78er oder der 105er

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Tourenfahrer
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78er oder der 105er

Beitrag von Tourenfahrer »

Hallo an alle,

ich stehe vor der Entscheidung welches Vehikel ich für meine weiteren Überlegungen genauer betrachten soll.
Soll die Reihe der 78er oder der 105er genauer beleuchtet werden.
Das mögliche künftige Fahrzeug soll als Reisefahrzeug ausgebaut werden.
Sprich Innenausbau möglichst flexibel für zwei Personen mit Hubdach und für längere Reisen (Island, Containerfähig für Südamerika und Australien) vorbereitet werden.
Habe mich deshalb im Netz bei diversen Ausrüstern wie Desert-tec, Toms Fahrz. oder Innovations-Campers, etc. und bei der letztjährigen Abenteuer-Allrad umgesehen.
Die „innere“ Technik (Antrieb, Fahrwerk,...) bei 78er oder beim 105er ist laut den Berichten hier doch scheinbar ziemlich gleich.
Doch wie sieht es mit den Fahreigenschaften im direkten Vergleich aus. Böschungs- und Rampenwinkel mit oder ohne Fahrwerkumbau sowie deren Auswirkungen auf die „Alltagsfahreigenschaften“. Welches Fahrwerk, wenn es den wirklich erforderlich ist dieses zu verändern, ist wirklich sinnvoll.
Viele Fragen die hier sicherlich schon oft diskutiert wurden.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen die richtigen Berichte oder Links hier zu finden.
Die Berichte die ich bisher gefunden habe gehen meist entweder über den 78er oder den 105er, selten wird dort ein Vergleich angestellt.

Gruß
Wolfram
Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.

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Tomas2
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Beitrag von Tomas2 »

Hallo Wolfram,

für Touren wie Du sie vorhast spricht eigentlich alles für den 78er. Du hast mehr Platz und kannst auch beim Ausbau flexibler sein.
Rampenwinkel spielen auf diesen Reisen eine eher untergeordnete Rolle, ausser Du willst in den verschiedenen Ländern bei Off-Road Wettbewerben teilnehmen. Umso länger die Reise ist, desto weniger wird man sein Auto/Wohnung bei irgendwelchen haarigen Aktionen riskieren.

Ich habe Südamerika mit 45er und 75er bereist, Australien mit einem gemieteten 105er. Die Wahl fiel nur auf den 105er da wir zu dritt waren und daher der 4-Türer praktischer war.

Sicherlich ist der 105er von den Fahreigenschaften etwas komfortabler und übersichtlicher, schon wegen der Schraubenfedern hinten und der etwas kompakteren Bauweise, trotzdem würde ich jederzeit einen 78er für solche Touren auswählen.

Gruss
Tomas
Wenn man sich auf den Schlips getreten fühlt, soll man ihn abnehmen.

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Johannes M
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Beitrag von Johannes M »

eigentlich alles für den 78er. Du hast mehr Platz und kannst auch beim Ausbau flexibler sein.


Sind denn die Unterschiede was den Platz betrifft wirklich so groß?

Wenn man mal davon ausgeht, daß man beim 105er auch die zweite Sitzreihe ausbaut bietet der 78er zwar den längeren Laderaum, dafür ist der 105er deutlich breiter.

Mit Hubdach zum Schlafen und Stehhöhe müßte doch auch der 105er ausreichend Platz bieten. Oder täusch ich mich da?

Gruß

Johannes

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Provinzclown
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Beitrag von Provinzclown »

Ist etwas unglücklich gewählt das wir das selbe Thema nun in zwei Foren haben.

@JohannesM
Prinzipiell ja, aber die Umbauten beim 105er dürften sich etwas umständlicher gestalten.

Ich weiß auch nicht ob ich für diesen Zweck wirklich einen Landcruiser bzw. einen Geländewagen als Basis für ein Reisemobil wählen würde. Wie gesagt, Trials will man damit ja nicht fahren. Als Reisemobil würde ich wohl eher einen Iveco Daily 4x4 oder etwas vergleichbares auf Kleintransporterbasis bevorzugen.
Gut, ist das was funktioniert.

