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DAS Beispiel an dieser Stelle ist Bhutan. Die Gebühr heißt dort SDF (sustainable development fee), dient zum einen dazu, die Anzahl der Touristen zu begrenzen und den Geschäften und Einwohnern des Landes auch etwas vom Tourismus zukommen zu lassen. Auf die SDF werden nämlich bspw. Hotel, Mietwagen oder -mopped, Guide usw. usf. angerechnet. was dann noch übrig bleibt, geht an den Staat. Als wir dort waren, waren es USD200/Tag, seit Ende 2023 haben sie's halbiert, weil nach Corona der Tourismus nicht in fahrt kam.
Besucher aus dem benachbarten Indien dürfen dort umsonst das Land bereisen (soll heißen ohne SDF) und das finde ich auch absolut ok. Es waren trotzdem nicht so viele. Vielleicht haben sie auch die Gesamtanzahl der Touristen begrenzt, habe dazu aber keine Info.
Ansonsten wird KEINER auf Einnahmen aus dem Tourismus verzichten, unter der Hand. Beispiel Machu Picchu. 2008 begrenzt auf 2500 Besucher/Tag. Allerseits der Tenor, "oh, das ist viel zu viel, alles geht kaputt". Dann neue Wegeführung, neue Gutachten, bums, 6000 Besucher/Tag heutzutage. Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt...
Geld alleine richtet es aber auch nicht, siehe Galapagos. USD 200 einmalig als "Eintritt" in das Naturreservat. Interessiert bspw. die US-Amerikaner nicht, Horden von Schülern (oder Colleges, keine Ahnung) dort unterwegs. Es ist dort etwas anders gelöst, Touristen dürfen nur in wenige, bestimmte Gegenden, auf den Inseln nur bestimmte Wege ablaufen. Tiere abseits dieser Wege haben völlige Ruhe.
Am Ende wird es eben auf der Erde langsam voll und die Einwohner der bevölkerungsreichsten Länder haben jetzt das Geld und die Zeit zu reisen...und das tun sie natürlich auch. Warum sollte ihnen das auch jemand verbieten?



