4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Alles bis zur 6. Generation des HiLux (bis 2004) bzw. 3. Generation des 4Runner (bis 2002)
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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

So, alles ausgebaut und mal die Fensterheber direkt an die Batterie angeschlossen. Funktionieren wie eine 1. Kraftvoll, schnell, wie man es sich nur so wünscht. Aber von den Schaltern aus, also sowohl von der Kommandozentrale, als auch von den Schaltern in den hinteren Türen kommt nur ein Röcheln. Also nicht stockend, sondern sehr, sehr lahm. Bleiben dann eifach stehen und man muss die Scheiben mit den Händen mit nach oben bzw. unten drücken.
Was nun?

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Don Matías
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Don Matías »

Hola:

Ganz einfach das NULL-OHM-PROGRAMM durchfuehren:

1. MINUS AN MASSE! Guten Massekontakt der Elektromotoren/Tueren herstellen, noetigenfalls kleine Massebaender Karrosserie<->Tuer verlegen.

2. KAMPF DEN UEBERGANGSWIDERSTAENDEN! Falls sich die Schalterchen oeffnen lassen, Kontaktflaechen vorsichtig und sanft reinigen. Ansonsten mit Kontaktspray traktieren. Kontakte im Sicherungskasten reinigen, korrodierte Sicherungen eliminieren.

3. FREI BAHN DEM TUECHTIGEN STROM! Zuleitung (+) zu den Schalterchen und Leitungen Schalterchen-Hebermotore ueberpruefen oder besser durch 2,5 qmm Leitungen ersetzen.

Muchos saludos,

don Matías.
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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

Schalter habe ich gerade an einem anderen 4Runner überprüfen können. Alles in Ordnung. Also werde ich wohl oder übel neue Leitungen verlegen müssen. Aber erst einmal deinem Tip folgen und die Masseleitung neu verlegen. Wenn das nicht funktioniert neue Stromleitungen. Aber das ist doch ein Riesenaufwand....

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Don Matías
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Don Matías »

Hola Oriente:

Spannung an der Batterie bei laufender Maschine: ___ Volt.

Spannung am Schaltereingang, MINUS gegen Minuspol Batterie gemessen: ___ Volt.

Spannung am Hebermotoreingang, MINUS gegen Tuer gemessen: ___ Volt.

Spannung am Hebermotoreingang, MINUS gegen Minuspol Batterie gemessen: ___ Volt.

Muchos saludos,

don Matías.
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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

So ein Gerät habe ich nicht. Da muss ich übermorgen zum taller electrico marschieren.

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Don Matías
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Don Matías »

Hola Oriente,

ein Multimeter, wie z. B. das MUT-33 von TRUPER mit Temperatursensor, ~ BOB 100 = ~ EUR 11, ist unterwegs und auch im Haushalt bei den hier typischen Elektro-"Installationen" unentbehrlich - neudeutsch "unverzichtbar und alternativlos".

Muchos saludos & feliz Año Nuevo,

don Matías.
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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

Danke für den Tip. Werde ich gleich besorgen. Gut, dass hier fast immer geöffnet ist. Dir und allen im Forum ein gutes, glückliches neues Jahr.

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Don Matías
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Don Matías »

Hola:

Warum sind die vermaledeiten Uebergangswiderstaende (Batteriepole, Leitungen, Sicherungen, Schalter, Klemmen am Verbraucher, Masserueckfuehrung ueber Tuerscharniere &c.) so verderblich?

Erklaerung am Beispiel eines Fensterhebermotors:

1. Fensterhebermotor mit 120 Watt Nennleistungsaufnahme => 120 W = 12 V · 10 A.

2. Widerstand des Motors => 12 V/10 A = 6/5 Ohm.

3. Angenommene Summe aller Uebergangswiderstaende => 1/5 Ohm.

4. Summe aller* Widerstaende im Stromkreis => 7/5 Ohm.
*) Der - sehr geringe - Innenwiderstand der Batterie wird vernachlaessigt.

