Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Alles technische, was sonst nirgends paßt
Moosi
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Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

Hallo,

aufgrund hoher Diebstahlzahlen von Toyota-Offroadfahrzeugen möchte ich eine Sammlung möglicher Strategien zur Diebstahlsicherung anstoßen.

Leider sind ab Werk vorhandenen Sicherungsmöglichkeiten gegen Diebstahl (bei faktisch allen Herstellern) recht "löchrig". Ein Schelm könnte böses denken und behaupten, dass ein geklautes Fahrzeug ein verkauftes Neufahrzeug ist.

Die Diebstahlmafia hat mächtig aufgerüstet und ein Fahrzeug kann in unter 20 Sekunden lautlos entwendet werden.

Ich fange jetzt mal mit den ersten Gedanken in diesem Thema an und selbstverständlich ist rege Beteiligung in Form von Verbesserungsvorschlägen, weiteren Ideen und auch natürlich von Korrekturen willkommen.

1. Diebstahlschutz in den eigenen vier Wänden

Eines der großen Risiken ist hier Keyless-Go. Liegt der Fahrzeugschlüssel in der Nähe von Türen und Fenstern, so kann dessen Signal kinderleicht verlängert werden und das Fahrzeug ist ohne Aufbruchspuren weg. Auch das Verwahren des Schlüssels in Blechdosen oder speziellen Hüllen gibt möglicherweise keinen 100%igen Schutz.

Zusätzliches Risiko: Versicherung könn(t)en hier einwenden, dass der Besitzer die Kiste selbst hat verschwinden lassen.

Abhilfe:
Keyless Go komplett abschalten. Geht meistens bei Toyota im Entertainmentsystem selbst zum abschalten oder notfalls von der Werkstatt mit Techstream codieren lassen.
Man kann auch temporär bis zu nächsten Schließung durch drücken und halten der "Verschließen-Taste" und gleichzeigtiges zweimaliges drücken der "Öffnen-Taste" am Schlüssel Keyless-Go deaktivieren.
Schlüssel möglichst nicht aus der Hand geben, um kopieren zu vermeiden.

2. Diebstahlschutz für Aufbewahrung in der Garage

Herkömmliche mitgelieferte Schließzylinder sind mitunter nur von geringer Qualität, so dass durch Aufbohren, Picking und andere Methoden das Schloss leicht angreifbar ist. Auch darf das Schließblech von außen nicht abnehmbar sein und der Schließzylinder darf maximal 3mm vorstehen um nicht mit einer großen Rohrzange angreifbar zu sein.

Garagentore können auch mit größeren Hebeln mitunter recht schnell einfach mit Gewalt überwunden werden.

Solche Fahrzeuge werden praktisch nie zufällig (als z.B. Fluchtfahrzeug) gestohlen. In der Regel dürften hier Tipgeber (ich will keine Berufsgruppen pauschal verdächtigen, aber da kann sich jeder seine Gedanken machen) der kritische Faktor sein.

Zusätzliches Risiko: Hausratversicherungen könnten die Leistung verweigern oder kürzen, wenn die Schließanlage auch für Laien ersichtlich angreifbar war.

Abhilfe:
Hochwertige und größenmäßig passende und nicht einfach kopierbare Schließzylinder der anerkannten Markenhersteller verwenden. Nach meiner Erfahrung ist so ein Schließzylinder nicht unter 60 - 70 € zu bekommen. Ein Aufschiebeschutz z.B. bei Rolltoren ist fast unumgänglich und kann auch nachgerüstet werden. Die Polizeiberatungsstellen sind hier auch gerne behilflich.

Fenster immer mit Sichtschutz (z.B. Milchglasfolien) schützen. Garagentür nie länger offen stehen lassen, als notwendig.

Ferner ein kleine billige Alarmanlage mit Sensor am Garagentor (ggf. auch an Fenster und Türen) und mit einem PIR-Bewegungssensor. Das kann schon ganz was günstiges vom Baumarkt für 100 € sein. Das bietet vielleicht nur wenig Grundschutz und ist für Profis überwindbar, aber wenn diese unerwartet Krach macht, dann lässt vielleicht der Dieb von seinem Einbruchversuch ab. Hochwertige Anlagen mit Benachrichtigung am Handy (kann ggf. durch GSM/LTE-Jamming von den Dieben blockiert werden) starten bei ca. 400 €.

