Wie Zusatztank innen sicher montieren?

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Omar
Beiträge: 36
Registriert: 9. September 2002 17:31

Wie Zusatztank innen sicher montieren?

Beitrag von Omar »

Guten Tag

Ich habe einen 80 Liter Stahltank, den ich beim Woick bezogen habe. Die Abmessungen sind 80 x 50 x 23 cm.

Der Tank soll in meinem KZJ95 liegend hinter dem rechten Vordersitz montiert werden. Der Rücksitz entfällt.

Wie soll ich den Tank unfallsicher auf dem sehr unebenen Fahrzeugboden montieren? Ich möchte am liebsten, dass der Tank nirgends mit Metall in Berührung kommt, um Lärm und Haarrisse durch Vibration zu vermeiden. Deshalb dachte ich an eine wannenförmige Unterlage aus Sperr- und Hartholz und 5-Tonnen Nylon-Spanngurte oben drüber. Die Wanne müsste aber aussenrum und unten noch mit Stahl verstärkt werden, damit bei Unfall alles hält.

Es gibt einige starke Gewinde für den Rücksitz, die man für die Verankerung benutzen könnte, aber sie liegen alle an ungünstigen Stellen. Ansonsten könnte ich wohl Oesen (M10) in ca 80x80x10 mm Stahlplatten schrauben, die auf Aussenseite der Karosserie (Unterboden) aufliegen.

Die Ganze Befestigung sollte durch Löcher durch den Teppich gehalten werden und abschraubbar sein.

Kann jemand beschreiben, wie er seinen Innentank sicher verankert hat?

Kann mir jemand Tipps geben?

Dank und Grüsse

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Elmar Vogler
Beiträge: 356
Registriert: 11. September 2002 21:14
Wohnort: Stockach.....dem Tor zum Bodensee und größerer Entfernung von den Schnaken als Martin

Beitrag von Elmar Vogler »

Hallo Omar,

ich persönlich würde innen keinen Tank montiern. Ein Bekannter hatte in seinem HZJ75 längere Zeit einen 180 l Tank innen montiert. Irgend wann wurde er in Libyen undicht und ca. 100 l Diesel versiegelten den Innenraum, teils Klamotten, ein Zelt usw..

Wenn innen, dann mit doppelter Wandung!

Gruß

Elmar

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thores
Beiträge: 11292
Registriert: 26. Januar 2004 13:52

Beitrag von thores »

Hallo Omar,

falls du auf behördlichen Segen wert legst, solltest du zu diesem Thema unbedingt den TÜV (o.ä.) befragen. Meines Wissens tolerieren die nur Innentanks in der Grösse von Reservekanistern.
Ich gehe davon aus, dass du in diesen Tank Diesel füllen willst!?

Grüsse aus Altenstadt
Thomas
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Thomas

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Rico1
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Registriert: 3. August 2002 11:52
Wohnort: Bayern

Beitrag von Rico1 »

Hallo Omar,
ich hatte auch mal einen Tank im Innenraum, an den habe ich 4 Winkel angeschweisst und dann im Fahrzeugboden Einziehmuttern angebracht, wo ich den Tank fest verschraubt hatte. Zu befüllen war der Tank über einen separaten Einfüllstutzen - Entlerung in den Originaltank.

Mach Dich schlau beim Tüv, soweit ich weis verbauen Markus Haase (off road schmiede) und Horst Mösbauer (Extec) auch Innentank's mit Tüv.

Gruß
Rico

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move it
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Registriert: 18. September 2003 20:52
Wohnort: Österreich

Beitrag von move it »

Hallo Omar,

ich habe schon den zweiten großen (135 Liter) Tank im zweiten Geländewagen - bis jetzt immer, auch auf materialmordenden Pisten, ohne Probleme. Wichtig ist eine solide Ausführung und Schwallbleche im Tank, denn im halbvollen Tank werden auf schlechter Piste ganz schöne Kräfte frei. Sinnvoll ist es jedenfalls, Betankung/Entlüftung/Entnahme nach außen zu verlegen, ohne TÜV ist es aber auch anders machbar. Als Untergrund bei unebener Fläche hat sich mehrschichtverleimtes Birkensperrholz oder auch Alublech bewährt. Wichtiger ist es jedoch, dem Tank entweder einen alten Teppichboden oder eine Gummimatte unterzulegen (und am besten an den Seiten auch), damit Verspannungen, Ausdehnung usw. ausgeglichen werden kann. Und dann: Sicher, das heißt mit einigen (!)Schrauben/Gewindestangen der Festigkeit 8.8 sowie großen Blechscheiben (DM50+) am Wagenboden befestigen.
Das Ding darf dir bei einem Aufprall nicht ins Kreuz fliegen, also ist ist Stabilität oberstes Gebot.
Und ein vernünftiger TÜV Prüfer, der weiß, um was es geht, wird dir das auch eintragen.

