Sirmike hat geschrieben: 3. Mai 2023 15:45
Hallo
Wer reist mit Anhänger- oder ist mit Anhänger gereist und tut es nicht mehr.
Wer ist Ohne gereist und reist nun Mit und will es nicht mehr missen.
Kurz: Was sind eure Praxiserfahrungen.
Bild dient der Aufmerksamkeit.
Moin,
nach 20 Jahren T3 Syncro - unter anderem damit in Australien gereist - haben wir uns einen J15 mit einem Offroad-Anhänger, neudeutsch "Expeditionstrailer" zugelegt und dieses Jahr die erste Tour damit unternommen. Das waren rund 4.500 km nach, in und von Schweden, davon ein paar hundert "offroad" (Waldwege, Schotter und ein paar kurze Stücke Sand).
Hier die Eckdaten zum Trailer:
- Höhe: 2,95 m
- Länge: 7,25 m (bei ausgeklapptem Fahrradträger bis Deichselende)
- Gewicht: 2.000 kg max.
Die ersten Erfahrungen damit sind:
- auf der Bahn: bei Windstille sehr ruhiges Laufverhalten bis 110 km/h (Bodenwellen kaum zu spüren, kein Schlingern bei Überholen von LKW)
- auf Schotter: bis 80 km/h sehr ruhiges Hinterherlaufen (schneller sind wir damit bisher noch nicht gefahren)
- auf Waldboden: bei 30-40 km/h macht er alles unkompliziert mit (keine bedenklichen Wankbewegungen)
- bei Wind: auf der Bahn und auf hohen Brücken fängt er bei sehr starken Böhen dann doch mal das Schlingern an. Hier hilft nur, entsprechend langsam
zu fahren (auf den Brücken zwischen Dänemark und Schweden auch mal bis auf 60 km/h runter)
Fazit:
Beim Reisen mit Hänger stehen wir noch sehr am Anfang, der Erfahrungsschatz ist begrenzt. Hartes/echtes "offroad" dürfte eher schwierig bis unmöglich werden - wobei es da ja genügend Berichte gibt, die Gegenteiliges zeigen. Unser Ziel ist das aber auch nicht. Reisen abseits der ausgetrampelten Pfade sollte damit gangbar sein. Gründe für oder gegen so ein Gespann lasse ich hier erstmal weg. Für uns passt das Konzept so erstmal.