To be continued.....

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Moosi
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

Es geht weiter:

3. Mechanische Sicherungen am Fahrzeug

Um zu verhindern, dass Diebe das elektronisch in wenigen Sekunden schnell geknackte Fahrzeug wegfahren können bieten sich zusätzliche mechanische Wegfahrsicherungen am Fahrzeug an.

Die polnische Fa. BearLock hat sich einen guten Ruf erarbeitet z.B. für die Ganghebelsperren.

Es gibt auch hochwertige Blockierungen für die Fußpedale aus Edelstahl mit einem massiven Bügelschloss.

Sowas zu überwinder dauert deutlich mehr als die 5 Minuten, nach denen ein Diestahl normalerweise abgebrochen wird.

Vorsicht: Viele kleine, billige "Gadgets" (z.B. Lenkradkrallen) sind in Sekunden überwindbar wie YT-Videos eindringlich zeigen!

Es gibt auch in der Tür montierte Sicherungsbleche für die Türschlösser. Manche Typen von Fahrzeugen sind anfällig gegen durchstechen der Türhaut, um das Fahrzeug zu öffnen.

Ein weitere mechanische Sicherung sind Abdeckbleche für zugängliche Kabelverbindungen des CAN-Buses. Viele Toyotas sind leicht knackbar durch Zugriff am linken Radhaus auf das Scheinwerfersteuergerät. Seit kurzem sind im manchen Ländern Softwareupdates von Toyota verfügbar, die mittels CAN-Bus-Firewall den Zugriff über diese Leitungen auf die Sicherungseinrichtungen (Öffnen/Wegfahrsperre) verhindern.

To be continued...

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Broesel
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Broesel »

Hi,

gute Idee das zusammen zu schreiben - aber vergesst bitte nicht eure eigene Sicherheit nicht!

Ihr müsst dazu unterscheiden, man kann die Diebstähle grob ein bisschen einteilen:

- Organisierter Diebstahl bestimmter, ausgewählter Fahrzeuge mit entsprechender Vorbereitung und der absoluten Vermeidung von Kontakt mit den Opfern:
Hier wird gut ausspioniert, vorbereitet und diese Banden sind enorm gut ausgestattet und vernetzt.
Bearlock, Gaspedalsperre, Lenkradsperre helfen nicht - wenn sie nicht immer aktiv sind!
Dann ist die Kiste halt nicht Nachts zuhause weg sondern am helllichten Tag vor der Kita, beim Bäcker oder auf dem Supermarktparkplatz - da wird niemand immer diese Sperren aktivieren.
War z.B. schon in den 90ern auch bei den Mercedes SL recht populär - und wird auch immer noch praktiziert, auch bei anderen Fahrzeugen.

- Organisierter Diebstahl bestimmter, ausgewählter Fahrzeuge mit entsprechender Vorbereitung und durch weniger professionelle Banden durch Druck/Erpressungssituationen in den Strukturen:
Hier ist jede zusätzliche Sperre eine Gefahr für EUER LEIB UND LEBEN!
Recht Populär eher weiter Südeuropa (italien, Frankreich, Spanien), aber auch hier inzwischen vereinzelt.
Diese Banden schrecken vor Kontakt nicht zurück, dringen Notfalls in Häuser ein oder klauen euch die Kiste während ihr sie fahrt an der Ampel.
Schöne Masche z.B.: Einer klopft an die Scheibe, man öffnet diese, es wird entweder direkt durch die Scheibe ins Auto gepisst oder irgendwas reingekippt -> Fahrer springt raus und will dem Pisser auf die Fresse hauen. Komplize des Pissers fährt mit der Kiste weg...
Oder Diebstahl durch Vortäuschen eines Unfalls -> Man hält an, steigt aus, Auto weg.

- Gelegenheitsdiebstahl:
Hier helfen sperren, aber auch schon Aufkleber auf der Scheibe die vor irgendwas warnen. Da wird geklaut was "ein sicherer Weg" ist und was schnell geht, unvorbereitet. Treten Hindernisse auf, wird der Wagen stehen gelassen.


"Schutzmechanismen" haben auch oft eine Kehrseite!
Eine gut Abschließbare Garage mit Aufschiebeschutz ist toll - bis ihr mal zügig raus müsst und das Ding nicht auf geht.

