Hallo,
ist keine Abschlepp- sondern eine Buddelgeschichte, passt aber trotzdem, glaube ich. Wird ein bischen länger, sorry:
Ich habe meinen J12/2005 erst seit 7 Wochen und bin Offroad-Greenhorn. Daher war ich heute beim ADAC-Offroad-Intensiv-Training in Lüneburg. Klasse-Trainer übrigens, hat uns sehr viel beigebracht.
Teilnehmerfahrzeuge :
- der Defender 90 des Trainers,
- ein Mercedes G 270 CDI kurz,
- ein VW Touareg V10 TDI,
- ein Defender 90 Softtop,
- und mein J12 Exec.
Wir sind nach dem Theorieteil gleich als erstes durch ein Wäldchen auf dem Übungsgelände gefahren. Ich hinter dem Trainer.
Der Weg durch das Wäldchen beginnt gleich mit einem Graben und wartet dann mit schön links und rechts verteilten tiefen Löchern auf, bei denen ich an dem Defender des Trainers mal sehen konnte, wie so ein Landy verschränkt - genial!
Nach ca. 20 Metern blieb der Trainer-Landy in einer heftigen Verschränkung hängen und musste rückwärts wieder raus. Dann - mit mehr Schwung - kam er durch. Ich (Greenhorn!) hatte richtig weiche Knie und dachte "Shit, wenn Scheff da schon hängen bleibt, dann bin ich bestimmt gleich der Gruppen-Depp!"
Nix - der Toyo hat sich im Standgas und mit Strassenreifen da einfach so durchgewühlt. Mann, war ich froh!

Ein paar Meter später fing der Trainer an, sich dauernd nach hinten umzugucken und blieb schliesslich stehen und stieg aus.
Warum? Der Touareg hing in den Löchern und hat seine 313 PS in viel Lärm und Wärme umgesetzt - aber nicht in Vortrieb. Scheff wollte dann den Kursteilnehmern zeigen, dass man durch Unterlegen von Brettern, die in der Nähe rumlagen, aus so einer Situation wieder herauskommen
kann - nix da.
Touareg machte weiter Lärm und Wärme! Null Grip und man konnte so richtig sehen, dass die Diff-Sperren nicht richtig arbeiten. Die Vorderräder haben gestanden und die Hinterräder schön durchgedreht. Trotz eingelegter Mitteldiff-"Sperre"!
Mittlerweile saß der VW auch mit dem vorderen Spoiler auf dem Boden auf. Kommentar des Landy-Fahrers: "Naja, da gibt es doch bestimmt Sollbruchstellen, oder?"

Weil mir so saukalt war, habe ich mich dann angeboten, beim Freischaufeln zu helfen und zusammen mit dem Trainer dem Touareg den Weg geebnet.
Als er endlich draussen war, ist der Touareg-Fahrer ausgestiegen und hat sich bei uns entschuldigt. Keine Ahnung warum - He made my day, was für ein Fest

!!! War aber ein Netter - weil ich immer noch so gebibbert hab', hat er mir seine Thermo-Weste geliehen.
Der Defender, der nach dem Touareg fuhr, blieb dann auch mit Beinchen in der Luft hängen, konnte sich aber durch seine Diffsperre wieder rausfahren.
Fazit für mich: Toyota macht die Mischung aus High-Tech und gutem Offroad-Engineering offenbar genau richtig. Dass ein Greenhorn wie ich da nicht hängen geblieben ist, war ausschließlich dem Auto zu verdanken - und ich bin superduperglücklich, dass ich mich für dieses Auto entschieden habe. :unwuerdig:
Würd' gern noch erzählen, was dann an der Extremsteigung passierte. Ist zwar keine Abschlepp-Story, hat dem Touareg-Fahrer aber dann fast endgültig den Tag versaut! Bei der Abschlussbesprechung hat er sein Auto als "schwule Kiste" bezeichnet! Aber ich glaub' das wird dann wirklich zu lang.
Gruß, Koka.
P.S.: Falls der Touareg-Fahrer das hier liest: Ist nicht böse gemeint, war für mich aber eine Bestätigung dafür, dass ich mich für das richtige Auto entschieden habe, weil für mich die Offroad-Eigenschaften das Wichtigste waren. OnRoad ist der Touareg ein klasse Auto.