5. Strom I im Gesamtstromkreis => 12 V/I = 7/5 Ohm => I = 60/7 A.

6. Spannung U am Motor => 6/5 Ohm · 60/7 A => U = 72/7 V.

7. Wirkliche Leistungsaufnahme des Motors => 72/7 V · 60/7 A = 4320/49 W ~ 88 W => Verlust > 1/4.

Alle Uebergangswiderstaende betrugen nur ein Sechstel des Widerstands des Motors, doch dies reichte, um die Leistungsaufnahme desselben um mehr als ein Viertel zu reduzieren.

Bei meinem FJ40 vor drei Wochen: Batteriespannung 13 V, Spannung am elektrischen Kraftstoffabschaltventil des Vergasers 11 V => Ventil bequemte sich nicht zur Oeffnung.

Muchos saludos,

don Matías.

Zum Rekapitulieren: http://www.physique.lu/lte_physique/cla ... kreise.pdf
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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

So, das Messgerät ist gekauft und war im Einsatz. Fazit: Alle Leitungen werden wie angedacht durch neue 2,5er ersetzt. Dann dürfte das Fensterheberproblem gelöst sein.
Heute waren wir auf dem Waschplatz. Mir ist beim Blick unter den Wagen aufgefallen, dass sich die Welle zur Hinterachse verschieben kann und das da auch schon ziemlich viel Fett ausgetreten ist.
Foto:
Bild

Ist das normal, darf das so sein? Wenn nein, was ist zu tun? Wenn ja, muss das nicht immer wieder mal abgeschmiert werden?
Da fällt mir ein: Gibt es so etwas wie einen Abschmierplan von dem 4Runner/HiLux?

Ich stelle mal einen Link auf ein Picasaalbum ein, dass ich während und nach dem Waschen gemacht habe.
Sieht etwas seltsam aus, weil das Auto auch unten noch nass war. Ist aber keinerlei Rost auf der Unterseite zu sehen.

https://picasaweb.google.com/dha2710/Auto_11Januar2013

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Don Matías
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Don Matías »

Hola Oriente:

1. Die Kardanwelle muss sich "verschieben" koennen, denn die Hinterachse bewegt sich beim Ein- und Ausfedern nicht auf einer Kreisbahn. Auch die Einheit Motor-Kupplung-Getriebe ist nicht starr befestigt.

2. Die Kreuzgelenke der Kardanwelle sollten ohne Spiel sein und auch abgeschmiert werden.

3. Bei guten Waschplaetzen kennen sie die Abschmierpunkte und schmieren auf Anforderung ab.

4. Bitte noch eine Widerstandsmessung mit dem neuen Mutimeter ausfuehren:

4.1 Beide Batteriepolschellen abklemmen. Pfoten weg von der Batterie!

4.2 Widerstand zwischen Befestigung des Fensterhebermotors am Tuerkorpus und der MINUSschelle (dicke(s) Kabel, zumeist schwarz) messen. (Ueber diesen Weg fliesst der Strom zurueck zur Batterie, nachdem er die Wicklungen des Fensterhebermotors durchlaufen hat; technische Stromflussrichtung.) Dieser Widerstand sollte << ein Ohm sein.

4.3 Widerstand zwischen Zuleitung PLUS am Fensterhebermotor und der PLUSschelle (dicke(s) Kabel, zumeist rot) messen, dabei muss natuerlich der Fensterheberschalter betaetigt werden. Beide Richtungen UP & DOWN bitte messen. Diese Widerstaende sollten ebenfalls << ein Ohm sein.

5. Wenn - wie haeufig - der Widerstand nach 4.2 gross ist, z. B. ~ 1 Ohm, waehrend der Widerstand nach 4.3 klein ist, z. B. ~ 0,01 Ohm, dann genuegt es, eine ordentliche Masseverbindung vom Fensterhebermotorchassis zur Karrosserie/zum Rahmen herzustellen, und man kann sich die grosse Neuverkabelungsnummer sparen.

