Hallo,
wer seine diesjährige Passage auf der Norröna/Smyril-Line noch nicht gebucht hat, sollte das sehr bald tun!
Nicht mehr frei buchbar für Fahrzeuge mit Höhe über 190cm bzw. auch wegen ausgebuchter Kabinen und Einzelbetten(!) sind jetzt schon die erste Zwischensaison-Rückfahrt Ende August, aber auch z.B. die Rückfahrt am 02. August 2012. Neu (und nicht ganz ausgereift) ist die Online-Buchung. Falls das nicht klappt, am Besten das "alte" Buchungsformular auf der Homepage verwenden, das wird zeitnah bearbeitet.
http://www.smyrilline.de/Info/buchung.aspx
Vermutlich haben etliche Saharafahrer dieses Jahr auf Island umdisponiert. Sicher viele Einzelreisende, aber auch etliche Offroad-Reiseveranstalter versuchen, die Sahara-Lücke mit Islandangeboten zu schließen. Traditionell sind Islandfahrer nach meiner Erfahrung Individualisten wie ich und andere Buschtaxler, viele Offroad-Reiseveranstalter habe ich dort nur ein einziges Mal bei einer "Erkundungs-Reise" gesehen, dann gingen ihnen die Kunden aus. Aber schon letztes Jahr konnte ich vermehrt italienische und französische Geländewagen-Konvois von bis zu zwanzig Fahrzeugen beobachten, leider öfters auch neben der Piste.
Nachdem in den letzten Jahren das strikt verbotene Fahren abseits der Pisten und das wilde Übernachten in den Naturschutzgebieten zunehmend scharf und engmaschig kontrolliert und geahndet wurden, befürchte ich weitere Verschärfungen. Daß ein Offroad-Fahrverbot (außer im Winter auf geschlossener Schneedecke/gefrorenem Boden) herrscht, dürfte bekannt sein. Ausgelegt wird das laut meinem Gespräch mit dem SAR so:
- Fahren ausschließlich auf Pisten! Wer mit allen vier Rädern von der Piste ist, fährt bereits offroad!
- Zum Ausweichen soweit möglich mit zwei Rädern auf der Piste bleiben, ggfls. anhalten.
- Übernachten in den (vor Kurzem erweiterten!) Naturschutzgebieten ausschließlich auf Campingplätzen.
- Außerhalb der Naturschutzgebiete nur in direkter Pistennähe und nur bei steinigem Untergrund, also z.B. an einem Bachufer oder auf Lavagestein.
Nachdem ich trotz all meiner vermeintlichen Rücksicht bei der Übernachtung in Pistennähe verwarnt wurde und am nächsten Morgen meine Reifenspuren mit Schaufel und Besen beseitigen durfte, spreche ich aus Erfahrung... Aber auch die Ranger der Nyiadalur-Station waren mit Holzrakeln und Rechen dabei, mühevoll die Ausweichspuren entlang der Sprengisandsleid (F28) zu glätten... die meinen es also ernst!
http://www.safetravel.is/en/Winter/Driv ... adDriving/
Island versucht ohnehin verstärkt, den Tourismus zu kanalisieren. Pisten werden begradigt und für (Miet-)Pkw ausgebaut, Nebenpisten von den Straßenkarten gelöscht und deren Zugänge durch Renaturierung geschlossen. Dazu kommt die zunehmende Asphaltierung von Pisten, um den Zugang zu neuen Staudämmen und Kraftwerken zu ermöglichen. Nicht der Individualtourimus wird auf Island gefördert, sondern die Infrastruktur wird - neben der Industrie - entlang des Bedarfs der einheimischen Anbieter von Flügen, Mietwagen, Unterkünften, Sportangeboten, "Abenteuer"-Fahrten usw., entwickelt. Ist ja anderswo auch so, auch in Nordafrika (gewesen)...
Meine Bitte ist also einfach, dazu beizutragen, daß wir auch in zehn Jahren noch alle isländischen Pisten unter die Räder nehmen dürfen!
Euch allen eine im positiven Sinne unvergeßliche Islandreise!
Hakim
Run auf Island-Fähre
Run auf Island-Fähre
HILUX 3,0 DoKa EZ´08, 285/75R16 auf BORBET CW-Alus 8x16(ET+15), VA:OME mittel/KONI heavytrack Raid, HA:OME heavy-duty/ToughDog FoamCell, Snorkel, RECARO Cross-Speed auf Konsolen N4, Alumotorschutz N4. Wohnkiste ORTEC-Minicamp mit Eberspächer D2.
