Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Alles technische, was sonst nirgends paßt
MID2%
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Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von MID2% »

Liebe Gemeinde:
Nun sollen ja unsere Autos faradaysche Käfige sein oder zumindest was den Blitzschlag betrifft. Schön und gut, das galub ich auch gerne (und hoff es auch). Ich möchte nun aber mit gefüllten Reservekanistern am Dach herumfahren und da bin ich wegen der Folgen eines Blitzschlages nicht mehr sicher? Was passiert wenn der Blitz in einen gefüllten Reservekanister trifft? (Bei mir mit Diesel macht das einen Unterschied? - könnte ja gut sein ....)
Ich möchte nicht, dass ich zwar den Blitzschag überstehe, das Auto aber trotzdem abfackelt etc :angryfire: ...
Vielen Dank
MID

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DerAustralier
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von DerAustralier »

ich weiss es nicht :)

allerdings kann ich mir vorstellen, dass die extrem hohe energie einer blitzes, der auf ein gebinde mit entzündlicher flüssigkeit trifft, diesem nicht unbedingt gut tut.
diesel ist zwar nicht hochentflammbar, aber ob die 0,5mm stahlblech da wirklich schützen ? geerdet ist der kanister ja auch nicht unbedingt, je nach befestigung.

insofern würde ich gewitter meiden :D
Martin (HZJ75 + VW Iltis)
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HJ61-Freak
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von HJ61-Freak »

Solange man Blechkanister benutzt, bilden auch die einen Faraday'ischen Käfig. Der Strom des Blitzschlages bewegt sich also nur auf der Außenhülle des Kanisters, ein Funke im Inneren des Kanisters ist mithin ausgeschlossen.

Und: Ist der Kanister halbwegs voll, fehlt schlechterdings der Sauerstoff, um eine Reaktion ablaufen zu lassen.

Gruß

Florian
'86er-HJ61, 450tkm, OME schwer, 35x12,5R15 auf 8,5x15 ET -35, pneumatische gesteuerte HA-Sperre, 80mm Bodylift, optimiertes Verdichterrad, Recaros m. Schwingkonsolen, Aufstelldach u. Innenausbau, div. Zusatzinstrumente, 3"-Abgasanlage inkl. Eigenbau-turbine-outlet, Sidepipe

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j8 RR
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von j8 RR »

Ich schließe mich mit meiner Meinung der Florian´s an.

Alternativ, und um absolut sicher zu gehen, könnte man noch ein Edelstahlnetz über den Gepäckträger mit den Kanistern werfen.

Einfach mal bei Google "Edelstahlnetz" eingeben.
Du wirst von Suchergebnissen und bestimmt nicht vom Blitz erschlagen :wink:

Reinhold

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timo cr
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von timo cr »

Fahren ja auch genug Tanklaster rum,ist ja auch nichts anderes,nur groesser :biggrin:

Da passiert nix,weil,,wie oben geschrieben

Gruss
Timo

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betscharts
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von betscharts »

Hallo zusammen

Volle Reservekanister aufm Dach sind ja eh doof, schon von der Gewichtsverteilung her. Wenn sie weiter unten lagern, im Fahrzeug z. B. passiert beim einen Einschlag sicher nichts :D .

Aber nun zur Folgefrage: Was passiert mit einem Zusatztank unten am Fahrzeug, wenn der Biltz einschlägt?

LG

Simon

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bandeirante
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von bandeirante »

Aber nun zur Folgefrage: Was passiert mit einem Zusatztank unten am Fahrzeug, wenn der Biltz einschlägt?



Das gleiche wie mit dem Haupttank (unten am Fahrzeug). :wink:

Grüsse Axel O.
Der Weg ist das Ziel

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Onkelchen
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von Onkelchen »

Vielleicht sollte man mal bei einem Spezialisten nachfragen:

http://www.youtube.com/watch?v=RgkYUNJGKlk

;-)

Viele Grüße
Onkelchen
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(Alexander von Humboldt)

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MID2%
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von MID2% »

Nun, dann mal danke für die Antworten und ich glaubs gern und bin optimitisch :)
Mein Sorge war dass zB duch die Hitze des Blitzes das Benzin ganz massiv erhitzt würde und so den Kanister sprengen könnte und sich danach entzündet oder so ...

aber wenn das nicht passiert ist es mir recht!!