Eine Funksichere Schlüsselbox ist gut - im Zweifel wird dann aber eingebrochen und der Schlüssel rausgeholt.
Auch wenn der Kontakt oft bewusst vermieden wird - kann ein kontakt mit Menschen die Autos klauen IMMER potentiell tödlich enden!

Eine Unterbrechung der Spritzufuhr oder andere "Manipulationen" sind solange toll, bis eine Fehlfunktion auftritt und euch die Kiste bei 160km/h auf der Autobahn im Dichten Verkehr ausgeht! (leider schon vereinzelt berichtet bekommen!)


Die Bittere Erkenntnis ist: einen 100% Schutz gibt es nicht. Im Zweifel wird die Kiste (Wie auch schon oft geschehen) dann halt bei der nächsten Inspektion beim Händler vom Hof geklaut (der keine Lust auf Bearlock und Co hat).
ALLES was ihr hier im Forum breit tretet ist für die Diebe auf dem Silbertablett serviert! Und bei genügend Verbreitung werden die Diebe Wege drumherum finden. Das ist das Business...

Wenn wir da wirklich ernsthaft in die Tiefe gehen wollen, sollten wir das in einem abgeschlossenen Bereich machen, mit Einlasskontrolle (da gäbe es Wege).
Bin auch gerne bereit da zu Unterstützen.



Viele Grüße
Broesel

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Straßenkreuzer 71
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Straßenkreuzer 71 »

:bulb:

Hilft zumindest beim J7 GARANTIERT IMMER, ich muß nicht einmal mehr abschließen:

Gut sichtbar die letzte Tankquittung ( vollgetankt ) hinter die Windschutzscheibe legen!

-
Strassenkreuzer 71 aka Skywalker

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Moosi
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

@Broesel
Ja du hast natürlich recht, dass hier keine Details beschrieben werden sollten. So in der Art "Die Alarmanlage XY wird am bestem am blauen Kabel des Klimasteuergerätes angeschlossen". Das muss "hinter verschlossenen Türen" bleiben, um nicht Anfängern eine Grundausbildung in Autoklau kostenfrei zu liefern.

Deswegen habe ich ganz bewußt eher oberflächlich mal angefangen. Insbesondere auch keine Hersteller oder konkrete Typen (z.B. bei den Schließzylindern) genannt, mit Ausnahme zu BearLock, weil ich da keine Alternative kenne. Trotzdem macht es Sinn den noch nicht tiefer ins Thema eingestiegenen, etwas Einstiegsinformationen zu liefern und man kann einfach selbst nicht an alles denken. Da macht Schwarintelligenz Sinn.

Zu den wertvollen Gedanken von Broesel möchte ich anmerken, das ich zum Themenbereich 1. über einen belegten Beispielfall, keine 10 KM von mir, berichten kann. Da wurde von nur für diesen Bruch eigereiste Profis ins sehr gut gesicherte (Schlösser, Alarmanlage, Kameras, Hunde, usw.) Wohnhaus eingebrochen. Die gingen da ziemlich rabiat vor und haben erst mal die Hunde ausgeschaltet. Ich verzichte auf Details. Dann wurde des Nächtens die ganze Schutztechnik lahmgelegt und die Bude ausgeräumt und auch die Schlüssel für teure Autos entwendet. Keiner der Bewohner hat anscheinend was mitbekommen. Möglicherweise war Betäubungsgas im Spiel, konnte aber nix nachgewiesen werden. Die Autos mit deren extrem lauten Auspuffsound kann man unmöglich aus der Garage fahren, ohne dass die Bewohner wach wurden.

Ich denke die Tipgeber waren möglicherweise Mitarbeiter. Das konnte man aber nicht beweisen.

Also man muss seine Abwehrchancen schon realistisch und nicht zu hoch einschätzen. Aber einfach gar nix zu tun ist keine Alternative, da man fast alle Schwellen für die Diebe mit überschaubaren Mitteln höher machen kann.

Als nächstes kommt als 4. was über GPS-Positionsbestimmung des (gestohlenen) Autos.

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Thaiguy
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Registriert: 23. Oktober 2016 16:57

Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Thaiguy »

Man kann sich immer nur vor Amateuren schützen.
Wenn einer, der die Mittel hat (Geld), das Auto haben will, dann ist es weg, basta!

