In einem Anfall von Wahnsinn musste ich mir vor einigen Monaten einen BJ75 anschaffen - die Erstzulassung von 1985 und die Aussicht auf ein H-Kennzeichen in Verbindung mit einem günstigem Preis waren einfach zu verlockend. Also schnell ein Zugfahrzeug geliehen und am einzigen WE im Februar mit Eis und Schnee von Sa. auf So. nach Le Mans gespänt. Als ich dort rund 10h später angekommen bin war ich wohl noch verrückter als vermutet, bzw. ich hatte keinen "Kaufverhinderer" dabei. Also das Ding quasi unbesehen aufgeladen und nix wie heim. 23h von Abfahrt bis Ankunft Babenhausen fand ich ganz gut. Auch am nächstem Morgen sah der BJ auf'm Hänger gar nicht so schlimm aus. Was mir aber zu denken hätte geben sollen, daß mir der Verkäufer sagte, der Wagen stand seit knapp 8 Jahren und sei ursprünglich aus Deutschland nach Frankreich gekommen....beim mittäglichem Sonnenlicht konnte man tatsächlich im Lack noch eine Beschriftung einer Firma aus dem Stuttgarter Raum erkennen. Sollte der Ex. Besitzer hier mitlesen, meine Frage an Ihn: hätte man den Wagen nicht etwas gegen Korrosion schützen können??? Stellenweise war ich sprachlos. Auch erstaunlich wie dick sich Füller auftragen lässt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob jemand versucht hat die ganze untere Karosse aus GFK und Spachtelmasse nachzubauen. Ein Vorbesitzer muß Bootsbauer und Alublechliebhaber gewesen sein
Na ja, was soll ich groß schreiben, Bilder sind besser.
Ach so, als Konsequenz musste ich noch einen LJ73 mit Motorschaden als Blechspender kaufen, was fast zu einem Termin beim Scheidungsanwalt geführt hätte