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Tomas2
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Beitrag von Tomas2 »

Der Iveco ist sicherlich vom Platz noch besser, allerdings passt der IMHO nicht mehr so ohne weiteres in einen Container. D. h. höhere Kosten und ggf. höheres Risiko bei den Verschiffungen. Alleine aus dem Grund würde ich ein Fahrzeug wählen, das (ggf. mit Luftablassen) eine Höhe von 2,25m nicht überschreitet.

Schlussendlich reden wir hier nicht über gut oder schlecht, jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Lösung er bevorzugt und welche Kompromisse er eingehen will. In den 70ern war der VW Bulli noch das absolute Fernfahrerfahrzeug und es ging auch.

Gruss
Tomas
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Provinzclown
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Beitrag von Provinzclown »

Der Iveco ist sicherlich vom Platz noch besser, allerdings passt der IMHO nicht mehr so ohne weiteres in einen Container.


Das habe ich auch nicht bedacht. :oops:
Gut, ist das was funktioniert.

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Toni G
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Beitrag von Toni G »

Tomas2 hat geschrieben: In den 70ern war der VW Bulli noch das absolute Fernfahrerfahrzeug und es ging auch.


Na dann würde ich eher zum T3 oder T4 Syncro raten.
Der T3 passt mit seiner Würfelform bestimmt wie ein Lego-Stein in einen Container und eine größere ausbaubare Fläche in einen Fahrzeug kann ich mir kaum vorstellen.
Mit ein paar Teilen von Bernd Jäger und pipapo ist die Kiste meiner Meinung nach besser geeignet als ein HZJ78. Auch wenn der 78er wohl robuster ist, fährt man - wie schon geschrieben - keine Trials oder Rallys.
Zum T4 kann ich nix sagen, aber ist Platztechnisch sicher auch ganz nett.

greetingz
Land Cruiser BJ70 *11.1989
  • 3B-II mit 95PS
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beboe
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Beitrag von beboe »

Der 105 ist genauso robust und kommt genauso überall durch, wie der 78, er ist nur etwas breiter und komfortabler. Das spricht als Reisefahrzeug für ihn.
Immo Camper schneidet ihn genauso auf und baut auf Wunsch eine komplette Kiste hinten drauf, wie auf den 78er oder den 79er Pickup, den 120 oder den Hilux oder alles andere mit Leiterrahmen.
Wenn 'nur' ein Aufstelldach drauf kommt, hat wohl der 78 mehr Platz pro Euro als der 105. Letztlich ist alles eine Frage des Preises.
Die Immo Camper Kabinen sind nicht die leichtesten, bei meinem 79 war der zusätzliche nachgerüstete Turbo-Schub schon eine notwendige Hilfe. Wenn Du eh nach Australien willst, solltest Du ihn erst dort einbauen lassen.

Der komplett ausgebaute 78/79/105 ist jedenfalls kein leichtfüßiger Renner, sondern fährt sich behäbig und schluckt auch einiges. Aber bisher sind wir überall durchgekommen, obwohl wir eine Masse bis zu 3,8t durch den Tiefsand bewegt haben.

Noch größere 4x4 Transporter haben auf manchen Tracks deutlich mehr Schwierigkeiten. Beispiel Canning Stock Route: die durchschnittlichen Fahrzeuge sind nicht breiter als 1,75 bis max 1,90m, also sind die Tracks entsprechend zugewuchert. Überbreite Fahrzeuge haben unnötig viele Astkontakte.
Manche Tracks sind gesperrt für Fahrzeuge, deren Spurweite oder Radstand über der eines Landcruisers liegt. Auch da macht der Daily dann keinen Spass mehr, obwohl er vom Raumkonzept günstiger ist.

Zum zweiten Dieseltank:
Mittlerweile würde ich den Ersatzreifen unten drunter lassen, einen Seitenauspuff nach rechts nehmen und den Zusatztank an den Platz des hinteren Auspufftofs setzen. Für die Alltagsnutzung ist das Reserverad auf dem Dach ziemlich doof.

