Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

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Broesel
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Broesel »

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wüstenfreund hat geschrieben: 24. November 2025 21:32
das gilt für alle modernen Fahrzeuge. Die Wasserstandheizung arbeitet als Insellösung. Nur der Innenraum wird geheizt.
Motorvorwärmung würde bei modernen Fahrzeuge einen Konflikt zwischen Außentemperatur und Motortemperatur beim Start auslösen. Das Fahrzeug würde in den Notlauf gehen. Softwaretechnisch wäre die Lösung sicher kein Problem, bloß welcher Hersteller möchte künstlich das Motorleben verlängern?

Sorry, aber das ist schlicht und ergreifend falsch.
Den "Konflikt" bei Motortemperatur im Bezug zu Aussentemperatur hätte man sonst auch wenn die Kiste mal nur 2 Stunden aus ist, sich das Wetter abkühlt, man aus einer Garage fährt, etc.

BMW erzählt es bewusst, um mehr Geld zu verdienen da die Autos und sich nicht mehr mit hohen Margen verkaufen lassen. Webasto erzählt das gleiche wenn sie keine Freigabe mit dem Hersteller zusammen erwirken können.

Was immer schwieriger wird: Die Klimaautomatiken dazu zu überreden, wirklich zu heizen wenn der Motor nicht läuft.
Da stehen sonst die Klappen falsch etc.
Das trifft in der Tat viele moderne Autos, lässt sich aber lösen - je nach Hersteller unterschiedlich.



Im Bezug auf das Thema: Der Vergleich einer Kraftstoffbetriebenen Heizung mit einer Powerbank + Heizer hinkt in meinen Augen an vielen Stellen schlimmer als so mancher Pirat mit Holzbein.

Wie bei allem: Es kommt aufs Einsatzgebiet und die Nutzung an - und da hört es bei elektrischen Heizen ohne 230V Steckdose in der Nähe sehr schnell auf!.

Die Energiemenge einer mobilen Powerbank reicht nicht wirklich für großartiges heizen - mit "2-3 Stunden am Zigarettenanzünder laden" bekommst man grad mal 350Wh da rein (Zigarettenanzünder kann maximal 10A bei 12V - > 120w x 3 Stunden, abzüglich Verlust = 350Wh).
Das ist ein warmer Furz, mehr nicht.
Die PowerStations haben so zwischen 500Wh - 3800Wh (sind dann aber schon Hölle schwer und groß! Sind dann halt 300Ah LiFePo)

Zum Vergleich:
Der Standheizungslauf einer 2kw Luftheizung mit Diesel/Benzin erzeugt in 30 Minuten Laufzeit 1000Wh Wärme.
Der Lauf einer 5kw Wassersandheizung erzeugt in 30 Minuten 2500Wh Wärmeenergie.

Wer es günstig will und wild steht: Motor 20 Minuten laufen lassen - da hat man Wärme und Klimaanlage mit gut Leistung ohne irgendwas zusätzlich zu verbauen und hat auch kein Batterieproblem.

Zum schlafen im Auto taugt das nicht, genau so wenig wie eine Wasserstandheizung (Ausnahme: Bei Fußbodenheizung/Konvektionsheizung im Wohnaufbau ohne über das Fahrzeuggebläse zu gehen) oder eine Powerbank und E-Heizer.

Bleibt mal bei 5° im Auto sitzen nach dem abstellen -> Da wird es ruck zuck sehr kalt, da wenig isoliert.
Du brauchst für 8 Stunden Schlaf circa die 8 Stunden lang eine Dauerheizleistung von >600W bei um die 5° Aussentemperatur.
Das macht 8h x 600W = 4800Wh

Das hat keine Powerbank! Bei 12W wären das > 400 Ah.
Die lädst Du auch nicht "mal eben" unterwegs nach, wenn sie es denn hätte.
Über Zigarettenanzünder (120W Ladeleistung) wären 4800Wh circa 40 Stunden laden - wohlgemerkt ohne Schlaf - denn die Energie braucht man ja für 8 Stunden heizen beim schlafen.

Luftstandheizung braucht im gleichen Zeitraum 320Wh Strom -> 26Ah bei 12V und dazu geschätzt 1-2 Liter Sprit.