(Jaja ich weiß, dass die Kanister am Dach von der Gewichtsverteilung her nicht ideal sind, aber manchmal geht es nicht anders)

schönen Gruß an die Buschtaxi Gemeinde
MID

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tabarca
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von tabarca »

Und jetzt frag ich: Was passiert, wenn in meinen Bagger der Blitz einschlägt, während die Schaufel grad den Boden berührt (oder die Stützen, auch aus Metall)? Wie ein Auto auf Gummibereifung ohne Kontakt zur Erde ist das dann ja nicht mehr...

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Onkelchen
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von Onkelchen »

tabarca hat geschrieben:Und jetzt frag ich: Was passiert, wenn in meinen Bagger der Blitz einschlägt, während die Schaufel grad den Boden berührt (oder die Stützen, auch aus Metall)? Wie ein Auto auf Gummibereifung ohne Kontakt zur Erde ist das dann ja nicht mehr...



Dann ist er noch besser geerdet und schützt noch besser.

Viele Grüße
Onkelchen
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HZJ syttini
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von HZJ syttini »

tabarca hat geschrieben:Und jetzt frag ich: Was passiert, wenn in meinen Bagger der Blitz einschlägt, während die Schaufel grad den Boden berührt (oder die Stützen, auch aus Metall)? Wie ein Auto auf Gummibereifung ohne Kontakt zur Erde ist das dann ja nicht mehr...



Interessante Frage.


Vor sehr vielen Jahren kam mal einer unserer Autokranfahrer meines damaligen Arbeitsgebers beim Arbeiten mit dem 5-Achser (Stützen ausgefahren) an eine Hochspannungsüberlandleitung (oder wie das Ding heisst)...solange er sich ruhig sitzend verhielt, passierte nix - erst nachdem er den Türgriff berührte und am aus der Kabine steigen war, war es leider um ihn abschließend geschehen.

Also ich gehe mal davon aus, dass so ein Bagger und Autokran zwei solcher "Käfige" irgendwie haben muss.

Bin da mal gespannt auf die Erklärungen der Fachleute.

Gruß

Andi
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Driver
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von Driver »

tabarca hat geschrieben:Und jetzt frag ich: Was passiert, wenn in meinen Bagger der Blitz einschlägt, während die Schaufel grad den Boden berührt (oder die Stützen, auch aus Metall)? Wie ein Auto auf Gummibereifung ohne Kontakt zur Erde ist das dann ja nicht mehr...

Umso besser wird der Strom in die Erde abgeleitet :-)
Nee, das hat mit dem Faradayschen Käfig nix zu tun, der ist ja trotzdem vorhanden. Egal ob mit Gummirädern oder Eisenrädern, Metallteile im Fahrzeuginnern sollte man nicht berühren bei einem Einschlag - oder im Autokran der in der Hochspannungsleitung hängt. Der Blitz springt so oder so in den Boden über - auch über die Reifen, die ja auch eine Metalleinlage haben...
Der Faradaysche Käfig schützt lediglich vor dem elektrischen Feld im Innern, nicht vor dem Strom am Rahmen.



Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Mit 20L-Dieselkanister auf dem Dachträger war ich auch schon unterwegs. Das bisschen Gewicht hat dann auch nix mehr ausgemacht. Bei Benzin würde ich allerdings einen explosionsgeschützten Blechkanister mit Drahtgeflechteinlage empfehlen. Weniger wegen der Blitzschlaggefahr als überhaupt...


Gruß
J.
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Onkelchen
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von Onkelchen »

Hi,

beim Blitzeinschlag in ein Auto sind die Autoreifen ja prinzipiell eher hinderlich.

Da der Abstand von Felge oder Fahrwerksteilen zur Erde aber recht gering ist, springt der Blitz hier einfach nochmals über, von z.B: Felge zur Erde.

In diesem Video kann man es z.B. recht gut sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=IrQsghadA8A


Beim Berühren eines (Rad)-Baggerarmes an einer Hochspannungsleitung ist das Problem, dass die Spannung nicht reicht, um einen Lichtbogen (Blitz) von Felge zu Erde zu bilden und dann die Leitung sozusagen kurzzuschließen und somit das Abschalten im E-Werk zu erzwingen.

