Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

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Moosi
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Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

In verschiedenen Fäden habe ich vieles an Informationen zu den Grundsatzüberlegungen für und wider eine dieselbetriebene Wasserstandheizung gesammelt und auch das eine oder andere dazu geschrieben. Das alles liegt sehr zerstückelt rum. Da habe ich mir gedacht ein neues Thema hierzu anzulegen und möglichst viele der Informationen an einer Stelle zu vereinigen.

Zusammenfassung für alle die nicht alles lesen möchten:
Eine dieselbetriebene Wasserstandheizung ist eine feine aber teuere Sache für ein eher enges Einsatzspektrum. Mit einer modernen Powerstation und einigen Zusatzgeräten bekommt man für weniger Geld mehr Nutzen und das "strombasiert" ohne festen Einbau in ein Fahrzeug. Nämlich zusätzlich kühlen und trocknen mit einer mobilen Klimanlage ohne Motorlauf. Kostenlos dazu gibt es noch Strom 12V und 230V für allerlei andere nützliche Dinge.



1. Einführung - Warum und weshalb diese Ausarbeitung?

Natürlich gibt es weitgefächerte, fast unvereinbare Anforderungen an eine Standheizung. Ein Laternenparker will/braucht was anderes als ein autarkes Weltreisemobil. Ein ultramoderner Taschenrechner mit 4 Rädern hat andere technische Restriktionen wie ein Klassiker.

Die beliebten Diesel-Luftheizungen klammere ich mal aus, da diese eher doch für den richtigen Campingbereich und Reisemobile prädistiniert sind. Ein Festeinbau in moderne LC ist bestimmt eine Monsterherausfoderung. Hier hat auch die Zweibatterielösung ihren höchsten Nutzen. Vor allem wenn über Solarpanels auf dem Dach nachgeladen wird.

Mir geht es eher um eine multifunktionale Alltagslösung die nicht fest bzw. aufwändig eingebaut ist, sondern auch ggf. von Fahrzeug zu Fahrzeug mitwandern kann. Die kann natürlich alles an Komfort was ein aufgerüstetes Campmobil kann. Aber kann viele Situationen, wo man auf das (sinnbefreite) Laufen des Motors für Heizen, Lüften und Kühlen angewiesen wäre, abfangen.


2. Welche generelle Argumente sprechen wider eine Wasserstandheizung und gegen diese Investition:

- Winter werden auch für Laternenparker gefühlt tendenziell wärmer und kürzer.
- Kein Betrieb in geschlossener Garage, Tiefgarage wegen Abgasproblematik.
- Vorwärmgrad von x-Litern Öl und des Graugussblocks zum Bauteileschutz nur bei längerer Laufzeit gegeben.
- Man darf nicht vergessen die Standheitung auch mal im Sommer anzuwerfen.
- Wasserstandheizung kann vielleicht 3 oder 4mal laufen bis Starterbatterie down, wenn keine Zweitbbatterie-Lösung DC-DC da ist.
- Einsatzspektrum daher ohne leistungsfähige Zweitbatterie eher auf Innenraumerwärmung vorm Losfahren ausgerichtet.
- Einbau teuer (ab 2600 € Stand 2025) und zusätzliche Komplexität/Defektrisiko im Fahrzeug.
- Einbausatz ist Toyotaspezifisch und nicht im freien Handel erhältlich.
- Für Fernsteurung über LTE erfordert laufende Kosten.

Spezielle Argumente wider eine Wasserstandheizung bei modernen Fahrzeugen:
- Frontscheibenheizung, Sitzheizung, Lenkradheizung und PwrHeat reichen wenn es nicht gerade länger mal kälter als -10° ist
- Zweite Batterie ab 250er nicht im Motorraum möglich und Größe der Starterbatterie limitiert.
- KFZ-Elektriker sagt bei Zweitbatterielösung darf man keine zwei Potentiale nutzen (danke an @Broesel für den Tipp).
---> Standheizung selbst hängt z.B. in der Zweitbatterie und Elektronik (wegen CAN-Bus) mit einem Bein auf der Startbatterie.
---> Vermutlich nur äußerst aufwändig bis unmöglich trennbar.

