Ihr seid doch noch nicht los, oder:?:
Hallo vbjunkie!
Das VB war auch mein Favorit, daher mal ein paar Erläuterungen. Mir ist unklar geblieben, wie es mit Deiner Erfahrung bzgl. Offroad im allgemeinen und OZ im besonderen ist. Wenn ich hier also nur längst Bekanntes ablassen sollte, bitte entschuldige das.
Gut eingekauft haben wir fürs Camping 2007 in Alice auch bei:
BBY Galore, Ecke Colson St / Whitaker St (haben auch Gas; nette Leute, einer war auch mal in Germany)
Desert Dwellers, 38 Elder St (schon aus Allgemeinbildungsgründen interessant; unheimlich was es in OZ alles zu kaufen gibt ? da findet jeder noch was, das er bis dahin nicht kannte; aber wohl eher hochpreisig)
Zur Route aus meiner Sicht: Mereenie Loop Rd gut als Verbindungsstück zum Kings Canyon, um weit weg von allem zu sein und Zugang zu Goose Bluff. Landschaftlich nicht herausragend, kurze Stücke auch geteert. Mir gefällt die MacDonnell Range besonders, der Aufenthalt in der Natur dort, die verschieden Schluchteinschnitte zum Übernachten (Ellery Creek Big Hole z.B.). Das wäre dann der Namatjira Drive?
Larapinta Drive nur gut als Zugang zum Palm Valley. Anfahrt dorthin landschaftlich/fahrtechnisch schön, Campground herrlich gelegen. Palm Valley Wanderung ein Muss. Oder ? und das viel besser als Mereenie Loop ? die Fahrt durch den Finke Gorge NP. Ein Highlight erster Güte!!, für das man sich mindestens 2 Tage (und 1 Übernachtung im absoluten Nirgendwo) gönnen sollte (lieber 2 Nächte, einmalig). Untergründe jeder Art, auch Sand, mit etwas OR-Fahrpraxis aber im Normalfall ohne Sandbleche zu machen (habe ich bei 3 OZ-Aufenthalten nie gebraucht, aber eine Versicherung bei Einzelfahrzeug ohne Kumpels sind sie sicher immer). Ist man von Norden kommend durch, gibt es noch etwas Fahrstress durch Farmland, aber auch ein ganz paar rote Dünen mit schönen Wüsteneichenbestänen zur Belohnung.
Am Larapinta Drive gibt es auch noch eine relativ neue Möglichkeit, die ich aber noch nicht fahren konnte wg. Zeitmangel (das Standardproblem bei 4 Wochen Urlaub). 2003 wurde ein ca. 55 km langer Track durch das Owen Springs Reserve freigegeben, immer neben und im trockenen Flussbett des Hugh River. Der Track verbindet Larapinta Drive und Stuart HWY. Wird sich lohnen, denke ich.
Dann Kings Canyon: die weite Anreise ist nur lohnend, wenn die Wanderung über das Plateau gemacht werden kann (6 km, 4 Std. da viel Sehenswertes), dann aber sehr!! Übernachtung nur im Resort, in jeglicher Kategorie, sonst nirgends mehr. 1989 haben wir noch im Patrol (Verzeihung!) direkt im Canyon-Trichter übernachtet. Da gab es noch nicht mal eine durchgehend geteerte Straße dorthin. Inzwischen kommen aber mehr als eine Million Leute p.a., da muss man der Natur wegen mehr regulieren (kann zur Hauptzeit wohl sehr voll werden).
Die Simpson, Dailhousie Springs? das war 1998 und da werden meine Infos wohl nicht mehr aktuell genug sein. Wenns mal regnet sind dort aber sicher weiterhin schnell mal die Tracks gesperrt, an ein paar Schlüsselstellen geht dann nichts mehr (in Alice beim Visitor Information Center fragen, Aushänge zum Wetter studieren für alle vorgenommenen Strecken, bevor man losjuckelt). Entweder kommt man dann gar nicht an sein Ziel oder ? auch nicht toll ? es geht nicht zurück und der Flieger ist weg. Alternativpläne für solchen Fall sollte man schon in der Tasche haben, damit man die kostbare Zeit vor Ort nicht mit Planungen verbringt.
