Buschmann hat geschrieben: Hat jemand eine Ahnung, wie das juristisch aussieht? Produkthaftung bei einem Durchschnitts-Verbrauch von 25 % über Werksangabe?? Bei Martl sogar 39 % ?
Die Podukthaftung interessiert sich nur für Personenschäden sowie für materielle Schäden Dritter.
Geht doch mir Euren Fahrzeugen zu TÜV, DEKRA oder sonst einem Gutachter mit der Möglichkeit das Fahrzeug auf einem Prüfstand den Normzyklus zu durchlaufen.
Dort könnt Ihr dann auch gleich erfahren, welche Streuung noch normal ist, welchen Einfluss Reifenprofil, Luftdruck, Sommer-/Winterdiesel usw. auf das Verbtrauchsverhalten haben.
Mit dem Gutachten habt Ihr dann etwas in der Hand um evtl. Nachbesserung zu fordern.
Viele Grüße
Onkelchen
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)
Ich würde den Motor erstmal einfahren... wenn der die ersten 5-10 000km etwas mehr braucht ist das nicht ungewöhnlich.
Wenn wir hier sachlich über Verbrauchswerte diskutieren wollen, dann bitte exakt berechnete!
Anleitung:
1. Tank voll machen. 2. Tageskilometerzähler auf Null stellen 3. Fahren 4. Erneut volltanken 5. die bis zu diesem Tanken gefahrene Strecke in Kilometer auf die Tankquittung schreiben 6. Taschenrechner nehmen und die Treibstoffmenge durch die gefahrenen Kilometer dividieren und mit 100 multiplizieren, das ergibt den Durchschnittsverbrauch in Liter/100 km.
Beispiel: 76,49 l : 678,2 km x 100 = 11,28 l/100km
Alles klar?? Keine Angst es geht ganz einfach!
Nun, Volltanken ist allerdings auch nicht gleich volltanken, hier mal ein bisschen mehr, da mal ein bisschen weniger.
Hier Automatik, da Schaltgetriebe, hier Bergland, da flachland - vielleicht sogar schon mit Partikelfilter der nen Liter mehr braucht, und unser Diesel ist mittlerweile sowieso schon ganz Gelb vor lauter "Biokraftstoffbeimischung" und hat weniger Brennwert...
Wird schnell ne Milchmädchenrechnung, und vergleichen kann man da Verbrauchsdaten von euch untereinander auch nicht wirklich.
ein paar Anmerkungen dazu:
- der J12 ist perfekt bis auf den letzten Tropfen vollzutanken, es dürfte also kaum passieren, dass man bei einer bewußt durchgeführten Verbrauchsmessung mal mehr - mal weniger Diesel im Tank hat
- der Verbrauch reduziert sich nach meiner Erfahrung tatsächlich nach einigen tausend Km - bei mir war das bei meinem Alten J12 zwischen 1/2 und 1 Liter aber der Effekt trat erst nach rund 50.000km auf
- die Vermutung mit der Diselzusammensetzung könnte auch stimmen. Ich tanke fast nur in Holland, habe aber im Winterurlaub auch in Deutschland getankt und deutlich mehr verbraucht. Da hatte ich allerdings auch eine Box auf dem Dach und bin viel Kurzstrecke gefahren, also kann ich nicht sagen, ob`s auch am Diesel liegt.
- Ich habe jetzt mal eine Tankfüllung BEWUSST alles ausgereizt, was mir bekannt ist um Sprit zu sparen, also Luftdruck rauf, Kofferraum leer, Klima aus, Tempomat aus, max. Tempo 110, so gut wie nicht gebremst, 99% Autobahn - und dann komme ich auf den sagenhaften Verbrauch von 7,8 Liter!!! JA, DAS GEHT !!! Aber das hat leider nichts mit der Wirlichkeit zu tun und ich werde jetzt nicht zum Spritsparfuchs deswegen - wollte es nur mal ausprobiert haben.
Hallo, melde mich zurück nach rd 850 km Autobahn von der Eifel nach hinter Stuttgart und zurück.