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Moosi
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Registriert: 18. April 2025 10:28

Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

Sodele, weiter geht es:

4. GPS-Positionsbestimmung und Tracking

Hier ein offizieller Link der Polizei, welcher auch konkrete Produkte benennt:
https://www.polizei-beratung.de/themen- ... -fahrzeug/

Zuerst einmal ist ein Vorwort nötig:
Es gibt die sog. Tracker als Standalone-Box (mit/ohne Akku-Pufferung, mit/ohne 12V Anschluss) oder als Kombi-Gerät mit Alarmanlage und ggf. Wegfahrsperre. Wenn nur ein Akku genutzt wird, dann hat die Box natürlich nur eine beschränkte Laufzeit. Wenn die Box am 12V hängt dann ist ein Blick auf die Ruhestromaufnahme geboten!

Der Tracker holt sich per GPS die Positionsbestimmung vom Satelliten und meldet diese per GSM oder LTE an ein zentrales Portal des Herstellers. Sowohl die GPS-Verbindung zum Satelliten als auch die Handyverbindung kann per Jammer lokal blockiert werden.

Und dann auch gleich zum nächsten zentralen Problem:
Die Herstellerportale können ebenso angegriffen werden und wer garantiert, dass der Hersteller vertrauenswürdig und verantwortungsbewußt mit den sensiblen Daten umgeht. Oft wird dann geprahlt, dass die Server des Herstellers ja in der EU stehen. Nur das hilft gar nix, wenn die Programmierer Anfänger waren und wenn es dann ein Kombigerät ist, dass die volle (!) Kontrolle über die Kombianlage und damit des Autos über das Internet ermöglicht, dann sind wir beim Super-GAU. Zum Beleg hier ein Link zur renommierte Zeitschrift c't : https://www.heise.de/news/Oft-verbaute- ... 31588.html

Bei den GPS-Trackern erscheint mir eine reine Standalone-Box ohne Fahrzeugintegration am sinnvollsten. Nur auf den Server des Herstellers haben wir keinen Zugriff. Und damit ist das alles für mich raus. Und wenn es noch so agressiv beworben wird.

Und dann gibt es ja noch die kleinen und gut zu versteckenden Air-Tags. Nach meinen Erfahrungen sind die von Apple die mit den höchsten Raten von eingehenden Positionsdaten. Also einfach so einen ins Auto und gut ist es? Schön wäre es. Natürlich kann erst mal auch Bluetooth gejammt werden. Seit einiger Zeit ist zudem in den Apple-Betriebssystemen ein Anti-Stalking-Schutz eingebaut. Das heißt, wenn der Dieb ein Apple-Gerät hat und wenn sich der Air-Tag mit ihm gleich bewegt, dann bekommt der Dieb eine schöne Warnung auf sein iPhone. Danke Apple...

Was dann tun?
Bei den Air-Tags zuerst einmal keine Originale verwenden. Diese unterstützen UWB und erlauben eine zentimetergenaue Ortung im Auto.
Dann 5 oder mehr der billigen Nachbau-Tags an unterschiedlichsten Orten verbauen und die eingebauten Lautsprecher deaktivieren. Da gibt es Anleitungen auf YT. Dann muss bei vielen und gut versteckten Tags vom Dieb lange gesucht werden. Das verschafft uns etwas Zeit für die Ortung. Auch wenn der Dieb seine mobilen Daten ausgeschaltet hat, dann kann ein vorbeifahrendes anderes Apple-Gerät vielleicht noch die Position übertragen.

Einen GPS-Tracker ohne Anti-Stalking-Schutz kann man z.B. über Apples "Wo Ist" auch ohne Air-Tags selbst realisieren. Leider nur zu deutlich höheren Kosten. Aus einem alten iPhone, iPad oder einer iWatch mit eigener SIM kann man selbst einen besseren Tracker basteln. Die Betriebssicherheit dieser Geräte ist excellent. Die Gefahr, dass Apple gehackt wird oder Mitarbeiter hochverschlüsselte Daten abgreifen und weitergeben können, erscheint mir hier sehr gering im Vergleich zu vergleichsweisen Klein-Anbietern aus fernen Ländern.

