robert2345 hat geschrieben: 26. Februar 2026 21:57
J9 Andy hat geschrieben: 26. Februar 2026 21:36
onkel hat geschrieben: 26. Februar 2026 21:24
Die Reizüberflutung wird leider immer massiver .
Eben darum bekommen wir auch immer mehr Assistenz Systeme
Für die Ablenkung sorgen Heute nicht mehr Handys alleine, wenn ich mir die ganzen Bildschirme in den Autos anschaue, mit Filmfunktionen angeblich für Beifahrer, ist Ablenkung vorprogrammiert. Ebenso die ganze Bedienung im fünften Untermenü anstatt einem Knopf oder Regler.
Wir sprechen hier über Technik beim Auto. Ich vermute aber, dass manche durchaus ahnen, dass dies nur die Oberfläche der Problematik ist, denn ohne soziale Systemanalyse bleibt jede Klage irgendwo hängen. Systemanalyse bedeutet aber unausweichlich kritische Betrachtung, die wiederum in Ökonomie (Marktgeschehen), Soziologie, und Philosophie führen muss. Klingt vielleicht hochgestochen, ist aber dennoch die Basis.
Und das kulminiert in wenigen Sätzen: Wir entwickeln manche Techniken nicht deshalb, weil wir sie wirklich brauchen, sondern weil wir sie entwickeln können! Wir wecken Bedürfnisse und stillen den daraus entstehenden Bedarf - immer auch in Hinblick auf die Konkurrenz.
Es ist ja keine Frage, dass etliche technische Entwicklungen ohne Zweifel segensreich sind, da sie sich an den Verkehrsbedingungen (temporäre Hochzeiten: Stossverkehr, Urlauberströme u.a.) orientieren, die heute wesentlich komplexer sind als vor Jahrzehnten. Sie retten Leben - siehe ABS, Sender-und Lautstärkewechsel am Lenkrad usw. - um nur diese “Banalitäten” zu nennen.
"Ebenso die ganze Bedienung im fünften Untermenü anstatt einem Knopf oder Regler."
Mich hat der sehr wahre Satz zu meinen Bemerkungen geführt, denn er zielt auf den Moment, wo ein Überangebot technischer Möglichkeiten zu konkreter Gefahr führen kann; taktile Reizüberflutung, die sich zur optischen addiert und irritiert, statt informiert.
Information mit dem Ergebnis: Verwirrung! Beispiele gibt es in etlichen Städten, wo z.B. Geschwindigkeitsschilder auf kurzen Strecken laufend wechseln.
In F gilt das auch für Landstraßen: generell nun oft auf 80km/h begrenzt, dann aber wieder unerwartete kurze Teilstrecken mit 90 km/h - wie früher. Wer nicht aufpasst, zahlt!
Nachdem sich die Unfallzahlen auf den reduzierten Strecken - entgegen den Erwartungen - nicht verringerten, werden jetzt immer mehr dieser willkürlichen Begrenzungen wieder aufgehoben. Immerhin!
