihm das in Zimbabwe passiert ist. Zimbabwe hat wenigstens fachlich gute Werkstätten und können handwerklich gute Arbeit leisten. Wer weiß wo das passiert ist und wie weit der Weg bis zur Werkstatt war. Die haben sicherlich nur provisorisch repariert, das das Auto nicht vollkommen zusammenrutscht beim Transport.
In Zim gibt's noch etliche LR, da ehemals britisch.
Wenn ich mir vorstelle, so etwas in Malawi oder Nordsambia...dann prost.
Wenn hier welche über das Schweißen unken, da merkt man, die reisen nixht in exotischen Ländern.
VG
Genau - der Rahmen bricht üblicherweise nicht durch harte, kurze und unterschiedliche Einschläge, sondern durch die ständige Schwingung und leichte Biegung an genau einer Stelle bzw. in einem engen Bereich.
Die Amplitude spielt nur dadurch eine Rolle, über welche Rahmenlänge sie ausgeglichen werden muss.
Dafür ursächlich sind meist die folgenden Auslöser:
- Viel Hecküberhang und damit Lastwechsel in der Mitte des Autos zwischen "nur Druck nach unten" und "Zug nach oben"
- Stabile Kabinenböden der Absetzkabinen, vorne und hinten zum Rahmen abgespannt/geschraubt. Damit ändert sich der Bereich in dem der Rahmen "arbeitet". Es passiert bei Verwindung nicht mehr über die ganze Länge sondern nur noch genau vor der Pritsche. Hier erhöht sich dann das Verhältnis zwischen Amplitude zu Rahmenlänge in der sie ausgeglichen werden muss enorm ungünstig.
Wenn vorher 5cm Verwindung auf der Rahmenlänge zwischen Fahrerhaus und Ende des Autos (also mehr als 1m) ausgeglichen wurden, werden sie nun auf 10cm Rahmenlänge ausgeglichen.
- Ungünstiges Schwingungsverhalten, das durch die Kabinenform, Gewicht, Schwerpunkt dazu führt das der Rahmen auf den 10cm hinter dem Fahrerhaus immer in gleichförmiger Bewegung ist. Hier bildet sich eine Art "Resonanzschwingung" im Rahmen
Voila - fertig ist der absehbare Schwingungsbruch am Rahmen.
Das ist auch keine Frage ob es passiert - sondern eigentlich nur wann. Schäden treten durch sowas recht schnell auf, auch wenn man sie noch nicht sieht: Der Rahmen wird weicher.
Dadurch verstärkt sich das Schwingen, und so beginnt der Teufelskreis, bis die Fuhre irgendwann nen Kipparsch hat.
Wie reduziert man solche Effekte?
- Kabine so leicht wie möglich und Schwerpunkt vor der Hinterachse halten.
- so kurzer Alkoven wie möglich
- Gewicht in der Kabine ganz nach unten und alles schwere kurz vor die Hinterachse
- Kabine NICHT direkt hart gegen den Rahmen abspannen, sondern gegen die Pritsche, die dazu aber oft verstärkt werden muss. Oder eben vernünftiger Zwischenrahmen z.B. mit 3 Punkt Lagerung.
- Fahrwerk nicht zu hart oder zu weich, sondern abgestimmt auf das Gesamtkonstrukt, um Fahrwerksinduzierte Schwingungen zu vermeiden.
- Beim fahren schauen wo der ungünstige Schwingungsbereich ist. Das ist meist nicht Offroad sondern auf Landstraßen/Autobahnen wo die ganze Fuhre in der Mitte "atmet", das sieht man zwischen Fahrerhaus und Kabine durch rythmische Abstandsveränderung an der Oberkante z.B. wenn der Beifahrer da mal hingreift oder aus dem Fenster schaut. Notieren bei welchen Geschwindigkeiten es auftritt und diese Geschwindigkeitsbereiche meiden, also entweder schneller oder langsamer fahren. Wenn Beladung, Reifen oder sonstwas sich ändert, neu ermitteln.
Abstützen am Fahrerhaus hilft übrigens nicht wirklich dauerhaft, sondern verlagert die Schäden nur an eine andere Stelle.
Und warum passiert sowas in Afrika und Co. wo die Kisten massiv überladen werden nicht wirklich oft?
Weil die Ladung sich immer ändert, selten so fest ist das sie den Rahmen aussteift, und oft so langsam gefahren wird das es nicht zum Aufschwingen kommt bzw. durch die Straßénverhältnisse eher wenig gleichförmige Schwingung auftritt.
Viele Grüße
Broesel
Das sind tatsächlich ausserordentlich fundierte Erklärungen, die alle Ursachen des Bruchs bedenken!