Zum Thema VW Bully: Zumindest die T4 sind absolut nicht geeignet, falls Du in zivilisationsfernen und sehr staubigen und sandigen Gegenden auf Pisten unterwegs sein und auch mit dem Fahrzeug und aus eigener Kraft wieder in die Zivilisation zurückkommen willst. Wir haben unterwegs einige T4 synchros getroffen, die sind aber alle brav auf Bitumen und auf den unsealed roads geblieben. Auch Flußdurchfahrten, deserts, Dünen, Strandpisten waren für die kein Thema, sie wußten, sie kämen mit dem VW zwar hin, aber nicht wieder zurück. Die T3 lassen sich mit einigem Aufwand wohl entsprechend umrüsten, aber ob das sinnvoll ist? Da kommt ein Hilux oder ein 79 mit einfacher Kabine billiger und kommt sehr viel weiter.

Gruß, Bernhard
2001 - 2011: 10 Jahren mit HZJ 79 gut unterwegs, Fahrverbot u. Verkauf wg. Zone

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SyncroMV
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Beitrag von SyncroMV »

Hallo Leute, nun, ich stehe vor der gleichen Entscheidung, HZJ78 oder HZJ105 (den ich auch in Australien als Mietfahrzeug genossen habe), aber das wichtigste: ich besitze im Moment einen T4 Syncro Multivan (sogar mit Differentialsperre) und so toll das Fahrzeug zum Reisen und zum Schlafen ist, es ist und bleibt ein Transporter, zwar mit Allrad, aber die Dimensionierung der Teile ist nicht auf ein hartes Leben im Outback ausgerichtet (ausserdem hat er mir bei weitem zu viel unzuverlässige Elektronik) und deshalb werde ich mir noch einen HZJ78 kaufen...Der 105er ist ein tolles Fahrzeug, aber für den Innenausbau nicht so gut geeignet. Andreas
...und unser mittlerweile nicht mehr so ganz neues Familienmitglied ist einfach nur ein gelebter Traum...

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Johannes M
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Beitrag von Johannes M »

Wäre nicht auch ein guter, gebrauchter HZJ80 eine Alternative zum 105. Das würde die preisliche Differenz zum zwischen 105er und 78er relativieren.

Die Unterschiede zwischen HZJ80 und HZJ105 dürften nicht allzu groß sein wenn ich das richtig sehe.
Die Karosserie-Abmessungen sind die gleichen lt. den Angaben verschiedener Testberichte, der Motor auch.

Gibt's trotzdem entscheidende Unterschiede, die ich übersehen hab :?:

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Toni G
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Beitrag von Toni G »

@Johannes:

Ich mein im IH8MUD-Forum (englisch sprachiges LC-Forum) gelesen zu haben, dass der HZJ80 im Vergleich zum HZJ105 schwächere Achsen hat, aber schwächer bei Toyota heisst ja trotzdem immer noch robust genug 8)

Andere Unterschiede wüsste ich auch nicht...

In der aktuellen Off-Road (4/06) ist übrigens ein HZJ80 UN-Botschaftsfahrzeug für 21.500EUR VB in der Fahrzeugbörse.

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Provinzclown
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Beitrag von Provinzclown »

Ich denke mit dem J7 kann man nicht viel falsch machen. Ich meine, wo kann man schon hinfahren wo in den letzten 25 Jahren nicht schon ein J7 hingefahren ist? :lol:
Gut, ist das was funktioniert.

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RBW
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Beitrag von RBW »

Provinzclown hat geschrieben:Ich denke mit dem J7 kann man nicht viel falsch machen. Ich meine, wo kann man schon hinfahren wo in den letzten 25 Jahren nicht schon ein J7 hingefahren ist? :lol:

...ins nächste Parkhaus :aetsch:

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beboe
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Beitrag von beboe »

Noch eine Ergänzung:
der 105 oder der 80 sind als Zugfahrzeug für die lange Tour die sinnvollere Alternative, wenn zum Beispiel ein TVan dranhängt.
http://www.escapeoffroadcampers.com.au/tvan.htm
Mit der Kombination kommt man eigentlich auch fast überall hin.

Der 78 passt besser als Grundfahrzeug für den Womo-Umbau.

Bernhard
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mana
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Beitrag von mana »

bleibt zu erwähnen das man den 78-er gut gebraucht bekommt und auch neu einiges günstiger ist.
Allerdings ist der J7 wegen des Komforts nicht unbedingt jedermanns Sache.
marcus.

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