Wasserstandheizung braucht im gleichen Zeitraum circa 350Wh Strom + Fahrzeuggebläse mit circa 1000Wh Strom reinhauen dürfte -> 1350Wh -> 112Ah.
Daher klappt das halt mit Wasserstandheizung über Fahrzeuggebläse nicht für eine Nacht. Wenn man es wie oben beschrieben mit Konventionsheizern oder Fußbodenheizung macht, bleit es bei den 350Wh, die machbar sind...


Das Wave 3 Ding kann nur im Netzbetrieb die volle Leistung von 2000W heizen/1800W kühlen.
An der Powerstation wäre damit auch nach 1 Stunde ende.
Und wieder:
2000W -> 1 Stunde Betrieb bei Volllast heisst 16 Stunden Laden über Zigarettenanzünder...
1800W -> 1 Stunde Bertieb bei Volllast heisst 15 Stunden laden über Zigarettenanzünder...

Wenn ich dann "Stromaggregat mitnehmen" lese muss ich mir an den Kopf fassen: Da kann man besser den Motor laufen lassen und Autoklima+Heizung nutzen - oder einfach mal warm anziehen...


Also: So wird das nix...

Aber das Marketing der Powerbank Hersteller funktioniert offenbar gut.
Die PEAK Leistung der Dinger ist ja auch ganz gut - aber eben nicht entnehmbare Energiemenge!

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Jo717
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Jo717 »

Fazit von Brösels Ausführungen:
Wer's warm haben will nimmt eine Luftstandheizung. Braucht relativ wenig Strom und halt etwas Diesel.
Nachtrag von mir: mit flexiblem Schlauch auf des Warmluftseite kann man den auch auf die beschlagenen Scheiben richten und hat ruck-zuck freie Scheiben.
Viele Grüße
Johannes

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Plan_b
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Plan_b »

Meine Wasserstandheizung reicht locker um eine Nacht bei minusgraden durchzuheizen und ich habe nur 2 Stinknormale Batterien verbaut. Warmwasser etc. habe ich auch ;-)

Es geht man muss nur wissen wie. Alle sagten das geht nie -> 4x4Bernardi hat den praktischen Gegenbeweis geliefert der seit Jahren gute Dienste leistet.

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Broesel
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Broesel »

Dann schildere doch mal wie du es machst.
Also Laufzeiten etc. der Heizung, zusätzlich isoliert, Wie machst Du die Luftbewegung, welches Fahrzeug/Aufbau, Lüfterstellung etc.?

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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

Auch wenn es kontroverse Meinungen gab. Trotzdem gut das wir darüber gesprochen haben....

Ich versuche mal ein wenig ein Fazit aus Sicht der modernen Fahrzeuge zu ziehen. Für Klassiker, Camping-Vollumbauten, Weltreisemobile usw. gelten andere Umstände und die sind mit diesem Fazit nicht gemeint. OK?
  • Einfachste Lösung für Not-/Einzelfälle ist den Motor laufen zu lassen und bordeigene Klimatisierung zu nutzen. Kann aber bei kaltem Motor schädlich für diesen sein und ist eigentlich in D verboten. Wenn es sehr kalt ist, dann kann der bertriebswarme Motor auch nur begrenzte Zeit im Stand laufen bevor es schädlich wird.
  • Wasserstandheizung ist nach aktuellen Vorgaben primär für einmalige Innenraumwärmung bei kaltem Motor wenn das Auto im freien steht. Danach sollte zur Erholung der Batterie genauso lange gefahren wie geheizt werden. Nachrüstung teuer und kein kühlen und trocknen. Dauerbetrieb problematisch und Zweitbatterielösung in modernen Autos schwierig bis unmöglich. Kein Kühlen und Lüften möglich. Sorry das hat mir für zuviel Geld für zu große Einschränkungen.
  • Luftstandheizung ist schwierig in modernen Autos im Innenraum unterzubringen. Vermutlich am handhabbarsten (aber nicht Daily-kompatibel) wäre so eine Kofferlösung ala Pundman auf dem Dachträger und Zuführung der Warmluft von außen über Schlauch. Adapter für Seitenscheibe ist dann hierfür auch noch nötig. Für langen Dauerbetrieb ist externe Stromversorgung durch kleinere Powerstation erforerlich, da Starterbatterie zu stark belastet wird. Kein kühlen und lüften möglich.
  • Kleine Powerstation hat nicht genügend Leistung. Große zu schwer und zu teuer und müsste Ladungsgesichert werden.
Also alles schei?e, deine Emma?