Noch zur Ergänzung: der Landy-Rahmen gilt seit ewig eigentlich als recht verwindundfreundlich, obwohl er nicht so ausieht. Die hier angeführte Konstruktion (mit der brutalen Hebelwirkung) hat das nahezu völlig aufgehoben, wodurch der spektakuläre Bruch möglich wurde.
lightandy hat geschrieben: 29. November 2025 17:45
Bei LR gibt es so gute, günstige u viele rahmenanbieter, da würde ich gar keine windigen Reparaturen machen. Die besten kommen übrigens aus Polen! Konstruktiv in vielen Details verbessert.
Das ist sicher spannend, einen Rahmen von Polen nach Simbabwe zu bringen. Ansonsten gebe ich Dir völlig recht, den Rahmen aus Polen wird mein 130er auch irgendwann bekommen.
Wie reduziert man solche Effekte?
- Kabine so leicht wie möglich und Schwerpunkt vor der Hinterachse halten.
- so kurzer Alkoven wie möglich
- Gewicht in der Kabine ganz nach unten und alles schwere kurz vor die Hinterachse
- Kabine NICHT direkt hart gegen den Rahmen abspannen, sondern gegen die Pritsche, die dazu aber oft verstärkt werden muss. Oder eben vernünftiger Zwischenrahmen z.B. mit 3 Punkt Lagerung.
- Fahrwerk nicht zu hart oder zu weich, sondern abgestimmt auf das Gesamtkonstrukt, um Fahrwerksinduzierte Schwingungen zu vermeiden.
- Beim fahren schauen wo der ungünstige Schwingungsbereich ist. Das ist meist nicht Offroad sondern auf Landstraßen/Autobahnen wo die ganze Fuhre in der Mitte "atmet", das sieht man zwischen Fahrerhaus und Kabine durch rythmische Abstandsveränderung an der Oberkante z.B. wenn der Beifahrer da mal hingreift oder aus dem Fenster schaut. Notieren bei welchen Geschwindigkeiten es auftritt und diese Geschwindigkeitsbereiche meiden, also entweder schneller oder langsamer fahren. Wenn Beladung, Reifen oder sonstwas sich ändert, neu ermitteln.
Abstützen am Fahrerhaus hilft übrigens nicht wirklich dauerhaft, sondern verlagert die Schäden nur an eine andere Stelle.
Hallo Broesel,
ich gebe Dir in jedem einzelnen Punkt Recht! Trotzdem fehlt mir noch ein Ratschlag für diejenigen, die vor der Entscheidung stehen, den Wohnkoffer fest mit dem Fahrerhaus zu verbinden, oder nicht. Der lautet von mir: immer kraftschlüssig verbinden und dadurch aus dem Fahrzeug einen schönen "Integrierten" machen! Das bedingt allerdings, dass Fahrerhaus und Aufbau natürlich in gleicher Art mit dem Rahmen verbunden sind (also entweder originale Gummilager oder nicht zu harte Maschinenfüsse). Im Ergbnis hat man dann quasi eine große Kombikarosserie in einem Stück auf den Rahmen geschraubt, der dann - im Idealfall - überall gleichmäßig belastet wird. Die vielbeschworenen negativen Auswirkungen auf die Verschränkungsfähigkeit halte ich hier für vernachlässigbar, wenn man mal bedenkt, wie wenig ein kleiner Geländewagenrahmen im Vergleich z.B. zu einem Lkw-Rahmen tatsächlich zur Verschränkung beiträgt.
Die vielbeschworenen negativen Auswirkungen auf die Verschränkungsfähigkeit halte ich hier für vernachlässigbar, wenn man mal bedenkt, wie wenig ein kleiner Geländewagenrahmen im Vergleich z.B. zu einem Lkw-Rahmen tatsächlich zur Verschränkung beiträgt.
Gruß, Mario
Das Landychassis ist allerdings bewusst auf Verschränkungen ausgelegt: immer auch im Verhältnis zu Gewicht und Belastung!
Die Umbauten zu praktisch einer Karosserie gibt es ja in Form eines "verlängerten" Stations, dem man die Ladefläche entfernt hat. Nur hat das dann nichts mehr mit einem Wohnaufbau zu tun.
Andere Konstruktionen, bei denen diese weiter als Basis genutzt und fest mit dem Führerhaus verbunden wurden, zeigen oft Spannungsrisse - eben durch Verwindungen. Baut man einen kompakten neuen Körper auf den Landy-Rahmen, dann entsteht unvermeidlich ein neues Fahrzeug.
Es bleibt nun mal vieles immer ein Kompromiss!