Somit hat der (durch die Gummireifen zur Erde hin isoliert stehende) Bagger durch die Berührung der Hochspannungsleitung das Potential der Leitung, er ist sozusagen ein Teil der Leitung geworden.

Solange der Baggerfahrer nun im Bagger sitzt, hat er keinen Kontakt zur Erde, es kann also kein Strom durch ihn fließen. Er ist wie ein Vogel, der auf der Hochspannungsleitung sitzt.

Wenn der Baggerfahrer nun aussteigt, bildet er in dem Moment, in dem er mit einem Fuß den Boden berührtt, sich aber am Bagger noch festhalt, die Leitung zwischen Hochspannungsleitung und Erde.

Tja, und dann fließt ein Strom durch ihn, der nicht gerade gering ist.

Die VDE definiert für den Menschen mit feuchter Haut einen Widerstand von 1000 Ohm (1kOhm)
Relistisch ist es bei trockener Haut durchaus auch 10 bis 20 kOhm, die VDE geht da aber auf Nummer sicher.

Bei einer Überlandleitung mit 380.000 Volt fließen durch den Baggerfahrer dann 380 Ampere. (Bei Ansatz der VDE-Grenze, ansonsten immer noch 19-38 Ampere).

Gefährlich für den Menschen sind Ströme >= 50 Miliampere (nach VDE also bei 50 Volt = Kleinspannungsgrenze erreicht)


Das ist ein Schei..moment für einen Baggerfahrer.

Als Baggerfahrer kann man versuchen in großem Bogen vom Bagger runterzuspringen (ohne dabei jemals gleichzeitig Bagger und Erde zu berühren), als Helfer ist es notwendig sich vom Bagger entfernt zu halten, bis er geerdet ist.
Da heutzutage ein Baggerfahrer im Normalfall wohl ein Handy dabei haben wird, ist es natürlich deutlich einfacher sich bemerkbar zu machen, wenn kein Mitarbeiter in der Nähe ist, als noch vor 25 Jahren.
Daher schätze ich mal, dass der Tipp mit dem Runterspringen heutzutage nicht mehr gegeben wird.

Am Besten ist es jedoch, Ruhe zu bewahren, E-Werk alarmieren und warten bis die Leute die Leitung abgeschaltet haben und einen Trupp hergeschickt haben, der geschult die Spannungsfreiheit der Leitung prüfen und die Erdung vornehmen kann.

Das Gleiche Problem hat z.B. auch die Feuerwehr, wenn der Bagger in solch einer Situation anfängt zu brennen.



Der Autokran wird seine stützen auf Holzbrettern oder den neuen Hartgummiplatten abgesenkt haben und damit auch die Stützen gegen die Erde isoliert. (Oder die Stützen sind durch den Aufbau der Hydraulik isoliert, das weiß ich nicht)

Somit hatte der Autokranfahrer den gleichen Effekt wie ein Radbaggerfahrer ... mit eben dem Brutzeleffekt beim Absteigen.


Wie Autokrahn- und Baggerfahrer nach BG geschult werden, sich in solch einen Moment zu verhalten, weiß ich nicht. Das können Leute wie Wolli u.ä. besser beantworten.


Das große Problem in solch einem Moment ist das Erkennen der Situation.

Viele Grüße
Onkelchen
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(Alexander von Humboldt)

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osloss
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Re: Blitzschlag in der Reservekanister am Dach ???

Beitrag von osloss »

Hallo Onkelchen,
ich habe mal mit einem Monteur gesprochen. Selbst wenn eine Hochspannungsleitung den Boden berühre führe das nicht zwangsläufig zu einer automatischen Abschaltung. Es würde sich ein "Spannungskrater" bilden, der mit zunehmenden Abstand schwächer würde. Wenn ich mich recht erinnere sprach er von einem Durchmesser von ca.35m um den Bodenkontakt.
Zu einer Abschaltung soll es kommen wenn zwei Seile sich berühren oder z.B. mit einem Ast überbrückt würden.

Ich bin allerdings auch kein Fachmann.

Gruss, Osloss
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