Was bleibt dann übrig als für den längeren Ausflug, die lange Fahrt wenn Schlechtwetter droht, usw. einfach ein kleines billiges Notstrom
(Beispiel: https://www.amazon.de/maXpeedingrods-St ... =8-19&th=1 )
nur mal als Gepäck mitzuführen und da die Wave 3 dranzuhängen, aber erst wenn man diese wirklich braucht.
Wer will hängt noch eine kleine 1 kwH Powerstation dazwischen zum Puffern, die ist am Notstrom in 1 Stunde voll geladen. Die drei Geräte wiegen zusammen etwas mehr als Kilo (24 + 14 + 12). Sie sind auf 10 Minuten ein/ausgeladen und werden im normalen Daily Betrieb nicht mitgeführt. Kostet zusammen die Hälfte einer Webasto und nicht mehr als eine Pundman. Kann aber noch kühlen und lüften.

Das ist für mich mangels uneingeschränkt sinnvoller Alternativen im 250er die beste aller schlechten Notlösungen.

Die Leute im VanLife haben ja die gleichen Nöte und arangieren sich auch so irgendwie. Notstromaggregat kann man immer mal brauchen. Powersation ist daheim die USV. Wenn es im Sommer mal ein paar wenige Tage unerträglich heiß ist, dann werfe ich im Schlafraum daheim die Wave 3 an.

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Broesel
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Broesel »

Hi,

mir fehlt nach wie vor:
WAS hast Du vor?

Das "Was bleibt dann übrig als für den längeren Ausflug, die lange Fahrt wenn Schlechtwetter droht " bleibt mir zu unkonkret.

Längerer Ausflug: Braucht man da ne Heizung wenn man ein Auto hat?
Lange Fahrt bei Schlechtwetter: Während der Fahrt läuft das Auto und man hat kein Problem.

Ein stinkendes Notstromaggregat + Benzin oder Gas mit 25kg rumfahren nur um ein wenig warm zu haben, das dafür aber mit 58dB in 7m Entfernung bei 25% Last rumpoltert? Bei 50% oder gar 100% Last sind das dann locker 75dB oder mehr...
Vergiss die 50m Trommel nicht, um das Ding so weit wie möglich in die Pampa zu werfen damit du es nur noch leise hörst... oder fahr doch direkt auf ne Baustelle wenn du lärm magst.

Sich in die Natur zu stellen und so ein Ding rumklötern zu lassen für "ein wenig wärme und trockene Luft" ist meiner Meinung nach an Dekadenz und Schwachsinn nicht zu übertreffen - und auf nem Campingplatz oder Stellplatz mit mehreren wird dich nach 10 Minuten Laufzeit jemand erschlagen - was das Problem "Mir ist kalt" auch irgendwie lösen kann, da der Kadaver nach kurzer Zeit die Umgebungstemperatur annimmt und nicht mehr drüber meckert...


Lösungen:
- Wenn man im warmen schlafen will: Luftstandheizung am besten mit vernünftigem Ausbau, oder Mobil für Dachzelt/Innenraum mit Schlauch.
Luftstandheizung bekommt man auch bei modernen Autos fest verbaut hin - Heizung unten drunter, Luftschlauch und Sensor durch den Unterboden rein - geht immer wenn man will....

- Wenn man schlafen will im Auto/Dachzelt ohne Ausbau/Aufwand: vernünftiger Schlafsack das man nicht friert und Fenster nen Spalt offen.

- Wenn man nen warmen Innenraum auf dem Weg zur Arbeit möchte: Wasserstandheizung. trocknen tut sie auch, wenn man auf Frischluft stellt - allein durch die Erwärmung der Aussenluft.

- Wenn man wandern war, Nass zum Auto kommt: Motor an und nach 10 Minuten ist warm und trocken. Und leiser als ein Notstromaggregat ist es auch noch... Auch da hilft eine Wasserstandheizung, ist aber nicht notwendig.


