Meine Güte es gibt ja unendlich viel zu er"fahren" und zu sehen!
Ein echtes Problem sind die vielen wilden Hunde, wenn man, wie ich, allein unterwegs ist, sollte man nen Knüppel oder so was dabei haben - für alle Fälle. Gab und gibt viel Vorfälle landesweit. Und bloß nachts nix eßbares draußen liegen lassen. Einem Camper, den ich traf, hat nachts ein wilder Hund das Moskitonetz vom Anhänger durchgebissen (sie hatten nur die leichte Netztür zu, die andre war offen weil so warm), er ist grad noch rechtzeitig aufgewacht, um den loszuwerden. Da fühl ich mich im Troopy sehr sicher.
Außerdem habe ich echt viele Schlangen gesehen, ich hatte den Eindruck, die warteten auf mich - jede wollte aufs Bild
Von Kununurra aus auf die Gibb - die ist jetzt fast bis zum Pentecost River Crossing asphaltiert. Irgendwann wirds sie wohl ganz geteert sein... Sehr viel los, kein Ziel mehr für entspanntes Reisen. Auch hier unendlich viele riesige Gespanne, die die Piste ruinieren mit ihrer Raserei. Waschbrett ohne Ende! Vom Staub mal nicht zu reden. Was die alles mitschleppen - sogar ein mobiles Außen-Waschbecken zum aufklappen sah ich. Ich bin immer sehr basic unterwegs, nur das was ich echt brauche und gut ist.
Habe diesmal Bereiche besucht, in denen ich noch nicht war. Am Pentecost war die eine Seite komplett zu mit Autos und Anhängern, die waren nachts auch unterwegs zum fischen. Ich campte auf der andren Seite und hatte quasi alles für mich allein mit toller Sicht. Nervig war, dass die eben nachts mit starken Scheinwerfern rumleuchteten. Na das half dann dem Trupp Radler, die unbedingt nachts den Fluß queren mussten
Ein weiteres tolles Camp ist das Top of the World vor der Durack Flußquerung (bissl danach gehts zur Ellenbrae Station). Aber Achtung, nachts heulte der Dingo direkt am Auto und als ich in der Früh die Tür aufmachte, saß er da. Kostete Anstrengung, den zu verscheuchen. Auf der Station sagten sie, dass sie immer mehr Probleme mit wilden Hunden haben (ab und an sieht man einen aufgehängt ). Ellenbrae ist schön, gute swimming holes und leckere Scones. Am Hann River auch gute Camps. Besonders schön ist Adcock Gorge. War auf der Mt Elizabeth Station, da gibts offroad Tracks, muß man extra zahlen. Leider sind die bis auf 1 so schlecht, daß alle umgedreht sind, ich auch, zu riskant das Auto zu schrotten. Und dafür verlangen sie Geld, total unangebracht. Ein paar nette Plätze gibts trotzdem. Leider Charnley River und Mornington geschlossen. Über Derby nach Broome (sehr teuer geworden), kostenlose Camps gibts nur weit außerhalb. Eighty Mile Beach durfte nicht fehlen. Cape Keraudren kostet was, ists aber wert. Bei Niedrigwasser kann man sehr weit rauswandern. In den Tümpeln findet man jede menge Tierwelt, von der Schildkröte bis Oktopus. Kann sehr windig werden dort. In Port Headland kann am Golf Club relativ günstig gecampt werden, gibt aber nur wenige Plätze. Chela Plains Station bietet an der Station selber einiges (abends Essen am Lagerfeuer mit Anmeldung, sehr schön, lecker, tolle Atmosphäre), man kann paar Tracks fahren, aber das war na ja.Hab mal in Onslow vorbeigeschaut, leider auch dort aufgrund Überschwemmung Pisten gesperrt. Natürlich darf Cape Range nicht fehlen. Camps? Teuer und keine Chance wenn nicht im voraus gebucht. Auch die NP Camps müssen vorher gebucht werden, keine Chance auf einen Platz auch wenn welche leer sind. Furchtbar, das zieht sich übers ganze Land, diese "Ghostbookings". Das halbe Camp ist leer, aber sie lassen keinen rein weil jemand den Platz gebucht hat aber nicht kommt (bei einem NP wurde ich und andere 40km weggeschickt zu einem freien Camp, obwohl im NP jede Menge frei war - die spinnen echt!!).
Es gibt ne Möglichkeit beim Pony Club, basic, aber voll ok. Schön beim Shothole und Knife Canyon. Massenweise Wale gesehen an der Küste. Schnorchelerlebnis mager, war sehr enttäuscht, hat sich zum schlechten verändert seit ich da war. Man muß schon weit raus um noch was gutes zu sehen und das kann gefährlich werden aufgrund Strömung. Kam selber mal in eine und fand mich weit weg vom Einstiegspunkt am Strand wieder (mit andren Leuten - nie schnorcheln ohne dass andre da sind!). Hab draußen den größten Stingray gesehen - so riesig, ich entschied, besser nicht direkt über ihn zu schnorcheln sondern außenrum... und Haie in Strandnähe sah ich auch.
Es geht los mit den Blumen, sensationell. Campte wieder auf Quobba Station (sehr empfehlenswert), spazierte durch Blumenfelder. Über Carnarvon rein in die Kennedy Ranges, top Pisten, äußerst empfehlenswert, tolle Camps. Überquerung des Gascoyne Rivers immer anders, war sandig ohne viel Grip, aber der Troopy zog das durch
Denham, gibt nette Camps an der Küste (Günstig, aber buchen) geschnorchelt und Dirk Hartog besucht.
Über Kalbarri und Karijini brauche ich nix zu sagen, kennt ja jeder.
Blumenpracht allüberall, ich bin viele kleine Pisten gefahren, rumspaziert, um es voll zu genießen. Man steht und sieht bis zum Horizont nur Blumen Blumen Blumen! Wahnsinn! Logo auch die Wreath Flowers gesehen, verlassene Häuser und historische Stätten (z.B. Pergandes Sheepyards) besucht, Felsformationen und Rocks, Gräber im Nirgendwo und mehr. So habe ich mich Richtung Norseman vorgearbeitet, in Kalgoorlie fand ich die Old Boulder Cemetery ganz interessant. In Norseman konnte man im Infocenter Duschmarken (für den Welcome Park) kaufen, sehr praktisch. Generell gibts meist auch ne Möglichkeit um Wasservorräte aufzufüllen
Nun auf die 1er und ab Richtung Osten zur 90 Mile straight - Caiguna - Cocklebiddy. Empfehle zu Bird Observatory zu fahren, bissl aufpassen im Sand, aber schön. Strand fahren geht auch, wenns Niedrigwasser hat ists möglich bis Kanidal Beach zu kommen, aber gut aufpassen und Rückweg nicht verpassen! Unterhalb Euclas kann man schön im Sand campen.
Teil 3 folgt