Gruß
Paul
move it

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Omar
Beiträge: 36
Registriert: 9. September 2002 17:31

Beitrag von Omar »

Danke!

Der Tank wird nur auf Fernreisen eingesetzt. Diesel. Eine Eintragung beim Schweizer Strasseverkehrsamt kann ich durchaus anstreben, aber viel wichtiger ist wie schon gesagt, dass es hält.

Der Tank ergänzt einen original Toyota Unterbodenzusatztank. Drei Tanks ist ein wenig umständlich aber dafür hab ich dann eine Kanister-freie Lösung mit tiefem Schwerpunkt.

Der Innentank wird mit einer Pumpe aus dem Unterbodenzusatztank gefüllt und geleert, do dass der beträchtliche Platzverbrauch für den Einfüllstutzen entfällt. Damit das Füllen schnell genug geht, verwende ich einen 25 mm Spiralschlauch und eine nominell 40 Liter/Minute Pumpe bezogen bei Därr, die normalerweise für's Tanken vom Fass bestimmt ist.

Am Tank selbst was anschweissen will ich nicht mehr, um mit der Zeit auftretende Haarrisse zu vermeiden.

Der Tank wurde vom Tankbauer hergestellt und hat Schwallbleche.

@Paul:
Was soll ich denn nun oben drüber über den Tank spannen? Stahlbänder? Wieviele und wie breit/dick? Wenn Stahlbänder, mit Gummi unterlegen? Oder Nylonbänder?

Wie verhindere ich am besten, dass der Tank bei Aufprall auf der Holzplatte rutscht? Oben drüber gespannte Bänder verhindern das ja nicht vollständig.

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hiluxchrigu
Beiträge: 240
Registriert: 18. August 2005 19:13
Wohnort: CH-3044 Innerberg

Beitrag von hiluxchrigu »

Hallo Omar

Ich fahr seit Jahr und Tag mit einem reingestellten 130 L Kunststoffwassertank durch die Gegend - sogar ohne Schwallwand - aber so um die Zeit rum, wo er jeweils halb voll ist, plätscherts auf Pisten schon recht heftig .... bis jetzt zum Glück immer nur hinter unserem Rücken Bild Das Ding steht auf einer 15 mm Tischlerplatte, das Verschieben hab ich mit Aluwinkeln, die ich passend auf die Platte aufgeschraubt habe, bisher im Griff und runtergezurrt hab' ich ihn nur mit einem gewöhnlichen Spanngurt. Ein weiterer an der Rückwand befestigter Spanngurt sorgt dafür, dass uns der Tank nicht in den Rücken fliegen soll.
Bis jetzt hat das System auch bei grösseren unbeabsichtigten Hüpfern problemlos funktioniert. Unterschied zu Dir:
Wahrscheinlich zerbröselt's im Notfall eines Unfalls bei uns eher den Kuntsstofftank als dass er uns um die Ohren fliegt ... und zweitens läuft bei uns im Notfall nur Wasser und nicht Diesel aus.

E Gruess
Chrigu

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move it
Beiträge: 48
Registriert: 18. September 2003 20:52
Wohnort: Österreich

Beitrag von move it »

Hi Omar,

ich würde den Tank an den Ecken - oben und unten - formschlüssig, also z.B. mit Winkelstahl befestigen (ähnlich wie mancherorts Batterien befestigt sind); damit bekommst du ihn sehr sicher fest; unbedingt Gummi unterlegen! Er darf keinesfalls ins Rutschen kommen können, sonst wird er zum Geschoß!

Gruß Paul
move it

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Schoenthal
Beiträge: 698
Registriert: 17. August 2002 07:03
Wohnort: Im Gottesgarten Deutschlands

Beitrag von Schoenthal »

Hallo Thomas,
Meines Wissens tolerieren die nur Innentanks in der Grösse von Reservekanistern.

einer unserer Mitentführten, der Archäologe, hatte sogar einen 500-Liter-Tank im Innenraum seines 80ers, sogar mit TÜV.

Gruß

U.E.H.
Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.

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Manfred Franz
Beiträge: 630
Registriert: 4. August 2003 14:23
Wohnort: Krefeld + Gibraltar

Beitrag von Manfred Franz »

Hatte man es denn damals vielleicht nur auf die "fahrende Tankstelle" abgesehen ??? :lol:

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Reinhart Mazur
Beiträge: 54
Registriert: 28. Juli 2002 00:10
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Beitrag von Reinhart Mazur »

Hallo Omar,

ich könnte mir vorstellen, daß Du mit dem zitierten Posting nicht viel anfangen kannst, denn interessant wäre gewesen zu erfahren, auf welcher Basis der TÜV dem Archäologen Klaus B. aus SL die Zulassung erteilt hat.

