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J12, BJ 10/04, Motorschaden nach 100.500 km

Verfasst: 26. Mai 2008 10:51
von ogiessler
Ich muss mich nach langer Zeit hier mal wieder melden, um meinen Frust loszuwerden :

Mein J12 Exec, Baujahr 10/04, gerade einmal ca. 100.700 km auf der Uhr, hat einen dicken Motorschaden (Kostenschätzung ca. 13.000 Euro) :cry: :cry: :cry: :cry: . Ursache: Verkokung des Siebs in der Ölwanne.

Der Wagen wurde immer Scheckheft gepflegt und das Öl von der Toyotawerkstatt in den vorgegebenen Intervallen gewechselt und dies nach den Angaben von Toyota in Menge und Qulalität. Gleichwohl ist nun das Sieb so verkokt gewesen, dass der Motor schlicht kein Öl mehr bekam. Alarmzeichen hierfür (was man sich aber natürlich erst im nachhinhein erklären kann): Ölnachfülllampe ging an, Werkstatt füllte fehlendes Öl auf, obwohl die letzte Inspektion gerade einmal ca. 6 Monate her war). Lampe flackerte danach noch mal, meine Werkstatt prüfte es -> kein Befund, alles gut. Dann: Lampe flackerte auf der Autobahn wieder, ging nach ca. 3 Sekunden in Dauerleuchten über und binnen einer Sekunde war der Motor mit Totalschaden tot. Es folgte Abschleppen zur nächsten Werkstatt bei der Autobahn.

Zum Glück habe ich die Garantieverlängerung, so dass wenigstens 40 % Material und Arbeitslohn komplett auf die Versicherung gehen. Wegen des Rests wird die Werkstatt Kulanzantrag bei Toyota stellen, da der Wagen ja nur wenige km über der 100.000 Schwelle ist und dieser Fehler nicht auftreten darf bei einem LC mit dieser Laufleistung und eigentlich (O-Ton) "geht so was schlicht gar nicht, bei Wartung nach Vorgaben Toyota". Erkenntnis für die Werkstatt ist aber: Bei allen LC vor 100.000 km Ölwanne runter und Sieb prüfen.

Ich hoffe mal inständig, dass Toyota dem Kulanzantrag stattgibt, denn das Geld würde richtig wehtun und mein Vertrauen wäre dann auch futsch. Das so ein teures Auto, dass ja mittelbar immer durch den Hersteller nach seinen Angaben gewartet wurde, so früh so fundamental kaputtgeht, wäre für mich kein Ausreißer im Material, sondern schlicht nicht akzeptabel.

Ursache kann laut Werkstatt sein:
Falsches Öl -> Ist laut meiner Standard-Werkstatt nicht der Fall. Biodiesel getankt -> Nein, habe ich. Gibt es in Hamburg nicht mal, dass ich wüßte.
Fehler in der Abgasrückführung, so dass das Öl zu heiß wurde -> Man weiß es nicht :shock:

Nun frage ich mich: Kann dies eventuell eine Folge dessen sein, dass dem Diesel Biokraftstoff qua Gesetz zugeführt werden muss? Hierzu konnten beide Werkstätten nichts sagen. Aber das wäre ja der Klopper!

Gibt es hier noch jemanden, der dieses Problem hatte oder davon gehört hat??

Oliver

Verfasst: 26. Mai 2008 11:15
von Galaxyq
Toll! Soviel zum Thema Öldruckschalter und wie weit man sich drauf verlassen kann. Ich sag ja immer das ist ein Motortotschlater *g* Wenn der Aufleuchtet ists schon zu spät.

Mal so gesagt würd ich sagen du hast den Wagen doch rechtzeitig in die Werkstatt gebracht und zwar bevor was defekt war. Die haben dann NUR Öl nachgefüllt und is schon OK. Erst dann war der Motor hinüber somit war doch nix OK und der Fehler von der Werkstätte nicht behoben. Denke mal das es rein rechtlich gesehen das PRoblem der Werkstatt ist. Ob die den Fehler finden hätten können lass ich mal aussen vor. Ev. wenn die den Öldruck mal gemessen hätten....