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Re: Run auf Island-Fähre
Hallo,
danke für den Beitrag! Wir fahren im Juli/August das erste mal nach Island und ja, einen Fährplatz haben wir quasi gar nicht mehr bekommen - ist ja auch eher die Hauptreisezeit.... Wir werden den Toyo jetzt verschiffen lassen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das mit der Zahl der Touristen so verhalten wird. Was man so in den letzten Wochen und Monaten aus dem 4x4-Bereich hört, klingt recht pessimistisch - allerdings finde ich es auch sehr gut, dass man sich dort sehr bemüht die Natur zu erhalten - das ist ja am Ende auch der Grund warum wir dort hinfahren...
vg
Steffi
danke für den Beitrag! Wir fahren im Juli/August das erste mal nach Island und ja, einen Fährplatz haben wir quasi gar nicht mehr bekommen - ist ja auch eher die Hauptreisezeit.... Wir werden den Toyo jetzt verschiffen lassen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das mit der Zahl der Touristen so verhalten wird. Was man so in den letzten Wochen und Monaten aus dem 4x4-Bereich hört, klingt recht pessimistisch - allerdings finde ich es auch sehr gut, dass man sich dort sehr bemüht die Natur zu erhalten - das ist ja am Ende auch der Grund warum wir dort hinfahren...
vg
Steffi
Ich hab keine Ahnung und davon jede Menge!
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Re: Run auf Island-Fähre
Hallo,
in den vergangenen Jahren konnte ich noch Ende April problemlos die erste, billigere Fähre Ende August buchen, trotz Überhöhe. Ansonsten ist meine Erfahrung, daß das Gros der Touristen die bekannten Reiseführer-Sehenswürdigkeiten ansteuert und im Hochland die Hauptstrecken befährt, um die Insel zu durchqueren. Bei einer ersten Reise ist das ohnehin klar, man will ja möglichst viel "mitnehmen". Meine Sorge gilt hauptsächlich der Zugänglichkeit der vielen, kleinen Nebenpisten im Hochland, welche ich weniger durch den Einzelfahrer als vielmehr das Einfallen von großen Geländewagen-Konvois und deren Verhalten gefährdet sehe. Da wird schnell was dauerhaft gesperrt, wenn nicht gerade ein Fischersee am anderen Ende liegt. Ansonsten ist m.E.der "Erhalt der Natur" in Island ganz besonders unromantisch an wirtschaftliche Interessen geknüpft. Jeder Staudamm und jedes Aluwerk haben absoluten Vorrang, danach kommt die isländische Tourismuslobby. Da ist ein Einzelfahrer wie ich, der zwar im Supermarkt einkauft und tankt, aber ansonsten abseits der Campings übernachtet, in Reykjavik nicht shoppen geht und keine geführte Touren bucht, sondern sich nur an den Landschaften erfreuen will ... wirtschaftlich gänzlich uninteressant!
Euch eine schöne Reise!
Hakim
in den vergangenen Jahren konnte ich noch Ende April problemlos die erste, billigere Fähre Ende August buchen, trotz Überhöhe. Ansonsten ist meine Erfahrung, daß das Gros der Touristen die bekannten Reiseführer-Sehenswürdigkeiten ansteuert und im Hochland die Hauptstrecken befährt, um die Insel zu durchqueren. Bei einer ersten Reise ist das ohnehin klar, man will ja möglichst viel "mitnehmen". Meine Sorge gilt hauptsächlich der Zugänglichkeit der vielen, kleinen Nebenpisten im Hochland, welche ich weniger durch den Einzelfahrer als vielmehr das Einfallen von großen Geländewagen-Konvois und deren Verhalten gefährdet sehe. Da wird schnell was dauerhaft gesperrt, wenn nicht gerade ein Fischersee am anderen Ende liegt. Ansonsten ist m.E.der "Erhalt der Natur" in Island ganz besonders unromantisch an wirtschaftliche Interessen geknüpft. Jeder Staudamm und jedes Aluwerk haben absoluten Vorrang, danach kommt die isländische Tourismuslobby. Da ist ein Einzelfahrer wie ich, der zwar im Supermarkt einkauft und tankt, aber ansonsten abseits der Campings übernachtet, in Reykjavik nicht shoppen geht und keine geführte Touren bucht, sondern sich nur an den Landschaften erfreuen will ... wirtschaftlich gänzlich uninteressant!
Euch eine schöne Reise!
Hakim
HILUX 3,0 DoKa EZ´08, 285/75R16 auf BORBET CW-Alus 8x16(ET+15), VA:OME mittel/KONI heavytrack Raid, HA:OME heavy-duty/ToughDog FoamCell, Snorkel, RECARO Cross-Speed auf Konsolen N4, Alumotorschutz N4. Wohnkiste ORTEC-Minicamp mit Eberspächer D2.
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