5.1 ¿Resultate der Spannungsmessungen?

Muchos saludos,

don Matías.
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Eric Cambodia
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Eric Cambodia »

Oriente hat geschrieben:Also nicht stockend, sondern sehr, sehr lahm. Bleiben dann eifach stehen und man muss die Scheiben mit den Händen mit nach oben bzw. unten drücken.
Was nun?


Also nach meiner Erfahrung bei diversen Fahrzeugen in heissen Klimazonen, ist nicht der Motor der FH das Problem, sondern die Führungen-/Dichtungen in den Scheibenrahmen!

Diese Dichtungen bremsen bzw. blockieren teils das Hochgleiten der Scheibe im Fensterrahmen. :bulb:
(Die Mechanik des kompletten FH, braucht aber natürlich auch immer wieder etwas {fettige} Liebe.)

Manchmal hilft das Reinigen selbiger und eine anschliessende Silikonöl-Kur etwas, oftmals müsste man aber wohl den alten Dichtkram ersetzen und dann flutschen die Scheibe wieder hoch.

PS: Natürlich kann man auch den FH-Motor und die Kabel optimieren... :biggrin:
[url]http://kambodscha-sihanoukville.blogspot.com[/url]

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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

@Eric
Ich hatte ja die Motoren direkt an die Batterie angeschlossen und sie funktionierten einwandfrei. Liegt also definitiv nicht an den Führungen oder fehlendem Fett.

@Matias
Werde ich nachher mal machen

Nochmal dann zu meiner vorherigen Frage:
Gibt es einen Schmierplan für den 4Runner? Oder muss ich sämtliche Fettnippel selber finden und ausprobieren, wieviel und was da reinkommt? Und darf das Gelenk soviel Fett verlieren? Dass es sich bewegen müssen kann verstehe ich ja jetzt.

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Don Matías
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Don Matías »

Hola:

1. "Molybdenum disulphide lithium base chassis grease NLGI No. 2", siehe owner's manual, wo sich auch die "grease points" finden sollten.
WIDMAN in SANTA CRUZ DE LA SERRA: http://www.widman.biz/Productos/grasas.html

2. Kraeftig Fett einpressen.
http://www.autozone.com/autozone/repair ... 528005fef2

3. Bei taeglichen Wasserfahrten/Flussquerungen - wir haben jetzt hier Regenzeit, und die ist deftig - woechentlich abschmieren.

4. Fettaustritt an der Kardanwelle ist normal - immer brav nachfetten.

Muchos saludos,

don Matías.
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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

Mal wieder eine sehr konstruktive Antwort. Vielen Dank dafür. Werde gleich meine Ausrüstung um eine gute Fettpresse erweitern.
Flussdurchfahrten sind hier wirklich normal. Hier mal ein Foto von vor ein paar Tage, wobei es nach dem Schnappschuss erst richtig tief geworden ist. Ein Schnorchel kommt also demnächst auch her.

Bild

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Oriente
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von Oriente »

Hier mal der an meinen 4Runner angepasste Abschmierplan:
Bild

Was muss alles an den Achsen abgeschmiert werden?

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HJ60 RHD
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Re: 4Runner in Bolivien Baujahr 1989

Beitrag von HJ60 RHD »

Oriente hat geschrieben:Mal wieder eine sehr konstruktive Antwort. Vielen Dank dafür. Werde gleich meine Ausrüstung um eine gute Fettpresse erweitern.
Flussdurchfahrten sind hier wirklich normal. Hier mal ein Foto von vor ein paar Tage, wobei es nach dem Schnappschuss erst richtig tief geworden ist. Ein Schnorchel kommt also demnächst auch her.

Bild



...also solche "Flußdurchfahrten" kannste getrost noch mit ´nem PKW mit geöffneten Seitenscheiben machen ---> hierfür braucht man einen hochgelegten Aussaug ---> http://www.youtube.com/watch?v=T7qkbpQhGuE

Gruß Hubertus

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