Hi Leute,
hier kommt die Zusammenfassung der Dolomiten.
Anreise war über die Straniger Alm in Ö, wo wir auch die Nacht verbracht haben. Sehr nette Leute aber naturgemäß, wie immer auf Almen, nicht ganz billig. Eigentlich hatten wir vor im Dachzelt zu übernachten aber die Wetterlage mit heftigen Gewittern und Starkregen hat uns dann in ein festes Gebäude gebracht....
Am Samstag morgen haben wir dann die grüne Grenze nach Italien überquert und sind die Schotterstrecke bis auf den Monte Paularo (Denzel 56) gefahren. Meine ursprünglichen Bedenken wegen der Wasserabläufe waren schnell aus dem Weg geräumt. Bilder haben wir, wegen der Wetterlage aber keine gemacht. Dann ging es auf schmalem Asphalt weiter bis Paularo, außer uns haben wir nur ein paar Pilzesammler gesehen.
Bei Ravascello war das Wetter schon wieder etwas besser und so beschlossen wir die Panoramico della Vette zu fahren (Denzel 226). Diese ist in deutlich besserm Zustand al im Denzel beschrieben, zumindest konnten wir bei dem Wetter keinerlei tiefe Pfützen ausmachen. Leider sind wir ca 100hm unterhalb des Querweges in die Wolken eingetaucht und konnten daher weder das Panorama noch den ungesicherten Straßenrand genießen....
Im weiteren Verlauf machten wir dann das Pesarinatal unsicher, hier hat der Tourismus kaum Einzug gehalten und große Hotels sucht man hier vergebens. Es sieht einfach aus, als ob die Zeit hier etwas stehen geblieben ist.
Das Sperrschild im Verlauf der Forcella Lavardet (Denzel228) war uns zu kryptisch gehalten, so dass wir auf gut Glück einfach weiter gefahren sind. Da hats mächtige Bauarbeiten da das Ufer des Frison neu gestaltet wird. Derzeit ist eine Durchfahrt (am Wochenende) aber durchaus machbar – auch wenn wir ab und an schon mal Luft angehalten haben und auf den Zustand des Weges nach der nächsten Kehre gewartet haben. Hier sind wir im Gewitter runter gefahren, was die Sache nicht einfacher gemacht hat, etwas leichtsinnig.
Der Rest der Reise, ab Campolongo ist eher nur auf Teer angesiedelt, von der Landschaft aber auch sehr ansprechend – die Drei Zinnen haben wir ausgelassen (Gewitter + Maut = Doof) und sind über Cadore nach Cortina und über den Falzaregopass, den Valparolapass und den Grödnerpass bei ständig besser werdendem Wetter bis nach Ulrich vorgedrungen.
2.Tag
Heute war Ausschlafen angesagt und Frühstück in der Sonne. Wir haben dann den Sella-Pass angesteuert und waren überwältigt vom Panorama dort oben.
Um den Wagen mit seinen Spielereien wie 4x4 und Untersetzung etwas zu brauchen gings nach Moena und dann hoch auf den Passo di Lusia (Denzel 285). Dabei hat der gute Denzel uns wieder mehr Sorgen als nötig gemacht. Die Straße ist nicht in einem „miserablen Zustand“ sondern eher wie ein durchschnittlicher Feldweg nur ohne Mittelstreifen. Aber steil ist sie, da hat er recht