Tut mir auf jeden Fall leid dein Schaden.

Verfasst: 26. Mai 2008 11:24
von ogiessler
Danke fürs Beileid ... ich habe Toyota gerade einmal eine längere Nachricht geschickt und denen freundlich mein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Zum Glück bin ich Anwalt und würde hier doch Ehrgeiz entwickeln, wenn dem Kulanzantrag nicht stattgegeben werden würde. Die Sache ist zwar rechtlich kein Selbstgänger, aber schauen wir mal. Denn ob nun Toyota oder die Werkstatt am Baum hängt, ist mir bei einem Kostenanteil von 8.000 Euro für mich egal.

"Moralisch" wäre Toyota bei mir aber unten durch, wenn die bei einem Fehler, für den der Kunde nichts kann und bei einer Wartung, die früher erfolgt, als Toyota es vorschreibt, "Pech gehabt" sagen würden und damit auch die Werkstatt im Regen stehen lassen. Denn wenn ein LC Diesel nach so einer Laufleistung die Grätsche macht und dies von Toyota als hinnehmbar eingeordnet werden würde, dann würde ich wirklich vom Glauben abfallen.

Ich halte Euch auf dem Laufen
Oliver

Verfasst: 26. Mai 2008 12:06
von arvogel
Hallo Ogiessler

gerade mal 700 km ueber Garantieablauf! Wie genau sind denn die Tachos? 100700 km kann wohl irgendetwas zwischen 97700 und 103700 km sein -- mindestens 3% Messunsicherheit; nicht kalibrierter Tacho kommt noch dazu.

Ich wuerde vollen Ersatz abverlangen! Keine Kulanz!

Re: J12, BJ 10/04, Motorschaden nach 100.500 km

Verfasst: 26. Mai 2008 21:30
von sauerlandcruiser
ogiessler hat geschrieben: und eigentlich (O-Ton) "geht so was schlicht gar nicht, bei Wartung nach Vorgaben Toyota".


Hallo Oliver!

Erstmal herzliches Beileid!

Das ist natürlich die größte Sch..... die einem passieren kann und du bist bisher der Einzige für mich der so ein Problem hat.

Ist das denn der 166 PS-Motor oder noch der alte 163PS-Motor?

Ich fahre den 03er J12 mit dem alten 163PS-Motor und so ein Problem habe selbst ich nach mittlerweile 266.000km noch nicht gehabt, obwohl mir mein Töftöf schon wegen vieler anderer Dinge auf den Zeiger gegangen ist. Aber soweit war es dann doch noch nicht.

Bloß da frage ich mich, wie ich es oben zitiert habe, ob deine Werkstatt die Toyota-Vorgaben auch alle eingehalten hat. Weil ein Toyota-Serviceprotokoll ist ja schnell abgehakt. Aaaaber wurde auch alles ordnungsgemäß durchgeführt so wie es das Protokoll vorgibt?!
Was für einen Ruf geniesst deine Werkstatt? Hat es schon es öfteren Probleme gegeben, nicht nur mit LC sondern auch mit anderen PKW´s?

Auf jeden Fall drücke ich dir beide Daumen daß du mit geringstem finanziellen Verlust aus der Sache rauskommst.

Verfasst: 27. Mai 2008 16:24
von Cruiser2
Irgendwie wird mir bei diesen J12 Defekten doch ein bisschen anders. Es ist ja niocht der erste größere Schaden, über den hier berichtet wird. Meiner nagelt trotz Austausch der Düsen wie ein Werftarbeiter bei der Bearbeitung des Schiffbaustahls. Wie schön war da doch der HZJ74! Letztlich stellt sich wohl vermehrt die Frage, welche Alternative es zum J12 gibt. Den neuen Dicken wohl bestimmt nicht - da hat man sich das Rückrat beim einsteigen bzw. beladen über die Heckklappe schneller gebrochen als erwünscht.
Ich bin mal gespannt, wie Toyoyta reagiert.
Cruiser2

Verfasst: 27. Mai 2008 18:35
von MARCO
Hallo
Ich werde aus der Bezeichnung "Ölnachfülllampe" nicht ganz schlau;
Gibt's beim J12 eine Öldruck- und eine Ölstandswarnlampe ?
Wenn beides, welche hat geflacKert ?

