Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Alles technische, was sonst nirgends paßt
onkel
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von onkel »

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Können wir uns darauf einigen, dass der richtige Reifen im Sand schwarz und rund sein sollte und die Diskussion beenden ?
( das Reifenthema kommt ja sowieso bald wieder )
Gruß Onkel

https://youtu.be/6kP-xraRWOk?si=KNt9yUve_ZrCcgao

HZJ 78 Crocodile Face
Auf 2 Rädern bevorzuge ich auch Stahl statt Plastik :
http://www.bmw-r35.de

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_Malte_
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von _Malte_ »

Nein, können wir nicht.
Nizzacruiser hat geschrieben: 11. Juni 2024 08:31
Ein als moderner MT qualifizierter Reifen muss für die Hersteller hauptsächlich

OPTISCHE Eigenschaften erfüllen, die grobe Optik ist dem Marketing geschuldet.
Es ist eine bestimmte Käuferschicht die MT Reifen kauft, der Markt entwickelt für den Geschmack in den USA.

Hier gilt schon immer „bigger is Beauty“



Damit man die schlechten Eigenschaften nicht dokumentieren muss, nennt man das Produkt einfach POR.
Dann kann keiner am Label sehen, was er da für ein Mist kauft. (in Europa)

Hauptsache schaut geil aus. 😀
Das stimmt nicht bzw. nur eingeschränkt. Da ich seit Jahrzehnten immer wieder die gleichen Strecken unter wechselnden, aber
immer wiederkehrenden Bedingungen fahre, kann ich die Unterschiede und Entwicklungsstufen der verschiedenen Reifen
relativ gut vergleichen. Mein derzeitiger MT ist der bisher beste Reifen überhaupt, den ich auf einem Geländewagen fahre.
Besser als die vorherigen MTs und ATs. Traktion, Selbstreinigung, Steinchensammeln, Nasshaftung, Schneehaftung sind besser,
selbst die Geräuschentwicklung ist kaum schlechter als bei feinprofilierteren Vorgängern.
Insofern möchte ich dem Vorwurf bezüglich reiner Optik und Marketing widersprechen.
Nur zum Verhalten im Sand kann ich nichts beisteuern, die etlichen Fahrten zur Ladungsaufnahme in die Kieskuhle sind irgendwie
nicht aussagefähig.
4x4 History: Patrol K160-->Toyota LJ70-->Toyota KJ73-->LR Defender 90

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Nizzacruiser
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von Nizzacruiser »

Für jedes Nutzerverhalten und für jeden Geschmack gibt’s den richtigen Reifen im unendlichen Angebot.
Den richtigen zu finden ist die Kunst.

Welchen Typ und welche Größe fährst du ?
GRJ 78 Basic Facelift 2
PZJ 75 mit Kabine Alligator Mobiles

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cruisermaddin
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von cruisermaddin »

...... mit 3,5bar vorne und hinten als absolut ahnungsloser Draufgänger sieht das dann so

Bild 1003.JPG

aus :ka:

Marokko 2013_10_(2368).jpg


Gott und Allah sei Dank war Klaus dabei...... :wink:
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1987er HJ61
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GRJ78
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Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von GRJ78 »

Ich bleib dabei, die MTs sind besser! Warum wohl fahren die Dakar-Fahrzeuge quasi den MT?

Über Größen kann man so oder so argumentieren, für große breite Reifen braucht man halt Power, das ist klar.

Sandformel auch beachten...

Ein MT wird auch kein perfekter Sandreifen, für einen Wüstenreisenden/-Urlauber hat dieser jedoch mehr Vor- wie Nachteile. Der aktuelle KM3, auf den ich mich explizit beziehe, ist dem KO2 in allen Belangen haushoch überlegen:

Geräusch
Nasshaftung
Widerstandskraft
Schmeißt keine Steine wie der KO2
Traktion
Kann mit sehr wenig Luft gefahren werden
Gräbt im Sand kaum

Beim Treibstoffverbrauch evtl gleich oder etwas schlechter.

Keine Ahnung wer da freiwillig noch so einen KO2 freiwillig fahren will....

Aeh edit: Onkel hat Recht, der ist rund und schwarz und gut ist.

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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von netzmeister »

...aber weil explizit danach gefragt wurde: Ich fahre 255/85-16 BFG MT. Auch und sehr gerne im Sand.

Ein Blick fürs Gelände, ein sensibles Popometer und ein rein dosierfähiger Gasfuß machen ohnehin das meiste wett. Lest den Sand, kennt Euer Auto, seid aufmerksam und beachtet ein paar Grundsätzlichkeiten. Dann geht's meist zufriedenstellend nach vorne und nicht so viel nach unten. :-p
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von Feldi »

netzmeister hat geschrieben: 11. Juni 2024 11:07
Ein Blick fürs Gelände, ein sensibles Popometer und ein rein dosierfähiger Gasfuß machen ohnehin das meiste wett. Lest den Sand, kennt Euer Auto, seid aufmerksam und beachtet ein paar Grundsätzlichkeiten. Dann geht's meist zufriedenstellend nach vorne und nicht so viel nach unten. :-p
Hättste das nicht schon auf der ersten Seite schreiben können? :roll: :lol:
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"Jeder dritte Politiker ist mittlerweile genauso blöd wie die anderen zwei" (Rolf Miller)

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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von GRJ78 »

Achso ja, natürlich sollte man dann mit 0.8 bar nicht mit 100kmh stundenlang über Schotterstrecken prügeln. Allerdings muss ich trotz meiner Misshandlung und Fehlnutzung unter grober Missachtung aller Ratschläge konstatieren, der KM3 ist bisher nicht totzukriegen.

