Ja, die Suchfunktion würde bemüht.
Ja, die nächtelang währenden Nachforschungen waren inspirativ und amüsant.
Nein, es konnte kein praktikabler Lösungsansatz herausselektiert werden
Motiv dieses Beitrags ist das Sommermärchen, jedoch nicht jenes aus Südafrika
, sondern der ungeplante Familienzuwachs eines in der letzten Zeit alleinreisenden Vagabunds. Jo is denn heit scho Weihnachten, lautet die Fragestellung ob der Campingbegeisterung der Prinzessin auf der Erbse, in deren geblendeten Augen Du der Held vom Erdbeerfeld bist. Wenn sie bloß um das zu erwartende Chaos wüsste, Alleinreisen war ja keine wirkliche logistische Herausforderung und mangels Weibschaft auch herrlich kritik- und gezickefrei, man kennt das von "damals" leider auch noch anders
Grundvoraussetzungen:
- J12 mit stabilem Dachträger
- gestrippte Ladefläche ohne Rückbank
- Engelbox und Versorgerbatterie
- bewährtes Pack- und Stausystem mittels Rakoboxen
Einschränkungen:
- großer Hund, der ca. 60 cm der 170 cm Laeraumlänge beansprucht
- im Auto pennen ist allein ´ne wunderbare Sache, bei Doppelbelegung jedoch mit ständigem Hin- und Hergeräume des Geraffels verbunden
Welche rudimentären "Erfahrungen" liegen vor?
1.) Wegwerfzelt => im wahrsten Sinne des Wortes
2.) Maggiolina Grand Tour small => prinzipiell tolle Sache das, es scheiterte letztendlich am abartigen Gewicht und mangelnder Infrastruktur, selbst ein Kran auf dem Garagenflachdach war keine Lösung, was zu zunehmend ausbleibender Nutzung und schließlich zur Veräußerung führte.
3.) Oztent RV 3 => `ne geile Erfindung mit brutalem Packmaß, weswegen zusätzlich noch eine Pampersbomber-Dachbox angeschafft wurde. Jedoch schlich sich sukzessive die Unsitte von regelrecht häuslicher Einrichtung und Ansiedlung inkl. rollbarem Lattenrost (fanello) in diesem Bungalow mit Veranda ein, die in Wutausbrüchen während 2-3stündiger Abbau- und Umzugsarbeiten endeten. Es war gar fürchterbar, gleiches Schicksal wie unter 2.)
Wo liegen die Reiseziele?
Tendenziell eher Richtung Süden und Südosten mit gelegentlichen Ausnahmen wie Skandinavien und Polen.
Angedachter Reisecharakter:
Vorwiegendend Rundtouren mit nur kurzer Verweildauer und häufigem Standortwechsel. Time ist money...
Ausschlüsse:
Anhänger ziehen ist nicht mein Ding. ´Ne Wohnkabine übersteigt den Zeitwert der Kalösche und wurde uns auf ewig verheiraten. Klappzeltprinzip auf dem Dach konterkariert die angeborene Faulheit.
Watt nu???, lautet die im Gebeiss schwelende Frage
Nach obig angerissenen, als gescheitert zu betrachtenden autodidaktischen Exempeln entwickelt ein kranker Geist wahnwitzige
Lösungsansätze:
- Wurfzelt auf den Dachträger???
- klappbare Dachträgererweiterung mit Grundfläche für´s OzTent???
- kennt hier jemand diese lustigen, überdachten Liegestühle???
- Aufblaszelt AIRLODGE von Nakatanenga? Erfahrungswerte?
- Markise mit Seitenteilen an den Dachträger frickeln?
Vorlieben:
Eigentlich möchte ich zurück in den Himmel, ergo in´s Penthouse, die neue Alte findet den Gedanken "romantisch"... Bodennähe ist subjektiv betrachtet irgendwie "uncool" oder spießig, Pfadfinder- und Bundeswehrphase ist vorüber.
Ich ersuche das geschätzte Fachpublikum dringend um Anregungen, Kritik und Vorschläge. Oder sollte es tatsächlich der Wahrheit entsprechen, dass ein individuellen Bedürfnissen angepasstes Campingkonzept niemals zur Vollendung gelangt? Dann wären aus Gründen der zunächst noch angeratenen Duplomatie zumindest grundsätzlich frauenfreundlich funzende Praktiken der Nachtruhe schon mal ein Anfang.
Vielen Dank vorab!
C.