Fazit dieser Überlegungen:
==> Bequem, aber teuer und letzlich nur mit dem zentralen Nutzen der Innenraumvorwärmung.
==> Dieser aber durch Abgasproblematik limitiert vorallem bei Tiefgaragen- und Garagenparkern.
==> Auch Versicherungsprobleme bei Brandversicherung können bei nicht zugelassemenem Betrieb in geschlossenen Räumen entstehen.
==> Wenn es überwiegen um Bauteileschutz geht könnte bei Garagenparkern, aber eine unbequemere elektrische
==> 230V Vorheizung (Defa, Callix) eher in Betracht kommen. Bei Toyota anscheindend nicht für moderne LC im Angebot
==> oder evtl. sogar Garantieschädlich.
==> Nebennutzen GPS-Ortung kann für überschaubares Geld anderweitig realisiert werden.


3. Was könnte eine dieselbetriebene Wasserstandheizung ersetzen und sogar noch Zusatznutzen bieten?


Mein aternatives Konzept für längere Ausflüge, Arbeiten in freier Natur, Pausen auf ultralangen Fahrten und einzelne (Notdürftige-)Übernachtungen im Auto oder einfach nur für die Zombieakapolypse:

Eine dieselbetriebene Wasserstandheizung kann letzlich nur den Innenraum heizen. Nur dafür und nur im Freien betreibar ist das echt viel Geldeinsatz?

Zusätzlich kühlen und auch effizient den Innenraum trocknen ohne Motorlauf aber eben nicht. Jeder kennt ja die Problematik des klebrig feuchten Innenraums mit elend beschlagenen Scheiben, wenn die Fahrzeugklima nicht läuft.

Wenn man nach Wanderung, Sport, etc. durchgeschwitzt oder durchnässt zurückkommt dann braucht man je nach Jahreszeit kühlen + trocknen oder heizen + trocknen. Natürlich kann man das mit den Bordmitteln machen, aber wenn man eben noch nicht sofort losfahren kann oder will dann besteht diese Möglichkeit nur wenn man den Motor im Stand laufen lässt. Das ist verboten/unerwünscht und auch technisch schlecht für den Motor.

Man braucht also eine motorunabhängige mobile Lösung ohne fest installierte DC-DC Zweit-Batterielösung:
  • Eine kleine bis mittlerere trabgbare Powerstation bis 2 Kwh (0,5 bis 1,5K €) z.B. Anker Solix oder Ecoflow Delta. Wiegt 15 bis 20 Kilo und kann zuhause dann teils sogar als USV verwendet werden.
  • Entweder auf ca. 1 Stunde an 230V laden oder 2 bis 3 Stunden am Zigarettenanzünder. Oder zusätzlich ggf. optional ein mobiles Solarpanel ab 200 Watt zum nachladen der Powerstation.
  • Alternativ als Maximallösung für längere Ausflüge oder Reisen ein kleiner transportabler (bis 2-3 KW) Mulitfuel (Benzin-/Gasbetriebener) Stromgenerator zum getakteten laden des Stromspeichers alle ein bis zwei Tage (< 1K €) oder als reiner Energieerzeuger ohne Powerstation wenn anhaltendes Laufgeräusch kein Problem ist. Mit kleiner Gasflasche kein Benzingestank im Auto beim Transport und auch hitzesicher.
  • Als billige Minimallösung ein Stromheizlüfter für den Innenraum zur kurzeitigen Erwärumung (Ab 50 €).
  • Als teurere aber viel zielführendere Maximallösung eine mobile Splitklimaanlage oder sowas wie die Ecoflow Wave 3 (keine Werbung, habe das Gerät nicht und kann nicht sagen wie gut es funktioniert) (< 1K €).
Was kann man damit sonst noch so machen:
  • Starterbatterie nachladen.
  • Kaffeemaschiene und Kochplatte mit Strom und ohne Gas.
  • Dachzelt heizen und kühlen (eingeschränkt)
  • Kühlbox
  • Beleuchtung
  • Einschweisstoilette betreiben.
  • Wasserpumpe betreiben.
  • Laden von Computer, Smartphone und Kameras.