Landschaftlich sehr schön und sehr einsam wird auch in jedem Fall noch der Old Andado Track sein, östlich von der Piste an der alten Bahnlinie, immer durch parallele Dünentäler, weite Sand- und Geröllebenen. Chambers Pillar ist ein schönes Endziel (Sackgasse), der Weg dorthin aber nicht soo interessant.
Die allgemeine Aussage für die Ausrüstung teile ich voll: nur in Alice kannst Du einkaufen was Du möchtest (auf der geplanten Strecke). Sonst ist es nur teurer. Oder nicht verfügbar (meist ärgerlicher). Eine ?Reifenwerkstatt? z.B. wird man nur in Hermannsburg, Kings Canyon Resort, evtl. Erlunda, Finke (da musste ich mir mal gleichzeitig 3 Reifen flicken lassen?) finden. Sonst nur bei freundlichen Privatpersonen auf Farmen (wenn daheim) oder in einer Aborigine Siedlung mit Glück. Mit anderen Dingen ist es noch viel schlimmer. Fazit: man sollte alles schon mithaben.
EPIRB Notsignal fand ich 2007 im Leihwagen vor (sendet nach Auslösung 72 Stunden die Position des Alarms). Fand ich sehr beruhigend, da ich mit Frau immer allein unterwegs war und ein echtes Funkgerät für die kurze Zeit nicht in Frage kam. Für die Kommunikation untereinander (wenn man sich bei Wanderungen, am Campground oder im Ort mal trennt), habe ich PMR-Funken in OZ gekauft (andere Frequenzen als Europa, reichen auch etwas weiter ? logisch bei dem Land?). Die liegen nun im Schrank, wenn Du Interesse hast bitte melden.
Wenn man allein reist bietet sich auch an, vor jedem Start bei der Polizei, einem Ranger etc. sein Fahrt und das Ziel zu hinterlassen. Kurze Story: in den östlichen MacDonnells ist uns ein Ranger mal 22 km (!) auf übelster Piste/durch Flussbetten hinterhergejagt, um vor einem gefährlichen Unwetter zu warnen, das nach unserem Start gemeldet wurde.
Es gibt für Wildniswanderer usw. in ganz OZ auch die Möglichkeit, sich telefonisch bei einer nationalen Zentrale abzumelden; ruft man nach vereinbarter Zeit nicht wieder an, um sich zurückzumelden, startet automatisch die Suchaktion und es gehen 50 Aus$ vom Kreditkartenkonto runter. Läuft alles glatt, ist es kostenlos. Die Telefonnummer hängt z.B. auf der Tanke/Imbiss Hermannsburg. Für solche u. ä. Fälle ist auch eine Anschrift in Australien gut, die man nennen kann. Verwandte, Freunde, ein Hotel in das man noch will, Autovermieter wo man wieder hin muss.
Ansonsten: wenn Du ein GPS mitnimmst unbedingt für lau die Tracks4Australia-Daten beschaffen und laden (nur für GARMIN glaub ich). Ein großes Sicherheitsplus, man weiß immer, ob der eingeschlagene Track noch der richtige ist, besonders bei Nachtfahrten (nicht zu empfehlen, aber vielleicht mal nötig).
Wann geht es eigentlich los bei Dir. Wird wohl Winter sein oder? Dann sorge für warme Sachen nachts, 0 Grad sind zu erwarten rund um Alice. Da wird das Campfire zum Muss. Eine Plane gegen kühlen Wind kann sehr erfreuen. Gut: es gibt dann kaum Fliegen

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Man, ich mache mal Schluss, merke gerade, wie in mir Sehnsucht und Reisefieber wachsen

. Ende ? Aus ? nur ein Traum. Aber Ihr könnt es erleben! Viel Spaß!
Hermann