Kaltstart: Motor Geräusche

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quadman
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von quadman »

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quackderbruchpilot hat geschrieben: 1. Januar 2026 11:21
Wie lange glühnst du vor, welcher Motor, welches Öl, wieviel kilometer, Winterdiesel...?
Um mal ein paar der fragen direkt zu stellen.
Die Vorglühzeit ist wenig beeinflussbar. Ggf. mehrmals glühen.
Vielleicht hat tatsächlich eine Kerze nicht geglüht, das ein Zylinder nicht mitgelaufen ist und später dann kam.

-38 Grad war mein kältester Kaltstart....
Hilux 2.5 xtracab, 235/85R16, Snorkel, OME schwer, Webasto ThermoTop, Tempomat, Zusatztank, Alu UFS, ARB-bar, Dachkonsole und ein gullwing mobile workshop canopy.
Hilux 2.4 xtracab duty, 235/80R17, Snorkel, Ironman HD, Tempomat, Zusatztank, Dachkonsole, Alu UFS und eine graugrüne Wohnkabine.

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Broesel
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Broesel »

Moin!

Wie stellst du dein Auto denn ab?

Der Motor mag es nicht wenn er zu schnell abgestellt wird nach der Fahrt! Das zeigt sich dann beim nächsten Start durch das beschriebene schlechte Anspringen.

Am besten immer nach Anhalten vorm Abstellen 30-60 Sekunden nachlaufen lassen in Leerlaufdrehzahl. Gerne auch länger, wenn man ihn vorher „getreten“ hat…

Viele Grüße
Broesel

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Roman_M
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Roman_M »

Hallo auch in 2026!

Das Rappeln + Schütteln, gefühlt 3-zylindrig, hatte ich beim 2GD-FTV auch gelegentlich (selten) bei niedrigen (nicht unbedingt frostigen) Temperaturen.

Aus der Erinnerung, ca. 20 mal - auf 9 Jahre und 245.000 km (also nicht wirklich immer... :wink: )....und als Duty der ersten Lieferungen mit Schlüssel-"Zündung" und älterem Software-Stand.
Aus den Defender-Zeiten heraus hatte ich das als "Rechenfehler" des Bordgehirns interpretiert, nicht plausibler Sensort-Wert o.ä.

Abhilfen waren:
  • entweder gleich wieder aus machen, Zündung ganz aus, nochmal neu starten, dann war es weg
    oder
  • einige Male sanft, mit sensiblem Fuß, die Drehzahl leicht erhöhen, binnen 30 Sekunden hatte er sich auf einen stabilen Leerlauf gefangen
Viele Grüße
Roman
Hilux 2016 SingleCab 4x4, kein Panda 4x4 Typ 169 - der TÜV und die Betriebswirtschaft haben uns geschieden.. :ka: , im Zustand geistiger Unzurechnungsfähigkeit zur Trennung vom Defender 110 Td5 Hardtop genötigt - nur noch am Heulen :cries:

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iceman_hilux
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von iceman_hilux »

Danke Leute.

Das was Broesel da schreibt ist ja wizig.
Da muss ich erst noch ne Stunde drüber nachdenken.

Im Januar geht der zum Ölwechsel zu Toyota. Da werde ich mal Fragen, ob es neue Software gibt.

Grüße

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Broesel
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Broesel »

Moin,

worüber musst du denn nachdenken?
Es ist halt ein Turboladermotor - den lässt man eigentlich IMMER kurz nachlaufen wenn man lange was vom Turbo haben will.

Und die GD Motoren sind da halt relativ deutlich was das Startverhalten angeht...wobei er halt immer recht ruppig ist, aber man kann es durchaus beeinflussen.

Durch das zu schnelle abstellen hast Du:
- Rückstände von Diesel im Brennraum -> Beim Start daher unrunderer Lauf
- Eventuell durch hohe Resthitze eine Blasenbildung im Common Rail -> Dadurch in den ersten Sekunden ungenauen Kraftstoffdruck und damit raue Verbrennung
- Eine eventuell nicht auf "Leerlauf" stehende Verstellung des Turbos und anderer elektrisch gesteuerter Ventile -> Damit erst beim Start eine "Einstellung" auf Leerlaufdrehzahl
- Mehr Öldampf der sich dann niederschlägt an verschiedenen stellen -> Mehr Ruß, mehr Rückstände die der DPF ertragen muss
- "Nachdrehenden" Turbolader der dann ohne Schmierung in heißen lagern läuft. -> Auf Dauer Lagerschäden.
- etc.

Der Effekt ist um so stärker, je "belastender" man vorher gefahren ist: Mehr Drehzahl, mehr Last...

Kurz: Der Tod jeden (Turbo-) Motors ist das (leider immer noch häufig zu beobachtende) direkte Abstellen nachdem man steht. Am besten noch nach einer Autobahnetappe mit hoher Geschwindigkeit.

Mit dem Nachlaufen lassen reduziert man die Effekte drastisch.