Bild
Bild
Bild

Die Flanken zerschnitten, aber der Reifen hat knapp 3 tkm Rückreise und seitdem weiter 3 tkm gehalten und wird von mir bis zum bitteren Ende weiter gequält. Achso die Bilder hier sind aus Dezember, aktuelle reiche ich nach, so schick sieht er nach diversen weiteren Einsätzen natürlich nicht mehr aus...
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von Saharacruiser »

cruisermaddin hat geschrieben: 11. Juni 2024 09:25
...... mit 3,5bar vorne und hinten als absolut ahnungsloser Draufgänger sieht das dann so


Bild 1003.JPG


aus :ka:


Marokko 2013_10_(2368).jpg



Gott und Allah sei Dank war Klaus dabei...... :wink:
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Jaja, eingegraben haben wir uns dafür mit dem LKW und Zwillingsbereifung (ungeeignet im Sand). Sah dann auch so aus wie beim 45er.
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von GRJ78 »

steffen_k hat geschrieben: 11. Juni 2024 08:40
GRJ78 hat geschrieben: 9. Juni 2024 19:10
Die neuen MT sind den heute erhältlichen AT in allen Belangen überlegen.
Sorry Florian, das ist technisch/physikalisch falsch.

Ein Reifen mit großen/steifen Profilblöcken kann nicht den gleichen Reibwert onroad erzeugen, wie ein Reifen mit einem feingliedrigeren Profildesign. Die Kräfte die zur Verformung der Profilblöcke notwendig sind, benötigen einen Teil des Reibwerts und reduzieren somit den verfügbaren Reibwert zur Kraftübertragung, insbesondern auf Niedrigreibwert wird dieser Effekt sichtbar. Daher ja auch das Lamellendesign von Winterreifen um einen mögliche nachgiebeign Profilblock zu erhalten.
Die physikalischen Zusämmenhänge beim Reifen/Straßenkontakt sind komplex.

Gruß Steffen
Hi Steffen
Die KM3 Profilblöcke sind deutlich weicher im Vergkeich zum KO2
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von se7en6 »

Ich kann auch aus Erfahrung sagen, dass der KO2 erstaunlich hart ist.
"Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Ausrüstung."
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von netzmeister »

So schauen 255er übrigens mit 0,5 bar aus. Sorry für die Bildqualität, besser habe ich es auf die Schnelle nicht

Nullfünf 1.jpg
Nullfünf 1.jpg (25.27 KiB) 1256 mal betrachtet
Nullfünf 2.jpg
Nullfünf 2.jpg (20.66 KiB) 1256 mal betrachtet
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von Saharacruiser »

Hoppla, die gehen dann schon ziemlich in die Knie!
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cruisermaddin
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von cruisermaddin »

Saharacruiser hat geschrieben: 11. Juni 2024 11:15

Was ne geile Kiste! Dir sei gratuliert, wenn das Deiner ist!
Ja, meiner, und der wird auch weiterhin bewegt. Vor kurzem erst 2 Wochen durch bosnisches Regenwetter.....
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netzmeister
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von netzmeister »

Saharacruiser hat geschrieben: 11. Juni 2024 11:32
Hoppla, die gehen dann schon ziemlich in die Knie!

...aber der Latsch wird dann so ellenlang, dass Du (je nach Sand) mitten in der Düne anhalten und wieder anfahren kannst. :lol:

Ich habe übrigens (die Älteren erinnern sich) Beadlocks von Staun drin. Der Reifen kann also auch bei Nullfünf nicht von der Felge springen. Das ist Gold wert!

https://buschtaxi.org/sicherheit-fuer-d ... beadlocks/
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Re: Sand - die Technik des Fahrens im Sand - Dünen und im Allgemeinen

Beitrag von Saharacruiser »

@ cruisermaddin: Gefällt mir sehr. Und das bewegen verhindert Verharzen und Standschäden. Und wenn die Million iiirgendwann mal voll sein sollte, beginnt ja alles von vorne (so er 999'999Km anzeigen kann.)

@ Netzi: Langer Latsch, das ists. Das machen auch die 9R16 XZL, wobei die Seitenwände schon steif sind. Bisher gehen die gut. Sind aus dem 2006 (!), seitlich leicht rissig und werden von mir auch mit 1bar über das Wellblech getrieben. Jedoch nicht mit 80Km/h. Auch Gebirgspistentypen fahre ich mit niedrigem Druck, jedoch vorsichtig. Noch keinen Schaden auf 17'000Km.


@ all: Fuhr früher fast ausschliesslih BFG AT KO. der war auch zäh, aber da rissen immer etwa Teile von Profilblöcken raus. Damit habt ihr BFG MT Fahrer nicht zu kämpfen?
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