Vorher hatte ich noch 280 km gemischt, davon 180 km BAB mit 130/140 zu 11,48 l. Dann die HInfahrt mit gleichem Tempo und gelegentlichen Spurts über 10 oder 20 km auf der A 5 oder der A 8 mit 150 und 160 km/h, Strecke 420 km in 4 Stunden 15 min incl. 10 min Tankpause... mit überraschenden 11,09 l.... ich hatte bei diesem Tank das erste Mal Zweitaktöl eingefüllt. Das Mäusekino sagte 10,7
Zurück heute, im Tank etwa 40 km Stadverkehr, dann eigentlich, was geht mit dem Auto, ohne Zicken locker auf Tacho 180, mit einigen Gedenksekunden geht er auch auf Tacho 190 und man hat den Eindruck, 2 bis 6 km /h sind noch drin, aber das konnte ich verkehrsbedingt nicht ausprobieren. Auf der A 61 mit 130 km/h Begrenzung hab ich mich im G u. G daran gehalten (Tacho 140 auf dem Tempomat). Ich hab noch nicht getankt, da ich ich nicht extra 40 km verfeuern will, nur um hier den richtigen Betrag eingeben zu können, aber nach dem Stand der Kraftstoffuhr schätz ich mal, dass er um die 12 Liter verbraucht hat, der Computer sagt 11,5 l, würde in etwa passen mit den 12 l.
Diese Verbräuche erstaunen mich etwas, denn bei viel weniger harten Beanspruchungen hatte er vorher 11 l , da hätte ich bei den beschriebenen Ritten eher 12,5 bis 13, bei den Topspeeds über mehr als 60 km heute bis 14 l erwartet. Ich hab einschließlich einer 25 Min-Rast für eine Tasse Kaffee und ein Brötchen für die 420 km mit 50 km Landstr. und Rest Autobahn exakt 4 Stunden gebraucht. Das entspricht netto incl. Landstr. einem 117er Schnitt, auf der BAB müßten das über 130 sein. Der Gesamtstand ist übrigens jetzt 4800 km. Das ist besser als Buschman und Marti seiner.
Es gibt übrigens eine website namens Spritmonitor.de, allerdings sind da im Augenblick nur zwei J 12 drauf, ein 163 PS Automatik, der soviel verbraucht wie meiner jetzt, und ein Schalter, der sich noch mehr reinzieht.....
Ob das Zweitaktöl (150 ml auf den Tank) soviel ausgemacht hat?
Gruß Thomas
Wo ein trial truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
Hallo Buschmann, nach dem neuen Schuldrecht (ab 1.1.2002 in Kraft) ist glaub ich noch kein Urteil gesprochen worden, jedenfall war der Prozeß, den ich mit meinem Hyundai-Händler wegen des zu hohen Verbrauchs beim Terracan geführt hatte, der erste in einer solchen Fallkonstellation. Leider ist es nicht zu einem Schuldspruck gekommen, weil irgendwer auf der Gegenseite die Notbremse gezogen hatte. Man bot mir einen Vergleich an, der so gut war, dass sich das weitere Prozessieren nicht mehr lohnte, zumal ich beim Aachener Landgericht einen nicht nur besonders unfähigen sondern auch wegen eines Falls meiner damaligen Firma voreingenommenen Richter erwischt hatte und ich zum OLG hätte gehen müssen. Der Mann ist übrigens nach den Beschwerden in den beiden Fällen nicht mehr Richter. Auch mein Rechtschutzversicherer wäre damit nicht so glücklich gewesen, also habe ich nolens volens zugestimmt.
Die Rechtslage ist so, dass bereits nach der alten Rechtsprechung vor 2002 ein Mehrverbrauch von 10 % gegenüber dem Prospektverbrauch ausreichte, um den Händler zur Nachbesserung, und wenn die nicht möglich war, zur Wandlung zu zwingen. Nach der alten Rechtssprechung gabs noch die Entschädigung in Geld durch einen Preisnachlass, aber das ist nach der Reform nicht mehr vorgesehen.
Du mußt nur nachweisen, dass das Auto mehr verbraucht als im Prospekt steht, um den Händler (nicht Hersteller) zu zwingen, zu beweisen, dass dieser Mehrverbrauch nicht am Auto liegt (kann ja sein, dass Du nur mit angezogener Hadbremse fährst
Also Deine Chancen sind juristisch nicht schlecht.....
Auf eins mußt Du jetzt nur achten: Die Annahme, dass der Fehler beim Kauf vorlag, gilt nur in den ersten 6 Monaten nach Kauf..... also melde Deine Ansprüche nachweislich..... Übergabe des Schreibens unter nicht verwandten Zeugen, am besten gegen Quittung, Einschreiben mit Rückschein, eintüten des Briefes und Abgabe unter Zeugen.....etc. oder lass gleich über den Anwalt den Fehler monieren bzw Anspruch erheben....
Ich persönlich täte mich etwas schwer, zu prozessieren, weil ich mich dem Händler gegenüber wegen einer anderen Geschichte verpflichtet fühle und ihm wegen der Geschichte Schwierigkeiten machen würde. Ich hab aber schon mit ihm gesprochen.....er will sich mal umhören.....
Gruß Thomas
Wo ein trial truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
thomasff hat geschrieben:Ob das Zweitaktöl (150 ml auf den Tank) soviel ausgemacht hat?