Tut mir Leid, ich tu mich schwer mit Lösungen für nicht vorhandene Probleme, die ihrerseits viele neue Probleme mit sich bringen.
Man kann bei -20° ohne Probleme im Auto/Dachzelt ohne jegliche Heizung pennen mit passendem Schlafsack - mehrfach gemacht.
Morgens startet man das Auto kurz - und Lüftung+Klima auf volle Stufe und die Kiste ist in 15 Minuten innen trocken - wnen man eh weiter fährt passiert das während der Fahrt.


Viele Grüße
Broesel

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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

Vorab:
Ich habe mit keinem Hersteller irgendwas zu tun. Bin einfach nur Kunde und vertrete keine Interessen von irgendwem.
Ich beanspruche nicht eine Idee oder Lösung zu haben die jedem gefällt oder nutzt. Vielleicht bin ich auch auf dem Holzwege!
Ich sehe jedoch, dass die althergebrachten Methoden und Technlogien für auch viel Money sich aufgrund verändernder Umgebungsbedingungen, insbesondere durch die modernen Taschenrechnerautos, sich für MICH irgendwie in ihren Ecken festfahren.

ABER ich gestehe jedem zu dass man auch ganz anders sehen kann. Ganz höflich und unvoreingenommen.

Und es ist OK dass manche vielleicht Probleme und nervige Erfahrungen mit Notstromaggregaten gemacht haben. Auf dem Campingplatz in Jesolo ist das tatsächlich nicht das Mittel der Wahl. Da war ich noch nie und werde ich in diesem irdischen Dasein auch nicht mehr hinkommen. Also keine Angst dass irgendeiner der hier Mitlesenden mir jemals dort begegnet.

In den tiefen der sibierischen Wälder kann der Notstrom aber locker mal 47 Minuten laufen um die Powersation voll zu laden und gleichzeitig Strom für das Induktionskochfeld liefern, ohne dass es (außer den Bären) jemand interessiert. Genauso wie man in irgendeiner Salzpfanne Nordafrikas vielleicht körperlich überhitzt dringend Kühlung braucht während man an der Kiste was repariert, was halt die üblichen Standheizungen nicht können. Kühlen ist manchmal überlebensnotwendiger als heizen. Erfrieren dauert viel länger als Hitzkollaps. Hört sich jetzt irgendwie an den Haaren herbeigezogen an?
Alles schon erlebt und auch dass beim Übernachten auf der verschneiten Autobahn der Motor abgeschaltet werden musste, weil schon über 1 Liter Kraftstoffeintrag im Öl war.

Und auch eine Luftstandheizung kann nicht ewig an der Starterbatterie hängen!

Und es gibt auch Gründe warum ein Festeinbau (egal welcher) nicht das Richtige für Jemanden ist:
- Leasing
- Häufiger/bevorstehder Fahrzeugwechsel
- Eingriff in die Substanz nicht gewünscht/möglich/erlaubt
- Besitz mehrerer Fahrzeuge und einfache Nutzung der Komponeten in allen diesen
- Anderweitige Nutzbarkeit der Komponeten
- und so weiter und so fort

Auf jedes noch so gute oder schlechte Argument gibt es irgendwie eine Gegenargumentation. Das bringt irgendwann nix mehr, da man dann vom Kern des Pudels irgenwann meilenweit entfernt ist. Als Beispiel könnte man nun weiterdiskutieren welchen Schlafsack man am nördlichen Polarkreis bei minus 30° Grad nun genau braucht wenn man die Wasserstandheizung mit drohender leerer Batterie nicht mehr laufen lassen kann. Interessant, aber hat mit der Problemstellung nix mehr zu tun.

Deswegen schlage ich vor die Diskussion sachlich auf technische Aspekten zu beschränken.

Grüße
Zuletzt geändert von Moosi am 25. November 2025 15:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Plan_b
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Plan_b »

Das technische Know How liegt bei 4x4 Bernardi. Ist aber mehr als eine Wasserstandheizung reinklemmen.
Ich kann nur sagen ich stell die Heizung an, wähle die Luftausströmer im Amaturenbrett und das Ding läuft bis in der Früh ohne Probleme durch sodass ich ohne Decken schlafen kann. Zwei Nächte schaffe ich gerade so. Da hängt es schwer davon ab wieviel die Solaranlage nachschiebt. Sonst habe ich bis auf eine Kühlbox aber keine großen Verbraucher. Mit Lithium gehen 3 Nächte und die Kiste springt in der früh trotz 10W60 noch an.
Habe einen HZJ78 ohne Klappdach, Zweisitzer mit einem Ausbau im Heck. Die Seitenteile sind Isoliert und ich habe von Project Camper Matten an den Scheiben. Je nachdem wie sehr ich noch Bock habe die am Abend noch anzubringen auch mal ohne.