Verfasst: 27. Mai 2008 18:48
von MARCO
...und noch ein paar Fragen:
- meinst Du mit Baujahr die erste Inverkehrsetzung (Garantie läuft doch 3 Jahre oder 100'000km, was zuerst eintritt) ?
- weisst Du welche Ölqualität verewndet wurde (Intervall 15'000 oder 20'000 km) ?

Verfasst: 28. Mai 2008 14:04
von ogiessler
Sorry, war ein paar Tage außer Haus (nun mit einem Smart :shock: ). Hier zu Euren Fragen:

10/04 ist der Tag der ersten Ingangsetzung gewesen (1. Garantie damit 10/07 unabhängig vom Km-Stand abgelaufen)

Öl wurde das vom Toyota vorgegebene verwendet. Hersteller ist (mE) Aral. Irgendein vollsynthetisches. War jedenfalls auf der Rechnung immer ein dicker Batzen ...

Öldrucklampe: Hat der J12 nicht. Im Handbuch steht für die Lampe nur "Nachfüllen" - und die hat geflackert

Es ist ... war ... der neue 166 PS-Motor mit 5-Gang-Automatik.

Meine Haus-und-Hof-Werkstatt hat einen guten Ruf und schwört Stein und Bein, alles gemacht zu haben, wie es Toyota vorgibt.

Und zum Zwischenstand: Kulanzantrag gestellt. Toyota hat sich noch nicht festgelegt.

Oliver

Verfasst: 28. Mai 2008 14:32
von MARCO
Hallo

OK, Garantie wäre somit hinfällig.
Vollsynthetisch ist nicht Vorschrift, empfehle ich aber auch.
Dann ist es die Öl-Drucklampe gewesen, hat wohl jedes Fz. wenn kein Manometer verbaut ist und dann gibts ja eben teilweise noch die Ölstandswarnlampen (gelb), die über einen Fühler auf zu tiefes Ölniveau in der Wanne hinweisen.
Also wenn eine Öldruckwarnlampe (rot) in der Bedienungsanleitung lapidar mit "Öl auffüllen" erklärt wird, muss man sich ja schon etwas wundern :roll:

Jedenfalls ein seltsamer Schaden, kenne ich persönlich nur von gewissen Saab-Modellen, bei denen der Kat so nahe an der Ölwanne vorbeiführt, dass das Öl so heiss wird, dass es eben verkokt und das Sieb zusetzt....

Ich hoffe Toyota kommt Dir soweit entgegen, dass der Schaden wenigstens finanziell ertragbar ist.

Gruss

Verfasst: 29. Mai 2008 15:14
von lines
Hallo Oliver,

bei dem von die beschriebenen Schaden, stellt sich die Frage: Wurde bei den Ölwechselservice das Öl unten abgelassen oder wie manchmal, aus Bequemlichkeit, nur Abgesaugt. Beim Absaugen könnte ich mir vorstellen, dass sich da so ein Ölkuchen bildet.

Viele Grüße

Jürgen

Verfasst: 1. Juni 2008 22:28
von superXcruiser
Hallöchen,

mein Beileid hast du auch, bitte berichte wie sich deine Werkstatt und Toyota verhalten hat.
Zeigen die sich Arrogant und nicht belohnen dich nicht mit Einsichtigigkeit, wird mein nächstes Fahrzeug sicherlich kein Toyota mehr.
Mist bekomme ich anderswo billiger. Ich denke ein gewisser Prozentsatz dann Ausfällen gibt es leider auch bei Toyota. Wichtig ist dabei aber nicht das Ausfallen, sondern die Kulanz, die man durch die Hersteller erfährt.
Eine Firma die zu ihrem Produkt steht kann und wird kulant sein.

