Welcher J7 für die Fernreise?

Light Duty (Bundera/Prado): 1984 - 1996
Heavy Duty: 1984 - heute
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FrankD
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Welcher J7 für die Fernreise?

Beitrag von FrankD »

Hallo,
nach langen Jahren der Abstinenz (nur Mietfahrzeuge) will ich mir nun wieder einen eigenen 4WD für eine lange Fernreise zulegen. Die geplante Reiseroute beinhaltet heiße Wüsten, Hochgebirge, Pisten als auch normale befestigte Straßen.
Das Fahrzeug meiner Wahl, ganz klar, ist ein Toyota J7 - die Frage ist nur welcher?

Vor kurzem hatte ich in Australien die Gelegenheit einen VDJ78R (V8 - Troopcarrier) über mehr als 5000 km Piste + Gelände ausgiebig zu testen - Ich war begeistert - Der Motor ist ein Gedicht! Euro 4 ab Werk. Der Verbrauch erfreulich niedrig.
Eigentlich ein klarer Fall - Rechtslenker kein Problem. So einer muß her! - Wenn, ja wenn, die sprichwörtlichen Dorfschmiede nicht wären, die unterwegs mit der Elektronik und dem Turbolader + Zubehör im Falle eines Falles evtl. nix anfangen können.

Na ja, bliebe ja noch der HZJ78 mit Saugdiesel. Unverwüstlich, nicht gerade ein Leistungsriese, aber von jedem Dorfschmied zu reparieren (sagt man zumindest). Da gibt es aber aus meiner Sicht einen kleinen Haken: Einen HZJ78 würde ich mir nur mit Euro 4 anschaffen (oder aufrüsten), da ich den Wagen auf jeden Fall einige Jahre (auch in ...schland) fahren möchte.
Nur ist der HZJ78 mit Euro 4 längst nicht mehr so ohne Elektronik und diffiziler Technik wie früher. Der Umrüstsatz eines bekannten Anbieters beinhaltet:
- Steuergerät
- Kabelbaum
- Lambdasonde
- Taktventil
- Unterdruckspeicher
- Rückschlagventil
- Partikelfilter

Beim Betrachten dieser Liste kommen mit leichte Bedenken ob ein dermaßen aufgerüsteter HZJ78 irgendwo in Afrika noch problemlos repariert werden kann, oder empfehlenswerter als ein VDJ78 ist?
Wie reagiert z.B. ein Partikelfilter auf schlechten Diesel?

Meine Frage an die Buschtaxi-Gemeinde:
Hat von Euch schon jemand praktische Erfahrung mit HZJ78/Euro 4 Umrüstung im aussereuropäischen Ausland (Afrika, Südamerika) gesammelt?
Wie ist Eure Meinung zu der Buschtauglichkeit eines auf Euro 4 umgerüsteten HZJ ?

Gruß

Frank

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Reiti
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Re: Welcher J7 für die Fernreise?

Beitrag von Reiti »

Die Frage habe ich mir auch gestellt.

Der beste J7 für die Fernreise ist für mich ein HDJ80 12V. Bei fast jedem meiner Einzelkriteren liegt der vorne, Lediglich Wohnraumhöhe, evtl. Länge ist zu verbessern, daran kann man aber arbeiten.



Hierzulande fahre ich im Alltag schadstoffarme Brot und Butter Autos, zur Arbeit schaffe ich es mit Frontantrieb.

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Ozymandias
Beiträge: 8989
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Re: Welcher J7 für die Fernreise?

Beitrag von Ozymandias »

Das mit dem Dorfschmied kannst auch getrost wieder vergessen, ein Eurotoyo hat wenig gemein mit dem was in Entwicklungsländern auf dem Markt ist.

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Onkelchen
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Re: Welcher J7 für die Fernreise?

Beitrag von Onkelchen »

FrankD hat geschrieben:Nur ist der HZJ78 mit Euro 4 längst nicht mehr so ohne Elektronik und diffiziler Technik wie früher.


Nun ja, wenn die Euro-4 Nachrüstung ausfällt, lässt sie sich stillegen und der 1HZ läuft dann wie einer ohne Nachrüstung ...

Viele Grüße
Onklelchen
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.
(Alexander von Humboldt)

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Toyota78
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Re: Welcher J7 für die Fernreise?

Beitrag von Toyota78 »

der HZJ 78 ist ja meist ein Nordafrika- oder manchmal auch Golfstaatenimport, auf den der Euro 4 Kit drauf kommt. Ansonsten ist er genau so wie die Fahrzeuge, die in Afrika fahren. Daß Dir die modifizierten Einspritzdüsen kaputt gehen ist unwahrscheinlich, da Düsen ja ein Verschleißteil sind und sich langsam abnützen. Und auch mit verschlissenen Düsen wird er fahren.
Wenn Du runter fährst läßt Du einfach den Kat zuhause, der mag kein schwefelhaltiges Diesel.
Insofern ist der HZJ das einfachere und technisch stabilere Fahrzeug.
Gruß Jörg

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FrankD
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Wohnort: Kurz vor der Nordseeküste

Re: Welcher J7 für die Fernreise?

Beitrag von FrankD »

:bb: Es ist vollbracht! - Ich habe mich entschieden!
Seit 1 Woche sind meine Frau und ich Besitzer eines bildschönen, sehr gut gepflegten HZJ78 aus 2001!
Nach nächtelangem Stöbern in den unendlichen Weiten des Buschtaxi-Forums und auch dank Eurer Antworten auf meine obige Frage habe ich mich entschieden auf das ganze Euro3/4 - Gedöns zu verzichten und mir erst nach Abschluss unserer geplanten Welt-Reise darüber Gedanken zu machen.
Wer weiß - vielleicht haben ja bis dahin einige unserer politischen Nasen ein Einsehen und stampfen die nachgewiesenermaßen unwirksamen Umweltzonen wieder ein. :aetsch:

Nach einer ersten 1-wöchigen Probefahrt müssen jetzt zunächst noch einige Umbaumaßnahmen (Hubdach, Winde etc.) für unsere Fernreise durchgeführt werden. Dann kann es hoffentlich im nächsten Frühjahr losgehen.

P.S.: Sollte jemand von Euch Interesse an einem Löffler Hartschalen-Dachzelt und/oder einem Nakatanenga ALU-Dachträger haben - schaut mal in den nächsten Tagen in den Marktplatz Teile & Zubehör. Wenn ich es schaffe werde ich die Teile noch Heute reinsetzen.
Nochmals Dank an die Buschtaxi-Community - Die Intensität und Leidenschaft mit der hier Themen besprochen werden ist schon beeindruckend!

Gruß
Frank

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