Hallo und guten Abend
MiWe - Danke für den interessanten Link - den Bericht muss ich noch mal in aller Ruhe lesen zwecks Meinungsbildung.
RobertL
«Aber wir hijacken hier den Thread der Schweizer!»
Mach Dir nur keine Sorgen - unsere Politiker nennen das bilaterale Verhandlungen - nutzen wir doch die «bilaterale Diskussion»
Ich versuche mir eine Meinung zu bilden, was denn wirklich eine GERECHTE Lösung ist, wäre, sein könnte.
Wichtig ist hier, zu unterscheiden, wer als Arbeitnehmer/Privatperson fahren will oder eben muss (Arbeitsweg). Dann überlege ich mir, in wie weit der Bürger (Otto-Normal-Verbraucher) für den subventionierten globalen Handel zur Kasse gebeten und eingeschränkt wird? Grundlage: In der Schweiz kommt immer wieder zur Sprache, dass man aus ökologischen Gründen die Treibstoffepreise drastisch erhöhen muss - man spricht von einer Obergrenze von 10 Franken pro Liter Treibstoff. Und ich habe bei diesen Infos noch nie bewusst vermittelt bekommen, dass damit die Motorfahrzeugsteuer dann aufgehoben/abgeschafft würde. Und auch nicht, dass es dann keine Autobahngebühr mehr geben würde.
Es geht also nicht nur um die direkten Folgen für unseren eigenen Geldbeutel und/oder Einschränkungen. Was kosten dann auf der Strasse importierten Lebensmittel im Geschäft, wenn die Transportpreise plötzlich ein Kostenfaktor sind und nicht mehr unter den Tisch gewischt werden? Kosten dann die spanischen Tomaten plötzlich viel mehr OHNE dass sich die sklavenartigen Zustände für die Erntearbeiter verbessert haben?
Und was ist - für die Mitglieder aus Deutschland - mit den Nordseekrabben, die mit dem LKW nach Südspanien gekarrt werden, dann nach Nordafrika zum Puhlen verschifft werden, weil die Arbeitskraft dort wesentlich günstiger ist - und danach die ganze Reise zurück nach Norddeutschland wieder antreten, um dort als regionales Produkt in der Ladentheke zu landen. Und sorry, ich kann es mir nicht verkneifen, wahrscheinlich noch mit dem Label «FRISCH aus der Region»

Die Viecher müssen doch nach der langen Reise schon halb vergammelt sein!
Vielleicht könnte ja eine drastische Umgestaltung der Verkehrskosten auch eine Chance sein, dass regional wieder Arbeitsplätze geschaffen werden (siehe Krabben). Dann könnte ich mich auch mit einer Umverteilung der Kosten einverstanden erklären - und auch gewisse Kostenerhöhungen akzeptieren. Aber leider, noch fehlt mir persönlich der Glaube daran....dass dies auf politischer und wirtschaftlicher Ebene nur angedacht wird...
Es ist unsere Verantwortung als steuerzahlende Eierlegendewollmilchschweine unsere Meinung zu sagen. Die Schweizer haben diese Möglichkeit NOCH, und sollten sie wahrnehmen.
Liebe Grüsse
Alberta
Eine eigene Meinung ist ein Luxus, den sich nicht viele Menschen leisten.
(Alfred Polgar)