Viele Grüße
Broesel

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Hydro
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Hydro »

Ich vermute, dass viele nicht Automobil-technisch versierte Benutzer von Turbo aufgeladenen Motoren nicht die notwendige Ahnung haben. In den 80ern hat das ja u.a. mit den Audi's angefangen dann auch SAAB , die ganzen Diesel der VAG Gruppe usw.
Da dürften auch die Motorschäden zugenommen haben . Nicht selten sind solche Fahrzeuge/Motoren nach dem Tanken an der Autobahntankstelle verreckt. Bei mir hat kein Fz nen Turbo , aber auch ich hab mir angewöhnt nach dem Kaltstart den Motor min. eine Minute laufen zu lassen bevor ich losfahre.
Genauso beim Abstellen da warte ich auch immer ein bisschen.
Also Brösel hat da absolut recht . Warmlaufen und auch das Kaltlaufen ist insbesondere für Turbomotoren wichtig und richtig.
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Hiasl
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Hiasl »

Hydro hat geschrieben: 2. Januar 2026 11:53
Ich vermute, dass viele nicht Automobil-technisch versierte Benutzer von Turbo aufgeladenen Motoren nicht die notwendige Ahnung haben.
Naja, meine Schwiegertochter fährt ein Leasing Auto mit 24 Monaten Laufzeit. Ob sie sich, und viele andere auch, Gedanken um die Technik macht :ka:
Alles versichert, danach geht ďer Karren zurück und erledigt.
Gruß Matthias

Nachtrag: Ich finde das natürlich nicht gut !!
GRJ76 und HZJ80 :D , vorher HZJ 71 und HZJ 78

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quackderbruchpilot
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von quackderbruchpilot »

Zur vorglühzeit....keine Ahnung wie man bei push button start da was machen kann, beim Zündschlüssel dreht man den einfach mehrfach von 0 auf zündung vorm starten.

Zu den Leasing autos: Für den leasing nehmer kein Problem, für denjenigen der einen günstigen leasing rückläufer kauft aber ein spiel mit dem Feuer.
Die wahrscheinlickeit eine tickende zeitbome im Motorraum zu haben ist nicht unbedingt gering.
Haben in der Familie so einen Audi A4, der hat glücklicherweise noch in der Garantiezeit von 6 monaten alle viere von sich gestreckt.
Alle Laufbahnen mit fraßspuren, Turbo platt, mit neuem block und turbo dann tropfende injektoren, etc.
Läuft heute noch nicht vernünftig.
grüße Nils

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Hydro
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Hydro »

Zu Hiasl :
Klaro , das is von mir auch nicht böse gemeint . Die Leute haben schlicht und einfach nicht die Kenntnisse darüber - is ja nicht jeder ein ausgebildeter Mechaniker .
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Broesel
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Broesel »

Was beim Startknopf wichtig ist: nur kurz drücken!
Dann glüht er vor und startet.
Wenn man den Startknopf gedrückt hält startet der Brutal ohne bzw. mit minimalem Vorglühen.

(Sofern es beim HiLux so ist wie beim J15 und Co., gehe ich aber zu 99% von aus)


Zum Umgang mit Technik:
Ich sehe oft auf Parkplätzen etc. Leute mit verschiedensten Autos die kaum das sie in der Parklücke sind den Motor direkt abstellen.
Man hört und "riecht" das den Autos auch an:
Sie riechen dann oft nach Kühlmittel wenn man an der Motorhaube vorbeiläuft (Weil die Heat Spots im Zylinderkopf und Co durchaus auch mal die 150° überschreiten können und das Kühlsystem damit in den Überdruckablass geht, weil Kühlmittel verdampft (ja, es verdampft erst bei über 100°, wegen Druckbeaufschlagtem System).
Und man hört zudem schön das thermische knacken diverser Bauteile (Primär Auspuff und Turbo).

Da macht sich niemand Gedanken was da passiert - und dann wird gemeckert das die Kiste Öl verbraucht und ständig hin ist...
Zuletzt geändert von Broesel am 2. Januar 2026 12:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Hydro
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Hydro »

Prima , dass du das grad ansprichst , Broesel.
An meinem GRJ120 ist das auch so ... natürlich nicht das Vorglühen, aber beim Anlassen tip ich den Schlüssel nur kurz in die Startposition er startet dann von selber . Ist weder bei Corolla noch G-Vitara so .
Was ist das da ? Komfortstarteinrichung ? Oder noch was anderes ?
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Broesel
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Broesel »

Einige Toyotas machen das auch mit Schlüssel, korrekt.
Gabs zuerst bei den Lexus Modellen - der J12 hat aber auch das Feature mit Schlüssel ab einem gewissen Baujahr.
Der Anlasser dreht so lange bis eine gewisse Drehzahl erreicht ist und der Motor "sauber läuft" - um "abgebrochene Startversuche" zu vermindern, da dies dem Kat schadet durch unverbrannten SPrit.