Mein Bruder hat z.B. einen 2003er BMW Cabrio und hat diesen Monat ein neues Verdeck von BMW bekommenda das alte nicht korrekt funktionierte. Das nenne ich mal kulant und ist kein Einzelfall.
Deshalb denke ich, wird Toyota, da du auch scheinbar alles richtig gemacht hast, sicherlich kulant sein.
Falls nicht, haben sie schon noch einen zweiten Kunden verloren.
Also ich wünsch dir einen neuen Motor und dann mindestens noch weitere 300000km.
Bis denn
sXm

Verfasst: 5. Juni 2008 09:47
von Nordmann
Hmhmmm.. hatte heute früh ein ganz interessantes Erlebnis bei meiner (norwegischen) Toyota-Werkstatt:

An meinem J12 (12/06, ca. 25 Tkm) wurden im Februar in Deutschland die Injektoren wg. des Kaltstart-Nagelns getauscht. Das brachte in kaltem Zustand keine deutliche Verbesserung, dafür nagelt der Motor jetzt im warmen(!) Zustand so, dass es mir manchmal peinlich ist, damit durch ein Wohngebiet zu fahren. Vor dem Tausch lief er warm tadellos.

Die ersten Injektoren, die mein deutscher Händler vom Distributor erhielt liessen sich damals in der Bordelektronik nicht aktivieren, erst das daraufhin georderte zweite Set konnte verbaut werden. Auf Rückfrage erfuhr ich letzte Woche von meinem Händler, dass es sich bei dem ersten Set offenbar bereits um die derzeit aktuelle Injektoren-Variante handelte, für die allerdings ein Softwareupdate erforderlich ist, von dem im Februar noch niemand wusste. Der Werkstattmeister hier in Norwegen sagte mir heute, dass es nur zwei Typen von Injektoren gibt, daher vermute ich, dass die ursprünglichen Injektoren durch Düsen des alten Typs ersetzt wurden.

Da ich nach Norwegen zurück musste und es in D lt. meinem dortigen Händler ohnehin z.Zt. einen Lieferengpass gibt, bin ich mit der Sache heute zur norwegischen Werkstatt - und nun wird es interessant:

Der Meister hier bestätigte nach einer kurzen Probefahrt, dass die Geräuschentwicklung nicht normal sei und hat mich nun für kommende Woche einbestellt: dann sollen aber nicht etwa wieder die Injektoren getauscht werden, sondern sie wollen zunächst das Sieb in der Ölwanne(!) und die Kupferdichtungen der Injektoren checken. Nach seiner Erklärung sind es nicht unbedingt die Düsen selber, sondern defekte Dichtungen, die dafür sorgen, dass beim Einspritzvorgang unkontrolliert Kraftstoff verbrennt, was wiederum dazu führt, dass sich der Filter zusetzt.

Das klingt für meine Begriffe nicht unplausibel (wenngleich mich wundert, dass das Nageln dann nicht ständig, sondern vorwiegend bei Teillast auftritt). Könnte also sein, dass einige von uns mit ihren (nagelnden) Motoren auf "Zeitbomben" sitzen. In Deutschland scheint das Sieb-Problem ja (zumindest offiziell) noch nicht bei allen Händlern angekommen zu sein.

Bei meinem J12 flackerte übrigens letzte Woche nach einem Halt auf der Autobahn kurz die Ölwechsellampe (Schraubenschlüssel), vermute aber, das hat damit nichts zu tun und die Werkstatt hatte beim letzten Ölwechsel nur das Rücksetzen vergessen. Denn bevor Olivers Motor das Zeitliche segnete, leuchtete ja offenbar die Ölstandswarnlampe.

Tja, alles nicht so erfreulich.. Toyota scheint mittlerweile wirklich Qualitätsprobleme zu haben :(

Gruss
Boris

Verfasst: 5. Juni 2008 12:57
von netzmeister
Oliver: Gib bescheid, sobald Du Neuigkeiten hast, das hört sich wirklich seltsam an. Ich werde das Thema auf jeden Fall auch mal bei Toyota ansprechen (nicht speziell Deinen Fall, sondern allgemein).