Ich weiß jeder sagt das geht nicht, aber es funktioniert :-)
Genau wie den 1HZ auf Turbo umbauen. Das haben die auch haltbar hinbekommen…
Erprobt bis auf über 3000m

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Laerchenwald
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Laerchenwald »

Moin zusammen,

ich hatte das Glück, das in meinem gebraucht gekauften Hilux, der bei nordhessischen Stadtwerken gelaufen war, eine wassergebundene Standheizung eingebaut war. Natürlich musste auch die (nach den vier Jahren Standzeit bei den Stadtwerken vor Verkauf an mich) erst wieder zum Leben erweckt werden. Leider fehlt dem Teil eine Fernbedienung, so daß man immer erst zum Auto laufen muss, um sie anzuwerfen. Funktioniert aber echt gut; ich muss sagen, daß ich es als sehr angenehm empfinde, daß damit im Winterhalbjahr der Kaltstart des Motors mindestens gemindert ist.
Der große Profiteur der Standheizung ist natürlich mein Jagdhund, der nach den Drückjagden dann im warmen Auto trocknen und ruhen kann. Gerade am letzten Wochenende war das, bei den hier in hessisch Sibirien vorhandenen Temperaturen von -9° am letzten Wochenende, Gold wert.

Soweit zum aktuellen Auto. Ich habe mit Interesse Deinen Beitrag gelesen, letztlich aber für mich entschieden, daß ich tatsächlich auch bei einer Neuanschaffung wieder eine solche (Wasser-)Standheizung einbauen lassen würde, wenn diese nicht vorhanden wäre. Denn natürlich würde sich Platz im Auto finden, wo man sowohl Akku als auch die mobile Klimaanlage abstellen könnte. Aber wenn ich zu einem Jagdwochenende aufbreche, ist hinter den Vordersitzen alles voll, weil da ja auch der Hund wohnt. Hardtop habe ich keines, nur ein Rollcover, wo der alltäglich benötigte Krempel für Revierarbeiten etc. wohnt.

Hätte ich nicht die oben beschriebenen Parameter zu beachten, käme "Deine Lösung" sicherlich eher in Betracht. Zumal ich es sehr mag, wenn Leute querdenken zu den sonst üblichen Lösungen. "Das haben wir schon immer so gemacht....!" ist mir ein Graus!

Gruß aus Nordhessen :sheep:
Toyota Hilux D-4D 3,0 Double Cab Bj 2008

„Wer seine Grenzen nicht sprengt, läuft nur am Zaun entlang!“ Zitat Ph. Burger

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Broesel
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Broesel »

Danke @Plan_b - bei Dir kommt hinzu das der 1HZ halt auch mit wenig Spannung oft gut startet.
Das klappt bei moderneren nicht mehr, da die Steuergeräte nicht starten bei wenig Spannung.

Und wenn nur Innenraum und der 1HZ Gebläsemotoer für den Innenraum mit wenig Leistung per PWM läuft kann das klappen, müsste man sehen wie der geregelt ist - wie gut es für die Batterien ist sei mal dahingestellt.



@Moosi :
OK, rein technisch:
- Einen weiteren Verbrenner + Generator mitzunehmen wenn man vorne im Auto einen hat macht technisch keinen Sinn. Das sind 25kg Gewicht. Powerbank auch nochmal 5-20kg, Klima auch nochmal...

- Per Elektro direkt zu heizen (ohne Wärmepumpe) macht keinen Sinn, insbesondere wenn man andere Energiequellen mit mehr Dichte (Sprit, Öl, Gas) hat, da du so viel Energie in elektrischer Form nicht mitnehmen/sinnvoll speichern kannst.

- Die Ecoflow Wave 3 heizt auch per Wärmepumpe, das ist etwas besser, wie effizient die dann ist (Eingangsleistung zu Heizleistungleistung) und wieviel Wärme dann wirklich rauskommt ist fraglich und enorm abhängig von Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit.