Oben angekommen sind wir bei schlechtem Wetter noch auf den Piavac aufgestiegen um dort Kaffee zu kochen. Wieder am Auto angekommen und auf dem Weg nach Moena haben die Wolken aufgerissen und das Wetter war uns wieder gnädig. Über den Sella-Pass zurück und fix noch ein Eis im Ort gegessen.
3.Tag
Heute haben wir uns mal eine grobe Runde vorgenommen.
Fedaia-Pass (Denzel 278) hin und Pordoijioch (Denzel 276) zurück. Beide Passstraßen sind bei weitem nicht so befahren wie zB das Grödner-Joch oder der Sellapass und daher deutlich angenehmer zu fahren.
Am Fedaiasee sind wir das alte Südufersträßchen entlang gelaufen und haben dann einen guten Kaffee zu sehr akzeptablem Preis getrunken.
Sehr schön, dass es sowas hier in der Gegend noch gibt. Bei Malga Ciapella sind wir ein gutes Stück im Tal wieder zurück gefahren, bis ein Sperrschild uns den Weg versperrte, hier hinten ist aber ein schöner, in Terrassen angelegter Campingplatz. Im fast ausgetrocknetem Bachbett dann fix ein Picknick. Die Sottoguda-Schlucht, direkt am Ausgang eines Tunnels ist sehenswert, gut dass es dort auch gleich einen kleinen Parkplatz gibt.
Nachdem wir dann auf dem Verbindungsweg zum Pordoi-Pass festgestellt haben, dass es noch zu früh ist, sind wir bei Laste linkt abgebogen und haben dort ein fantastisches Weglein gefunden. Zunächst geteert bis kurz hinter Laste und dann zum Teil als steil ansteigende Schotterpiste bis auf 1880m ansteigend.
Am Endpunkt befindet sich eine Alm, die Malga Laste auf der man zu zivilen Preisen Käse kaufen kann, eine „echte“ heiße Schokolade bekommt und einen dermaßen guten Blick auf das Felsmassiv gegenüber hat, dass man immer wieder da hoch fahren möchte

Die Strecke befindet sich nicht im Denzel, was daran liegen könnte, dass sie noch recht neu ist.
KML
http://www.keschn.de/buschtaxi/MalgaLaste.kmlAuf dem Rückweg hat mein Navi etwas das spinnen angefangen und daher gibt es keine Track-Aufzeichnung. Bei N46 28.476 E11 57.965 geht am Scheitelpunkt der Kurve eine Teerstraße ab, die wohl im ersten Weltkrieg von Bedeutung war. Wenn ihr dieser folgt und nicht über den Bach abbiegt führt sie Euch bis kurz vor Arraba (bei ca N46 29.770 E22 55.240). Auf dem letzten Kilometer verliert sie irgendwie den Teer und ist so breit wie das Auto. Die Kunst ist es nun, mit dem Vorderrad auf der Wegkante zu bleiben und mit dem Heck nirgens anzustreifen. Dabei muss der Beifahrer permanent beten, dass kein Gegenverkehr kommt.
Da ich dererlei Strecken noch nie gefahren war – ging mir ganz schön die Düse....
Dann übers Prodoi-Joch zurück auf die Hauptverkehrsstr Sellajoch wo wir unterhalb des Kieswerkes auf einem der dortigen Tische beim Abendessen die Sonne untergehen lassen haben.
4.Tag
Heute wollten wir mal den alten Teil vom Nigerpass (der von Blumenau bis kurz vor Tiers) fahren und mussten leider feststellen, dass er für alle, nicht nur für Busse, gesperrt ist. Das Sperrschild hat ein Display drunter, kann gut sein, dass er an anderen Tagen offen ist.
Also über Steinegg hoch nach Welschnofen. Am Karersee vorbei. Der See selber ist ein Kleinod aber total überlaufen mit einem kostenpflichtigen Parkplatz – wir haben dann bei der nächsten Gelegenheit mit Blick auf die Berge angehalten und fix einen Kaffee gekocht.
Weiter auf den Nigerpass zur Malga Frommer und dort aufgrund von wahren Massen wieder umgedreht. Auf dem Rückweg sahen wir ein Schild zur Malga Secine (N46 23.941 E11 36.604) – dort war weit weniger los und die Bedienung war durchweg freundlich. Also Pana Cota gegessen, Käse für zu Hause gekauft und die Esel gestreichelt

Der Hund hat beim Anblick der Grautiere eine Panikattacke bekommen und so mussten wir weiter. Es war noch ziemlich früh und wir entschlossen uns für eine große Runde über das Pordoijoch nach Arraba, den Passo Campolongo nach Corvara und das GrödnerJoch wieder zurück. Zwischendurch haben wir immermal ein paar Nebenstraßen ausprobiert, die aber allesammt an einem Schild ihr jähes Ende gefunden haben...
Alles bei bestem Sonnenschein!
Nun mach ich mal Schluss und langweile auch nicht weiter.
Tim
Hilux 2012, 2.5l Schalter, Ortec Minicamp, BP51, 31x10.5, OME, Rasta-Rockslider und Tankschutz, Asfir UFS Motor, ARB Towbar, BearLock, Solarpad und ein paar andere elektrische Spielereien, ARB Sperre vorne, ES Snorkel.
"Nur weil etwas Fakt ist, muss es noch lange nicht stimmen!" (Nadine)