Schoenthal hat geschrieben:einer unserer Mitentführten, der Archäologe, hatte sogar einen 500-Liter-Tank im Innenraum seines 80ers, sogar mit TÜV.


Ich habe 1985 in meinen ersten BJ75 zwei Reservetanks innen eingebaut mit jeweils 255 l Volumen. Wie Du habe auch ich mir natürlich überlegt, wie das am sichersten geschehen könnte.

Bei der endgültigen Lösung bin ich von der Lagerung schwerer LKW-Tanks ausgegangen. Diese sind stets auf zwei Stahlträgern mit gummibewehrten Stahl-Tankbändern befestigt.

Im Prinzip sah das also bei mir so aus: Beide Tanks quer zur Fahrtrichtung eingebaut, auf jeweils zwei 2 cm dicken , etwa 10 cm breiten Hartholzbrettern gelagert, die genau die Breite der Tanks lang waren. Die Befestigung selbst erfolgte mit gummibewehrten Tankspannbändern, deren Ende durch den Wagenboden geführt wurden und von unten mit großen Beilagscheiben verschraubt wurden.

Die Tanks stammten auch von Woick, bzw. von Tankbau Kluge in Stuttgart, waren aus rostfreiem VA-Stahl und wurden vom Wageninneren aus befüllt. Wichtig in dem Zusammenhang ist, absolut dichte Tankdeckel zu verwenden, die Belüftung muß dann allerdings auf anderem Wege erfolgen.

Diese Lösung hat sich auf mehreren hunderttausend Kilometern Piste bewährt, da die Tanks auch in die folgenden 75er übernommen wurden und noch heute im Einsatz sind. Sie haben auch einen schweren Unfall (Fahrzeugüberschlag 2005 in Kasachstan, siehe www.tlc-exped.net/Yirghis.html) ohne jegliches Problem überstanden.

Bei ungezählten TÜV-Besuchen in den letzten 20 Jahren gab es niemals Probleme, da die superschlauen TÜV-'Ingenieure' nicht bemerkten, was da an Bord war, montiert unter der Liegefläche, von hinten verdeckt durch eine Trennwand.

Nun zu Deinem Einbau: Ich kann Dir nur dringend empfehlen, KEINE ANDERE Einbaulösung als die geschilderte mit Lagerung auf schmalen Brettern und Spannbändern vorzusehen. Alles andere wäre technisch falsch und würde sich alsbald rächen! Es bietet sich auch in Deinem Fall an, den Tank quer zur Fahrtrichtung zu montieren und zwei stählerne Spannbänder quer über die Schmalseite des Tanks zu befestigen.

Ich hoffe, das ist jetzt klar.

Servus

Reinhart
40 Jahre TLC: FJ55 - BJ45 - BJ75 - BJ75 - HZJ75 - HZJ78

http://www.tlc-exped.net/

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Dierk
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Registriert: 5. Januar 2003 13:14
Wohnort: Karlsruhe

Beitrag von Dierk »

Hallo Omar,

ich hatte in meinem 74er einen 110 Liter Tank von einem MB Transporter. Diesen hatte ich auf eine Mehrschichtplatte gestellt. Dazwischen eine Antirutschmatte aus dem Transportbereich gelegt. Festgezurrt habe ich die ganze Konstruktion mit gewöhnlichen Zurrbänder, wie man sie zum Verzurren von LKW Ladungen nimmt. Unter den Ratschen habe ich entsprechende Gummiunterlagen gelegt. Das Bodenblech habe ich an vier Stellen durchbohrt und Schrauben (M10) durchgesteckt auf die ich Ringmuttern geschraubt habe. Natürlich waren unter den Schraubenköpfen entsprechende Stahlplatten (Bl 5x50x50) montiert damit es die Schraubenköpfe im Falle eines Unfalles nicht aus den Bodenblech reißt. In die Ringmuttern habe ich dann die Metallhaken der Zurrbänder eingehängt. Diese Konstruktion hat auf mehreren Touren in Nordafrika einwandfrei funktioniert. Die Befüllung erfolgte vom Innenraum aus und das Umfüllen habe ich mittels einer kleinen Dieselpumpe gelöst.
Nachdem ich das Dichtungsproblem des alten Tankeinfüllstutzens gelöst hatte, hat das ganze äußerst zuverlässig funktioniert.
TÜV hat mich nicht interessiert, da ich den Tank nur auf meinen Urlaubtouren gefüllt habe. In Deutschland war er immer leer und war halt meine Ladung.

Gruß Dierk

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