- eine 2000w Kühlleistungs-Klimaanlage kühlt ein Auto in der sengenden Hitze im Stand nicht ausreichend, die Klimaanlagen im Auto haben so um die 3-8kw Kühlleistung je nach Hersteller/Fahrzeugtyp rechnerisch, und schon da wird bei stehendem Auto teils eng je nach Sonneneinstrahlung: Sonne 1000W -1300W pro Quadratmeter bestrahlter Fläche, also beim J25 mit Dach und Fenstern gut 3-4qm = 3000-5200W Wärme gegen die man arbeiten muss...
Einen J7 z.B. bekommt man bei aussen 30° und strahlender Sommersonne innen während der Fahrt gut kühl - im Stand nicht mehr.

- In einer Salzpfanne in sengender Hitze wird deine Powerbank ebenso aufgeben wie der Generator und die portable Klimaanlage, da sie bei den Außentemperaturen/Lufttemperaturen nicht mehr laufen werden.
Powerstation: Ab spätestens circa 45° machen die nichts mehr - und die hast du ruck zuck da drin.
Generator: Luftgekühlt, muss im Schatten stehen und bei >30° Außen oder richtig Sonne wird das Ding nichts mehr zustande bringen.
Klimaanlage Wave 3: Die geben bis 50° Umgebung an - wie viel das Ding dann noch kann müsste man sehen. Es hat R290 (Propan) als Kältemittel, das ist brennbar und hat Temperaturgrenzen. Sobald also die Rückkühlung nicht mehr klappt und das Kühlmittel nicht mehr flüssig wird, kühlt es auch innen nicht mehr.

- Entfeuchterleistung der Wave 3 dürfte bei 0,1-0,3l Liter pro Stunde liegen bei den Leistungsdaten und Größe der Verdampfer/Rückkühler. Das bringt nicht wirklich viel. Das macht eine Auto Klimaanlage teils über 3 Liter in einer Stunde.

- Luftstandheizung funktioniert natürlich nur zum heizen und damit auch zum trocknen bei Frischluftzufuhr. Kühlung nicht möglich. Langer Betrieb möglich - bis Sprit alle ist, Stromverbrauch händlebar.

- Wasserstandheizung vermindert verschleiß des Motors, zum langen innenraumheizen eher ineffizient und durch das Fahrzeuggebläse als Verteilung (im Standard) hoher Stromverbrauch.

- Kühlung/Heizen/Lüften über laufenden Motor: Wenn ein Generator vom Lärmpegel nicht stört hat man alles was Du haben willst ohne einen Euro Zusatzinvest: Motor an und es geht los... Bis der Tank leer ist.
Nimm nen 25l Kanister mehr mit, ist leichter als Generator + Powerbank + Klimaanlage Wave 3.
Kauf nen Remote Engine Start Kit, dann gehts auch per Fernbedienung....

Ergebnis bleibt gleich, siehe oben...

Jeder kann kaufen was er will - tu dir keinen Zwang an und fahr mit Generator, Powerbank und Klimaanlage durch die Pampa.
Ich freue mich auf Reiseberichte dazu...



Viele Grüße
Broesel
Zuletzt geändert von Broesel am 25. November 2025 16:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Moosi
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Moosi »

Ich habe jetzt zumindest entschieden den Invest in Luft-/Wasserstandheizung "für meine Welt" NICHT zu tätigen. Wegen zu schmalem Nutzen und zumindest bei Toyota Webasto viel zu hohen Kosten.

Ob ich was anderes mache (ganz oder in Teilen) habe ich noch nicht entschieden. Ich denke aber mit zukünftig immer besserer Akkutechnologie wird die mobile Wärmepumpe den klassischen Alternativen stark Konkurrenz machen.

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ThueringerWurst
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von ThueringerWurst »

Hallo zusammen,

nun möchte ich meinen Senf auch noch abgeben.

Bzgl. elektr. Heizung stimme ich Brösel zu. Sie Energiemenge, die in einem Akku bei vertretbarem Gewicht und Volumen speicherbar ist - um Gegensatz zu Diesel, Benzin, Gas - macht eine rein elektrische autarke Heizung ziemlich sinnfrei.

Aber: Die Wasser- Standheizung benötigt die meiste Energie nicht wegen dem Klima- oder Lüftungsgebläse, sondern wegen der Umwälzpumpe.

