Durchgebrochen ( Landrover )

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Serge
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Serge »

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Innova87 hat geschrieben: 30. November 2025 09:52
Für provisorium gehts ja erst mal weiter.
Genau das ist der springende Punkt.
Den ZKF https://www.zkf.de in allen Ehren,
aber in der Situation geht es erstmal um die Problemlösung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.
Allem hättste, wärste, könnste zum Trotz.
Die Analyse erfolgt im Nachgang.
Le temps ne fait rien à l'affaire.

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Günter HZJ
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Günter HZJ »

Hallo,
noch ein Bild von einem Rahmenbruch am Landi mit Kabine.
Ist aus 2023 in Argentinien.
Gruß Günter
Dateianhänge
B7ECD026-5268-40AD-AC6F-E7536EC766A6.jpeg
IMG_0295.jpeg
HZJ79 mit Alpha-CAB Kabine

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bergfuehrer
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von bergfuehrer »

Damit genau soetwas nicht passiert, habe ich zwischen B-Säule meines Hilux Excab und dem Alkoven der Geocamper Kabine, Stoßdämpfer vom Fiat Panda eingebaut. So kann der Tahmen sich zwar verwinden, Schwingungen werden aber sehr effektiv unterbunden.

[image] https://1drv.ms/i/c/c699b9db26d59c99/EZ ... pD7Q/image]
Broesel hat geschrieben: 30. November 2025 08:55
Genau - der Rahmen bricht üblicherweise nicht durch harte, kurze und unterschiedliche Einschläge, sondern durch die ständige Schwingung und leichte Biegung an genau einer Stelle bzw. in einem engen Bereich.
Die Amplitude spielt nur dadurch eine Rolle, über welche Rahmenlänge sie ausgeglichen werden muss.

Dafür ursächlich sind meist die folgenden Auslöser:
- Viel Hecküberhang und damit Lastwechsel in der Mitte des Autos zwischen "nur Druck nach unten" und "Zug nach oben"

- Stabile Kabinenböden der Absetzkabinen, vorne und hinten zum Rahmen abgespannt/geschraubt. Damit ändert sich der Bereich in dem der Rahmen "arbeitet". Es passiert bei Verwindung nicht mehr über die ganze Länge sondern nur noch genau vor der Pritsche. Hier erhöht sich dann das Verhältnis zwischen Amplitude zu Rahmenlänge in der sie ausgeglichen werden muss enorm ungünstig.
Wenn vorher 5cm Verwindung auf der Rahmenlänge zwischen Fahrerhaus und Ende des Autos (also mehr als 1m) ausgeglichen wurden, werden sie nun auf 10cm Rahmenlänge ausgeglichen.

- Ungünstiges Schwingungsverhalten, das durch die Kabinenform, Gewicht, Schwerpunkt dazu führt das der Rahmen auf den 10cm hinter dem Fahrerhaus immer in gleichförmiger Bewegung ist. Hier bildet sich eine Art "Resonanzschwingung" im Rahmen

Voila - fertig ist der absehbare Schwingungsbruch am Rahmen.
Das ist auch keine Frage ob es passiert - sondern eigentlich nur wann. Schäden treten durch sowas recht schnell auf, auch wenn man sie noch nicht sieht: Der Rahmen wird weicher.
Dadurch verstärkt sich das Schwingen, und so beginnt der Teufelskreis, bis die Fuhre irgendwann nen Kipparsch hat.


Wie reduziert man solche Effekte?
- Kabine so leicht wie möglich und Schwerpunkt vor der Hinterachse halten.
- so kurzer Alkoven wie möglich
- Gewicht in der Kabine ganz nach unten und alles schwere kurz vor die Hinterachse
- Kabine NICHT direkt hart gegen den Rahmen abspannen, sondern gegen die Pritsche, die dazu aber oft verstärkt werden muss. Oder eben vernünftiger Zwischenrahmen z.B. mit 3 Punkt Lagerung.
- Fahrwerk nicht zu hart oder zu weich, sondern abgestimmt auf das Gesamtkonstrukt, um Fahrwerksinduzierte Schwingungen zu vermeiden.

- Beim fahren schauen wo der ungünstige Schwingungsbereich ist. Das ist meist nicht Offroad sondern auf Landstraßen/Autobahnen wo die ganze Fuhre in der Mitte "atmet", das sieht man zwischen Fahrerhaus und Kabine durch rythmische Abstandsveränderung an der Oberkante z.B. wenn der Beifahrer da mal hingreift oder aus dem Fenster schaut. Notieren bei welchen Geschwindigkeiten es auftritt und diese Geschwindigkeitsbereiche meiden, also entweder schneller oder langsamer fahren. Wenn Beladung, Reifen oder sonstwas sich ändert, neu ermitteln.

Abstützen am Fahrerhaus hilft übrigens nicht wirklich dauerhaft, sondern verlagert die Schäden nur an eine andere Stelle.

Und warum passiert sowas in Afrika und Co. wo die Kisten massiv überladen werden nicht wirklich oft?
Weil die Ladung sich immer ändert, selten so fest ist das sie den Rahmen aussteift, und oft so langsam gefahren wird das es nicht zum Aufschwingen kommt bzw. durch die Straßénverhältnisse eher wenig gleichförmige Schwingung auftritt.