Verfasst: 5. Juni 2008 13:27
von Onkelchen
Hmmm ...

Über Pfingsten habe ich mit jemandem gesprochen, dem war einen Tag vorher bei seinem J12 der Motor verreckt.
1 Jahr alt, 40.000 Kilometer.

1. Diagnose: Kolben durchgebrannt. Evtl. von falscher Einspritzung ?


Er war dann statt mit seinem J12 mit einem Daihatsu und einem großen Anhänger da.


Könnte vielleicht alles die gleiche Ursache haben ?

Mal weiter beobachten.

Viele Grüße
Onkelchen

Verfasst: 7. Juni 2008 11:28
von ogiessler
Hier der aktuelle Stand (ohne das ich was so richtig "offiziell" hätte)

Wagen seit drei Wochen bei Toyota. Vor einer Woche wurde er von "meiner" Werkstatt auf eigene Kosten nach HH geschleppt, da sie sich an den Kosten beteiligen werden. Die Car Garantie übernimmt die gesamte Arbeitsleistung und 40 % Materialkosten. Toyota und meine Werkstatt wohl jeweils weitere 20 % und den Rest (auch 20 %) soll ich dann tragen. Schauen wir mal ...

Der Motor ist auseinandergenommen und überall scheinen erhebliche Ablagerungen zu sein. Der Kolben des ersten Zylinders ist so heiß geworden, dass er geschmolzen ist. :shock:

zZ wurden/werden einige Teile in einer Spezialwerkstatt gereinigt und untersucht. Meine Werkstatt hat wohl den Ehrgeiz, die Ursache des Fehlers zu finden. Bisher hat man aber nur Vermutungen, kein Ergebnis.

Ende der kommenden Woche soll ich den Wagen wiederbekommen.

Verfasst: 8. Juni 2008 18:34
von lc81
Hallo Boris,


ich habe Deinen Beitrag gelesen und möchte gleich mal nachfragen, wenn auch ein wenig neben dem Thema. Du lebst in Norwegen und fährst dort einen J12. Ich war letztes Jahr in Schweden (in Dalsland, bei Bengtsfors, also gleich an der norwegischen Grenze, wobei ich mit dem J12 von Trelleborg über die E6 nach Gotheborg und Uddevalla und weiter gefahren bin-mit Ausflügen fast 2000km in Schweden zurückgelegt). Was mich gewundert hat, dort sind sehr viele Toyos unterwegs, jedoch keine J12 - nur sehr viele RAVs, Avensis usw. Ich habe sogar 2 Toyota Autohäuser gesehen, nicht mal auf dem Hof waren J9/J12, kein einziger! Nur einen J9 habe ich mal getroffen und einen J10 V8 auf der Autobahn bei Gotheborg.

Du scheinst aber gute Erfahrungen mit dem J12-Service in Norwegen gemacht zuhaben. Sieht es in Norwegen in Sachen Landcruiser bzw. J12 anders aus als in Schweden? Ich denke in Schweden werden die Werkstätten kaum Erfahrungen mit Landcruisern haben. Es wird vermutlich irgendwie steuerlich benachteiligt, also können höchstens Händler in "reichen" Städten ein Paar Stück verkaufen.


Danke



Peter

Verfasst: 10. Juni 2008 02:13
von fraschumi
Wenn,...
ich dies alles so lese...bin ich wirklich froh, so eine alte Mühle mein Eigen nennen zu dürfen...absolut.

Gruß Frank

Verfasst: 12. Juni 2008 11:16
von Nordmann
<threadverwässerung ein> :wink:

Hallo Peter,

habe auf die LC-Dichte in Schweden noch gar nicht geachtet.. in Norwegen ist der J12 extrem beliebt, die fahren hier haufenweise rum. Ich schätze, dass es einer der beliebtesten Geländewagen hier ist, vielleicht sogar DER beliebteste. In Oslo sind sogar etliche J12-Taxen unterwegs. Hier sieht man zwar auch viele Range Rover und LR Discovery, aber das ist eher ein Oslo-Phänomen. Als "Arbeitsfahrzeug" bei Firmen, Handwerkern, Polizei/Feuerwehr etc. kommt der J12 landesweit nach meiner Beobachtung überdurchschnittlich oft zum Einsatz.