Zu den Luftstandheizungen sei gesagt, daß es da immer mal wieder wirklich günstige Angebote gibt, ich habe Komplettgeräte und Bausätze unter 70,-€ bei der Amazone gekauft. Die Stromaufnahme hatte ich in HeizungsThread dokumentiert: "Stromaufnahme während des Startens bis 10A (wird üblicherweise für die Glühkerze gebraucht), während des Betriebs je nach Leistungsstufe 800mA bis 1,5A. Stand-By-Strom 70mA - deswegen trennen." Auch Pundmann verbaut da nichts anderes.

Viele Spaß
J15 TEC MJ 2022, DEPK, AHK
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Helge71
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Helge71 »

Es sind ja auch schon die ersten j250 mit einer Wasserstandheizungen nachgerüstet.
Gibt es da denn Unterschiede im Einbau bzw. Betrieb zum J150.
In meinem J150 habe ich eine Eberspächer Hydronic S3 selbst eingebaut. Das ging ziemlich problemlos und funktioniert tadellos. Mir war die Motorvorwärmung wichtig. Das der Innenraum mit aufgewärmt wird ist für mich nur ein netter Nebeneffekt.
Gruß Helge

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pan51
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von pan51 »

ThueringerWurst hat geschrieben: 25. November 2025 18:41
Aber: Die Wasser- Standheizung benötigt die meiste Energie nicht wegen dem Klima- oder Lüftungsgebläse, sondern wegen der Umwälzpumpe.
Hm, nein. Hab's nachgeschaut im Technischen Handbuch, Hydronic 2 B4S, sind's <12Watt.
Heizgerät bei 4kW Heizleistung 21Watt, bei 2.3kW 12Watt.

Gebläse habe ich irgendwo gelesen 100W. Die PWM-Regelung liegt dann je nach Einstellung. Bei mir reichen so 25 - 30%. Also lass es mal 30W sein.

Also in Summe irgendwas mit 50, 60W. Acht-Stunden-Nacht 400 - 500W (großzügig, gerundet). Nicht so schlecht.

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Broesel
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von Broesel »

Damit kommst du beim Gebläse nicht aus…
100W - 120W waren es beim J15 mit der PWM Stufe die Webasto dafür vorgibt…

Die Wassserpumpe ist Peanuts…

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ThueringerWurst
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Re: Grundsatzüberlegungen Pro/Contra dieselbetriebene Wasserstandheizung

Beitrag von ThueringerWurst »

pan51 hat geschrieben: 25. November 2025 19:56
ThueringerWurst hat geschrieben: 25. November 2025 18:41
Aber: Die Wasser- Standheizung benötigt die meiste Energie nicht wegen dem Klima- oder Lüftungsgebläse, sondern wegen der Umwälzpumpe.
Hm, nein. Hab's nachgeschaut im Technischen Handbuch, Hydronic 2 B4S, sind's <12Watt.
Heizgerät bei 4kW Heizleistung 21Watt, bei 2.3kW 12Watt.

Gebläse habe ich irgendwo gelesen 100W. Die PWM-Regelung liegt dann je nach Einstellung. Bei mir reichen so 25 - 30%. Also lass es mal 30W sein.

Also in Summe irgendwas mit 50, 60W. Acht-Stunden-Nacht 400 - 500W (großzügig, gerundet). Nicht so schlecht.
Das kommt auf das Fahrzeug, den Motor und den Wasserkreislauf an. Muß das Wasser durch den Motor gedrückt werden, kommt man mit 12W nicht zurecht. Ich hatte mal an dem Thema Stop/Start und Hybridisierung und Verbrauchsreduzierung gearbeitet. So konnte man bei der Mark mit dem Stern eine elektrische Wasserpumpe nicht einsetzen, da der Motor bzgl. dem Strömungswiderstand schlicht nicht geeignet war, mußte also bei Riemenantrieb bleiben. Zum gleichen Zeitpunkt hatte die Marke mit dem Propeller bereits elektr. Wasserpumpen und einen Verbrauchsvorteil.

Bei dem Klimalüfter/Gebläse muß die Luft auch noch durch den Innenraumluftfilter etc. Das System ist sicherlich auch nicht verbrauchsoptimiert. Sind dann alles Stromfresser.

Die o.g. Chinaböller kommen - je nach Stufe - mit < 10W all-in klar.
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