Beim Start Knopf ist "kurz Drücken" eben das automatische starten samt Check, Vorglühen etc. und dann erst starten - wenn man ihn hingegen gedrückt hält "übergeht" man das Startprogramm und er wirft direkt den Anlasser mit an (Das ist eine "Notfunktion" wenn das Startprogramm nicht sauber läuft - schadet aber sowohl dem Motor als auch dem Anlasser).

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Hiasl
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Hiasl »

Hydro hat geschrieben: 2. Januar 2026 12:14
Zu Hiasl :
Klaro , das is von mir auch nicht böse gemeint . Die Leute haben schlicht und einfach nicht die Kenntnisse darüber - is ja nicht jeder ein ausgebildeter Mechaniker .
Das habe ich auch nicht böse aufgefasst. Das "Problem" ist in meinen Augen die generelle Verfügbarkeit von allen Dingen - Auto, Nahrung, Elektro/Elektronik usw. Es ist nicht mehr erforderlich Dinge lange zu benutzen.
Das ist aber ein gesellschaftliches Problem, leider.
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iceman_hilux
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von iceman_hilux »

Ach so, das meint ihr. Ja. Das is ja klar.

Ich wohne im Wohngebiet und rangiere im Standgas auf den Parkplatz. Die letzten 2-3min sind bei mir immer nur knapp über Standgas. Da muss ich eher drauf achten, das er nicht "erfriert".

Man möge mir mal bitte erklären, wie die von Brösel richtigen erwähnten Fakten mit Klappern, Scheppern und Zündaussetzern nach 12 Stunden Standzeit bei Minusgraden zusammenhängen?

Blasenbildung wäre IMHO das einzige Übel,kenne ich aber nur bei Benzinern. Und dann auch nur wenn das Druck Rückschlagventil defekt ist. Denn wenn anständig Druck drauf ist, gibt es keine Blasen.

...

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quackderbruchpilot
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von quackderbruchpilot »

Je heißer die Karre ist, desto eher läuft dir das Öl aus den wichtigen Schmierstellen, die dann beim kaltstart erstma mit frischem öl versorgt werden wollen. Dazu kommt dann noch der stehende Ölfilter bei vielen Toyos, der ggf auch leer laufern kann wenns der falsche ist oder das rückschlagventil einfach nen schlechten tag hat. Zack, haste eine klapperkiste beim kaltstart.

Da du aber im Wohngebiet parkst, sollte das eher kein problem sein. Stellt sich noch die frage nach dem richtigen drücken des startknopfes wie von broesel beschrieben.
grüße Nils

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Broesel
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Re: Kaltstart: Motor Geräusche

Beitrag von Broesel »

Das typische Dieselnageln ist nichts anderes als eine unsaubere und nicht ganz kontrollierte Verbrennung (Falscher Zeitpunkt der Zündung durch unpassendes Gemisch, "langsames" durchzünden etc.).

Die Regelgröße beim Diesel ist die Menge "Luft zu Diesel" in Abhängigkeit der Drehzahl und Lastanforderung.
Je "sauberer" und "genauer" das wird um so leiser läuft der Diesel.
Hinzu kommt das üblicher rappeln der Steuerkette bis Öldruck da ist.

Der Kaltstart ist bezüglich einer sauberen Verbrennung von allen Regelparametern her Mist:
- Sauerstoffgehalt und Temperatur der Ansaugluft sind zunächst nicht korrekt und schwanken stark
- Die Kalten Zylinderwände fördern das kondensieren und absetzen von Sprit und Öldampf
- Alles ist Schwergängiger
- Es sind noch keine Messwerte der Abgassensoren da, die eine Gemischanpassung ermöglichen
- Das einspritzen der korrekten Dieselmenge ist demnach nicht wirklich direkt machbar sondern orientiert sich an "Basisparametern" mit denen es schon klappen wird das er erstmal läuft.
- Öl muss erstmal überall hin

Bei den Messwerten orientiert er sich an den Werten beim letzten Abstellen - und das ist der springende Punkt!
Der Einfluss beim Abstellen ist eben: Ohne Last (!) im Leerlauf (!) hat man ein gutes Parameterset für den Leerlauf beim nächsten Start.
Dein "Rangieren" ist erstens nicht ohne Last und Zweitens nicht in leerlaufdrehzahl wenn ein Gang der Automatik eingelegt ist, bringt also nix.

Hinzu kommt eben der Effekt das mit dem "je heisser man ihn abstellt" die Negativfaktoren steigen: Mehr Rückstände im Brennraum (Diesel und kondensiertes Öl), Verkokungen von Öl an heißen Teilen, mehr Kondenswasser im Ansaugtrakt, heisseres Öl verflüchtigt sich schneller von den Schmierstellen etc.

Das alles ist stärker ausgeprägt, um so weiter man von der idealen Betriebstemperatur weg ist.
Daher wirds bei kaltem Wetter stärker.

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