Der J12 wird in Norwegen allerdings - ebenso wie andere Fzg. in dieser Klasse - meist als sog. "varebil" gefahren (d.h. mit demontierten hinteren Sitzreihen und festem Trenngitter zum Laderaum). In dieser Variante ist er deutlich billiger in der Anschaffung (als normales "personbil" muss man hier im Vergleich zu D etwa den doppelten Preis rechnen).

In hiesigen Werkstätten habe ich bisher nur Kleinigkeiten machen lassen. Daher sind meine Erfahrungen noch beschränkt. Habe meinen übrigens heute früh zum Check des besagten Siebes in der Ölwanne (hat das Ding eigentlich einen Namen?) eingeliefert und hoffe, dass ich ihn heute Nachmittag wohlbehalten wiedersehe. Bin vor allem auch gespannt, ob sie anschliessend etwas gegen das Motornageln unternehmen..

Viele Grüsse
Boris

Verfasst: 15. Juni 2008 11:41
von lc81
Hallo,


@alle:
Der J9 fährt mit (fast) gleichen Motor, im J12 sind doch nur relativ kleinere Änderungen eingebaut. Sind solche Probleme bei J9 bekannt?

@Boris:
Klingt gut. Das Trenngitter-Problem kenne ich auch asu Tschechien (grössere Kombis und Offroader sind die einzigen Fahrzeuge, bei den Unternehmen dank eines Trenngitters die 19% MwSt. loswerden). Allgemein kann ich eher Händler+Werkstätten in grösseren Städten empfehlen (wobei ich selber auch bei einem der grössten Händler in Tschechien Kunde bin). Die sind zwar oft teurer und einige auch nicht so freundlich beim Umgang, aber haben ganz einfach durch die Menge an Fahrzeugen schon grössere Erfahrungen (früher fuhr ich Nissan, da war es gleich). Bin gespannt, wie es die Werkstatt dort durchführt, bzw ob die erste Einschätzung der Werkstatt stimmt.


Gruß


Peter

Verfasst: 15. Juni 2008 19:03
von VolkerJ
Hallo,
Der Motor ist auseinandergenommen und überall scheinen erhebliche Ablagerungen zu sein. Der Kolben des ersten Zylinders ist so heiß geworden, dass er geschmolzen ist. Shocked

das mit den geschmolzenen Zylinder gab es doch früher schon mal, als Tuner unsachgemäßes Diesel-Chiptuning betrieben haben.
Das war/ist nicht Toyota spezifisch, aber könnte auf Probleme mit dem Einspritzsystem hinweisen. Vielleicht zieht er ja durch die eventuell defekten Kupferdichtungen Falschluft und die verursacht eine unkontrollierte Verbrennung oder er läuft zu mager.

Bin mal gespannt was bei der Untersuchung rauskommt!

Gruß Volker

Verfasst: 15. Juni 2008 19:10
von ogiessler
Volker, Du bekommst 10 von 10 Punkten. Der Fehler ist gefunden:

2 defekte Kupferdichtungen an den Injektoren.

Morgen bekomme ich mein Auto wieder und finanziell ist es zufriedenstellend gelöst. Ich bin mit 1.000 und ein Kecks Euro (max. 1.100) netto dabei und habe einen komplett neuen Motor ("Kurzmotor") drin. :P

Abgesehen von der Dauer der Reparatur ist das Ergebnis für mich völlig OK.