Hinweis:
Zielsetzung der Ausarbeitung, sowie Lesbarkeit und Strukturierung wurde nachträglich auf Hinweis von pan51 überarbeitet!
Danke dafür!
Zuletzt geändert von Moosi am 24. November 2025 18:58, insgesamt 10-mal geändert.

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pan51
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von pan51 »

Puuuh ... 8)

Finde das echt unstrukturiert. Du kommst von der Wasserstandheizung zur Kaffeemaschine ... was ist Dein Ziel?
Moosi hat geschrieben: 24. November 2025 18:06
Hinweis:
Lesbarkeit und Strukturierung wurde nachträglich überarbeitet!
EDIT: ja, besser so. Die Zusammenfassung ist am besten, aber...
Moosi hat geschrieben: 24. November 2025 18:06
Eine dieselbetriebene Wasserstandheizung ist eine feine aber teuere Sache für ein eher enges Einsatzspektrum. Mit einer modernen Powerstation und einigen Zusatzgeräten bekommt man für weniger Geld mehr Nutzen und das ohne festen Einbau in ein Fahrzeug. Nämlich zusätzlich kühlen und trocknen mit einer mobilen Klimanlage ohjne Motorlauf. Kostenlos dazu gibt es noch Strom 12V und 230V für allerlei andere Dinge. [/b]
...ich stimme nicht mit Dir überein. Benzin oder Diesel aussen vor, ist ja Wurscht. Meine - fest installierte - Wasserstandheizung macht:

a. Motorvorwärmung
b. Warmwasser (und das auch während der Fahrt ohne die überhaupt anzumachen)
c. Warmluft
d. nur Lüftung

Wird betrieben über eine Powerstation, die

a. auch alles andere elektrische beliefert
b. geladen werden kann über Solar, B2B, 230V
c. ihrerseits die Startbatterie laden kann
d. elektrisch Kochen erstmal nicht

Die Idee, die Powerstation auszubauen als Speicherbatterie für's Balkonkraftwerk, USV o.ä. hatte ich auch. Kannst in der Praxis vergessen, wenn da ordentlich was dranhängt und sie einigermaßen verdeckt eingebaut ist. Gibt aber hier Leute, die bauen die zum Laden in einem isländischen Kaffee aus und rollern die dahin...

Entfeuchten? Wäre evtl. in Asien zukünftig für mich eine Anforderung, vor allem auch während der Regenzeit. Aber 'ne Wave 3? Das ist ein RIESEN KLOTZ!

p.s.: eine nicht fest installierte, mitwandernde Wasserstandheizung...das wird schwierig...
Grüße,
Axel

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quadman
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von quadman »

Klingt blöd, aber kann man das auch zusammenfassen?
Sicher ein spannendes Thema - aber weniger (Text) ist manchmal mehr....

Gruß Stefan
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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

Danke für die konstruktive Kritik.

Es geht mir darum einen Ausweg aus dem Dilema zu finden, dass das viele Geld für eine Wasserstandheizung bei modernen Autos für manche Fahrer zuwenig Nutzen bringt.

Knackpunkt und Ausgangspunkt meiner Überlegungen aus den Erkenntnissen des Fadens "12V Starterbatterie Spannung" war, dass in einem modernen Fahrzeug wie dem 250er für eine Webasto (die vollständig in die an der Starterbatterie hängende Elektronik integriert ist) eine bisher übliche DC-DC Zweit-Batterielösung defacto wegen der Verquickung zweier unterschiedlicher 12V Potentiale wohl nicht gehen wird.