Ist ja zur Zeit recht windig in Deutschland. Kann vielleicht auch daran liegen, dass du leichten Rückenwind hattest.
Je nach Windrichtung und -Stärke habe ich bei gleicher Strecke und ähnlicher Fahrweise Verbrauchsunterschiede von 1,5-2 l/100km.
Übrigens verbraucht meiner (allerdings noch der "alte" 163 PS Diesel) im Winter auch gut 1,5 l/100km mehr als im Sommer. Ich glaube allerdings eher, dass es an den Winterreifen liegt (Conti WinterContact 4x4) als am Winterdiesel.
Ich hab den Sturm gehabt auf der Hinfahrt..... aber da hat er ja besonders wenig verbraucht---- im Verhältnis....., der kam schräg von seitlich von..... hat einen ordentlich versetzt.....selbst den schweren J 12....
Zurück wars eher schwach windig....aber da hab ich ihn ja mal richtig getreten.....
Gruß Thomas
Wo ein trial truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
das Einzige was mich stört bei meinem "alten" 163 PS J12 ist, daß er in der Stadt bei Kurzstrecken im Winter 15l braucht; auf Landstraße mit warmen Motor sind es dann aber kaum über 9l.
Abhilfe: Mitfahrgelegenheit suchen oder Fahrrad fahren; andere Möglichkeit wäre noch Überstunden machen, um es sich leisten zu können oder Auto meiner Frau.
Tut mir leid, im Manuskript hat er die Formatierung der Tabelle angenommen, im endgültigen Text dummerweise nicht.
Also 11,26 Gesamtverbrauch. Die ersten 3 Tank waren mit Limit auf 2.000 rpm, die weiteren 3 mit 2.500 rpm, 3 und 4 Übergang von 2 auf 2,5, der Rest frei ohne Drehzallimit. 11. und 16.1. eine Tour in die Gegend von Stuttgart, BAB flott und sehr flott (siehe Text weiter oben im Thread), der letzte Tank gemixt, Landstr. 30%, Autobahn eher gemütlich bis 130 etwa 30% und Autobahn flott bis sehr flott etwa 40 %.
Ich denke mal, das ist etwa ein Liter zuviel, auch wenn man persönliche Eigenheiten im Fahrstil und eine erlaubte Serienstreuung bis ca 7% (erl. Tachovoreilung) mal einkalkuliert. Bei dem Fahrstil dürft Ihr davon ausgehen, dass ich mir mit jetzt bald 63 Jahren und als in meinem ganzen Leben interessierter Autofahrer die "unreifen" Hörner längst abgestoßen habe und die Ampelspielchen und die Wettrennen und das an die nächste Ampel mit Tempo ranfahren und stramm bremsen nicht mehr praktiziere. "Blij dat ik rij" - froh, daß ich (noch) fahre(n kann), dieses niederländische Motto beherzige ich und fahre nicht mehr agressiv.
Ich werd noch ein bischen rumtesten und mal mit den 9 - Liter Autos hier im Forum vergleichen und dann wahrscheinlich intensiv mit Toyota reden. Es kommt auf die an, ob ich dann anwaltliche Hilfe benötige.
Die Rechtsprechung nach dem alten Stand vor 2002 geht bei 10% Mehrverbrauch gegenüber den Prospektangaben von einem Fehler des Herstellers aus und setzt den unter Zwang, mir das Gegenteil zu beweisen. Die neue Gesetzeslage nach dem 1.1.2002 setzt strengere Maßstäbe und erleichtert mir alles, kein Wunder, dass die Automobilbranche es noch nicht zu einem Prozess hat kommen lassen, die Hyundai-Geschichte, wo ich selbst geklagt ist ja durch Vergleich erledigt worden, man hat mir bis auf einen kleinen Rest im Vergleich alles gegeben, was ich haben wollte.
Gruß Thomas
Wo ein trial truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
Buschmann hat geschrieben: Oder braucht der Heinz nach den ersten 10.000km dann nur noch 7,5 l/100 km ???
Na DAS hoff`ich doch sehr
Buschmann hat geschrieben: Sach mal Heinz, Du hast da aber kein Huftier davor gespannt, oder??
... nur ein bergisches Killer-Eichhörnchen
Aber im Ernst, meine Verbrauchswerte sind schon wirklich sensationell denn ich bin ja mit meinem Alten auch nicht anders gefahren und der Neue liegt jetzt schon im Schnitt einen Liter drunter - und das trotz Einsatz der Standheizung und grobstolliger Winterreifen. Ich hab` wohl echt Glück gehabt.
Anders rum - warum geht Ihr nicht einfach mal in die Werkstatt und lasst die Kisten mal sauber einstellen ? Da muß doch was gehen ?