Oliver

Verfasst: 15. Juni 2008 19:46
von VolkerJ
Hallo,

und Danke für die Punkte.

ich schick Dir dann die Adresse wo die gewonnene Waschmaschine hingeliefert werden darf! :bb:

Aber was machen die jetzt? Gibt es andere Dichtungen oder mehr Injektor Spannmoment? :ka:

Gruß Volker

Verfasst: 15. Juni 2008 19:56
von ogiessler
Erst einmal gibt es Dichtungen "von der Stange". Der Werkstattmeister hat sich aber mit Toyota in Verbindung gesetzt, um diese Frage zu klären.

Verfasst: 16. Juni 2008 11:45
von Captain
Super, dass man so viel Info hier bekommt. Mein Schneeflöckchen ( weißer LC12 President) hat zwar erst 4500km drauf, aber die öfter gelesenen Probleme hier waren doch immer irgendwie in Verbindung mit den Einspritzdüsen und machen mich doch hellhörig. Dass es eigentlich nur die Dichtringe sind und bis jetzt gleich immer die gesamte Düseneinheit gewechselt wurde, zeigt wie wenig genau nach der tatsächlichen Ursache gesucht wurde. Da in Norwegen schon die Kontrolle des Ölsiebs in der Ölwanne angeordnet wird heißt, dass die Kommunikation innerhalb Toyota Europe funktioniert. Ich habe vorige Woche an Toyota Österreich ein email geschickt und angefragt, ob diese Fälle bekannt sind, was der technische Hintergrund für diese Schäden ist und was dagegen gemacht wird. Ich erhielt tagsdarauf eine freundliche Antwort, dass die entsprechende Abteilung damit befaßt wird und ich dann informiert werde.
Technisch ist mir aber jetzt eines unklar: welchen Einfluß hat die Dichtung der Einspritzdüse auf den Ölkreislauf? Kommt der Düsenstock irgendwie mit dem Motorölkreislauf in Kontakt, dass dann eine Verkokung am Sieb entstehen kann?
Die Ursache (so ein kleines Kupferringerl) wär ja minimal, die Auswirkung aber katastrophal.

Verfasst: 21. Juni 2008 18:24
von lc81
Hallo,

bei meinem Besuch beim Händler diese Woche habe ich ihn auf das Problem angesprochen und hier in Tschechien ist nichts bekannt (auch inoffiziell nicht). Aber inoffiziell ist bekannt, daß Probleme mit der Vorderachse (Lager) beim J12 ab und zu auftreten. Ist zwar selten, aber bekannt. Für einen Rückruf hat es zwar nicht gereicht, jedoch die Händler wissen es und sind angewiesen worden dieses ohne zumeckern zubeheben.

Gruß


Peter

Verfasst: 22. Juni 2008 19:03
von Captain
So. Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen und ich heba eine Anfrage an Toyota Austria gestellt, was es mit diesen Fällen auf sich hat. Ich bin auch tatsächlich wenige Tage vom Kundendienst ( Zentrale bei Firma Frey) angerufen worden.
Er sagte folgendes:
Es sind diese Fälle bekannt, die Defekte sind aber so selten, dass auf die Produktion kein Einfluß genommen wird. Es ist ihm völig klar, dass es nicht befriedigend ist, wenn man selbst der Betroffene ist. Bei uns in Österreich übernimmt die Garantieverlängerung auf jeden Fall zu 100% die Kosten. Der defekte Dichtring beeinflußt das Motoröl insfern, als dass der Düsenstock durch den Ventildeckel in den Brennraum geführt wird. Nun, wenn der Abdichtring in den Zylinder undicht wird, dann blasen heiße Verbrennungsgase in den Bereich des Ventildeckels und kommt damit in Berührung mit dem Motoröl. Jedenfalls ergibt das nicht gleich einen Motorschaden und es solllte ein Leistungsverlust und schlechter Motorlauf auffallen. Nichts desto trotz, sind die Vertragshändler angewiesen, bei jedem Service den Computer anzustecken und alles zu überprüfen , auch wenn vom Kunden kein Defekt gemeldet wird.
Ich werde auf jeden Fall vor Ablauf der 3-jährigen Garantie diese verlängern und mache mir dann keine Sorgen mehr darüber.