Damit kann diese Webasto defacto nur an der Laterne morgens zur Innenraumvorwärmung genutzt werden, wenn danach genau so lang wieder gefahren wird. Nach 20 bis 30 Minuten ist das Öl nur gering erwärmt. Spätestens nach vielleicht 3 oder höchstens 4 Vorwärmvorgängen wird der Ladestand der Starterbatterie kritisch. Für eine ganze lange kalte Nacht zum Schlafen im Auto reicht es sicher nicht zum Erwärmen.

In einem Setup mit einfacherer, älterer elektrischer Umgebung sieht die Welt völlig anders aus. Dort wird auch das Wasser im Block noch stärker vorgewärmt. Die Abgasvorschriften lassen das so (legal) nicht mehr in modernen Autos ab Euro 6.irgendwas zu. Und da beißt sich die Katze dann in den Schwanz.
Zuletzt geändert von Moosi am 24. November 2025 19:49, insgesamt 1-mal geändert.

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GRJ78
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von GRJ78 »

Viel Geld wenig Nutzen = LandCruiser fahren in der Zivilisation

Das ist einfach purer Luxus. Muss man wollen.
Am Ende ist es Charakter, der die Neuroplastizität geschehen lassen kann. Mit Hoffnungsfähigkeit und Erwartung eines sinnhaften guten Ergebnisses. Und diese wird gestaltet von Erfahrungen. Machen Menschen wenige gute Erfahrungen, werden sie das auch für die Zukunft nicht tun.

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der 7er
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von der 7er »

Moosi hat geschrieben: 24. November 2025 19:46
Danke für die konstruktive Kritik.

Es geht mir darum einen Ausweg aus dem Dilema zu finden, dass das viele Geld für eine Wasserstandheizung bei modernen Autos für manche Fahrer zuwenig Nutzen bringt.


Moin,
ich hatte Deinen Eingangstext weitestgehend überflogen und bin dann erst darüber gefallen, dass Deine "Grundsatzüberlegung" offenbar vorrangig Besitzer von "modernen" Elektronik-Autos (wie einen J25) ansprechen soll. Ansonsten hätte ich große Mühe, Deine Argumente, die gegen eine Wasserheizung sprechen sollen, nachzuvollziehen - mal ausgenommen, dass ein Dauerbetrieb in der Garage nicht so sinnvoll ist. Der Anschaffungspreis ist es zumindest nie gewesen: komplette Webasto- oder Eberspächer-Einbausets gibt es schon für 1.000-1.500 Euro und der Einbau in Eigenregie ist an einem Samstag erledigt. Vielleicht konkretisierst Du den Titel daher nochmal ein wenig?
Gruß, Mario

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Hardy3
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Hardy3 »

Moin
Ist nur eine Randnotiz aber evt auch interessant: Bei meinem BMW X5 40 D aus 2016 wollte ich eine Standheizung, bzw. besser gesagt eine Motorvorwärmung nachrüsten.
Dies ist lt offiziellen Quellen wie BMW und Webasto, etc bei diesem Fahrzeug nicht möglich, da durch die dadurch extern zugeführte Wärme im Motor die Fahrzeugsensorik irritieren würde. Dies würde eine Fehlermeldung erzeugen (Notlauf) was wiederum einen Eingriff in die Motorsteuerung erfordern würde, was von BMW nicht freigegeben bzw. verhindert wird.
D.h. Für diesen Fahrzeugtyp gibt es nur die Möglichkeit eine Motorvorwärmung/Standheizung beim Bestellen zu erhalten. Dort wird dann ab Werk die korrekte Software verwendet. Nachträglich ist dies auf dem normalen Weg (Aftermarket) nicht vorgesehen.
Beste Grüße und allzeit gute Fahrt
Hardy
Hilux, XtraCab, KUN25, 2,5 mit 102 PS, 2KD-FTV ohne Ladeluftkühler

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wüstenfreund
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von wüstenfreund »