Viele Grüße
Broesel

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Broesel
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Broesel »

Jepp, das mit den Stoßdämpfern kann helfen:
- Ändert die Resonanzfrequenz bzw. verhindert ein Aufschwingen.
- bleibt aber flexibel und beweglich.

Richtig abgestimmt und montiert hilft das sicher ne Menge - und ist vermutlich der beste Kompromiss statt "Nix machen" oder "fest verbinden".

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Broesel
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Broesel »

Bondgirl hat geschrieben: 30. November 2025 18:41
Sorry aber ich krieg beim 130 alle Türen auf und zu in der Verschränkung. Alle 4. Sehr verschränkt klackt das Türschloss ggf anders und hörbarer aber das ist beim Toyota nicht anders. Und nein der Rahmen ist nicht weicher als anderswo.
Das stimmt so einfach nicht. War gerade letzte Woche mehrfach maximal verschränkt 🤣
Das ist kein Unimog
Möchte ich garnicht widersprechen.
Kommt immer auf Beladung und Baujahr an - die Defender haben massive Streuungen.
Du bekommst auch 110er die wenn sie mit einem Rad auf dem Bordstein stehen und wo die Hecktür nicht mehr aufgeht, und andere wo alles normal funktioniert.

Und sie werden weicher mit der Zeit, es gibt aber auch Exemplare die recht "hart" bleiben".


Ja, auch beim J7, J12 und CO. gehen bei voller Verschränkung die Türen etwas strammer, aber das ist minimal. Sonst ist was hin...

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Kat i
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Kat i »

Ein Landrover Defender verwindet sich immer samt Karosserie - stellt den mal mit einem Rad auf den Bordstein, dann geht die Hecktür/Hecklappe und die Türen teils nicht mehr auf - eben weil er im Gesamten mit Verwindet.
Egel ob Pickup oder nicht.
Bin da ganz bei Anna: Auch ich kann an meinem 130er alle Türen inkl. Heckklappe auch in der Verschränkung öffnen und schließen. Das ging auch bei meinem 110er und dem 90er.
Viele Grüße
Mathias

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Gurti
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Gurti »

Pathfinder hat geschrieben: 30. November 2025 19:09
Für mich sieht das nicht nach gebrochenem Rahmen, sondern nach (durch Rost?) kollabierten hinteren Pritschenbefestigungen aus. Der Pritschenboden ist von unten ja eher gar nicht rostgeschützt.
Hilux Doka 2,4 D4D Executive, 2018
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xsteel
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von xsteel »

Schau mal hinter dem Hinterrad....
Des schwarze ist ganz und gar kein Harrriß am Rahmen :rofl:
Gruß, Sigi

HZJ79 Bj.2011

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Pathfinder
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Pathfinder »

Gurti hat geschrieben: 4. Dezember 2025 21:02
Pathfinder hat geschrieben: 30. November 2025 19:09
Für mich sieht das nicht nach gebrochenem Rahmen, sondern nach (durch Rost?) kollabierten hinteren Pritschenbefestigungen aus. Der Pritschenboden ist von unten ja eher gar nicht rostgeschützt.
Hallo,
Nach was sieht das am hinteren Rahmenbogen für dich aus?
Wenn die Pritschenbefestigung gebrochen wäre, würde die vordere Pritsche nicht in den Himmel gucken....
VG

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Gurti
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von Gurti »

Ah, jetzt, ja. -Ich hatte zunächst nur den normalen Rahmenverlauf oberhalb des Hinterrades beachtet, den Riss ein bisschen weiter hinten habe ich glatt übersehen. Scheinbar musste die vordere Pritschenbefestigung abreißen, damit die Pritsche vorne so hoch gehen konnte.
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pan51
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von pan51 »

Am 29.12. haben sie in einer Werkstatt festgestellt, daß die Schweißnaht auf der linken Seite wieder aufgerissen ist:



Hat ja nicht lang gehalten...wurde jetzt nochmal (verstärkt) repariert und sie fahren vorsichtiger bis zur wirklich professionellen Reparatur mit Abbau der Kabine.
Grüße,
Axel

DISCLAIMER: meine Postings können KI enthalten... :bulb:

pan51.com - pan51.blogspot.com

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der 7er
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von der 7er »

Rahmenbruch LR.jpg
Moin,

ein Bruch wie aus dem Lehrbuch!
Stichwort: Spannungsspitzen in Ecken...

Gruß, Mario

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superXcruiser
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von superXcruiser »

Mario, du als alter Schrauberkönig erkennst sicherlich keinen Bruch, sondern einen Riss, oder?

Ich wünsche dir ein schönes 2026.
Fahrt los, sonst kommt ihr nicht an.

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der 7er
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von der 7er »

superXcruiser hat geschrieben: 10. Januar 2026 14:08
Mario, du als alter Schrauberkönig erkennst sicherlich keinen Bruch, sondern einen Riss, oder?

Ich wünsche dir ein schönes 2026.
Moin Jens,

Du hast natürlich Recht! Zu sehen ist hier nur ein Riss - noch... :wink:

Viele Grüße und ein gesundes Jahr 2026

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superXcruiser
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Re: Durchgebrochen ( Landrover )

Beitrag von superXcruiser »

.....hättest auch Klugs..eißer sagen dürfen.
Fahrt los, sonst kommt ihr nicht an.

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