Auch kann man als DIY-Projekt einen Akku-Tracker ohne monatliche Kosten auf LORA-WAN-Basis mit sehr hoher Datenhoheit für einen Fuffi selbst bauen. Leider ist das LORA-Netz in Deutschland noch nicht so supergut flächendeckend, aber besser als nichts und zweites Netz. Mir wäre auch kein Jammer für LORA-WAN bekannt.

To be continued ....

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J9 Andy
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von J9 Andy »

Moosi hat geschrieben: 5. Juli 2025 12:06
wenn der Dieb ein Apple-Gerät hat und wenn sich der Air-Tag mit ihm gleich bewegt, dann bekommt der Dieb eine schöne Warnung auf sein iPhone. Danke Apple...
Umgekehrt bekommt der Apple nutzende Fahrer angezeigt, wenn er grad ausspioniert werden soll.
Hat eben alles 2 Seiten. :wink:
Gruss Andy
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...ein Quantensprung...
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Was Du nicht willst das man Dir tu´, das füg´auch keinem andern zu.

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Moosi
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

Nachtrag zu 4. GPS-Positionsbestimmung und Tracking

Wer eine Standheizung von Webasto verbaut hat, gibt es ja offiziell nur bei Toyota selbst für unsere Autos, der kann auch den Dienst ThermoConnect soz. als zusätzliches Feature zur Positionsbesimmung nutzen:
https://www.webasto.com/de-de/heizen/be ... nnect.html
Vorteil ist, dass diese Lösung dann vonToyota selbst kommt und keine Garantieprobleme zu erwarten sind. Außerdem ist er mit 39,99 € pro Jahr vergleichsweise echt günstig bepreist.
Nachteil ist, dass die Daten letztlich bei einem von Webasto beauftragten Serviceprovider liegen. Und dieser kennt dann die aktuelle Position des Autos und möglicherweise den Typ des Autos.

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Phoenix
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Phoenix »

Auch kann man als DIY-Projekt einen Akku-Tracker ohne monatliche Kosten auf LORA-WAN-Basis mit sehr hoher Datenhoheit für einen Fuffi selbst bauen. Leider ist das LORA-Netz in Deutschland noch nicht so supergut flächendeckend, aber besser als nichts und zweites Netz. Mir wäre auch kein Jammer für LORA-WAN bekannt.
Kannst Du das bitte näher ausführen? Klingt für mich als gute Alternative.
GRJ76 von 2024

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Moosi
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Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

Phoenix hat geschrieben: 6. Juli 2025 08:12
Auch kann man als DIY-Projekt einen Akku-Tracker ohne monatliche Kosten auf LORA-WAN-Basis mit sehr hoher Datenhoheit für einen Fuffi selbst bauen. Leider ist das LORA-Netz in Deutschland noch nicht so supergut flächendeckend, aber besser als nichts und zweites Netz. Mir wäre auch kein Jammer für LORA-WAN bekannt.
Kannst Du das bitte näher ausführen? Klingt für mich als gute Alternative.
Gerne:
Als Tracker Hardware: Seed Studio SenseCAP T1000-A (ca. 50 Euro) alternativ der ELV GPS Tracker als DIY
Als Server: The Things Network (Sandbox kostenlos)
Als App: https://lowtrack.app (bis 2 Geräte kostenlos)

Hinweis die LORA-WAN-Abdeckung ist in den "Zonenrandgebieten" noch dürftig. In großen Städten mittlerweile ganz Ok.

Konfiguration ist hier ganz gut erklärt:

TTN-Netzwerk:

LowTrack:

Alternativ:
Traccar Client App

Wenn es dir gefällt und hilft wäre natürlich eine (auch wenn es nur eine ganz kleine ist) Spende an das wunderbare Forum immer willkommen.

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jaypee
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Registriert: 22. Juli 2024 01:58

Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von jaypee »

Killswitch?


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Laertes
Beiträge: 233
Registriert: 19. Juni 2025 15:45

Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Laertes »

Gerade bei diesem Thema besteht ja - wie man schon öfter lesen konnte - Konsens darüber, dass man jedes Auto stehlen kann. Es kommt nur auf den Einsatz der Mittel und die verfügbare Zeit zum Diebstahl an. Das Ganze erinnert also schon an die Geschichte vom Hasen und Igel - der Igel ist eben immer schon da.
Als ich meinen Defender 130 vor 30 Jahren kaufte, konnte er nur zugelassen werden, wenn eine zusätzliche elektronische Sicherung nachgewiesen war. Die behielt ich ein Jahr - und entfernte sie danach, denn eine potentielle Quelle von Problemen ist auf Abseitsreisen nicht so günstig.