Hallo Hardy,

das gilt für alle modernen Fahrzeuge. Die Wasserstandheizung arbeitet als Insellösung. Nur der Innenraum wird geheizt.
Motorvorwärmung würde bei modernen Fahrzeuge einen Konflikt zwischen Außentemperatur und Motortemperatur beim Start auslösen. Das Fahrzeug würde in den Notlauf gehen. Softwaretechnisch wäre die Lösung sicher kein Problem, bloß welcher Hersteller möchte künstlich das Motorleben verlängern? Bei meiner alten Rübe( HZJ 75) kein Problem weil keine Steuergeräte vorhanden. Hier kannst du über ein ferngesteuertes 3/2- Wegeventil wählen ob du nur den Innenraum oder auch den Motor vorwärmen möchtest.

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pan51
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von pan51 »

Moin,
wüstenfreund hat geschrieben: 24. November 2025 21:32
... über ein ferngesteuertes 3/2- Wegeventil wählen ob du nur den Innenraum oder auch den Motor vorwärmen möchtest.
hättest Du da bitte mal das Modell für mich?
Grüße,
Axel

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quadman
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von quadman »

...meine ThermoTop aus 2010 ist so intelligent, die macht einfach beides warm. Den Kreislauf des Motors und den Wärmetauscher für den Innenraum. Soll es innen warm werden, einfach den Heizungsregler auf warm und das Gebläse einschalten.

Schon blöd bei so modernen Autos - was da durcheinanderkommen soll habe ich nicht verstanden. Der Einbausatz für den Euro 6 Revo ist von der Gebläseansteuerung nicht anders, als im Vigo mit manueller Klimaanlage. Solch 250er ist wohl high tech dagegen...
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wüstenfreund
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von wüstenfreund »

Hallo Axel bei Webasto haben die 3/2 Wege Magnetventile mit 18 mm Durchmesser der Schlauchstutzen die Nr. 9014606A mit 20 mm 1319981A
Wenn das Volumen vom Heizungskreislauf sehr klein ist, weniger als 2 Liter brauchst du zusätzlich ein T-stück mit Drosselbohrung sonst droht dem Wasserheizer die Überhitzung.

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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

der 7er hat geschrieben: 24. November 2025 20:41
Moosi hat geschrieben: 24. November 2025 19:46
Danke für die konstruktive Kritik.

Es geht mir darum einen Ausweg aus dem Dilema zu finden, dass das viele Geld für eine Wasserstandheizung bei modernen Autos für manche Fahrer zuwenig Nutzen bringt.
Moin,
ich hatte Deinen Eingangstext weitestgehend überflogen und bin dann erst darüber gefallen, dass Deine "Grundsatzüberlegung" offenbar vorrangig Besitzer von "modernen" Elektronik-Autos (wie einen J25) ansprechen soll. Ansonsten hätte ich große Mühe, Deine Argumente, die gegen eine Wasserheizung sprechen sollen, nachzuvollziehen - mal ausgenommen, dass ein Dauerbetrieb in der Garage nicht so sinnvoll ist. Der Anschaffungspreis ist es zumindest nie gewesen: komplette Webasto- oder Eberspächer-Einbausets gibt es schon für 1.000-1.500 Euro und der Einbau in Eigenregie ist an einem Samstag erledigt. Vielleicht konkretisierst Du den Titel daher nochmal ein wenig?
Gruß, Mario
Die offizielle und verbindliche "originale Toyota-Webasto-Wasserstandheizung" für den 250er gibt es nur als Komplettangebot beim FTH. Manche verkaufen den Toyota-Einbaukit einzeln, wenn man vom vorherigen eine Evo 5 wieder ausbaut und weiterverwendet. Preis stattliche 2600 bis 4500 € was man so hört und liest. Erwärmt weitestgehend auch nur den Innenraum. Es wär mir auch nicht bekannt, dass es eine garantiekonforme elektrische Tauchsieder-Motorvorwärmung vom FTH gibt.

Ich finde schon dass da meine Überlegungen in eine andere Richtung zu denken und das mit Batteriespeichern und damit sogar weiteren Zusatznutzen zu machen bei den modernen fahrenden Taschenrechnern diskussionswürdig sind.

Den Titel kann ich selber leider nicht mehr ändern. Ich schreib mal den Netzi an.
Zuletzt geändert von Moosi am 25. November 2025 00:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

quadman hat geschrieben: 24. November 2025 21:45
Solch 250er ist wohl high tech dagegen...
Die Webasto hängt direkt via CAN-Bus am Klimasteuergerät unter dem Multimediaschirm. Da ist nix mehr wie früher als man den Gebläseschalter einfach auf 0 oder 1 ließ und die ganze Wärme dann in den Block umgeleitet wurde.Der Mensch denkt, dein Taschenrechner lenkt....

Mit ein paar Tricks fährt so ein 250er auf der Autobahn fast vollständig autonom solange der nicht irgendwo abbiegen muss. Es gibt ein Video wo einer in USA ich glaub von Vegas nach Seatle ohne jeglichen manuellen Eingriff fuhr.

Quasi betreutes Fahren und Heizen....

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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

pan51 hat geschrieben: 24. November 2025 18:15

Entfeuchten? Wäre evtl. in Asien zukünftig für mich eine Anforderung, vor allem auch während der Regenzeit. Aber 'ne Wave 3? Das ist ein RIESEN KLOTZ!
Gestern -2° Novemberrain im Mittelgebirge mit drei verschwitzten Personen nach der Wanderung im Auto und die Scheiben beschlagen schnell ohne Motorlauf. Tropisches Asien wär halt das andere Extrem.

Ich war heut Abend noch schnell beim Camping Berger. Wave 3 passt gerade so auf Beifahrerseite im Fussraum vor der hinteren Sitzbank. Beifahrersitz darf nicht ganz hinten sein. Das spielt aber nur > 1,95cm eine Rolle. Die beiden Schläuche würden via Adapter oben am Beifahrerfenster ausgeleitet. Nicht optimal und nur für 3 Personen im Auto möglich.

Für so einen Islandtrip wär das Laden mit Stomaggregat, wenn man nicht einige Stunden fährt wohl die beste Lösung.

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Broesel
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Broesel »

wüstenfreund hat geschrieben: 24. November 2025 21:32
das gilt für alle modernen Fahrzeuge. Die Wasserstandheizung arbeitet als Insellösung. Nur der Innenraum wird geheizt.
Motorvorwärmung würde bei modernen Fahrzeuge einen Konflikt zwischen Außentemperatur und Motortemperatur beim Start auslösen. Das Fahrzeug würde in den Notlauf gehen. Softwaretechnisch wäre die Lösung sicher kein Problem, bloß welcher Hersteller möchte künstlich das Motorleben verlängern?

Sorry, aber das ist schlicht und ergreifend falsch.
Den "Konflikt" bei Motortemperatur im Bezug zu Aussentemperatur hätte man sonst auch wenn die Kiste mal nur 2 Stunden aus ist, sich das Wetter abkühlt, man aus einer Garage fährt, etc.

BMW erzählt es bewusst, um mehr Geld zu verdienen da die Autos und sich nicht mehr mit hohen Margen verkaufen lassen. Webasto erzählt das gleiche wenn sie keine Freigabe mit dem Hersteller zusammen erwirken können.

Was immer schwieriger wird: Die Klimaautomatiken dazu zu überreden, wirklich zu heizen wenn der Motor nicht läuft.
Da stehen sonst die Klappen falsch etc.
Das trifft in der Tat viele moderne Autos, lässt sich aber lösen - je nach Hersteller unterschiedlich.



Im Bezug auf das Thema: Der Vergleich einer Kraftstoffbetriebenen Heizung mit einer Powerbank + Heizer hinkt in meinen Augen an vielen Stellen schlimmer als so mancher Pirat mit Holzbein.