Stattdessen installierte ich mechanische Unterbrechung von Strom und Kraftstoff. Versteckt und sehr einfach, also alles andere, als modern. Ist auch nicht unmöglich, das "Versteck" zu finden, dauert aber etwas.
Wer ihn aufladen will, den könnte ich nicht hindern. (Man müsste allerdings ein etwas stabileres Gerät zum Abtransport mitbringen. ;-) )

Wer beim Klauversuch Schäden verursacht, den könnte ich auch nicht hindern.

Such is life!

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onkel
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Registriert: 6. Januar 2004 21:44
Wohnort: daheim

Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von onkel »

Man sollte immer die Ursache bekämpfen , daher den Diebstahl so gut es geht verhindern .
Die Ortungsgeräte sind den Profis bekannt und werden durch Signale unterdrückt und dann im Klauhauptquartier entfernt .
Die Jungs finden die Geräte schneller als der Zoll zu tiefsten eisernen Zeiten .
Gruß Onkel

https://youtu.be/6kP-xraRWOk?si=KNt9yUve_ZrCcgao

HZJ 78 Crocodile Face
Auf 2 Rädern bevorzuge ich auch Stahl statt Plastik :
http://www.bmw-r35.de

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Moosi
Beiträge: 315
Registriert: 18. April 2025 10:28

Re: Strategien zur Diebstahlsicherung (moderner) Toyota-Offroader

Beitrag von Moosi »

Das ist alles Richtig. ABER....

In modernen CAN-Bus-Koffern funktioniert der Kill-Switch, versteckte Nato-Knochen etc. natürlich, aber hinterläßt auch lästige Fehlermeldungen.

Auch das Aufladen auf einen (großen) Abschlepper kann man schlecht verhindern. Durch taktisches Parken kann es man in gewissem Umfang den Dieben schwerer machen den großen Koffer zu verladen. Ich habe mir noch etwas ganz spezielles gegen verladen ausgedacht, das glaub ich so noch niemand jemals gemacht hat. Um den Überraschungseffekt zu erhalten bitte ich hier um Verständnis, dass ich diese Idee für mich behalte.


//Off-Topic//
Warum der Aufwand?
Diese völlig durchgenallten Regierungen und EU-Bürgerbestrafungskommissionen haben halt praktische alle brauchbaren Autos nach alter Väter Sitte gekillt. Egal ist aber welche Umweltsau der 900PS Elektroschredder ist. Defender alt, viele Porsches, viele Kleinwagen (am durchgeknalltesten), Autos ohne Hybrid-Gedöhns usw. gibbet einfach fast nicht mehr. Deswegen muss man all dies mit Zähnen und Klauen verteidigen. Blöd, aber ist so. Schlimm ist halt, dass dieser ansteckende Irrsinn immer mehr Regionen und Hirne der Welt befällt. Praktisch so eine Art "Auto-Kill-Pandemie". Sieht man auch hier eindrucksvoll:



Um mich nicht falsch zu verstehen. Ich sympathisiere mit keiner der politischen Bewegungen.

Ich kann einfach keine davon erkennen, die zumindest die Intelligenz einfacher Wirbeltiere erreicht hätte. Und ich mache im privaten Bereich soviel es mir möglich ist in Sachen Tier- und Umweltschutz. Mehr als die die es sich medienwirksam auf das Revers geknöpft haben machen.

Mit denen bin ich sowieso ferdisch. Vor ein paar jahren wollte ein örtlicher Baulöwe einen Bach ganz in der Nähe von mir, in welchen unter strengstem Artenschutz stehende seltene Amphibien leben, einfach verrohren. KEINER von denen oder den Behörden hat mir dagegen geholfen. Die Hilfe kam auf höhere Fügung, weil sie den wegen eines riesigen Umweltskandals eingekastelt haben.

User @onkel würde jetzt wohl singen:
Ich bin so wie ich bin.....
Zuletzt geändert von Moosi am 6. Juli 2025 11:25, insgesamt 3-mal geändert.

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