Wie bei allem: Es kommt aufs Einsatzgebiet und die Nutzung an - und da hört es bei elektrischen Heizen ohne 230V Steckdose in der Nähe sehr schnell auf!.

Die Energiemenge einer mobilen Powerbank reicht nicht wirklich für großartiges heizen - mit "2-3 Stunden am Zigarettenanzünder laden" bekommst man grad mal 350Wh da rein (Zigarettenanzünder kann maximal 10A bei 12V - > 120w x 3 Stunden, abzüglich Verlust = 350Wh).
Das ist ein warmer Furz, mehr nicht.
Die PowerStations haben so zwischen 500Wh - 3800Wh (sind dann aber schon Hölle schwer und groß! Sind dann halt 300Ah LiFePo)

Zum Vergleich:
Der Standheizungslauf einer 2kw Luftheizung mit Diesel/Benzin erzeugt in 30 Minuten Laufzeit 1000Wh Wärme.
Der Lauf einer 5kw Wassersandheizung erzeugt in 30 Minuten 2500Wh Wärmeenergie.

Wer es günstig will und wild steht: Motor 20 Minuten laufen lassen - da hat man Wärme und Klimaanlage mit gut Leistung ohne irgendwas zusätzlich zu verbauen und hat auch kein Batterieproblem.

Zum schlafen im Auto taugt das nicht, genau so wenig wie eine Wasserstandheizung (Ausnahme: Bei Fußbodenheizung/Konvektionsheizung im Wohnaufbau ohne über das Fahrzeuggebläse zu gehen) oder eine Powerbank und E-Heizer.

Bleibt mal bei 5° im Auto sitzen nach dem abstellen -> Da wird es ruck zuck sehr kalt, da wenig isoliert.
Du brauchst für 8 Stunden Schlaf circa die 8 Stunden lang eine Dauerheizleistung von >600W bei um die 5° Aussentemperatur.
Das macht 8h x 600W = 4800Wh

Das hat keine Powerbank! Bei 12W wären das > 400 Ah.
Die lädst Du auch nicht "mal eben" unterwegs nach, wenn sie es denn hätte.
Über Zigarettenanzünder (120W Ladeleistung) wären 4800Wh circa 40 Stunden laden - wohlgemerkt ohne Schlaf - denn die Energie braucht man ja für 8 Stunden heizen beim schlafen.

Luftstandheizung braucht im gleichen Zeitraum 320Wh Strom -> 26Ah bei 12V und dazu geschätzt 1-2 Liter Sprit.

Wasserstandheizung braucht im gleichen Zeitraum circa 350Wh Strom + Fahrzeuggebläse mit circa 1000Wh Strom reinhauen dürfte -> 1350Wh -> 112Ah.
Daher klappt das halt mit Wasserstandheizung über Fahrzeuggebläse nicht für eine Nacht. Wenn man es wie oben beschrieben mit Konventionsheizern oder Fußbodenheizung macht, bleit es bei den 350Wh, die machbar sind...


Das Wave 3 Ding kann nur im Netzbetrieb die volle Leistung von 2000W heizen/1800W kühlen.
An der Powerstation wäre damit auch nach 1 Stunde ende.
Und wieder:
2000W -> 1 Stunde Betrieb bei Volllast heisst 16 Stunden Laden über Zigarettenanzünder...
1800W -> 1 Stunde Bertieb bei Volllast heisst 15 Stunden laden über Zigarettenanzünder...

Wenn ich dann "Stromaggregat mitnehmen" lese muss ich mir an den Kopf fassen: Da kann man besser den Motor laufen lassen und Autoklima+Heizung nutzen - oder einfach mal warm anziehen...


Also: So wird das nix...

Aber das Marketing der Powerbank Hersteller funktioniert offenbar gut.
Die PEAK Leistung der Dinger ist ja auch ganz gut - aber eben nicht entnehmbare Energiemenge!

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